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GROSSER RATGEBER


Geliebte Katze - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 12.10.2021

GESUND & FIT

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Bildquelle: Geliebte Katze, Ausgabe 11/2021

Trinkverhalten

Schluck für Schluck

Ihren Wasserbedarf stillen Katzen zum einen über ihre Nahrung, zum anderen mit vielen sehr kleinen Wasser-Portionen – sie trinken bis zu zwölf Mal am Tag, am liebsten aus verschiedenen Quellen.

Accessoires

Kein Halsband mit Glocke, bitte!

Lautes Bimmeln bei jeder Bewegung und ein andauerndes Gefühl von Einengung: Das bedeutet ein Halsband mit Glöckchen für Katzen. Katzen haben sehr empfindliche Ohren und nehmen Töne im Frequenzbereich von 50 bis 60 Hz wahr. Der Mensch hingegen nur bis zu 20 Hz. Das Bimmeln von Glöckchen ist für Katzen daher viel lauter als für den Menschen. Ein Glöckchen um den Hals bedeutet für die Katze also laute Dauerbeschallung. Das ist vergleichbar mit einem Tinnitus bei Menschen. Halsbänder sind für Katzen nicht nur extrem störend, sie können sie auch verletzen oder sogar töten. Immer wieder kommt es vor, dass Katzen sich im Gebüsch ...

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... mit ihrem Halsband strangulieren, sich beim Versuch, das Halsband loszuwerden, mit einem Bein darin verheddern oder beim Putzen daran hängen bleiben. Ein Halsband samt Glöckchen schützt auch die Vogelwelt nicht, sondern ist dabei eher kontraproduktiv: Vögel haben eigene Laute, mit denen sie sich gegenseitig auf Gefahren aufmerksam machen. Jungvögel, die noch nicht (so gut) fliegen können, ducken sich als Folge dieser Warnsignale und verharren bewegungslos am Boden. Das Glöckchen nehmen sie jedoch nicht als Warnsignal wahr, sondern es führt lediglich dazu, dass die Vögel aufgeschreckt werden und eine noch leichtere Beute sind.

Spielzeug

Wenn die Mäuse-Kiste überquillt ...

Manches Katzenpersonal meint es zu gut und überhäuft die Mieze des Hauses mit Geschenken: Da wird etliches Spielzeug gekauft und gesammelt, das letztlich doch ungenutzt in der gesamten Wohnung herumliegt. Dabei ist dies gar nicht notwendig, ganz im Gegenteil, ein Überangebot reduziert den Anreiz der Katze und wird ihr allzu schnell langweilig. Daher ist es wichtig, das Spielzeug bei Nichtgebrauch zu verstecken und außerhalb des Sichtfeldes der Katze zu lagern. Das Spielzeug wird nur dann herausgeholt, wenn auch wirklich mit der Katze gespielt wird. Wenn eine Spielphase erfolgt, sollte dem Tier nur ein einziges Spielzeug zum Spielen angeboten werden, damit sich die Katze voll und ganz darauf konzentrieren kann. Beim Thema Spielzeug kommt es demnach nicht auf die Menge an und es muss auch nicht immer wieder ein neues gekauft werden, stattdessen ist der richtige Umgang mit dem betreffenden Katzenspielzeug entscheidend.

Forschung

Wie die Art der Fütterung das Verhalten beeinflusst

Wie verändert sich das Katzenverhalten, wenn man die Art der Fütterung umstellt? Dr. Ligiut, die Tierverhalten an der Universität François Rabelais (Frankreich) untersucht, hat dies mit ihrem Team im Rahmen einer Studie erforscht.

Konkret wurde untersucht, wie sich das Katzenverhalten verändert, wenn man von einer Ad-libitum-Fütterung (der Katze steht immer Futter zur Verfügung) auf eine restriktive Fütterung (die Futtermenge pro Tag ist genau festgesetzt) umstellt.

Du bist, wie du isst

Alle Katzen, die an der Studie teilnahmen, wurden ursprünglich adlibitum gefüttert, hatten also zu jeder Zeit Futter zur Verfügung. Bis auf eine kleine Kontrollgruppe wurde für diese Katzen im Rahmen der Studie eine Futtermenge bestimmt, die auf Gesundheits- und Aktivitätslevel der Katze zugeschnitten war.

Morgens erhielten die Katze eine Portion Nassfutter, die restliche Futterration erhielten die Katzen als Trockenfutter aus einem Futterautomaten. Die Katzen, deren Futterration beschränkt wurde, fraßen weniger, dafür aber größere Portionen als bei Ad-libitum-Fütterung. Zudem verputzten sie das Futter sehr viel schneller und kehrten im Anschluss auch schneller wieder zum Futterplatz zurück.

Privatsphäre am Futternapf

Wurde die Futterration bei Katzen im Mehrkatzenhaushalt beschränkt, kam es gehäuft zu Konflikten zwischen den Katzen rund um den Futterplatz. Die Katzen mieden sich häufiger, verscheuchten den Artgenossen oder drohten ihrem Artgenossen häufiger als bei Ad-libitum- Fütterung. Am auffallendsten waren die Konflikte vor der ersten Fütterung am Tag, wenn also der Hunger am größten war. Bei Katzen, die weiterhin ad libitum gefüttert wurden, konnten keine Veränderungen im Verhalten festgestellt werden.

Dennoch: Nicht für jede Katze kommt eine Ad-libitum-Fütterung infrage. Frisst die Katze zu viel, drohen Übergewicht und Folgekrankheiten wie Diabetes. Daher ist es wichtig, die tägliche Futterration

dem individuellen Bedürfnis der Katze anzupassen. Füttern Sie möglichst viele kleine Portionen über den Tag verteilt und bieten Trockenfutter in Fummelbrettern an, um die Fressgeschwindigkeit zu reduzieren. Im Mehrkatzenhaushalt sind getrennte Futterplätze Pflicht, denn Futterneid ist ein häufig ein Mobbing-Auslöser.

Freigang

So lange streifen Kater umher

Während einige Freigänger schon nach ein paar Stunden wieder in die Wohnung wollen, bleiben andere sogar mehrere Tage außer Haus. Unkastrierte Tiere streifen in der Paarungszeit unter Umständen bis zu zwei Wochen im Freien umher. Gerät Ihr Kater in eine schwere Auseinandersetzung mit einem anderen Artgenossen, kann dieser Konflikt lange dauern. Es kann auch sein, dass sich der Kater nach einem verlorenen Kampf eine Weile nicht mehr nach Hause traut. Manche Tiere kommen dann monatelang nicht mehr zurück.

Haushalt

Düfte, die Mieze nicht mag

Bis zu 70 Millionen Riechzellen besitzt eine Katze (wir Menschen etwa 5 bis 20 Millionen). Das macht sie zu recht geruchsempfindlichen Tieren. Folgende Düfte können die meisten Katzen gar nicht leiden:

• Raumduft, Duftkerzen oder Räucherstäbchen

• Katzenklo-Deos und parfümierte Streu

• Teebaumöl, Eukalyptus und Menthol

• Zigarettenrauch

• Parfüm

• Harfenstrauch, der auch „Verpiss-dich-Pflanze“ genannt wird

• Scharfe Haushalts-reiniger

• Knoblauch und Gewürze wie Zimt

• Essiggeruch

Gesundheit

Ein Symptom, viele Ursachen

Durchfall ist ein Symptom und keine eigenständige Krankheit. Es gibt sehr viele Ursachen, die Durchfall bei Katzen auslösen können. Dazu zählen: Infektionen mit Viren oder Bakterien, Befall mit Würmern und einzelligen Parasiten, Futtermittelallergien oder -unverträglichkeiten, Krankheiten und Schäden der Leber, der Nieren und der Bauchspeicheldrüse, Überfunktion der Schilddrüse, Tumoren im Verdauungstrakt oder ein psychisch bedingter Reizdarm. Antibiotika, die über einen langen Zeitraum gegeben werden, können die Darmflora schädigen und zu Durchfällen führen.

Handling

Katzen schmerzfrei hochheben

Es ist gefährlich, die Katze am Nacken zu packen und so herumzutragen. Zu den größten Fehlern der Katzenerziehung gehört auch, den Nackengriff als Strafe anzuwenden. Beim Hochheben drohen vor allem Muskulatur und Bindegewebe Schaden zu nehmen. Das bedeutet für die Katze große Schmerzen. Außerdem ist die Katze gestresst und verängstigt, wenn sie am Nacken gepackt wird. Mit dem richtigen Griff kann die Katze schmerzfrei hochgehoben werden: Greifen Sie mit einer Hand unter die Brust der Katze. Mit der anderen stützen Sie das Hinterteil der Katze. Ihr Gewicht wird so gleichmäßig verteilt.

Zoonose

Ein Kratzer reicht schon aus

Die Katzenkratzkrankheit wird durch ein Bakterium namens Bartonella henselae hervorgerufen. Bis zu 15 Prozent aller Katzen sind mit diesem Bakterium infiziert, erkranken im Gegensatz zum Menschen aber kaum. Innerhalb von zwei bis zehn Tagen nach einer Kratzverletzung durch eine infizierte Katze entwickeln sich Symptome der Katzenkratzkrankheit wie rötlichbraune Knötchen, die weder jucken noch schmerzen, Lymphknotenschwellungen in der Nähe der Kratzwunde, am Hals und in den Achselhöhlen und Fieber. Die Krankheit ist in der Regel harmlos und heilt innerhalb weniger Wochen von selbst aus.

Körpersprache

Schau mir in die Augen, Kleines

Viele Menschen sind irritiert, wenn ihre Katze sie plötzlich durch- dringend anstarrt. Bei Katzen wirkt der Blick umso intensiver, da sie die Hornhaut der Augen nicht so häufig befeuchten müssen wie wir. Wenn Katzen uns anstarren, kann dies verschiedene Gründe haben. Ein Starren bei ansonsten entspannter Körperhaltung, das von einem leichten Blinzeln unterbrochen wird, ist beispielsweise ein Zeichen der Zuneigung. Katzen starren aber auch, wenn sie unsere Aufmerksamkeit möchten – auch, wenn ein Maunzen oft einfacher zum Ziel führt. Nicht zuletzt kann Starren auch eine Drohgebärde und Zeichen von Anspannung sein. Untereinander fechten Kater oft Starr-Duelle aus. Wer zuerst wegschaut, verliert – eine unblutige Lösung für Konflikte.

Verhalten

Lass mich in Ruhe!

Katzen senden mit ihrer Körpersprache eindeutige Zeichen, wie es gerade um ihre Laune bestellt ist: Erst sind die Schnurrhaare nur gespreizt, dann werden Sie plötzlich aufgestellt. Achtung, Ihre Katze fühlt sich von irgendetwas sehr bedroht und setzt sich eventuell gleich aktiv zur Wehr.

Auch ein aufgebauschter, ebenso wie ein schlagender oder zwischen die Beine geklemmter Schwanz deuten auf Angst und Gereiztheit hin.