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GROSSER RATGEBER


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Geliebte Katze - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 08.02.2022

GESUND & FIT

Artikelbild für den Artikel "GROSSER RATGEBER" aus der Ausgabe 3/2022 von Geliebte Katze. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Geliebte Katze, Ausgabe 3/2022

Freigang

Sicher heimkehren

Rund 82.000 Katzen sind laut TASSO im Jahr 2021 entlaufen. Umso wichtiger ist es, die eigene Katze chippen zu lassen. Auf dem Mikrochip ist eine individuelle und einzigartige Nummer gespeichert, über die eine entlaufene Katze zweifelsfrei zugeordnet kann.

Verhalten

Tüten als Katzen-Spielzeug

Papiertüten und Plastiktüten sind begehrte Versteckmöglichkeiten für unsere Katzen. Plastiktüten sollten ihnen jedoch nie zur Verfügung gestellt werden, da Erstickungsgefahr besteht. Auch Papiertüten sind nicht unbedenklich: Die Henkel sollten in jedem Fall abgeschnitten werden. Katzenpfoten könnten sich sonst darin verfangen oder der Kopf darin hängen bleiben. Und nach der Sicherung beginnt der Spaß: Werfen Sie z. B. ein Spielzeug in die Tüte und lassen Sie Ihre Katze danach suchen.

Alltag

Mit Lob durchs Fellpflege-Ritual

Bürsten will gelernt sein. Wichtig ist, dass Sie nichts ...

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... überstürzen! Riskieren Sie keinen Rückfall, selbst wenn Sie eine ganze Weile nicht groß zum Pflegen kommen – ein kleiner Fortschritt pro Woche ist besser als keiner. Hören Sie sofort auf, wenn die Katze zeigt, dass es „nun reicht“, sonst ist es aus mit ihrer Kooperationsbereitschaft. Loben Sie Ihre Katze nach jeder kleinen Behandlung und belohnen Sie sie mit einem Leckerchen. Viele Katzen malträtieren mit Begeisterung das Pflegewerkzeug, um sich das Ding „untertan“ zu machen bzw. als Übersprungreaktion, um Anspannung abzubauen.

Also warten Sie einfach, bis der Anfall vorüber ist.

Psychologie

Mögen Katzen Körperkontakt – oder tolerieren sie ihn nur?

Diese Frage stellten sich die Katzenverhaltensforscherin Dr. Lauren Finka und ihr Team von der Nottingham Trent University. Die Antwort klingt zunächst ernüchternd: „In vielen Fällen“, so Dr. Finka, „genießen Katzen die Streicheleinheiten ihres Menschen nur teilweise – oder tolerieren sie gar nur, weil sie am Ende eine Belohnung erwarten.“ In einer gleichberechtigten Streichel-Session genießen Mensch und Katze zu gleichen Teilen den Körperkontakt. Doch leider sieht die Realität oft anders aus: Subtile Signale der Katze werden nicht bemerkt, unsichtbare Grenzen überschritten. „Das sind dann die Menschen, die zu uns kommen, weil sie eine ‚aggressive Katze‘ daheim haben“, erklärt die Verhaltensforscherin.

Die Streichelaggression

Wenn die Stimmung urplötzlich von „Streichel mich!“ zu „Fass mich nicht an!“ springt, kann es verschiedene Gründe dafür geben: Stellen Sie sich vor, Sie werden gekrault – aber nur an einer einzigen Stelle, immer und immer wieder. Schnell stellt sich dabei eine Überreizung ein, was auch bei Katzen der Fall sein kann. Und: Nicht nur das „Wie“, sondern auch das „Wo“ ist wichtig: Wenn Katzen untereinander Zärtlichkeiten austauchen, beschränken sie sich meist auf Kopf und Hals. Berührungen an den Flanken oder der unteren Körperhälfte werden meist nicht lange geduldet. Ein zuckender Schwanz, eine steife Körperhaltung, angelegte Ohren, zuckendes Rückenfell oder der Wechsel von Schnurren zu leisem Knurren sind deutliche Warnhinweise, das Streicheln sofort einzustellen.

Wenn Sie das Streicheln beenden, bevor es Ihrer Katze unangenehm wird, und sie mit einem Leckerli belohnen, wenn sie ruhig geblieben ist, dann können Sie ihre Streicheltoleranz nach und nach erhöhen. Leider gibt es auch Katzen, die in ihrer Vergangenheit Opfer von fragwürdigen Erziehungsmaßnahmen wurden und die menschliche Hand mit Gefahr verbinden. Sie werden unter Umständen nie zu Schmusetigern werden.

Konsens ist das A und O

Doch wie streichelt man Katzen nun richtig? Die Goldene Regel ist laut Dr. Finka ganz einfach: „Die Katze entscheidet, ob, wann, wie und wo sie gestreichelt werden möchte.“ Am besten lässt man die Katze immer den ersten Schritt machen. Das verleiht ihr ein Gefühl von gewisser Kontrolle und damit Sicherheit. Nach einer höflichen Kontaktaufnahme – am besten bietet man ihr dafür die eigenen Finger zum Beschnüffeln und Sich-daran-Reiben an – wird meist schnell deutlich, ob die Katze „mehr“ möchte.

Gesundheit

Unterkühlung bei Katzen

Ihr dichter Pelz schützt die Katze zwar bis zu einem gewissen Grad vor Kälte, doch gibt es Situationen, in denen er versagt. So kann zum Beispiel ein nasses Fell, sei es nach einem unfreiwilligen Bad oder starkem Regen, nicht vor Kälte schützen, vor allem wenn die Katze sich nicht bewegen kann oder unter Schock steht. Eine Katze sollte daher nach einem Unfall immer zugedeckt werden. Auch während und nach Operationen besteht die Gefahr der Unterkühlung. Wärmen Sie Ihre Katze in diesem Fall deshalb nach der OP mit geeigneten Decken oder Wärmematten und behalten Sie sie im Blick. Wärmflaschen können helfen, dürfen aber keinesfalls zu heiß sein. Die normale Körpertemperatur der Katze liegt zwischen 38,5 und 39 °C. Bei Temperaturen unter 37,5 °C wird es kritisch.

Zittern, allgemeine Schwäche, Apathie, eine langsame und flache Atmung sowie steife Muskeln sind absolute Warnzeichen.

Ernährung

Käse als Snack

Viele Katzen lieben Käse, da er wegen seines hohen Fettgehalts besonders schmackhaft ist. Dennoch sollte man, wenn überhaupt, immer nur ein ganz kleines Stück als besondere Leckerei anbieten. Auf den in Milchprodukten enthaltenen Milchzucker (Laktose) reagieren die meisten Katzen nämlich recht empfindlich: Bauchweh und Durchfall sind die Folge. Zudem ist Käse sehr energiereich und begünstigt im Übermaß eine Gewichtszunahme. Herzkranke Katzen oder jene, denen eine natriumarme Diät verordnet wurde, sollten ebenfalls keinen Käse bekommen.

So motivieren Sie Ihre Katze zum gemeinsamen Spiel

NEU im RATGEBER

Spielen und Jagen sind instinktive Bedürfnisse und haben für unsere kleinen Jäger einen sehr hohen Stellenwert – tägliche Spieleinheiten lasten Ihre Katze körperlich sowie geistig aus, reduzieren Stress und stärken die Bindung zu Ihnen oder zu den Partnerkatzen.

Bei problematischen Verhaltensweisen setze ich als Katzenpsychologin es sei denn, Sie haben einen hoch betagten Katzensenior oder eine schwer die „Spieltherapie“ sehr häufig und erfolgreich ein. Jede Katze möchte spielen, kranke Katze zu Hause. Ihr Mini-Tiger braucht bestimmte Anreize, damit er motiviert auf ihr Spielangebot eingeht: Wecken Sie das Interesse Ihrer Katze, indem Sie robustes und beutenahes Spielzeug anbieten und dieses während der Spieleinheit wie eine „echte Beute“ bewegen – in der Natur würde keine Maus auf die Katze zulaufen, sondern sich in Todesangst verstecken oder weglaufen! Bewegung löst bei unseren Stubentigern den Spiel- und Jagdtrieb aus, machen Sie sich dies also zunutze.

Es gibt ganz unterschiedliche Spieltypen unter den Katzen – nicht jede Katze ist für wilde Beutespiele zu begeistern. Wenn Ihre Katze abends sehr aktiv ist, lassen Sie Ihr gemeinsames Ritual bevorzugt zu dieser Tageszeit stattfinden. Im Übrigen spielt Ihre Katze auch dann, wenn sie beobachtet, lauert und sich anpirscht – dieser Ablauf gehört dazu, wenn sie erfolgreich „Beute machen“ will.