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GROSSER RATGEBER


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Geliebte Katze - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 08.11.2022

GESUND & FIT

Duftsprache

Das gibt Sicherheit

Artikelbild für den Artikel "GROSSER RATGEBER" aus der Ausgabe 12/2022 von Geliebte Katze. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Geliebte Katze, Ausgabe 12/2022

In der Gesichtsregion, vor allem an den Backen, werden sowohl Wohlfühl- als auch Sozial-Pheromone gebildet, die Katzen durch Köpfchenreiben an Objekte, Artgenossen und Menschen verteilen.

Ernährung

Braucht sie im Winter mehr Futter?

Die meisten Freigänger reduzieren im Winter ihre Ausflüge ins Freie auf das Notwendigste. Auf das Jagen verzichten viele ganz, da daheim der warme Ofen lockt. Katzen können auf diese Weise ihre Ruhephasen im Winter bis auf zwanzig Stunden verlängern. Deshalb brauchen auch Freigänger im Winter kein zusätzliches Futter. Im Gegenteil muss der Halter aufpassen, dass die Katze nicht zunimmt. Eine Möglichkeit ist, auch Freigänger in der Wohung vermehrt zum Spielen zu animieren. Das gilt natürlich ebenfalls für Wohnungskatzen – schließlich gibt es auch auf dem vernetzten Balkon oder vor der Fensterscheibe weniger zu sehen als im ...

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Die meisten Freigänger reduzieren im Winter ihre Ausflüge ins Freie auf das Notwendigste. Auf das Jagen verzichten viele ganz, da daheim der warme Ofen lockt. Katzen können auf diese Weise ihre Ruhephasen im Winter bis auf zwanzig Stunden verlängern. Deshalb brauchen auch Freigänger im Winter kein zusätzliches Futter. Im Gegenteil muss der Halter aufpassen, dass die Katze nicht zunimmt. Eine Möglichkeit ist, auch Freigänger in der Wohung vermehrt zum Spielen zu animieren. Das gilt natürlich ebenfalls für Wohnungskatzen – schließlich gibt es auch auf dem vernetzten Balkon oder vor der Fensterscheibe weniger zu sehen als im Frühjahr oder Sommer, wenn alles summt und zwitschert.

Im Dunkeln

Leuchtende Katzenaugen

Jeder kennt es beim nächtlichen Autofahren mit Scheinwerferlicht : die leuchtenden Augen von Reh, Fuchs aber eben auch von Katzen am Straßenrand. Dafür verantwortlich ist das Tapetum lucidum, wörtlich übersetzt „leuchtender Teppich“. Viele Säugetiere haben es, Mensch und Schwein hingegen fehlt es. Es ist ein hinter der Netzhaut, auf der Aderhaut liegender Bezirk, der aus abgeplatteten Zellen, teils mit Kristalleinlagerungen (bei Raubtieren) besteht. Durch Beugung und Reflexion des Lichtes, das dabei erneut auf die Fotorezeptoren der Netzhaut geleitet wird, wirkt es wie ein Restlichtverstärker. Daher ist es vor allem für dämmerungsaktive Tiere wie die Katze von Bedeutung.

Gesundheit

Diese Vorsorge-Maßnahmen sind wichtig für kleine Katzenkinder

Wurmkuren

In den ersten Monaten sollten Katzenkinder regelmäßig entwurmt werden. Es gibt Wurmarten (zum Beispiel Spulwürmer), die Babys über die Muttermilch aufnehmen. Natürlich können auch Jungkatzen von weiteren lästigen Parasiten – etwa Flöhen oder Ohrmilben – befallen werden. Bei der Bekämpfung der Parasiten ist allerdings große Vorsicht angesagt: Kätzchen reagieren sehr empfindlich auf die Wirkstoffe und können sich (auch an pflanzlichen Mitteln) ernsthaft vergiften. Deshalb unbedingt den Tierarzt fragen, welche Mittel sich für Jungtiere eignen.

Impfungen

Bei Katzenwelpen muss die sogenannte Grundimmunisierung durchgeführt werden, dann folgen regelmäßige Auffrischungen der wichtigsten Impfungen (Katzenschnupfen, Katzenseuche). Weitere Impfungen sollten nach einem individuell auf die Lebensumstände der Katze zugeschnittenen Impfplan erfolgen. Lassen Sie sich hierfür am besten in der Tierarztpraxis Ihres Vertrauens beraten.

Tierarztbesuche

Zögern Sie nicht, den Tierarzt aufzusuchen, wenn Sie den Eindruck haben, dass etwas nicht stimmt: Eine Erkältung oder Verdauungsprobleme, die einer erwachsenen Katze nicht ernsthaft zu schaffen machen, können für das Kätzchen gravierendere Auswirkungen haben.

Operation

Wie Katzen die Narkose gut überstehen

Wenn Katzen in die Tierarztpraxis müssen, bedeutet das für sie meistens Stress. Denn sie wissen immerhin nicht, dass man ihnen helfen will und reagieren deshalb unkontrollierbar und halten nicht still. Selbst bei vielen kleineren Eingriffen ist deshalb eine Vollnarkose nötig. Wie beim Menschen ist auch beim Tier ein gewisses Risiko damit verbunden, das durch neueste Medikamente und Narkosegeräte jedoch sehr gering ist. Darüber hinaus kann man als Tierhalter einiges dazu beitragen, dass der Tiefschlaf möglichst unbeschadet überstanden wird.

Nur gesund in Narkose

Für eine gut verlaufende OP ist die Vorbereitung essentiell:

• Katzen mindestens zwölf Stunden vor der Narkose nicht mehr füttern

• Herz- und Nierengesundheit vor einer OP überprüfen lassen

Vor allem bei älteren Katzen können versteckte Hormon- oder Organstörungen das Narkoserisiko erhöhen.

Dann lässt sich der Eingriff entweder verschieben, bis das Problem behoben ist, oder es wird eine besonders schonende und gut überwachbare Narkoseform gewählt.

Bei sehr unruhigen Tieren kann schon vor der Fahrt zum Tierarzt ein Beruhigungsmittel gegeben werden. Das sollten Sie im Vorfeld jedoch unbedingt mit Ihrem Tierarzt abklären. Studien haben zudem gezeigt, dass selbst kleinere Eingriffe wie eine Kastration besser vertragen werden, wenn mit der Narkose Schmerzmittel gegeben werden.

Erholung nach dem Eingriff

Auch die Pflege nach der Operation ist wichtig. Die Katze darf auf keinen Fall auskühlen: Eine wohltemperierte Wärmflasche und kuschelige Decken helfen. Kontrollieren Sie die Körperemperatur ggf. mit einem Thermometer. Ein ruhiger, abgedunkelter und nicht zu kühler Raum ist am besten zum Aufwachen geeignet. Haben Sie ein Auge auf Ihre Katze, aber sorgen Sie dennoch für viel Ruhe. Nach dem Aufwachen darf frisches Wasser angeboten werden, doch Futter sollte es erst am nächsten Tag wieder geben. Halten Sie die Katze von anderen tierischen Mitbewohnern getrennt, bis sie vollständig wieder Herrin ihrer Sinne ist und den heimeligen Geruch angenommen hat. Sicher wird der Tierarzt je nach Fall noch einige Tipps zur Wundpflege und -kontrolle geben und gegebenenfalls das Tier zum Fädenziehen wieder einbestellen.

Anatomie

Wunderwerk Katzenhaut

Wussten Sie, dass die Haut einer Katze zwölf Prozent des Gesamtkörpergewichts ausmacht? Eine vier Kilo schwere Katze trägt damit rund ein Pfund Haut mit sich herum. Diese dicke, derbe Haut ist ein wahres Wunderwerk:

• Sie schützt nach innen den Körper vor Austrocknung und lässt kein Wasser nach außen.

• Sie schützt nach außen gegen Strahlen, Giftstoffe und Gewalteinwirkung. Auch scharfe Katzenkrallen haben es schwer, diese Haut zu durchdringen.

• Die darin liegenden Nervenzellen reagieren blitzschnell auf Druck oder Verletzungen: Die Haut zieht sich zusammen oder dehnt sich.

• Durch ihre extreme Dehnbarkeit kann die Katze ihren Körper ganz eng zusammenziehen und weit ausstrecken. Die Flexibilität der Haut macht es möglich, durch ein ganz enges Rohr zu kriechen.

• Die Haut bestimmt auch Wuchsrichtung und Stabilität der Haare: Bei Erregung zieht sie sich ganz eng zusammen, sodass die Haare automatisch senkrecht stehen. Auch bei Kälte bildet sich eine „Gänsehaut“.

Winterschmaus

Gefährliches Gewürz

Wenn Ihre Katzedazu neigt, neugierig Essen von Ihrem manchmal unbeobachteten Teller zu stibitzen, dann sollten Sie unbedingt auf die verwendeten Gewürze achten. Beeren und Blätter des Wacholders werden oft in den kühleren Jahreszeiten in schmackhaften Soßen als Gewürz verwendet, sind aber hochgiftig für die Katze. Man kann ja nie wissen, welcher potenzielle Happen vom Winterbraten gerade die Aufmerksamkeit Ihrer Katze erregt. Wir Menschen wissen, dass man Wacholder beim Essen lieber beiseitelegt und nicht direkt isst – Katzen werden deshalb vielleicht besonders neugierig. Auf Wacholder sollten Sie also verzichten.

Clickertraining macht Spaß und stärkt die Bindung

Das Clickertrainingist für Jung und Alt eine effektive Trainingsmethode, durch die Ihre Samtpfote schnell und mit großer Begeisterung lernt – wenn die Motivation stimmt. Überlegen Sie sich deshalb, welche Form der Belohnung sie am liebsten mag. Für exklusive Leckerchen würden die meisten Katzen fast alles tun und bereitwillig das gewünschte Verhalten zeigen. Ihre Samtpfote wird mental ausgelastet, muss selbst aktiv werden, mitdenken und ausprobieren, welches Verhalten sich für sie lohnt. Sie lernt, dass sie den „Click“ durch ihr Verhalten auslösen kann, dadurch behält sie die Kontrolle. Dies gibt ängstlichen Katzen Sicherheit und stärkt das Selbstvertrauen. Ungestüme Charaktere lernen abzuwarten und sich selbst zu beherrschen, zurückhaltenden Samtpfötchen verhilft es zu mehr Initiative. Die Bindung zu Ihnen oder zum Katzenpartner wird gestärkt, da ausschließlich Positives geschieht und als Team gearbeitet wird – eine wunderbare Basis für ein harmonisches Miteinander. Zu Beginn konditionieren Sie Ihre Katze auf das eigentlich unbedeutende Geräusch, indem Sie es mit etwas Tollem verknüpfen. Schnell wird sie verstehen, dass ein „Click“ etwas Positives ankündigt. Zur zeitlichen Abfolge: Erst der „Click“, direkt danach die Belohnung. Trainieren Sie ohne Ablenkungen, kurze Einheiten mit einem Erfolgserlebnis sorgen dafür, dass Ihre Katze motiviert bleibt. Fangen Sie natürliche Verhaltensweisen mit einem „Click“ ein und belohnen Sie Einzelschritte auf dem Weg zum Ziel.

Hausapotheke

Verfallsdatum beachten

Ob Floh- oder Zeckenmittel, Wurmpaste oder Tropfen, Pillen, Dragees, Cremes: Arzneimittel für Katzen sind nur begrenzt haltbar. Vor allem, wenn die Packungen bereits angebrochen sind. Deshalb sollten Sie ab und zu prüfen, ob sie sich dem Verfallsdatum nähern. Doch wohin mit den abgelaufenen Medikamenten? Oder Restpackungen solcher, die Sie (hoffentlich) nie wieder brauchen? Im Hausmüll haben diese „Gifte“, denn das sind wirksame Arzneimittel, nichts zu suchen. Auch wer sie in die Toilette spült oder übers Waschbecken entsorgt, riskiert, dass die Wirkstoffe ins Abwasser und eventuell ins Grundwasser gelangen. Bei den städtischen Wertstoffhöfen und den örtlichen Giftmobilen können abgelaufene Medikamente zu bestimmten Zeiten abgegeben werden.

Körperfunktion

Müssen Katzen blinzeln?

Wir Menschen blinzeln in regelmäßigen Abständen, denn wir müssen die Lider schließen, um ausreichend Feuchtigkeit über unsere Augäpfel zu verteilen. Katzen müssen das nicht. Sie haben ihre Nickhaut, die im Augenwinkel an der Nase versteckt liegt. Dort liegt auch die Nickhautdrüse, die gut die Hälfte der Tränenflüssigkeit einer Katze produziert. Um den Augapfel zu befeuchten, zieht die Katze blitzschnell die Nickhaut wie einen Scheibenwischer über das Auge. Katzen blinzeln deshalb nie automatisch, sondern ganz bewusst als freundliche Geste. Verklebte oder dauerhaft tränende Augen müssen tierärztlich untersucht werden. Verkrustete Tränenflüssigkeit in den Tränenrinnen sollten Sie vorsichtig mit einem nicht fusselnden, feuchten Tuch abwischen.

Wundheilung

Lecken fördert Heilungsprozess

Nein, nicht unbedingt. Durch eine Besonderheit des Blutes schließen sich kleinere Wunden schneller als bei uns Menschen. Eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielen die Blutplättchen (Thrombozyten) im Blut. Bei der Katze sind sie gut doppelt so groß wie im menschlichen Blut, haben auch ein entsprechend größeres Volumen und kleben zudem viel schneller zusammen. Dadurch werden kleine Wunden rasch verklebt und so verschlossen und können gut zuheilen. Leckt sich die Katze eine Wunde, mag das zwar die Schmutzpartikel aus der Wunde entfernen, aber es ist keine weitere Hilfe zur Heilung. Eher im Gegenteil: Katzenspeichel wirkt nicht desinfizierend, tötet keine Bakterien ab. Eine Wunde, die ständig von der Katze beleckt wird, heilt nicht!

Verhalten

Gesunder Schlummer

Katzen sind echteLangschläfer: Sie verschlafen bis zu zwei Drittel des Tages, das sind 16 von 24 Stunden. Nicht immer ist es Tiefschlaf, zwischendurch wird auch über lange Strecken gedöst.Um sich zu wärmen, rollen sich Katzen möglichst eng zusammen und verstecken vielleicht den Kopf zwischen den Pfoten. So schützen sie sich vor Zugluft. Eine Katze, die zusammengerollt in der Wohnung oder im Haus schläft, möchte es wärmer haben. Katzen sollten beim Schlafen nicht gestört werden.