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GROSSER RATGEBER


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Geliebte Katze - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 06.12.2022

GESUND & FIT

Clever geschützt

Was bedeutet „Kälteschlaf“?

Artikelbild für den Artikel "GROSSER RATGEBER" aus der Ausgabe 1/2023 von Geliebte Katze. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Geliebte Katze, Ausgabe 1/2023

Wenn es draußen eisig kalt ist, nehmen Katzen eine ganz bestimmte Schlafstellung ein. Biologen nennen diese Kälteschlaf. Die Katze rollt sich so eng wie möglich zusammen. Der Bauch ist dabei nach unten gerichtet. Der Rücken ist rund, ihren Schwanz legt sie um sich. Ihren Kopf zieht sie ganz nach unten ein. Bauch und Stirn sind so wunderbar gegen die Kälte geschützt.

Augenblick mal

Müssen Katzen blinzeln?

Wir Menschen blinzeln in regelmäßigen Abständen, denn wir müssen die Lider schließen, um ausreichend Feuchtigkeit über unsere Augäpfel zu verteilen. Katzen müssen das nicht. Sie haben ihre Nickhaut, die im Augenwinkel an der Nase versteckt liegt. Dort liegt auch die Nickhautdrüse, die gut die Hälfte der Tränenflüssigkeit einer Katze produziert. Um den Augapfel zu befeuchten, zieht die Katze blitzschnell die Nickhaut wie einen Scheibenwischer ...

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... über das Auge. Katzen blinzeln deshalb nie automatisch, sondern ganz bewusst als freundliche Geste. Verklebte oder dauerhaft tränende Augen müssen tierärztlich untersucht werden. Verkrustete Tränenflüssigkeit in den Tränenrinnen sollten Sie vorsichtig mit einem nicht fusselnden, feuchten Tuch abwischen.

Mariendistel

Gut für die Leber

Es gibt auch für Katzen pflanzliche Mittel, um einer kranken Leber zu helfen. Und zwar kann hier eine sehr alte Heilpflanze, die Mariendistel, helfen. Der wichtigste Bestandteil dieser Heilpflanze ist das Silibinin, auch Silybin genannt, das aus den Früchten der Mariendistel gewonnen wird. Mittlerweile weiß auch die Tiermedizin um die heilende Wirkung dieses Stoffes. Sie kann bei fast allen Lebererkrankungen, wie z. B. Hepatitis oder therapieresistenten Leberstoffwechselstörungen, zum Einsatz kommen. Der Wirkstoff hat antihepatotoxische und zellregenerierende Eigenschaften. Vor allen Dingen kann Silibinin die Regenerationsfähigkeit der Leber unterstützen. Für Katzen gibt es beim Tierarzt geeignete Präparate, oder man gibt die Mariendistel in homöopathischer Form (am besten Globuli) als Carduus marianus in tiefer Potenz, also bis maximal D10.

Was kann ich tun, wenn meine Katze exzessive Körperpflege betreibt?

Wenn wir unsere Katzen beobachten, fällt uns auf, dass sie generell viel Zeit mit der Körperpflege verbringen, sie sind äußerst reinlich. Zeigt Ihr Stubentiger ein übertriebenes, nahezu „zwanghaftes“ Putz- und Leckverhalten oder reißt sich das Fell aus, sollten wir genauer hinschauen.

Sie haben insbesondere am Bauch, an den Oberschenkelinnenseiten oder an den Flanken großflächige kahle Stellen oder Hautveränderungen entdeckt? Der erste Weg führt am besten zum Tierarzt, dieser kann organische Ursachen ausschließen. Juckreiz kann ein Auslöser sein – verursacht durch Infektionen, Parasitenbefall oder Allergien, wie zum Beispiel eine Flohspeichel- oder Futtermittelallergie sowie eine Überempfindlichkeitsreaktion auf harmlose Umweltreize. Einige Katzen reagieren auch auf (minderwertige) Futtermittelbestandteile mit Juckreiz. Wird keine körperliche Ursache gefunden, könnte es sich um eine psychisch bedingte „Leckalopezie“ handeln. Diese Faktoren begünstigen unter anderem das Auftreten dieser Verhaltensstörung: Angst, Frustration, Langeweile, Spannungen unter Artgenossen oder Stress aufgrund auswegloser Situationen.

So helfen Sie Ihrer Samtpfote: Strukturieren Sie den Alltag, beseitigen Sie stressauslösende Faktoren, bieten Sie adäquate Rückzugsmöglichkeiten an, führen Sie tägliche und individuelle Beschäftigungsrituale ein. Spezielle Nahrungsergänzungsmittel, Pheromone, CBD-Öl und Körpertherapien können unterstützend wirken. Tierärztlich verordnete Medikamente kommen bei erheblicher Ausprägung zum Einsatz.

Am Vorbild der Natur Artgerechtes Futter

5Fragen an Tierärztin Hanna Stephan, spezialisiert auf Katzen- und Hundeernährung

Von was ernähren sich Katzen in der Natur vorrangig?

Katzen sind Jäger. Sie fressen kleine Beutetiere. Mäuse, Ratten, Vögel, kleine Nagetiere. Wichtig ist, dass sie, im Gegensatz zum Hund, ihr Futter nicht für später aufheben. Die Beute wird also immer frisch verzehrt. Ein Beutezug ist eine Mahlzeit. Das können bis zu 20 Beutetiere am Tag sein. Das ist natürlich individuell verschieden. Es gibt viele Einflussfaktoren, wie etwa die Größe der Katze und ihren entsprechenden Energiebedarf.

Wie wird so eine Maus von der Katze verspeist?

Je nach Bedarf frisst die Katze sie mit Haut und Haar. Das Fell der Maus liefert Ballaststoffe. Diese erfüllen wichtige Funktionen innerhalb der Verdauung. Sie reinigen den Magen-Darm-Trakt, ernähren die Magen-Darm-Flora und sind für die Anregung der Magen-Darm-Peristaltik verantwortlich. Ballaststoffe sind also sehr wichtig.

Da auch ein Teil der Innereien der Maus mit gefressen werden, nimmt die Katze automatisch auch den Mageninhalt, wie etwa Körner, der Maus auf. Dies sind wiederrum wichtige Ballaststoffe.

Was muss ein Fertigfutter unbedingt beinhalten?

Es muss einen hohen Fleischanteil enthalten. Weil die Katze, im Gegensatz zum Hund, ein reiner Fleischfresser ist. Sie kann einzig aus dem tierischen Eiweiß Energie ziehen. Sie hat auch einen sehr verschwenderischen Bedarf an diesen Eiweißen. D. h. ihr Stoffwechsel verbraucht davon sehr viel. Deswegen benötigt sie auch permanent Nachschub. Der Wassergehalt im Futter ist ebenso wichtig. Katzen kommen ursprünglich aus der Steppe, wo Wasser Mangelware ist. Sie sind gewöhnt, Wasser eher indirekt, also über das Futter, aufzunehmen. Und zu guter Letzt ist Taurin lebenswichtig und essentiell für die Tiere. Die Maus als Beutetier enthält dieses auf natürliche Weise in sehr hohem Maße. Einem Fertigfutter muss es künstlich zugeführt werden. Taurin ist dafür verantwortlich, dass die Fettverdauung und Eiweißproduktion bei der Katze klappt, und es übernimmt auch wichtige Funktionen an Auge und Herz.

Welche Zusatzstoffe dürfen nicht im Fertigfutter sein?

Nach dem Futtermittelgesetz sind Zusatz- und Aromastoffe zwar erlaubt.

Es sollte aber immer darauf geachtet werden, dass keine künstlichen Geschmacksverstärker im Futter eingesetzt werden. Sondern dass die Akzeptanz des Futters rein über den hohen Fleischanteil und eine für die Katze schmackhafte Rezeptur nach dem Vorbild der Natur stattfindet.

Und was darf rein?

Bei Terra Felis beispielsweise werden keinerlei künstliche Geschmacksverstärker oder Aromastoffe verwendet. Es wird auf die naturgegebene Rezeptur des hohen Fleischanteils gesetzt. Als natürliche Akzeptanzsteigerung ist Tomatenpulver enthalten. Bei Praxistests wurde bemerkt, dass Katzen diesen Geschmack sehr gerne mögen. Im Gegensatz zu frischen Tomaten sind gegarte, getrocknete völlig harmlos für die Katze. Die Tomate liefert neben natürlichen Nährstoffen einen leicht säuerlich- bitteren Geschmack, den Katzen mögen. Der Rezeptur wird auch immer Katzenminze hinzugefügt.

Schon gewusst?

Das stinkt ihr!

Bis zu 70 Millionen Riechzellen besitzt eine Katze. Zum Vergleich: Wir Menschen besitzen etwa 5 bis 20 Millionen. Das macht Katzen zu recht geruchsempfindlichen Tieren. Folgende Düfte können die meisten Katzen gar nicht leiden:

• Raumduft, Duftkerzen oder Räucherstäbchen

• Katzenklo-Deos und parfümierte Streu

• Teebaumöl, Eukalyptus und Menthol

• Zigarettenrauch

• Parfüm

• Harfenstrauch, der auch „Verpissdich-Pflanze“ genannt wird

• Scharfe Haushaltsreiniger

• Knoblauch und Gewürze wie Zimt

• Essiggeruch

Blutarmut bei der Katze

Mangel an roten Blutkörperchen

Katzen leiden häufiger als andere Tierarten unter Blutarmut oder Anämie. Darunter versteht man einen Mangel an roten Blutkörperchen oder einen Mangel an Blutfarbstoff. Eine Blutarmut hat einen permanenten Sauerstoffmangel im Körper zur Folge. Dadurch können lebenswichtige Organe wie Herz, Leber und Nieren Schaden nehmen. Blutungen, die Zerstörungen roter Blutkörperchen durch Krankheiten bzw. Gifte oder eine mangelhafte Bildung von roten Blutkörperchen im Knochenmark können die Blutarmut verursachen.

Da diese ganz allmählich entsteht, zeigen die Katzen zu Beginn der Blutarmut keine deutlichen Symptome. So besteht die Gefahr, dass die ernste Erkrankung zu spät erkannt wird. Da hilft nur, die eigene Katze aufmerksam zu beobachten, um schon erste Anzeichen rechtzeitig zu erkennen. Bei Symptomen wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schwäche und vor allem blassen Schleimhäuten sollten Sie baldmöglichst den Tierarzt aufsuchen.

Stress schlägt auf die Blase

Häufiger Gang zum Katzenklo

Stress kann bei Katzen eine Blasenentzündung auslösen. Symptome einer akuten Blasenentzündung bei Katzen sind häufiger Harndrang, Schmerzen beim Harnabsatz und bei einer schweren Entzündung auch Blut im Urin. Katzen mit dieser Symptomatik müssen umgehend tierärztlich untersucht werden, denn sie könnten auch unter Harnsteinen oder einer zunehmenden Verstopfung der Harnröhre leiden, die zu schweren Komplikationen führen können.

Wenn der Tierarzt diese Ursachen sowie eine infektiöse Entzündung oder Missbildungen der Harnorgane ausschließen kann, liegt der Verdacht einer sogenannten felinen idiopathischen Cystitis (FIC) sehr nahe. Diese Form der Blasenentzündung wird oft chronisch und führt häufig dazu, dass die Katzen unsauber werden und überall im Haus kleine Portionen Urin absetzen. Bestimmte Katzen, nämlich Tiere in reiner Wohnungshaltung, übergewichtige Tiere und sehr sensible Tiere erkranken besonders häufig an einer FIC. Entscheidend für eine zielgerichtete Therapie ist, dass man die Stressfaktoren erkennt, die die jeweilige Katze so beunruhigen. Das können je nach Fall andere Katzen sein, unangenehme Geräusche im Haus, ein ungeeignetes Katzenklo, mangelnde Rückzugsorte oder vieles andere mehr.

Wenn man sich selbst nicht erklären kann, was die Katze stresst, sollte man einen Tierarzt für Verhaltensmedizin konsultieren. Mit geschultem Auge kann dieser bei einem Wohnungsrundgang meist verschiedene Stressfaktoren entdecken, die einem selbst verborgen geblieben wären. Diese Stressfaktoren sollten so weit möglich ausgeschaltet werden. Pheromon-Stecker und angstlösende Medikamente können die Verhaltenstherapie ebenfalls unterstützen. Darüber hinaus helfen häufig die Einrichtung von erhöht liegenden Rückzugsorten, interaktive Spiele und eine spezielle Diät.

Langzeit-Wirkung

Tschüss Flöhe!

Für eine dauerhafte Beseitigung der Flöhe müssen alle Entwicklungsstadien der Flöhe, also Eier, Larven, Puppen und erwachsene Flöhe bekämpft werden. Das Antiparasitikum Frontline Combo® empfiehlt sich dabei nicht nur für eine akute Behandlung gegen Flohbefall, sondern auch für einen dauerhaft vorbeugenden Schutz. Regelmäßig angewendet, wird so das Risiko eines Flohbefalls gesenkt. Und: Ist das Tier geschützt, können auch wir Menschen wieder beruhigt mit unseren Katzen kuscheln und schmusen. Besonders wichtig: Behandeln Sie nicht nur das betroffene Tier, sondern präventiv alle Tiere im Haushalt.

Handicap-Katzen

Bitte normal behandeln

Blinde oder taube Katzen erregen automatisch unser Mitleid. Doch genau das ist eigentlich die falsche Reaktion: Die Tiere wollen so normal wie möglich behandelt werden und sie wollen weiterhin Tier sein dürfen. Katzen, die im Alter oder wegen einer Erkrankung langsam blind oder taub werden, können sich in der Regel relativ gut umstellen. Die Sinne lassen langsam nach und die Katzen lernen, wie sie sich trotzdem orientieren können.

Oft gleichen die anderen Sinne die Schwäche aus, sodass blinde Katzen zum Beispiel oft besonders gut riechen können. Auch wenn Katzen mit Behinderungen möglichst normal und ohne Mitleid behandelt werden sollen: Freilauf ist für sie leider zu gefährlich. Frischluft schnuppern auf einem gesicherten Balkon oder in einem eingezäunten Freigehege ist aber möglich. Veränderungen in der Wohnung sind für eine blinde Katze schwierig. Sie hat ein genaues Bild der Wohnung im Kopf und es verunsichert sie, wenn sie plötzlich auf ein unerwartetes Hindernis trifft. Übrigens: Das Erblinden kann eine Folge von Katzenschnupfen sein. Daher ist eine gute Grundimmunisierung, die mit Impfungen ab der achten Lebenswoche beginnt, enorm wichtig. Bedeutend ist in gewissen Abständen die regelmäßige Auffrischungungsimpfung.

Zeichen für Zahnschmerzen

Probleme mit den Beißerchen

Katzen neigen dazu, Krankheitssymptome zu unterdrücken. Es ist also nicht möglich, anhand von Verhaltenssymptomen auf das Ausmaß einer Erkrankung zu schließen. Kaum eine Katze lässt sich gerne in den Mund schauen. Selbst wer beim Gähnen seiner Katze einen kurzen Blick in die Mundhöhle werfen kann, wird auch bei hochgradig krankhaften Prozessen nur die Spitze des Eisbergs erkennen können. Gerade bei der Zahngesundheit wird die Notwendigkeit regelmäßiger Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt augenscheinlich. Typische Anzeichen für Zahnprobleme können sein: Mundgeruch, Speicheln, Futter fällt aus dem Mund, Kratzen am Mund, Schmatzen, Kopf beim Kauen auf die Seite legen.