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GRÜNE Oase


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Living at Home - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 06.10.2021

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Bildquelle: Living at Home, Ausgabe 11/2021

In guter Gesellschaft Ins Gästezimmer zieht sich Igor nicht nur zum Arbeiten zurück, sondern auch zum Lesen ? in den ikonischen Armlehnsessel ?CH25? von Hans J. Wegner (Carl Hansen & Søn). Einblatt und Stehleuchte ?Tripod? (&tradition) dürfen ihm dabei über die Schulter gucken.

Wer wohnt hier?

Igor Josifovic-Kemper teilt seit 2011 auf happyinteriorblog.com sein Faible für Reisen, Interior und Pflanzen. Mit der Community urbanjunglebloggers.com hat der Österreicher mit serbischen Wurzeln zudem einen regelrechten Pflanzentrend losgetreten. Für die erste gemeinsame Wohnung zog es den Blogger, Autor und Influencer mit seinem brasilianischen Partner ins weltoffene, stets inspirierende Berlin.

UNTERWEGS

Grün und gemütlich geht auch außer Haus: Igor hat auf seinen Streifzügen durch Berlin das „The Greens“ in der Alten Münze – ein Café mit Pflanzenverkauf – für sich entdeckt und ist Fan der Lunchgerichte im „frank“ am Pfefferberg.

Ein Raum, VIELE MÖGLICHKEITEN

„Pflanzen ERDEN MICH“

IGOR JOSIFOVIC-KEMPER

Verwelkte Blätter kappen, Pflanzen abstauben oder duschen, gegebenenfalls gießen und düngen ... Pflanzenpflege ist für Igor Josifovic-Kemper kein weiteres To-do auf der Liste, sondern ...

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... seine persönliche Auszeit. Eine Stunde, in der er sein Telefon ausschaltet, seine Lieblingsplatte auflegt, frischen Kaffee aufbrüht und dann jeder einzelnen seiner rund 60 Pflanzen seine Aufmerksamkeit schenkt. Wir haben mit ihm über den grünen Hype gesprochen.

Warum begeistern sich immer mehr Menschen für Zimmerpflanzen?

Ich glaube, das hat mit der Sehnsucht nach Natürlichkeit und Entschleunigung zu tun. Pflanzen helfen uns zum einen, Schnelligkeit aus unserem von Smartphones und Social Media bestimmten Alltag zu nehmen. Alles will in Minuten erledigt werden. Das ist bei Pflanzen nicht möglich. Es dauert, bis sich ein neues Blatt entwickelt, eine Blüte. Pflanzen lehren uns Geduld. Zum anderen holen sich gerade Menschen wie ich, die in urbanen Gegenden leben, mit Zimmerpflanzen ein Stück Natur in die eigenen vier Wände. Dass in Zeiten einer Pandemie viel mehr Zeit zu Hause verbracht wird, hat den Trend sicherlich noch verstärkt. Diese Selbstverständlichkeit mit Pflanzen zu wohnen liegt bei mir schon in der Kindheit begründet. Große Grünpflanzen waren bei uns Standard. Zu Weihnachten musste die Monstera meiner Mama immer weichen, weil dann ein Tannenbaum an ihren Platz zog. Irgendwann blieb sie im Treppenhaus, weil sie zu groß geworden war.

Auch du hast dich bei deinem Umzug von München nach Berlin von einigen getrennt.

Viele meiner Pflanzen waren etwas zu klein und zerbrechlich. Zudem bin ich im Winter umgezogen – zu kalt für die meisten. Die habe ich dann Freunden geschenkt oder verkauft. Pflanzen, die ich von einer Reise mitgebracht oder geerbt habe, an denen ich emotional hänge, kamen mit nach Berlin, vor Ort gesellten sich neue dazu. Der Altbau im Wedding ist schlicht geräumiger, hat höhere Decken und bietet durch die Süd-Ost-Ausrichtung andere Lichtverhältnisse – ideal für ausladende Sonnenanbeter.

Dieffenbachie

Dieffenbachie Mars ist eigentlich in den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas zu Hause. Je weniger weiß gesprenkelt, desto dunkler darf eine Dieffenbachie stehen. Diese Sorte liebt es sehr hell, aber keine direkte Sonne. Idealerweise kontinuierlich und mäßig mit weichem Wasser gießen, sodass die Erde nie komplett austrocknet. Gut geschützt vor Haustieren und Kleinkindern positionieren, da alle Pflanzenteile sehr giftig sind.

TIPP

In „Plant Tribe“ gibt Igor mit Judith de Graaff praktische Tipps rund um Pflanzen und Einblicke in Zimmerdschungel auf der ganzen Welt. (32 Euro, Prestel Verlag).

Baumfreund

Philodendron Xanadu ist eigentlich eine aus Südamerika stammende Kletterpflanze, wie ihr Trivialname verrät. In Zimmerkultur wächst der Philodendron eher kompakt in die Breite. Einen ausreichend großen, hellen Standort dankt er mit sattgrünen, ledrigen Blättern an ausladenden Trieben. Wurzelballen stets gleichmäßig mit kalkarmem Wasser befeuchten. Achtung Wurzelfäule: Vor erneutem Gießen die oberste Erdschicht etwas antrocknen lassen.

„WIR INVESTIEREN GERNEIN Besonderes.“

IGOR JOSIFOVIC-KEMPER

MINIMALISTISCH

Beim Umzug lernte Sammlernatur Igor, sich von Dingen zu trennen und sich auf die zu besinnen, die ihm wirklich etwas bedeuten. Handfilter (Hasami Porcealain) und Wasserkocher (Stelton) gehören für den Kaffeeliebhaber natürlich dazu.

Einblatt

Spathiphyllum mag es leicht schattig mit hoher Luftfeuchtigkeit am liebsten. Gerade im Winter sollte man die großen, glänzenden Blätter deshalb regelmäßig besprühen. Fühlt sich das Einblatt mit seinen aronstabähnlichen Blütenständen fern seiner Heimat, dem Amazonasgebiet, wohl, wächst es zu einer buschigen Staude heran und sollte im Frühjahr gegebenenfalls umgetopft werden.

Faktoren, die jeder Pflanzenfan beachten sollte.

Auf jeden Fall. Ich kann verstehen, dass viele von den Bildern auf Instagram beeinflusst werden, wo meist der dekorative Aspekt im Fokus steht. Aber darüber vergisst man, dass Pflanzen gewisse Anforderungen an die Umgebung haben. Am besten klein anfangen, nicht übertreiben und sofort zig Pflanzen für den vielfach geposteten Urban-Jungle-Style kaufen. Lieber erst mal eine oder zwei – und im Voraus abklopfen: Welche Pflanze macht Sinn für meine Wohnung? In puncto Standort, Temperatur, Licht, Luftfeuchtigkeit. Und welche macht Sinn für mich? Wie viel Zeit kann ich investieren, verreise ich oft? Man muss kein Experte sein. Mit der Zeit entwickelt man ein Gespür für seine grünen Mitbewohner.

Dein wichtigstes Learning?

Dass tropische Pflanzen unser Leitungswasser nicht so gut vertragen. Der hohe Mineralstoffgehalt lässt die Blattspitzen verknuspern. Mein Trick: Gießkanne befüllen, über Nacht stehen lassen, damit die Mineralstoffe verdampfen oder sich absetzen können.

Toller Tipp. Und was wird Trend?

Blattschmuckpflanzen mit panaschierten Blättern (mit weißer Musterung) oder bunt gemusterte Raritäten haben nach wie vor unglaubliche Anziehungskraft. Doch habe ich den Eindruck, dass der Trend weg von vielen kleinen hin zu einer großen Pflanze als Statement-Piece im Raum geht.

BETTWÄSCHE AUS Leinen – HERRLICH!