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GRÜNER WOHNEN: Immer mehr Öko-Resorts sind jetzt am Start


Spa Inside - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 08.01.2020

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen – so heißt nicht umsonst ein Sprichwort. Man trifft auf unbekannte Menschen, andere Kulturen, spannende Orte, lernt Neues dazu und wächst an diesen Erlebnissen. Wegen der Klimadiskussion darauf verzichten? Sicherlich nicht. Aber beim Buchen einer Reise oder eines Hotels hinschauen, was dort für die Umwelt getan wird, lohnt schon.


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BEST OF Die Resorts der Six Senses Hotels (Foto: Yao Noi/Thailand) haben seit Jahren Vorbildcharakter


Foto: Helicam Co Ltd für Photo Gallery by Six Senses

UMWELT- BEWUSSTSEIN ist für viele die neue Währung

Die JÜNGSTEN ...

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Fotos: Basil Childers, Photo Gallery by Six Senses

SIX SENSES HOTELS

Natur, Gesundheit und Nachhaltigkeit – das alles sind Dinge, die nicht nur Erwachsene angehen. Im Gegenteil. Je früher die Kinder damit vertraut werden, umso besser werden sie es später umsetzen. Diesen Gedanken verfolgen die Six Senses Hotels mit ihrem jüngste Projekt: „Grow with Six Senses“. Das hat nichts mit dem klassischen Kids-Programm zu tun. Hier geht es um Soziales, Umwelt, Körper, Geist, Seele und Gefühl. Und es soll die Kinder erden. „Damit sie sich mit der Natur und ihrer Umgebung besser verbinden, sie besser verstehen können” so Anna Bjurstam, Vice President Spa und Wellness Six Senses Hotels Resorts Spas.

Jedes Resort hat sein eigenes „Grow with Six Senses“ konzipiert – abgestimmt auf die Region. Rund um die Natur, um die Wiederverwendung von Materialien dreht sich beispielsweise alles im Earth Lab. Hier werden die Gärten des jeweiliges Resorts besucht und es kann dort mitgeholfen werden. Dabei lernen die Kinder vieles rund um Pflanzen und Kräuter, das Anpflanzen und Pflegen. Wer mag, schaut hinter die Kulissen um herausfinden, wie in den Hotels das eigene Wasser aufbereitet wird. Oder wie Samen zum Wachsen in eine Kokosnuss gepflanzt werden. Und es geht raus zu lokalen Farmern, zur Fossilien-Suche oder auf die Märkte.

Kompromisslose Nachhaltigkeit ist Teil der Philosophie von Six Senses Hotels Resorts Spas. Seit 2012 werden Nachhaltigkeitsdaten aus verschiedenen Bereichen gesammelt und veröffentlicht. Zudem hat die Gruppe einen Nachhaltigkeitsbeauftragten. www.sixsenses.com

Wohin geht Ihre nächste Reise? Sicher haben Sie schon längst über Ihren Jahresurlaub nachgedacht, wenn nicht gar bereits gebucht … Und Hand aufs Herz – haben Sie sich überlegt, ein Reiseziel auszusuchen, dass auch ohne ein Flugzeug und stattdessen mit dem Zug erreicht werden kann? Das Wort „Flugscham“ war im letzten Jahr in aller Munde. Laut Statistik hat das aber keinen Rückgang der Flugbuchungen bewirkt. Spielen die aktuellen Klimadebatten und der Greta-(Thunberg)-Effekt also doch weniger eine Rolle als bisher vermutet?

Wenn alle fliegen würden

Klar ist: Flugzeuge sind schädlich für die Umwelt. Fliegen trägt bereits jetzt mit knapp fünf Prozent zur globalen Erwärmung bei – und die Industrieländer sind dafür die Hauptverursacher. Dabei ist zu bedenken, dass 90 Prozent der Weltbevölkerung noch nie ein Flugzeug von innen gesehen hat. Also nur ein kleiner Teil der Menschen dafür verantwortlich ist.
Auch wenn bei vielen das Bewusstsein für den Schutz der Umwelt in den letzten Monaten größer geworden ist, heißt das noch lange nicht, dass jeder auf seine Urlaubsreise mit dem Flugzeug verzichten mag. Laut BUND (Verein Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) wird der Flugverkehr noch weiter steigen. Derzeit werden dem Luftverkehr weltweit etwa vier Prozent Wachstum pro Jahr vorausgesagt. Auch innerdeutsche Flüge nehmen kaum ab.
Die Airlines versuchen Schadensbegrenzung mit sogenannten Kompensationszahlungen. Damit werden Klimaschutz-Programme finanziert, die möglichst die ausgestoßenen Abgase ausgleichen und zugleich das übermäßige CO2 auffangen und bestenfalls dessen Ausstoß nachhaltig verringern.

Konkrete Projekte

Doch nicht nur Fluggesellschaften setzen auf solche Programme. Auch Handelsketten wie Edeka, Aldi Süd oder etwa die Deutsche Bank sind inzwischen Kunde bei Firmen wie Clima tePartner. Sie bieten Unternehmen Lösungen für Klimaschutz an, indem sie helfen, CO2-Emissionen zu berechnen und zu reduzieren, Klimaschutzstrategien umzusetzen und CO2-Emissionen eben durch Klimaschutzprojekte auszugleichen. So können Unternehmen und Produkte klimaneutral werden. Wer dann diese Produkte kauft, leistet einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz. Das Label ClimatePartner (www.climatepartner.com) garantiert die Klimaneutralität des gekennzeichneten Produkts – oder der Dienstleistung. Denn sie haben alle CO2-Emissionen, die in der Prozesskette unvermeidlich entstanden sind, berechnet und über anerkannte Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Da geht es beispielsweise um den Kohleausstieg in Kolumbien, Solarenergie in Namibia oder auch regionale Projekte in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. teNeues
Verbraucher können sich nachweislich damit für den Klimaschutz entscheiden: über klimaneutrale Angebote vom Druckprodukt bis zur Hotelübernachtung, klimaneutralen Lebensmitteln, Verpackungen und Büropapier bis hin zu CO2-neutralen Veranstaltungen. Übrigens sind auch schon einige Vertreter aus der Kosmetikindustrie Partner geworden, wie beispielsweise Schaebens, i+m Naturkosmetik, Lavera Naturkosmetik und Annemarie Börlind Natural Beauty.


„Damit wir weiter guten Gewissens reisen können, müssen wir dringend unser Verhalten ändern. Wir müssen weniger, aber dafür besser verreisen und es wieder authentisch machen“, Charles-Edouard Girard, Präsident des Haustausch-Portals HomeExchange


Frust statt Lösungen

Und wohin geht nun Ihre nächste größere Reise? Mit dem Flieger oder ohne? Vielleicht mögen Sie es uns ja verraten, und auch wie Sie über das Thema denken und welche Lösungsansätze Sie haben. Denn im Alltäglichen geht es ja weiter. Das Auto besser stehen lassen und Bus oder Bahn nehmen, der entweder zu spät, gar nicht oder nicht in Ihre Gegend kommt? Auf alles im Haushalt verzichten, nur das Nötigste und wenn dann ausschließlich Bio kaufen?
Viele Journalisten haben in diversen Reportagen über ihre Selbstversuche geschrieben. Das Fazit: Alle waren am Ende frustriert, wie schwierig es ist, konsequent zu sein und wie wenig Freizeit einem bleibt. Denn ständig muss recherchiert werden, wo und wie sich umweltbewusst und nachhaltig verhalten werden soll.
Das will nun nicht heißen, dass die Vogel-Strauß-Methode die beste ist. Kopf in den Sand stecken und abwarten, dass andere etwas tun. Auch nicht mehr reisen und sich zu Hause einigeln ist keine Alternative. Man kann aber sein Bewusstsein schärfen, sich Gedanken machen, wohin man reist, ob es Alternativen zum Flugzeug gibt,was das Hotel in Sachen Umweltbewusstein tut. Denn auch da ist mittlerweile viel passiert und das nicht erst seit gestern. Auf den nächsten Seiten finden Sie einige der Hotels, die wir Ihnen empfehlen. Und wenn Sie ein tolles Öko-Resort haben, was wir noch nicht kennen, schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihr Engagment in Sachen „grüner reisen“.

BUCHTIPPS

Green Architecture Einfach nur blättern und sich von den herrlichen Bildern inspirieren lassen. Mit Infos zu den Architekten. Texte in Deutsch, Englisch, Französisch. Autor: Philip Jodidio 15 Euro, 624 Seiten, 2018, Taschen Verlag

Lo-TEK ist eine Design-Bewegung, die auf indigener Philosophie und traditioneller Infrastruktur aufbaut, um nachhaltige, widerstandsfähige und naturnahe Technologien zu entwickeln. Mit Vorwort des Anthropologen Wade Davis. 40 Euro. 420 Seiten, 2019, Taschen

Veggie Hotels Anschauen, Koffer packen und losfahren. Sammlung von über 60 vegetarischen, veganen und vegan-freundlichen Hotels. Mit Rezepten. 49,90 Euro. 272 Seiten, 2017, teNeues

Tipp

Veränderungen fangen im Kleinen an. So können Sie als Gast darauf achten, dass Handtücher und Bettwäsche tatsächlich nicht jeden Tag gewechselt werden. Und bevor Sie im Wellnessbereich ein Handtuch nach dem anderen aus den Regalen nehmen, kurz nachdenken, ob das wirklich sein muss. Klimaanlage im Zimmer und Fenster auf? Bei einigen Hotels geht dann die Anlage automatisch aus, bei anderen nicht. Deshalb immer einen kurzen Kontrollblick. Und fragen Sie nach wiederauffüllbaren Trinkflaschen – so manches Hotel hat sie bereits im Angebot.