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GRÜNFLÄCHEN ÖKOLOGISCH PFLEGEN


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Taspo Garten-Design - epaper ⋅ Ausgabe 4/2022 vom 22.07.2022
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Bildquelle: Taspo Garten-Design, Ausgabe 4/2022

Das bayerische Volksbegehren ?Rettet die Bienen? hat einiges in Bewegung gesetzt ? und hilft auch den Schmetterlingen.

Die bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) lud am 26. April 2022 zur Fachtagung „Ökologische Pflege kommunaler Grünflächen“ nach Coburg ein. Dieter Pasch, Direktor der ANL, freute sich bei seiner Begrüßung die etwa 100 Teilnehmer endlich wieder persönlich begrüßen zu dürfen.

Durch das bayerische Volksbegehren „Rettet die Bienen“ 2019 wurde das Thema Insektensterben auch in den Kommunen ins Laufen gebracht. Daher hatten sich verschiedene Gemeinden und Verbände mit dem Thema der ökologischen Pflege auf kommunalen Flächen beschäftigt und präsentierten an diesem Tag ihre Erkenntnisse.

Stefanie Lang, erste Bürgermeisterin der Gemeinde Taching am See und Matthias Baderhuber, erster Bürgermeister Markt Waging am See (beide Vorstandssprecher der Ökomodellregion Wagingner See – Rupertiwinkel) berichteten von ihrem interkommunalen LEADER-Projekt.

Beim Initialprojekt „Ökologische ...

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... Pflege kommunaler Flächen“, das im Sommer 2021 startete, sollen 6.000 Flächen von elf Gemeinden aus vier Landkreisen in Traunstein, Berchtesgadener Land, Rosenheim und Altötting naturnah aufgewertet werden. Das Ziel ist es, Nachhaltigkeit auf kommunalen Flächen als Vorbild für Landkreise und private Haushalte zu schaffen.

Die reinen Planungskosten beliefen sich auf 190.000 Euro und wurden von Fördermitteln des EU-Programms LEADER (70%), Naturschutzfonds und den Gemeinden finanziert. Mit ausgewiesenen Experten wurde ein Konzept erarbeitet. Die Planung dazu übernahm das Landschaftsarchitekturbüro Schuardt aus Traunstein.

Die Pflege auf öffentlichen Grünflächen soll zukünftig ökologisch und nachhaltig sein. Der Ist-Zustand von 10.000 Flächen wurde ermittelt. Nachdem aus diesem unter anderem die Ökokontoflächen aussortiert waren, blieben 6.000 Flächen als mögliche Flächen für das Projekt übrig. Diese ausgewählten Flächen wurden in Kategorien eingeteilt und Pflegeempfehlungen erarbeitet. Beispielsweise lauten diese: Sträucher und Bäume pflanzen, Brache stehen lassen, Grenzen einer intensiv genutzten Wiese einhalten, Sand zum Abmagern einmischen, nachsäen oder aussäen lassen. Bei der Planung wurde sich eng mit Mitarbeitern der Bauhöfe, Bürgermeistern und Projektbetreuern abgestimmt. Beim Abschlussgespräch waren auch Bürger und Vertreter öffentlicher Belange eingeladen.

Es gehört ein ganzes Stück Mut der Gemeinden dazu, nicht mehr so oft und so intensiv zu mähen. Eine gute Kommunikation mit der Öffentlichkeit war deshalb wichtig. Ziel sollte sein, der breiten Öffentlichkeit die vermeintliche „Schlampigkeit“ der kommunalen Flächen durch das Stehenlassen der Wiesenflächen als Maßnahme gegen das Insektensterben zu erklären und auf ein Übertragen in die Privatgärten zu hoffen. Bei den Untersuchungen wurde auch festgestellt, dass nur 30% der Ausgleichsflächen so bewirtschaftet werden wie vorgesehen.

Fragen nach dem Arbeitsaufwand und der Wirtschaftlichkeit stellten sich durchaus auch. Dabei lässt sich sagen, dass der Aufwand von einer jährlichen Mahd gegenüber sieben Mal im Jahr Mulchen fast gleich ist. Das Budget für die Pflege wurde nicht erhöht, außerdem war es nicht nötig, weiteres Personal einzustellen. Allerdings mussten Landwirte mit ins Boot genommen werden, die die Bauhofmitarbeiter mit entsprechenden Maschinen unterstützen. Viele Gemeinden besaßen nämlich ausschließlich ungeeignete Mulchgeräte und mussten erst auf tierfreundlichere Balkenmäher umstellen.

MARKTPLATZ DER BIOLOGISCHEN VIELFALT

Jürgen Hennemann, erster Bürgermeister der Stadt Ebern berichtete vom kommunalen Biodiversitätsprojekt „Marktplatz der biologischen Vielfalt“ als eines von fünf Projekten der Gemeinde, welches für die biologische Vielfalt ausgezeichnet worden ist.

Hier erarbeitete kein Büro, sondern die Gemeinde mit dem Bauhof und der Unterstützung vom Projektleiter des Marktplatzes der biologischen Vielfalt ein Konzept. Zunächst stand unzureichende Flächenkenntnis im Wege, somit wurde von einer Studentin der Biologie mit einem beträchtlichen Aufwand eine Flächenanalyse erstellt. Wo liegen die Potenziale, welche Flächen sollen ökologisch aufgewertet werden? Die Mittel wurden vom Marktplatz der biologischen Vielfalt und dem laufenden Haushalt der Stadt Ebern gestellt.

Auch hier wurde der Ist-Zustand kategorisiert, der durch entsprechende Pflege und Nutzung in einen Soll-Zustand überführt werden soll. Die Flächen werden vom Bauhof und auch hier von Landwirten (durch Vergabe) gepflegt. Dabei gibt Hegemann zu bedenken, dass weniger Mähen nicht unbedingt weniger Pflegeaufwand bedeutet! Als unbedingt notwendig sieht er in solchen Projekten, dass es jemanden gibt, der sich kümmert, damit auch Folgeprojekte nach dem Marktplatz der biologischen Vielfalt erfolgreich sind. Daher braucht es eine Personalstelle, die geschaffen wird, eine rein ehrenamtliche Tätigkeit ist hier nicht ausreichend.

Vom kommunalen Engagement der Gemeinde Stegaurach berichtete Siegfried Weid von der Regierung Oberfranken. Beginnend stimmte er seinem Vorredner zu, dass ein „Kümmerer“ wichtig für solche Projekte ist. Für die Biodiversitätsumsetzung besteht deshalb hier eine feste halbe Stelle.

Stegaurach liegt im auslaufenden Steigerwald und besitzt keine besonderen Schutzgebiete im Gemeindegebiet. Brachflächen unterschiedlichen Alters haben hier eine enorme Bedeutung. Schwierig sind Flächen, die in einer stark genutzten Umgebung liegen. Ein Drittel der Flächen besitzt keinen Pachtvertrag, was bedeutet, dass die Gemeinde die Flächen sofort an sich nehmen könnte, aber auch dabei ist es wichtig, die Landwirte zu beteiligen. Für Weid ist es essentiell, die bäuerlichen Familien zu schützen und zu stärken. Kommunale Flächen können ein Segen sowohl für die Landwirte als auch die Natur sein!

STRAßENRÄNDER ALS WICHTIGER BAUSTEIN

Michael Grauvogl von der Regierung Oberfranken referierte von Bambergs Erfahrungen mit der Extensivierung der Grünflächenpflege. Als Folgen des katastrophalen Klimawandels sieht er seit 2018 ein steigendes Umweltbewusstsein und viel bürgerliches Engagement. Straßenränder können mehr Sein als Schein sein: Sie unterliegen keiner wirtschaftlichen oder touristischen Nutzung, werden nicht gedüngt und können Biotopverbund und Lebensraum darstellen.

Seit 1999 betreibt die Stadt Bamberg mit dem ökologischen Grünflächenmanagement “Straßenränder auf Terrassensand“ extensive Straßenrandpflege. Hier wird der ökologische Lebensraum Magerrasen geschützt. Der Bestand der Insekten- und Pflanzenarten wurden zu Anfang erfasst und hat sich seitdem immens erhöht. Öffentlichkeitsarbeit durch Exkursionen und Pressearbeit für die Akzeptanz der Bevölkerung ist wichtig.

Um die Flächen abzumagern wird zweimal gemäht. Der erste Schnitt wird Anfang Juni, der zweite etwa drei Monate später durchgeführt. Alternativ wird die Fläche zwei Jahre nicht gemäht und dient den Insekten so als Überwinterungsmöglichkeit. Die Mahd soll mittags durchgeführt werden, da sich dann weniger Insekten in den Flächen aufhalten und getötet werden können. Umweltverträgliche Straßenrandpflege ist ein wichtiger Baustein zum Erhalt der Biodiversität. Auch Schulen, Unternehmen und Ämter nehmen diese Vorgehensweise bei der Mahd zum Vorbild.

In den Landkreisen und Gemeinden gibt es viele lokale Unterschiede, sowohl finanziell als auch technisch. Einige Gemeinden arbeiten noch mit Mulchgeräten, tierschonendere Mähgeräte sind nicht vorhanden. Das preiswerte Gerät lohnt sich für kleine Gemeinden, erweist sich auf großflächigen Flächen jedoch als unwirtschaftlich. Daher ist es sinnvoll, Geräte gemeindeübergreifend zu beschaffen und zu nutzen, beispielsweise mit dem Maschinenring.

Straßenbegleitgrün wird pauschal als Abfall eingestuft, auch wenn die Werte harmlos sind. Verfüttert werden darf das Grün also nicht. Eine Verwertung in Biogasoder Kompostieranlage ist momentan gängige Praxis. Eine rechtliche Differenzierung ist notwendig, damit sich die- se Einstufung ändert. Denn die gleiche Fläche kann Abfall oder landwirtschaftliches Futter sein – nämlich, wenn sie vom Landwirt bewirtschaftet wird.

Wolfram Güthler (StMUV) stellte Fördermöglichkeiten des bayerischen Umweltministeriums für mehr Biodiversität in der Gemeinde vor. Er sieht das Volksbegehren von 2019 mit seinen Begleitgesetzen als Meilenstein für die Artenvielfalt. Ein Signal, das das Bedürfnis des Menschen widerspiegelt: „Uns läuft hier für den Naturschutz noch nicht genug.“ Die 10 % -Hürde (Der Projektträger muss mindestens 10 Prozent der Gesamtausgaben erbringen) wurde in allen Landkreisen überwunden und so ein Mehrwert für Biotopverbund, Gewässerrandstreifen, Reduzierung der Lichtverschmutzung und vielem mehr geschaffen. Dies war ein Vorbild für andere Bundesländer der Republik. Der bayerische Streuobstpakt als gesetzlich geschützter Bestand schafft eine Million neue Streuobstbestände. Viele verschiedene Akteure und Verbände sind gemeinsam mit dem Umweltministerium aktiv geworden. Generell sollen ökologisch wertvolle Strukturen in der freien Landschaft und im Siedlungsgebiet geschaffen werden. Kommunen, die sich auf den Weg machen, sollen unterstützt werden.

Er wies darauf hin, dass es Änderungen im Vertragsnaturschutz geben wird. Die Streuobstwiese wird sich dennoch für den Landwirt lohnen, die Konditionen werden in der Zukunft nicht schlechter, jedoch komplizierter. Förderfähig sind Eigentümer und Nutzungsberechtigte. Hierzu muss ein Antrag bei der unteren Naturschutzbehörde gestellt werden.

CHARTA ZUM SCHUTZ DER INSEKTEN

Beim Blühpakt Bayern des Staatsministeriums für Umweltschutz sollen Zielgruppen aus Wirtschaft, Kommunen, Bürger und die Landwirtschaft angesprochen werden. Gemeinsam soll gegen das drastische Insektensterben entgegengewirkt werden. Dagmar Schmitt (StMUV) erklärte, dass Verbände, Vereine und Organisationen, die Partner werden wollen, eine „Charta zum Schutz der Insekten“ unterzeichnen. Die evangelische Kirche, der bayerische Golfverband und der Landesverband Bayerischer Imker sind beispielsweise solche Partner.

Die evangelische Kirche beteiligt sich für die Artenvielfalt auf kommunalen Flächen mit den Projekten „Gottes Garten. Artenvielfalt auf kirchlichen und diakonischen Flächen oder mit „unsere Zukunft blüht auf“. Für die Beratung und/oder Umsetzung solcher Maßnahmen kann man so bis zu 1.000 Euro erhalten. Auch Betriebe können derzeit eine kostenlose Erstberatung erhalten und – bei Erfüllung von Mindestkriterien – als „Blühender Betrieb“ ausgezeichnet werden.

Mit Bauhofschulungen, Filmen und dem Bauhof-Handbuch erhalten Kommunen Unterstützung, ihren Beitrag im Kampf gegen das Insektensterben zu leisten. Für das Starterkit „100 blühende Kommunen“ haben sich 256 Kommunen beworben, dabei erhalten 100 durch eine Jury ausgewählte Kommunen 5.000 Euro Starthilfe, Beratung, Informationen und Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit und Bauhofschulungen. Bei jeder Regierung gibt es einen Blühpakt-Berater/-in. Diese beraten die Kommunen und helfen bei der Umsetzung von Maßnahmen.

Vom Ökokonzept für die Flächen im Eigentum der Gemeinde Lautertal berichtete Karl Kolb, erster Bürgermeister der Gemeinde Lautertal und Frank Reißenweber vom Landschaftspflegeverband Coburger Land – 17 Landkreiskommunen sollen kommunale Ökokonzepte umsetzen.

Die Gemeinde Lautertal besitzt eine Fläche von 3.000 Hektar, davon ist relativ viel, nämlich 9,5 %, gemeindeeigen. Den Kommunen kommt also eine Vorbildfunktion zu. Innerörtliche Grünflächen sollen naturgerecht gepflegt werden und so auch als Anschauungsobjekte für Privatpersonen dienen.

Viele bemerkenswerte Schutzgebiete befinden sich in dem Raum: 1.000 der 3.000 Hektar sind Fauna-Flora-Habitat (FFH) Gebiet. Zudem hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) den Lauterberg als nationales Naturerbe übernommen. Das Übergangsmoor „Rottenbacher Moor“ im grünen Band der innerdeutschen Grenze ist in der Region zu finden. Dem naturnahen Wald am Sonderstandort Bahndamm kommt mit 30 Hektar eine besondere Bedeutung zu. Zehn Prozent der Gehölzbestände wurden langfristig aus der forstlichen Nutzung genommen, der Hirschkäfer ist hier noch zu finden. Diese Bereiche sollen erhalten und gefördert werden.

Norbert Metz vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken berichtete abschließend von „100 kunterbunte Kilometer – Blütenentwicklungen auf innerörtlichen Flächen durch Pflegeveränderungen“. Hier wurde unter anderem untersucht, wie sich durch eine Reduzierung der Pflegegänge oder der Mahd (zum Teil zu einem späteren Zeitpunkt) der Arbeitsaufwand ändert und wie diese Maßnahmen von der Öffentlichkeit aufgenommen werden. Die Bauhöfe sind in den letzten Jahren alleine gelassen worden. Fachliche Begleitung im Umgang mit öffentlichen Flächen gab es selten, allenfalls wurden Maschinenlehrgänge angeboten. Bauhöfe mussten also erstmal ganz unten abgeholt werden.

Anschließend wurden die Bürger durch Einleger in den Mitteilungsblättern in allen zehn Gemeinden über das Projekt informiert. Hier wurde erklärt, warum weniger gemäht wurde. Die Sorge bestand, dass die Anwohner auf die Bauhofmitarbeiter „losgehen“.

Für die Mitarbeiter des Bauhofes wurden Handlungsempfehlungen ausgesprochen, in Bildern eingezeichnet, welche Fläche zu welchem Zeitpunkt gemäht wird. So hatten die Mitarbeiter das Gefühl, man kümmert sich um sie.

Für das Projekt wurde kein Saatgut gekauft und somit auch nichts angesät. Die Flächen entwickelten sich rein durch das „Nichtstun“. Dieses Vorgehen kann durchaus auch von negativem Erfolg geprägt sein, aber die Möglichkeit, dass es zu einer guten Entwicklung kommt ist hoch. Flächen am Straßenrand sind durch jahrelange Mahd und Wegnahme des Grünguts ausgemagert und nährstoffarm. Übrigens gab eine Teilstreifenmahd, bei denen nur die Ränder gemäht wurden, den Anwohnern das Gefühl, dass die Fläche nicht vergessen worden war. Anderenorts wurden „Mini-Inseln“ stehen gelassen.