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Grünschnitt für den Kompost zerkleinert


Heimwerker Praxis - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 13.08.2021

Gartengeräte Häcksler

Artikelbild für den Artikel "Grünschnitt für den Kompost zerkleinert" aus der Ausgabe 5/2021 von Heimwerker Praxis. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Heimwerker Praxis, Ausgabe 5/2021

Häcksler wie unsere Testgeräte zerkleinern Grünschnitt mittels eines Schneidwerks. Das reduziert das Volumen des Grünschnitts und sorgt obendrein dank der aufgebrochenen Strukturen für eine schnellere Verrottung auf dem Kompost. Nun hat nicht jeder einen Komposter im Garten. Trotzdem kann der Kauf eines Häckslers Sinn machen. Denn der Astschnitt von Bäumen und Büschen lässt sich mit einem solchen Gerät zu hochwertigem Mulch verarbeiten. Der wiederum kann wieder unter Büschen und Bäumen verteilt werden. Hier dient er gleich mehreren Zwecken. Zum einen schützt er die Erde vor Wind und somit vor schneller Austrocknung, dass reduziert auf Dauer die nötige Wassermenge zum Gießen. Zum anderen sorgt eine dicke Schicht Mulch dafür, dass sich weniger Unkraut ansiedelt. Das hört der Hobbygärtner doch gerne – oder? Darüber hinaus führt der langsam verrottende Mulch dem Boden wieder neue ...

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... Nährstoffe zu. Häckseln bietet also eine Menge Vorteile. Schauen wir uns die Testgeräte einmal an. Alle sind mit Rädern ausgestattet und lassen sich recht leicht im Garten an den Ort des Geschehens transportieren. Dort muss nur eine 230 V Stromversorgung zur Verfügung stehen. Für die ganz großen Gärten gibt es natürlich auch Häcksler mit Benzin-Motor-Antrieb. Doch bleiben wir den „Stromern“.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede Neben der Stromversorgung ist allen Testgeräten gemeinsam, dass Sie Astwerk bis zu einer Stärke von 45 mm zerkleinern können. Nachdem es vor Jahren zu diversen Unfällen gekommen ist hat der Gesetzgeber die maximale Öffnung des Einwurfschachts auf dieses Maß begrenzt. Thema Sicherheit: Im Betrieb kann es immer mal einen Materialstau geben. Die Walzenhäcksler sind dafür mit einem „Rückwärtsgang“ ausgestattet, der das Material wieder aus der Walze herausschiebt. Das funktioniert bei Messerhäckslern nicht. Hier muss das Gerät geöffnet werden um den Stau dann manuell zu entfernen. Das Öffnen ist bei den Walzenhäckslern nur in absoluten Ausnahmefällen durch abnehmen der vorderen Walzen-Lagerplatte erforderlich. In geöffnetem Zustand lässt sich kein Gerät in Gang setzen, dafür sorgt ein Sicherheitsschalter, der in der Regel durch die Gehäuseschrauben betätigt wird. Um an den Einsatzort im Garten zu gelangen sind alle Maschinen mit recht großen Rädern ausgestattet. Leider ist die Spurweite bei einigen Messerhäckslern recht schmal ausgefallen, so dass der Transport auf unebenem Gelände etwas kippelig werden kann.

Die Schneidwerke Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Messerhäckslern und Walzenhäckslern, die in der Regel als Leisehäcksler bezeichnet werden. Bei den Messerhäckslern wird das Schnittgut von einer schnell rotierenden Messerscheibe in Scheiben geschnitten. Solche Geräte eignen sich besonders für weiches Schnittgut wie Stauden oder Heckenschnitt. Bei den Walzen-oder Leisehäckslern wird das Schnittgut von einer relativ langsam rotierenden Messerwalze zerteilt wegen der langsameren Drehzahl sind diese Geräte erheblich leiser als Messerhäcksler. Diese Geräte sind eher für verholztes Material, Baumschnitt und Astwerk geeignet. Weiches Material wird oft nur zerquetscht. Trotzdem haben sich diese Geräte in den meisten Gärten durchgesetzt. Mit seinem Turbinenhäcksler geht Bosch einen Sonderweg. Auch hier wird ein langsam drehendes Schneidwerk eingesetzt, das dank seiner speziellen Form jedoch auch weiches Material gut verarbeiten soll.

Testgeräte Unsere Testgeräte stammen von „den üblichen Verdächtigen“ – will heißen: den Bekannten Gartengeräte-Herstellern. Einzig der Häcksler von Lux ist die Eigenmarke von Obi, die übrigen eingeladenen Baumärkte konnten leider nicht rechtzeitig liefern, oder wollten nicht am Test teilnehmen.

Einhell GC-KS 2540

Oberklasse

Beim Einhell GC-KS 2540 handelt es sich um einen klassischen Messerhäcksler. Die Messerscheibe ist mit 2 Wendemessern bestückt und rotiert mit 3.800 Umdrehungen. Die Einwurf-Öff- nung ist auf 45 mm begrenzt. Im Fall einer Blockade muss das Gerät hinten an einer Knebelschraube aufgeschraubt werden. Danach wird die obere Gehäusehälfte nach vorn geklappt um die Verstopfung zu beseitigen. Beim Öffnen wird der Motor automatisch stromlos geschaltet. Eine Wiederanlauf-Schaltung verhindert den ungewollten Motorstart nach dem Zusammenbau.

Im Einsatz sorgt der Häcksler für sehr kleines Häckselgut, das sich sowohl als Mulch als auch zum Kompostieren verwenden lässt. Blattwerk oder Stauden-Häcksel bleibt jedoch größer als Astma- terial. Aufgefangen wird das Häckselgut im mitgelieferten 45 L Fangsack, der an zwei seitlichen Haken befestigt werden kann.

Fazit Der Einhell GC-KS 2540 eignet sich gut für den Einsatz in kleinen Gärten mit frischer Gehölz und Staudenbepflanzung. Dank des geringen Gewichts lässt er sich leicht transportieren. Kleine Abmessungen sorgen zudem für wenig Platzbedarf in Garage oder Schuppen.

Ikra IMH 2500

Oberklasse

Der Ikra IMH 2500 ist mit einem Preis von 110 Euro das günstigste Gerät im Testfeld. Auch er kann Material bis zu einer Stärke von 45 mm verarbeiten. Dabei stört jedoch das an einen Staubsauger erinnernde Laufgeräusch. Die Arbeitsleistung ist jedoch prima. Hartes oder weiches Material wird schnell zu kleinen Häckseln verarbeitet. Auch hier bleibt Blattwerk gröber als Geäst. Der mitgelieferte Fangsack wird an zwei Hackenbefestigt und füllt sich recht zügig. Auch diese Maschine ist mit einem Überlastschalter sowie einem Wiederanlauf-Schutz versehen. Während die Arbeitsleistung überzeugt, stört die schmale Spur des Geräts beim Ziehen auf unebenem Gelände.

Auch die Standsicherheit leidet ein wenig darunter. Der 2500 W Motor lässt die Messerscheibe mit 4.200 Umdrehungen kreisen und sorgt für zügiges Arbeiten. Wie bei allen Häckslern sollte man jedoch die in den Bedienungsanleitungen beschriebenen Kühlpausen nicht aus den Augen verlieren.

Fazit Der Ikra IMH 2500 empfiehlt sich ebenfalls für den Einsatz in kleinen bis mittleren Gärten mit Stauden oder Buschpflanzen. Er ist einfach zu bedienen und braucht nur wenig Wartung.

Scheppach GS 55

Oberklasse

Beim GS 55 von Scheppach muss vor dem ersten Einsatz wie bei allen anderen Kandidaten das Fahrgestell montiert werden. Das dauert jedoch nur wenige Minuten. Entsprechend der gesetzlichen Richtlinien ist die Einwurf-Öffnung auf 45 mm begrenzt. Auch ein Wiedereinschaltschutz sowie ein Überlastschalter sind vorhanden. Bei der Arbeit sorgt das Gerät schnell für feines Häckselgut, allerdings ist auch bei diesem Gerät das Laufgeräuch ein wenig nervig. Der mitgelieferte Fangsack wird wie bei den Wettbewerbern rechts und links der Auswurföff- nung angehängt. Geäst wird schön klein gehäckselt, weiches Material bleibt etwas grober. Auch diese Maschine ist wegen der schmalen Achse ein wenig kippelig, wenn der Weg zum Einsatzort uneben ist. dank weniger als 11 kg Gewicht lässt sich das Gerät jedoch auch einfach dorthin tragen.

Fazit Der Scheppach GS 55 zeigt sich handlich und leicht. Er überzeugt mit guter Häckselleistung und einfacher Bedienung. lässt sich mit dem Gerät leicht in wertvollen Mulch und Kompost umwandeln.

Wolf Garten SDE 2800 EVO

Oberklasse

Der Wolf SDE 2800 EVO sieht aus wie ein Walzenhäcksler, ist jedoch ein Messerhäcksler. Und was für einer. Mit seiner Leistung von 2800 Watt und einem recht steil stehen- den Messer produziert er das feinste Häckselgut im gesamten Testfeld. Die Häcksel fallen nach dem Schnitt wie bei Walzenhäckslern in eine große halbtransparente Kunststoffbox. Die Maschine hat mit beinahe 40 cm Spurweite ein gutes Fahrverhalten und bietet einiges an Standsicherheit. Wenn viel kleinteiliges Häckselgut anfällt lässt sich auf den Einwurf ein mitgelieferter Trichter aufsetzen. Von dort aus lässt sich das Material leicht mit dem bei- liegenden Stopfer in Richtung Mes- serscheibe befördern. Zubehör und Maschinenabmessungen fordern jedoch auch ihren Tribut. Mit über 30 kg Gewicht ist der Wolf das Schwergewicht unter den Messerhäcksler. Der Weg zum Parkplatz sollte also möglichst keine Treppen haben.

Fazit Trotz der Optik ist der Wolf Garten SDE 2800 EVO ein Messerhäcksler, und zwar der Beste in diesem Testfeld. Glückwunsch nach Saarbrücken.

Einhell GC-RS 60 CB

Oberklasse

Mit einem Preis um 250 Euro gehört der Einhell GC-RS 60 CB zu den preiswerteren Geräten unter den Walzenhäcks- lern. Er hat einen starken 2800 W Motor und zerklei- nert Materialstärken bis zu 45 mm. Dabei dreht sich die Messerwalze mit 40 Umdrehungen. Das Häcksel- gut landet in einer großen 60 L fassenden Kunststoff- box. Zum einfachen kontrollieren des Füllstands ist die Box transparent. Gattungstypisch produziert das Gerät recht grobe Häcksel. Blattwerk und Staudenmaterial werden zwar ebenfalls zerkleinert sind jedoch, ebenfalls typisch für diese Geräte, nur grob zerhackt. Geäst wird von der Walze selbsttätig eingezogen. Das ist bequem. Bei langen Ästen sollte man jedoch vorsichtig sein, denn sie können im Einwurfschacht umherschlagen. Dieser Effekt ist bei Walzenhäckslern oft zu beobachten.

Wegen der deutlich geringeren Laufgeräusche sind die Geräte gerade in eng bebauten Siedlungen beliebt.

Fazit Der Einhell GC-RS 60 CB zeichnet sich durch einen kraftvollen Antrieb aus. Er kann Aststärken bis zu 45 mm zerkleinern und bleibt dabei nachbarschaftsfreundlich leise.

Güde GH 2802 Silent

Oberklasse

Güde schickt mit dem GH 2802 Silent den Preiskracher ins Rennen. Dabei müssen in Sachen Leistung kaum Abstriche gemacht werden, denn auch diese Maschine wird von einem kräftigen 2800 W Motor angetrieben. Die Schneidwalze rotiert mit zügigen 60 Umdrehungen. Auch hier wird das Häckselgut in einer transparenten Kunststoffbox gesammelt. Diese ist wie inzwischen üblich mit einem Sicherheitsstecker ausgerüstet. Wenn der Stecker nicht in die Maschine eingerastet wird, steht der Motor still.

Was uns nicht gefallen hat ist die Bedienungsanlei- tung. Bilder und Zeichnungen sind teilweise nicht richtig erkennbar und unscharf. Bei der Arbeit sollte man die möglichen 45 mm Schnittstärke nicht ständig ausreizen denn für die höhere Walzendrehzahl musste die Übersetzung angepasst werden, was zu Lasten des möglichen Drehmoments geht.

Das merkt man auch deutlich bei dickem Geäst. Hier tut sich der Motor dann schwer, so dass man die in der Bedienungsanleitung empfohlene Abkühlpause gerne einhält.

Fazit Wer überwiegend dünneres Astmaterial zerkleinern will, ist mit dem Güde gut und günstig beraten. Das Gerät ist ordentlich verarbeitet und praxisgerecht ausgestattet.

Ikra ILH 2800

Oberklasse

Wie die meisten Walzenhäcksler wird auch der Ikra weitestgehend vormontiert geliefert. Lediglich die Achse mit den Laufrädern muss montiert werden. Das ist schnell erledigt und schon kann es an die Arbeit gehen. Der Ikra ist wie alle Gerät im Testfeld für Astwerk bis 45 mm ausgelegt. Die Messerwalze rotiert mit 60 Umdrehungen und wird von einem 2,8 kW Motor angetrieben. Nach dem Häckseln landet das Schnittgut in einer transparenten Kunststoffbox mit 60 L Inhalt. Um das Volumen voll zu nutzen muss das Häckselgut zwischendurch in der Box verteilt werden. Das ist bei allen Geräten mit Fangbox ähnlich.

Auch beim Ikra sorgt die höhere Walzendrehzahl bei Astwerk bis 25 mm für schnelles Arbeiten. Bei dickeren Ästen fehlt es dann allerdings wieder an Drehmoment, so dass der Motor recht angestrengt klingt.

Die Standsicherheit und der Transport zum Ein- satzort ist dank 37 cm Achsbreite ordentlich.

Fazit Der Ikra ILH 2800 ist ein ordentlich verarbeiteter Walzenhäcksler. Seine Vorlieben liegen wegen der für diese Geräte hohen Walzendrehzahl eher bei weichem und dünnerem Schnittgut.

Lux E-LH-280 0/45

Oberklasse

Als einzige Baumarkt- Eigenmarke hat uns der Lux E-LH-2800/45 erreicht. Mit einem Preis von ca. 200 Euro ist die Maschine im preislichen Mittelfeld angesiedelt.

Wie die Typenbezeichnung bereits nahelegt, wird die Maschine von einem 2,8 kW Motor angetrieben die „45“ steht für den maximalen Schnittgut-Querschnitt.

Auch bei diesem Gerät muss vor dem ersten Einsatz die Achse mit den Rädern montiert werden. Die transparente Fangbox fasst 60 L und lässt sich leicht entnehmen und leeren. Bei der Walzendrehzahl lieg Lux mit 48 Umdrehungen im Mittelfeld. Das zeigt sich als gute Wahl, denn der Motor wirkt bei dickem Schnittgut nur wenig angestrengt. Wenn das Schnitt- gut als perforierter Streifen in der Box liegt ist es Zeit das Handrad für die Nachstellung der Andruckplatte zu betätigen. Das klappt bei Lux genau so gut wie bei den anderen Walzenhäckslern.

Fazit Der Lux E-LH-2800/45 kann sich im Kreis der anderen Geräte gut behaupten. Er ist ordentlich verarbeitet und ausreichend stabil um im Garten über Jahre seinen Dienst zu verrichten.

Ryobi RSH3045U

Oberklasse

Der RSH3045U von Ryobi unterscheidet sich in einigen Punkten von den Wettbewerbern. Man hat sich wohl aus Designgründen für eine undurchsichtige graue Fangbox entschieden. Um den Füllstand zu prüfen muss diese als immer ein Stück herausgezogen werden, das ist lästig. Im Großen und Ganzen war das jedoch schon unsere einzige Kritik, denn mit einer Walzen-Drehzahl von 55 Umdrehungen und dem mit 3 kW kräftigsten Motor im Feld geht der Häcksler ordentlich zur Sache. Trotz der hohen Drehzahl wird auch Material nahe der 45 mm Grenze zuverlässig zerkleinert. Der Motor kling dabei nicht wirklich ange- strengt. Gelegentlich vorkommende Materialstaus lassen sich wie bei Walzenhäckslern üblich durch kurzen Rückwärtslauf der Walze schnell beseitigen. Bei der Volumenangabe der Fangbox ist man sich jedoch nicht ganz einig. In der Bedienungsanleitung stehen 60 L auf der Box steht 55 L. wie auch immer, die Maschine macht einen guten Job.

Fazit Ein typisches Ryobi Gerät. Der Häcksler überzeugt mit durchdachter Technik, guten Arbeitsleistungen und einem akzeptablen Preis.

Scheppach GS 60

Oberklasse

Auch Scheppach schickt einen 2800 W starken Häcksler ins Rennen. Zum Auffangen der Schnitzel kommt eine transparente 60 Liter-Box zum Einsatz. Die Walze dreht im Leerlauf mit 60 Umdrehungen. Etwas ungewöhnlich ist die Angabe der maximalen Schnittstärke von 44 Millimetern. Im Einsatz erledigt die Maschine bei Material bis ca. 25 mm Stärke gute Arbeit. Bei größeren Material- stärken fehlt auch hier ein wenig Drehmoment. Das hört man dann dem Motor auch an. Trotzdem füllt sich die Fangbox zügig. Wie bei allen Walzenhäcks- lern ist auch der Scheppach eher für Geäst als für Staudenmaterial geeignet. bei Geäst zeigt kommt auch der große Vorteil aller Walzenhäcksler zum Tragen, der Selbsteinzug. Material, das einmal in die Walze geraten ist wird kontinuierlich nachgezogen. Langes und hartes Material kann jedoch bei allen Walzenhäckslern im Einwurfschacht hin und her schlagen. Ein wenig Abstand ist also ratsam.

Fazit Der Scheppach GS 60 ist ein Typischer Vertreter der Gattung Walzenhäcksler. Er bevorzugt Geäst und zerkleinert dieses zuverlässig. Die Bedienung ist einfach und die Lautstärke der Maschine verlangt auch von den Nachbarn kein allzu großes Verständnis.

Bosch AXT 25 TC

Oberklasse

Der Bosch AXT 25 TC fällt in diesem Vergleich auf. Als erstes ist da der Preis, der mit 550 Euro doppelt so hoch ist wie bei den meisten anderen Geräten. Dafür trumpft er mit einigen Extras auf. Beim Schneid- werkzeug setzt Bosch auf eine walzenähnliche Konstruktion, die jedoch nicht massiv, sondern durchbrochen ist. Bosch bezeichnet diese Walze als Turbine Sie dreht mit gemütlichen 40 Umdrehungen und zerkleinert im Test alles, was zwischen die Schneid gerät. Erst bei extrem ver- zweigten Geäst gerät die Maschine dann und wann ins Stocken. Nach ein oder zwei „Rück- wärtsfahrten“ wird aber auch solches Material zerkleinert. Weniger gut funktioniert das ganze bei Blättern und Stauden, denn kleines Material fällt einfach durch. Beim Sicherungsschalter für die leider undurchsichtige Fangbox setzt Bosch auf einen Magnetkontakt. Es muss also kein mechanischer Kontakt bewegt werden.

Fazit Typisch Bosch: Man lässt sich seine Ideen gut bezahlen. Dafür gibt es jedoch ausgereifte Technik. Angefangen bei der komplett werkzeuglosen Erstmontage bis zum wirksamen Verhindern des Schlagens von Schnittgut im Einfülltrichter. Überall trifft man auf praktische und funktionierende Lösungen. Bei uns hat es deshalb auch zum Testsieg gereicht.

So testet Heimwerker Praxis Nachdem viele Geräte im Baumarkt oder beim Online-Versender gekauft werden, bewerten wir natürlich die Erstmontage, die vom Kunden vorgenommen werden muss. Dabei lässt sich auch gleich ein Blick auf die Verarbeitungsqualität werfen. Bei diesem Vergleich haben wir die Maschinen mit unterschiedlichem Gehölz „gefüttert“. Das war unter anderem länger abgelagertes Astmaterial vom letztjährigen Herbstschnitt. Für den Frischschnitt haben wir uns tagesfrisch Material besorgt. Für die Rubrik Staudenschnitt haben wir ebenfalls frisches Material besorgt. Nicht unwichtig ist auch das Transportverhalten der Maschine, denn meist ist es einfacher, die Maschine zum Einsatzort zu transportieren, als den umgekehrten Weg zu gehen. Auch die Staubeseitigung, die immer wieder vorkommt, wird bewertet.