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GRUNDIG 55 GOB 9990: OLED-Schmuckstück


Digital Tested - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 31.05.2019

Wer auf der Suche nach einem besonders brillantem Flachbildfernseher ist, kommt heutzutage kaum um ein Gerät mit OLED-Technologie vorbei. Im Vergleich zum herkömmlichen LCD-TV bietet OLED deutlich knackigere Farben und einen hervorragenden Kontrast


Artikelbild für den Artikel "GRUNDIG 55 GOB 9990: OLED-Schmuckstück" aus der Ausgabe 2/2019 von Digital Tested. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Digital Tested, Ausgabe 2/2019

Eine Besonderheit ist der Drehregler im Steuerkreuz


Ein Vertreter dieser Klasse ist unser heutiges Testgerät von Grundig. Der Flachbildfernseher 55 GOB 9990 eignet sich dank großzügiger 55-Zoll-Diagonale auch für größere Wohnzimmer und wird mit einem sehr flachen und fast rahmenlosen OLED-Panel ausgeliefert. Das sieht vor allem bei einer möglichen Wandmontage ...

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... sehr edel aus. Doch auch die „inneren“ Werte können sich sehen lassen. Natürlich verarbeitet das Gerät UHD mit HDR-Unterstützung. Dank Triple-Tuner ist der Empfang von DVB-S(2), DVB-T2 und DVB-C möglich. Auch analoges Fernsehen über Kabel oder terrestrisch ist möglich, verliert hierzulande aber mittlerweile an Bedeutung. Als Firmware kommt das Hauseigene Vision OS von Grundig zum Einsatz. Als Besonderheit verfügt der Fernseher sogar über eine Sprachsteuerung in Verbindung mit dem Dienst Alexa von Amazon.

Anschlüsse

Sämtliche Anschlüsse des Fernsehers befinden sich auf der Rückseite des Gerätes. Seitlich gut zugänglich ist ein HDMI-Eingang, ein USB-Anschluss sowie ein Kopfh örerausgang. Alle weiteren Schnittstellen befinden sich an der Unterseite. Dort sind weitere zwei HDMI-Anschlüsse zu finden. Ferner sind hier alle drei Tunereingänge zu finden. Ein Netz werkanschluss erlaubt den kabelgebundenen Anschluss an das Heimnetzwerk und über einen optischen Digitalausgang lassen sich ältere AV-Receiver anschließen, die noch nicht über einen HDMI-Anschluss verfügen. Trotz Triple-Tuner verfügt der Fernseher aber wie üblich nur über einen Eingang für ein Satellitensignal und einen kombinierten Tuner für Kabel und terrestrisches Fernsehen. Somit ist der Betrieb wahlweise an einem Kabelanschluss oder eben mit einer terrestrischen Zimmer bzw. Außenantenne möglich. Das ist allerdings keine Besonderheit beim Grundig, sondern auch bei anderen Herstellern gängige Praxis. Schließlich findet sich noch etwas versteckt ein CI-Plus-Einschub für entsprechende Module beispielsweise von Sky, HD-Plus oder auch Diveo.

Der Homescreen

Ein Druck auf die Taste „Home“ auf der Fernbedienung öff net den Startbildschirm. Hier kommt der Nutzer bei Bedarf auch in das Einstellungsmenü des Fernsehers. Außerdem werden Funktionen und auch Lieblingssender am unteren Bildschirmrand eingeblendet. Diese Schnellzugriff sliste lässt sich natürlich nach Belieben modifizieren und entsprechende Funktionen hinzufügen oder entfernen. Über die Taste „Tools“ lassen sich hingegen Bild- und Toneinstellungen vornehmen. Hier stehen verschiedene voreingestellte Bild- und Tonprofile zur Verfügung und lassen Änderungen auf Knopfdruck zu. Selbstverständlich können die Profile auch über das Einrichtungsmenü manuell angepasst werden und damit die Bild- und Tonqualität des Fernsehers noch weiter optimiert werden. Hier lassen sich auch Spezialfunktionen wie Microdimming oder Gamma-Wert einstellen. Besonders Clever: Bei der Schärfeeinstellung teilt der Fernseher das Bild, so dass Änderungen kontrolliert werden können

Fernsehbetrieb

Die Bedienung des Fernsehers über das Vision OS von Grundig geht nach kurzer Ein- gewöhnungszeit leicht von der Hand. Hat man sich einmal mit dem Konzept vertraut gemacht, lässt sich das Gerät sehr einfach bedienen. Nicht ganz so zufrieden sind wir mit der Bluetooth-Fernbedienung. Im Test kam es immer wieder mal vor, dass die Bedienung nicht auf den ersten Knopfdruck funktionierte, sofern nicht direkt auf den Fernseher gezielt wurde. Vermutlich geht Bluetooth in eine Art Standby-Modus und ist dann nicht sofort wieder verfügbar. In der Praxis wird das vermutlich weniger stören, da es ja in der Regel eine Sichtverbindung zum Fernseher gibt und Bluetooth nur eine praktische Ergänzung ist. An anderer Stelle macht sich Bluetooth allerdings deutlich mehr bezahlt: Der Fernseher kann nämlich auch mit einem Bluetoothkopfh örer gekoppelt werden. Dann lässt sich der Fernsehton auch an einem Kopfh örer weiterleiten.

PVR-Funktionen

Wird ein Speichermedium in Form eines USB-Sticks oder einer USB-Festplatte angeschlossen, lassen sich mit dem Fernseher auch PVR-Funktionen wie Aufnahme oder Timeshift nutzen. Lobenswert: Angeschlossene Datenträger lassen sich sofort als Aufnahmemedium nutzen und müssen nicht – wie bei vielen anderen Geräten üblich – erst speziell formatiert und damit an das Gerät gebunden werden. Somit lassen sich Aufnahmen bei Bedarf auch später am Computer nachbearbeiten und beispielsweise Werbung herausschneiden. Einschränkungen bei Aufnahmen sind wie gehabt bei verschlüsselten Sendern zu erwarten. So lassen sich zum Beispiel HD-Programme der RTL-Gruppe und generell vom Bezahlsender Sky in Verbindung mit einem CI-Plus-Modul nicht aufnehmen. Nur zeitlich befristetes Timeshift ist möglich. Selbstverständlich lassen sich auch Medien wiedergeben. Unterstützt werden dabei viele gängige Formate wie ts, mkv oder mp4. Nur divx und wmv-hd kann der Fernseher nicht abspielen.

Netzwerkfunktionen

Der OLED-TV von Grundig kann auch dank Vision OS mit sehr umfangreichen Netzwerkfunktionen punkten. Selbstverständlich unterstützt der Fernseher hier auch HbbTV auf den entsprechenden Sendern. Dabei punktet das Gerät auch hier mit einer flotten Bedienung der hybriden Dienste. Daneben gibt es auch zahlreiche Apps mit diversen Hybridfunktionen wie YouTube, Maxdome oder Deezer. Weitere Besonderheit: Alle Apps sind im Gerät hinterlegt und müssen nicht separat installiert werden. Bei aller Auswahl an Apps fällt allerdings auf, dass die populärsten Streaminganbieter leider nicht vertreten sind. So steht in diesem Genre nur Maxdome zur Verfügung, Netflix und Amazon Video fehlen aber leider. Hier bleibt nur die Hoff nung, dass es irgendwann auch diese Dienste auf dem Fernseher gibt, was ja über ein Firmwareupdate durchaus möglich wäre. Serien und Spielfilme auf Abruf in UHD gibt es demzufolge mit dem Gerät erstmal nicht, da bei Maxdome nur HD angeboten wird. Immerhin klappt über YouTube der Abruf von Medien in UHD. Dank der Einbindung in das heimische Netzwerk ist übrigens auch die Wiedergabe von Medien über das Netzwerk von anderen Geräten oder auch einem Netzlaufwerk möglich. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Geräte DLNA unterstützen und ihre Inhalte in diesem Protokoll zur Verfügung gestellt werden. Bei den meisten Netzwerkfestplatten kann dies eingestellt werden beziehungsweise ist bereits von Hause aus aktiv.

Alexa-Sprachsteuerung

Bei Bedarf lässt sich der Fernseher mit der Spracherkennung Alexa von Amazon einrichten. Hierzu muss der Dienst zunächst aktiviert und gekoppelt werden. Anschließend steht Alexa mit seinen Grundfunktionen auf dem Fernseher zur Verfügung. Im Gegensatz zu Alexa-Lautsprechern wird hier allerdings der Sprachdienst nicht mit einem Schlüsselwort aktiviert, sondern es ist ein Druck auf den Alexa-Knopf der Fernbedienung erforderlich. Dann lässt sich beispielsweise das Wetter abfragen, worauf Alexa nicht nur den Wetterbericht vorliest, sondern es wird auch gleichzeitig eine Wetterkarte auf dem Fernseher angezeigt. Das ist durchaus praktisch. Auch die Steuerung des Fernsehers selber über Sprachfunktionen ist möglich, derzeit allerdings noch nicht wirklich praxistauglich. Zwar konnten wir den passenden Skill bei Alexa mit dem Fernseher koppeln, aber die meisten Sprachbefehle griff en im Test nicht. Lediglich die Lautstärke konnten wir im Testlabor per Sprachsteuerung ordnungsgemäß regeln. Es ist anzunehmen, dass diese Funktion erst in den nächsten Monaten weiterentwickelt werden und sich damit die Sprachsteuerung für den Fernseher sukzessive mit Updates verbessert.

Bildqualität

Hier können wir nur Gutes über den Fernseher berichten. So besticht das superflache Gerät durch satte Farben und hervorragenden Kontrast des OLED-Displays. Dank vieler Eingriff smöglichkeiten lässt sich die Bildqualität noch weiter optimieren. Außerdem können wir dem Display eine gute Entspiegelung attestieren. Werden Filme mit HDR zugespielt, kann der Fernseher zudem mit einem erweiterten Dynamikumfang überzeugen. Wird ein externer Zuspieler wie ein Fire TV 4K eingesetzt, können auch UHD-Inhalte von Netflix und Amazon teilweise sogar in HDR auf den OLED-Fernseher gestreamt werden.

Fazit

Der OLED-TV 55 GOB 9990 von Grundig konnte im Testlabor rundum überzeugen. Das Gerät bietet dank OLED-Display eine hervorragende Bildqualität in UHD mit HDR-Unterstützung. Aber auch bei der Wiedergabe von HD und sogar SD waren wir von der Brillanz der hochskalierten Bilder begeistert. Auch in Punkto Multimedia überzeugt der Fernseher. Dass der Fernseher bei all seinen Qualitäten auch noch mit einem edlen Design aufwarten kann, unterstreicht das verdiente Testurteil im oberen Bereich von „Sehr Gut“ nochmals.


Bilder: © Zff oto Fotolia.com, Auerbach Verlag