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Gut geschützt vor Krebs und Herzinfarkt Doppelte Sicherheit


Iss dich gesund - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 09.07.2021

Schutz vor Krebs und Herzinfarkt

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Die Prognose für 2030 sieht ja nicht ganz so rosig aus: Die Zahl der Herzinfarkte wird in Deutschland laut Statista 2021 bis dahin um 42 Prozent steigen (bis 2050 sogar um 75 Prozent). Mit einem Anstieg von 26 Prozent (bis 2050 27 Prozent) legen die Krebserkrankungen auch keine wesentlich bessere Bilanz hin. Statistisch haben Herzinfarkt und Krebs also schon mal ein gemeinsame Schnittmenge. Sie eint aber noch etwas anderes: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowieso, aber jetzt zunehmend auch mehr Krebsarten, werden zu den Zivilisationskrankheiten gezählt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert sie als „nicht übertragbare Erkrankungen, die häufig aus einer ungesunden Lebensweise resultieren“. Nun ist es ja schon ein echtes Glück, in einer Industriegesellschaft zu leben. Denn in ihr sind Lebensqualität und medizinische Versorgung so exzellent wie nie zuvor. Die ...

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... Kehrseite aber ist ein verwöhnter Überfluss-Lebensstil, z. B. mit Bewegungsmangel, fett-, zuckerreicher Ernährung, Stress, Schadstoffen (z. B. in Lebensmitteln, Textilien, Haushaltsreinigern). Aber auch Lärm, Feinstaub, Alkohol, Zigaretten, übertriebene Hygiene, Medikamente, mediale Reizüberflutung und soziale Faktoren wie Vereinsamung können uns die Gesundheit kosten. Bei Herz-Kreislauf- Erkrankungen und Krebs gilt jedoch: Es liegt in unserer Hand, diese nicht übertragbaren Krankheiten selbst gut zu beeinflussen. Zusammen mit Dr. Matthias Riedl stellen wir Ihnen hier ein valides Schutzprogramm vor.

News 1

Eine Auswertung von über 20.000 Patienten- Daten zeigt: Ein herzgesunder Lebensstil verringert auch die Gefahr, an Krebs zu erkranken. Das haben Wissenschaftler des Massachusetts General Hospital entdeckt.

News 2

Wer jeden Tag 20 bis 30 Minuten meditiert, bekommt laut Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York, zu 51 Prozent seltener kranke Herzkranzgefäße. Und: Blutdruck und Cholesterinspiegel sinken.

KNACKPUNKT HERZ UND KREISLAUF

Sie sind bei uns die Geißel Nummer eins – und auch die häufigste Todesursache.

VIELE HABEN DAS: Bei über 20 Mio. Deutschen läuft es mit Herz, Kreislauf nicht rund. Bluthochdruck ist das Problem, auch Arteriosklerose, Herzschwäche, Schlaganfall. Jeder Fünfte stirbt am Herzinfarkt DAS SIND DIE HAUPTURSACHEN: Die am meisten unterschätzte Belastung für Herz und Gefäße ist Bluthochdruck. Auch Übergewicht kann eine Gefahr werden. Denn es ist oft vergesellschaftet mit Fettstoffwechsel-Störungen, Diabetes. Zusammen mit Bluthochdruck ein unglückseliges Trio.

DIE BESTE VORBEUGUNG: Ca. alle drei Monate zum Blutdruckmessen (Arzt, Apotheke). Ideal-Wert: unter 130/80 mmHg. Und Herz (EKG), Blutfette ab 35 alle drei Jahre checken lassen. Plus: 5.000 bis 10.000 Schritte/Tag oder 150 Minuten pro Woche leichter Ausdauersport wie Tanzen, Trampolinspringen, Walken, Aqua-Gym. Transfettsäuren (z. B. in Chips) durch gesunde Fette (z. B. Nüsse, Rapsöl) ersetzen. Nicht mehr als 5g Salz. Tiefenentspannung fürs Herz: Musik senkt nach nur neun Wochen einen gefäßschädlichen Cortisol-Spiegel, so eine Studie der Uni Aarhus. Reinhör-Tipp: Herz-Beat à la „Weightless“ von Marconi Union.

DAS WIRKSAMSTE SCHUTZ-FOOD: Rote Trauben, Tomaten, Him-, Blaubeeren, Brokkoli, Grünkohl, Walnüsse, Lachs (max. zweimal die Woche), Hülsenfrüchte, Mangold, Spinat, Vollkorn-Hafer, Avocado, Knoblauch, grüner Tee.

News 3

Wer auf zuckerreiche Getränke wie z. B. Softdrinks – auch Fruchtsäfte (Fruktose) – verzichtet, senkt sein Risiko, an Darm-, Brust- oder Prostatakrebs zu erkranken, um bis zu 11 Prozent (Fachmagazin „Clinical Nutrition“).

News 4

Eine erstaunliche Entdeckung haben Forscher der Londoner Queen Mary University gemacht: Rotes Fleisch (z. B. Rind, Schwein, Lamm) fördert nicht nur Krebs. Es verschlechtert auch die Herzleistung, die Arterien verkalken.

EXTRA-TIPP VON DR. RIEDL: Vor allem vermehrtes, inneres Bauchfett ist eine wichtige Ursache für Diabetes, damit für Arteriosklerose. Das Risiko z. B. für Herzinfarkt nimmt zu. Also regelmäßig Bauchumfang messen. Das Infarkt-Risiko steigt bei Frauen ab 88 cm, bei Männern ab 102 cm.

KRISENFALL KREBS

Es gibt mehr als 300 Krebsarten. Zu den häufigsten bei Frauen zählen laut Deutscher Krebsgesellschaft Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern Prostata-, Darm- und Lungenkrebs.

News 5

Gute Nachricht für Fans von Pilzen: Eine Meta-Analyse der Penn State University von 17 internationalen Studien zeigt, dass schon 18 Gramm Pilze am Tag das Krebs-Risiko um bemerkenswerte 45 Prozent reduzieren.

News 6

Zweimal am Tag Zähne putzen, alle sechs ­Monate zur Profi-Zahnreinigung sind die wichtigsten Maßnahmen, um das Herz vor Entzündungen durch Mund-Bakterien zu schützen (American Heart Association).

VIELE HABEN DAS: Nach einer aktuellen Schätzung des Robert Koch-Instituts in Berlin kommt es in Deutschland pro Jahr zu rund 500.000 Neu-Diagnosen.

DAS SIND DIE HAUPTURSACHEN: Neben einer genetischen Veranlagung rückt entzündungsfördernde Ernährung zunehmend in den Fokus der Entstehung von Krebs.

DIE BESTE VORBEUGUNG: 30 Minuten Bewegung am Tag verringert das Risiko für Darmkrebs um bis zu 14 Prozent, Brustkrebs um 10 Prozent. Auf Rauchen verzichten (verursacht 25 Prozent aller Krebserkrankungen), Alkohol nur in Maßen (nicht täglich!), wohldosiert in die Sonne (mit UV-Schutz), Intervallfasten (2–3 Mahlzeiten in 8 Stunden, 16 Stunden Pause). Regelmäßig zur Früherkennung (krebsgesellschaft.de). Rotes Fleisch durch helles (Huhn, Pute) ersetzen, so wenig Fertig-, Fast Food, Zucker wie möglich (auch an Obst-Fruktose denken). 7 bis 9 Stunden Schlaf stärkt die Abwehr. DAS WIRKSAMSTE SCHUTZ-FOOD:

Antientzündlich ernähren mit Brokkolisprossen, ab und zu dunkler Schokolade, Olivenöl, Hering (max. zweimal die Woche), Grapefruit, Dinkel, Ingwer, Mandeln, Chili-Schoten, Zwiebeln, Möhren, Hagebutten, Guaven, Linsen, Kresse, Kurkuma, Chinakohl.

EXTRA-TIPP VON DR. RIEDL: Auf einen schlanken BMI – nicht über 25 – achten. Denn bei mindestens 13 Krebsarten (Darm, Brust, Prostata) ist Übergewicht der Anschieber. Fettzellen verursachen Entzündungen, die Krebs fördern.

DIE NEUESTEN PRÄV ENTIONS- TRENDS

Die Medizin ist immer gut für Neues. Gerade in Sachen Krankheits-Vorbeugung hat sie da einiges zu vermelden

Für Herz und Kreislauf

Die Apotheke des Meeres findet Einzug in die Herz-Medizin. Aktuell stehen Algenarten wie Kelp, Nori, Wakame hoch im Kurs. Auch die Süßwasser-Alge Goldene Chlorella. Sie senken einen zu hohen Blutdruck und den Cholesterinspiegel.

Clean Eating ist das trendige „Makeover“ der guten, alten, puren Vollwerternährung. Kardiologen haben sie jetzt als Herz-Schützer im Visier. Die Methode liefert üppig mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Flavonoide, Vitamin E. Die Nährstoffe halten den Herzmuskel leistungsfähig und die Gefäße elastisch.

Weihrauch wird erfolgreich gegen entzündliche Erkrankungen wie Rheuma oder Neurodermitis eingesetzt. Jetzt steht die funktionsstärkende Wirkung des heilsamen Harzes auf Herz und Gefäße auf dem Plan. Ideal zum Verräuchern in der Duftlampe.

Für den Zellschutz

In Sachen Krebs-Zellschutz ist bei Präventionsmedizinern gerade tägliches, ampelfarbenes

Gemüse-Allerlei (ca. 500 g) Trumpf. Die Kombi, z. B. von roter Paprika, gelber Zucchini, grünem Spinat, garantiert eine Maxi-Portion Antioxidanzien.

Eisbaden ist bei den Russen Kult, in Skandinavien Tradition. Jetzt setzt es die europäische Medizin in der Krebs-Prophylaxe ein. Täglich 3

Minuten in Wanne mit kaltem Wasser eintauchen. Mit 30 Eiswürfeln weiter herunterkühlen.

Gegen Krebs-Entzündungen, für Abwehrstärke.

Dem wiederentdeckten Buchweizen läuft in diesem Jahr die Braunhirse den Rang ab. Mit ihrem hohen Zink-Gehalt aktiviert sie die Killerzellen des Immunsystems. Die ungeschälte Hirse-Wildform gibt’s in Reformhäusern, Bioläden als leicht essbare Flocken, Flakes.