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GUT GESTAPELT


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Landlust - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 12.10.2022
Artikelbild für den Artikel "GUT GESTAPELT" aus der Ausgabe 6/2022 von Landlust. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Landlust, Ausgabe 6/2022

SOGENANNTE BIENENKORBSTAPEL

ermöglichen die Lagerung größerer Holzmengen auf relativ kleiner Grundfläche – und ohne Schuppen. Den Untergrund bildet eine Lage aus Pflastersteinen oder Schotter, auf der ein Kreis aus Holzscheiten liegt. Dieser wird Reihe für Reihe in die Höhe gestapelt und das Innere mit Holz aufgeschüttet. Das Dach bilden ziegelartig gelegte Holzscheite. Wer das Eindringen von Regenwasser ganz verhindern will, legt eine Plane über den Stapel, die am Rand allerdings nur minimal überhängen sollte.

Die wohlige Wärme aus einem Kamin oder Kachelofen macht es an kalten Herbst- und Wintertagen richtig heimelig – und senkt zudem die Heizkosten. Bevor angeheizt werden kann, muss das Brennholz gesägt, gespalten und gestapelt werden. Wer direkt bei lokalen Händlern oder Landwirten kauft, erhält vielerorts auch Holz aus der Region, meist gebrauchsfertig in gut 33 Zentimeter langen Scheiten. Es ...

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... empfiehlt sich aber dennoch, die Herkunft des Brennholzes zu erfragen, um Importware auszuschließen. Gestapelt wird Brennholz in jedem Fall – zum Trocknen und auch zum Lagern. Dabei sorgt die richtige Technik für stabile Stapel und gebrauchsfertiges Brennholz.

Gut durchgetrocknet

Der Wassergehalt des Holzes bestimmt seinen Brennwert: Feuchtes Holz braucht zunächst viel Energie zum Aufwärmen und Verdampfen des Wassers, die als Wärmeenergie verloren ist. Beim Verbrennen entsteht Ruß, der den Schornstein schädigen kann. Für eine saubere Verbrennung ist deshalb eine geringe Restfeuchte zwischen 10 und 20 Prozent günstig.

Frisch geschlagenes Holz enthält bis zu 60 Prozent Wasser und muss in jedem Fall erst trocknen. Das dauert je nach Holzart unterschiedlich lange: Anfang des Jahres gespalten, ist Fichten- oder Buchenholz bereits bis September ofenfertig getrocknet. Bei Bäumen, die wie Eiche eine hohe Dichte haben, kann das je nach Lagerung bis zu zwei Jahre dauern. Gespaltenes Holz trocknet generell schneller als Rundscheite, da die Feuchte durch die größere Oberfläche besser entweicht. Besonders gut trocknen maximal 12 Zentimeter dicke Holzscheite – das ist in etwa der Zwischenraum einer Raute, die man mit beiden Daumen und Zeigefingern bildet.

Ob Holz ausreichend trocken ist, zeigen einfache Messgeräte aus dem Baumarkt an. Grobe Orientierung bietet auch die Hörprobe: Klingt Holz beim Aneinanderschlagen hohl, ist es trocken. Ein dumpfer Ton deutet auf einen noch zu hohen Wassergehalt hin. Bei ofenfertig gekauftem Holz entfällt das Trocknen, es kann sofort verbrannt werden.

MAßE UND MENGEN BEI BRENNHOLZ

Die Forstwirtschaft handelt frisches Holz nach Volumen in sogenannten Festmetern. Dabei werden Bäume vermessen und ihr reiner Holzanteil bestimmt. Ofenfertiges Brennholz ist etwa 33 Zentimeter lang und wird in den Maßeinheiten „Schüttraummeter“ und „Raummeter“ verkauft. Ein Schüttraummeter ist die Holzmenge, die man lose in ein Gefäß mit einem Kubikmeter Volumen schüttet. Beim Raummeter oder Ster geht man von einem sorgfältig aufgeschichteten, würfelförmigen Holzstapel mit einem Meter Kantenlänge aus. So ein Stapel enthält weniger Zwischenräume als geschüttetes Holz. Ein Raummeter entspricht aber dennoch – je nach Holzform – nur 0,6 bis 0,8 Festmeter reiner Holzmasse.

FEST GEBAUT, ABER FLEXIBEL

ist der Stapel unseres Lesers Bernhard Westbrock: Das Grundgerüst bilden vier einbetonierte Pfosten, von denen zwei fest mit einem Rundpfosten verbunden sind. Das Dach und zwei Seitenwände bestehen aus reißfester Plane. Diese liegt wie ein Teppich über drei in der Höhe beweglichen Rundbalken: einer als First, zwei dienen als Traufen. Je ein weiterer Balken zieht die Plane auf jeder Seite als Gewicht straff. Jede Seite lässt sich mit dem Seil zur Holzentnahme hochziehen. Zwei kurze Planen bilden auf den anderen Seiten einen luftigen Überstand. Sie sind mit Spanngummis verbunden und werden so in Form gehalten.

Luftige Lagerung

Ob frei stehend gestapelt, im eigens dafür gebauten Unterstand oder vor einer Wand mit Überdach: Holz trocknet – und bleibt trocken –, wenn es regensicher, sonnig und vor allem luftig lagert. Es darf keinen Kontakt zum feuchten Erdboden haben, sonst modern die untersten Scheite. Wer mit dem Keller als Trocken-Lager liebäugelt, muss enttäuscht werden – er eignet sich ausschließlich für bereits getrocknetes Holz. Denn ohne entsprechende Luftbewegung bleibt Holz im Keller lange feucht, es kann sogar zu Schimmelbefall kommen. Soll Brennholz vor einer Wand trocknen und lagern, sollte es mindestens fünf, besser noch zehn Zentimeter Abstand zu dieser haben. Nur so kann die Luft zirkulieren und Feuchtigkeit nach hinten entweichen. Um den nötigen Abstand zu einer Wand zu sichern, steckt man ab und zu einzelne Holzscheite direkt bis zur Wand. Das hält den ganzen Stapel auf Abstand, der sonst bei entsprechender Neigung komplett nach hinten zur Wand kippen kann und dann die Hinterlüftung blockiert. Holzstapel gelten im Garten vielerorts als bauliche Anlage, weshalb ein Grenzabstand zum Nachbarn nötig sein kann. Gewissheit gibt eine kurze Nachfrage bei der Gemeinde.

Gut abgedeckt

Eine Abdeckung von oben hält Regenwasser vom Stapelinneren fern. Ideal ist ein festes Überdach ohne Seitenwände. Frisches Brennholz verdunstet mehrere Liter Wasser, weshalb eng anliegende Folienhüllen ungeeignet sind: Das Holz schwitzt darunter und schimmelt. Bei frei stehenden Holzstapeln haben sich Wellpappe oder dünnes Blech als einfache Dächer bewährt, die von untergelegten Pflastersteinen auf Abstand zum Holz gehalten werden. Seitlicher Schlagregen ist bei sonst luftiger Lagerung völlig unproblematisch, das Holz trocknet anschließend wieder ab.

Stabil in die Höhe

Als Unterlage für Brennholzstapel eignet sich alles, was den Scheiten einen Abstand von gut zehn Zentimetern zum Boden verschafft, etwa Paletten oder quer liegende Kanthölzer auf Steinen. So kann die Luft optimal durchs Holz zirkulieren. Reihenweise geschichtet trocknet Holz schneller als in würfelförmigen Blocks. Die Reihen stapelt man entweder zwischen feste Stützen aus senkrechten Pfählen oder schichtet sie ohne Hilfsmittel auf. Solche Stapel sind schneller gebaut, werden mit zunehmender Höhe, meist ab etwa 150 Zentimeter, aber instabil. In der Breite sind ihnen dagegen kaum Grenzen gesetzt. An beiden Seiten bekommen die Holzstapel stabile Eckpfosten aus abwechselnd kreuz und quer geschichteten Scheiten. Dabei liegen sich immer zwei einigermaßen gleich hohe, gespaltene Hölzer mit ihren Spaltflächen gegenüber. Zwischen fest installierten Stützen lässt sich Brennholz höher aufschichten, da diese dem Stapel mehr Seitenhalt geben. Bei Höhen von zwei Metern und mehr sollten die Stützen höchstens einen Meter auseinanderliegen. So kann sich das Holz dazwischen regelrecht verkeilen.

HOLZARTEN UND DEREN EIGENSCHAFTEN

Holz mit etwas Neigung

Es ist ärgerlich und gefährlich, wenn einem der ganze Holzstapel entgegenfällt. Daher sollten die Holzscheite in Form und Größe einigermaßen zueinander passen. In Reihen vor einer Wand zeigt das dickere Ende eines Scheites immer nach vorne, sodass der Stapel insgesamt eine leichte Neigung nach hinten bekommt und stabiler wird. Sind die Hölzer nahezu gleich dick, funktioniert das nicht. In diesem Fall legt man zunächst eine Querlatte in etwa 40 Zentimeter Abstand vor die Wand. Die Brennholzscheite liegen im 90-Grad-Winkel auf der Latte. Und zwar so, dass sie nur mit dem Ende aufliegen (siehe Foto oben). Dadurch bekommen alle Reihen eine minimale Neigung nach hinten und es entsteht ein in sich stabiler Holzstapel.

EIN KLEINES BRENNHOLZLAGER SELBST GEMACHT

Wer Feuerschalen im Garten nutzt, muss regelmäßig für Holznachschub sorgen. Unser Brennholzständer hält Holzscheite für mehrere Abende bereit und ist im Handumdrehen aufgebaut.

MATERIAL

• 2 Vollmauersteine, 40 x 20 x 16,5 cm

• 2 Kanthölzer, 200 x 4,5 x 2,8 cm

• Holzbeize in Wunschfarbe

WERKZEUG

Säge, Zollstock, Pinsel

1. Die Kanthölzer auf einen Meter ablängen. Bis zu dieser Länge bleibt der Stapel stabil und fasst zwei volle Schubkarren Holz. Die Kanthölzer lassen sich entweder beizen oder werden im Naturzustand belassen.

2. Die einzelnen Kanthölzer in die hohlen Kammern der Steine stecken. Sie verkanten sich dort und fixieren sich so selbst. Die Neigung der Hölzer lässt sich variieren, indem man sie höher oder tiefer in den Stein steckt.

NEU IM LANDLUST-SHOP

Für Kaminholz: zum lagern und tr ansportieren

Die robuste Bank bietet eine gemütliche Sitzgelegenheit im Garten. In dem praktischen

Stauraum unter der Sitzfläche kann Kaminholz gelagert werden. Auch Schuhe und andere Utensilien finden hier einen Platz. Sie besteht aus wetterbeständigem Douglasienholz und ist mit einer transparenten Lasur behandelt.

Der geflochtene Korb besteht aus ungeschälter Weide und ist innen mit Jute ausgeschlagen. Er ist robust und eignet sich gut für den Transport von Kaminholz.

Holzbank: Art.-Nr. 140125, 165,00 € Holzkorb Weide: Art.-Nr. 140124, 74,50 €

Erhältlich im Landlust-Shop unter shop.landlust.de, per Bestellkarte im Shop-Beihefter zwischen S. 138 und 139 oder telefonisch unter 0 25 01/8 01 31 80.