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GUT ZU WISSEN: Kopfschmerzen natürlich behandeln


natürlich gesund und munter - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 18.06.2020

Die Auslöser von Kopfschmerz sind vielfältig. Dennoch ist es möglich, die Beschwerden wirksam zu lindern und zu behandeln. Dies ist besonders wichtig, um zu verhindern, dass die Schmerzen chronisch werden.


TEXT GOLO WILLAND FACHLICHE BERATUNG DR. ANDREAS BÖGER, PROF. DR. BENNO BRINKHAUS

Artikelbild für den Artikel "GUT ZU WISSEN: Kopfschmerzen natürlich behandeln" aus der Ausgabe 4/2020 von natürlich gesund und munter. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: natürlich gesund und munter, Ausgabe 4/2020

150 MILLIONEN PACKUNGEN frei verkäuflicher Schmerzmittel holen sich die Bundesbürger jedes Jahr aus der Apotheke – in den meisten Fällen, um damit quälende Kopfschmerzen zu vertreiben. 50 Millionen Menschen allein in Deutschland leiden unter Dröhnen, Pochen oder höllischem Brennen im Kopf, einige nur gelegentlich, andere ...

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150 MILLIONEN PACKUNGEN frei verkäuflicher Schmerzmittel holen sich die Bundesbürger jedes Jahr aus der Apotheke – in den meisten Fällen, um damit quälende Kopfschmerzen zu vertreiben. 50 Millionen Menschen allein in Deutschland leiden unter Dröhnen, Pochen oder höllischem Brennen im Kopf, einige nur gelegentlich, andere sogar an 20 Tagen im Monat. Bei manchen drückt es unangenehm, andere liegen, von einer Migräneattacke niedergestreckt, tagelang im abgedunkelten Schlafzimmer und warten verzweifelt auf Besserung. Wer dann gelegentlich zur Schmerztablette greift, muss sich deshalb keine Sorgen machen. Doch wer häufig von Kopfschmerz heimgesucht wird, steht jedesmal vor der Frage: Soll ich wieder ein Schmerzmittel einnehmen, trotz möglicher Nebenwirkungen – oder die Qualen aushalten?

Tapfer an Schmerzmitteln zu sparen, ist allerdings keine Lösung. Denn die Schmerzempfindung kann trainiert werden wie ein Muskel: Je mehr sie „geübt“ wird, desto stärker wird sie. Mit häufigem Auftreten sinkt die Schwelle, ab der Schmerz gemeldet wird, und auch das Signal fällt zunehmend heftig aus. Der Schmerz kann sogar allein von der Erinnerung leben und höllische Qualen bereiten, ganz ohne Auslöser. Aus dem biologischen Schutzsignal, das uns warnen soll: „Hier stimmt etwas nicht!“, wird ein Daueralarm, der das Leben verleidet. Mediziner sprechen dann von einem Schmerzgedächtnis.
Bei chronischem Kopfschmerz kommt es deshalb auf einewirksame Behandlung an, insbesondere auf eine nachhaltige Schmerzdämpfung. Je früher die einsetzt, desto besser.

Glücklicherweise sind die Ursachen meist harmlos

Eine wirksame Behandlung nach Plan gibt es nicht. Am Prinzip von Versuch und Irrtum führt kein Weg vorbei – allein deshalb, weil bei den allermeisten Kopfschmerzformen die Ursachen noch weitgehend im Dunklen liegen. Die gute Nachricht: Nur in seltenen Fällen gibt es einen organischen Aus löser, der behandelt werden muss (Gefäßstörungen im Kopfbereich zum Beispiel, eine Gehirnerschütterung, ein Tumor oder etwa eine Hirnhautentzündung). Allerdings verdichten sich – so bei Migräne – die Hinweise, dass Probleme bei der Verarbeitung von Reizenund verstärkte Entzündungsfaktoren, die die Durchblutung im Kopf stören, eine Rolle spielen können. Sanfte Alternativen sind oft ähnlich wirksam wie Schmerzmittel, führen aber viel seltener zu Nebenwirkungen. Ein beeindruckendes Beispiel, das durch Studien belegt ist: Bei einsetzendem Spannungskopfschmerz drängen einige Tropfen Pfefferminzöl, die auf die Schläfen gerieben werden, den Schmerz ebenso effektiv zurück wie eine Tablette. Andere Betroffene finden Linderung mit Weidenrindentee, Akupressur oder Osteopathie. „Glücklicherweise können natürliche und sanfte Verfahren vielen Patienten wirksam helfen“, bestätigt Dr. Andreas Böger, Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin, Manuelle Therapie und Naturheilverfahren in Kassel.
Bei chronisch wiederkehrenden Kopfschmerzen reicht es jedoch nicht, sie zu bekämpfen, wenn sie bereits im Anzug sind. Hier ist Prävention gefragt. Magnesium und Pestwurzel können beispielsweise Migräneattacken vorbeugen, wenn sie in beschwerdefreien Phasen eingenommen werden (siehe Kasten Seite 56). Oft helfen auch eine längere Akupunkturbehandlung oder regelmäßige Kneippanwendungen.
Doch auch dabei gilt: Was dem einen guttut, ist beim anderen oft wirkungslos. „Bei manchen Patienten braucht es ein halbes Jahr, bis die Verfahren gefunden sind, die wirksam helfen“, sagt Dr. Böger. „Doch wenn anschließend nur an fünf statt an 20 Tagen im Monat der Kopf schmerzt, ist das ein großer Gewinn an Lebensqualität.“

Ein Tropfen Pfefferminzöl auf die Schläfe – das wirkt bei vielen Betroffenen ähnlich effektiv wie eine rezeptfreie Schmerztablette.


Selbstbeobachtung hilft, den Weg zu finden

Jeder Betroffene tut gut daran, ein Stück weit Experte in eigener Sache zu werden. Was hilft mir? Was tut mir gut? Was sind meine Auslöser (siehe Kasten Seite 58)? Ein Kopfschmerztagebuch zu führen, ist dabei sinnvoll. Wann ging es wieder los? Was habe ich zu dieser Zeit getan oder vorher gegessen? Wie lange hielten diesmal die Schmerzen an? Haben Tabletten oder eine sanfte Anwendung bald Linderung verschafft? So manches Mal wird nach einigen Wochen ein Auslöser sichtbar, den man nicht unter Verdacht hatte.
So beobachten beispielsweise manche Migränepatienten, dass bestimmte Trigger wie Erdnüsse, Rotwein oder Glutamat als Zusatzstoff oder aus Parmesankäse sowie Rohschinken bei ihnen einen Anfall auslösen können. Haben Sie einen Verdacht, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, wie Sie damit umgehen.
„In vielen Fällen zeigt sich auch Stress als entscheidender Faktor bei chronischen Kopfschmerzen. Bei Spannungskopfschmerz ist der Zusammenhang besonders deutlich“, so die Erfahrung von Professor Benno Brinkhaus, Leiter der Hochschulambulanz Naturheilkunde an der Berliner Charité. Zu ihm kommen viele Patientinnen und Patienten mit chronischen Kopfschmerzen, oft nach einer jahrelangen Ärzte- Odyssee. Neben der Akupunkturbehandlung werden die Betroffenen stark in die Pflicht genommen, ihren Lebensstil zu ändern. Entspannungsverfahren und Ausdauersport gehören zum Behandlungsprogramm, ebenso eine Ernährungsumstellung. „Für einen Erfolg muss nach meiner Erfahrung unbedingt auf Kaffee und Alkohol verzichtet werden“, sagt Professor Brinkhaus. Teilweise müssen auch Milchprodukte reduziert werden, Fleisch ist erlaubt, aber nur in Maßen. „Überraschenderweise fallen vielen Betroffenen diese oft großen Umstellungen in der Ernährung vergleichsweise leicht. Hingegen ist es für sie oft am schwersten, in die Entspannung zu kommen“, berichtet der Mediziner.


Kopfschmerz ist individuell. Jeder Betroffene tut gut daran, zum Experten in eigener Sache zu werden.


Bewährte Hausmittel und komplementäre Verfahren

Was funktioniert, ist individuell sehr unterschiedlich und kaum vorherzusagen. Letztlich kann jeder Betroffene nur aus der breiten Palette komplementärer Behandlungsansätze einige herausnehmen und ausprobieren – und diesen genug Zeit einräumen, damit sie überhaupt wirken können. Nicht zwingend muss man sich an der Kopfschmerzform orientieren. Was bei einem Spannungskopfschmerz hilft, funktioniert oft auch bei Migräne. Auch wer unter selteneren Kopfschmerzformen leidet, kann ausprobieren, ob eine sanfte Methode bei ihm funktioniert – und vielleicht besser als ein Schmerzmittel.

Soforthilfe, wenn der Kopfschmerz beginnt

Frische Luft einatmen: Ein Spaziergang ist oft überraschend wirksam, denn in geschlossenen Räumen mangelt es häufig an Sauerstoff. Schon das kann Grund genug sein, damit die Schmerzen losgehen. Gehen Sie möglichst in lärmfreier Umgebung und im Grünen spazieren und achten Sie dabei auf entspanntes Atmen. Gedanken über Probleme sollten Sie möglichst beiseiteschieben und stattdessen Natur und Ruhe bewusst wahrnehmen und auf sich wirken lassen.

Durchblutung fördern: Ein starker schwarzer Kaffee mit dem Saft einerhalben Zitrone schmeckt nicht gut, verbessert aber die Funktion der Gefäße. Auch einige Tropfen zehnprozentiges Pfefferminzöl auf der Stirn und auf beiden Seiten an den Schläfen zu verreiben, kann helfen. Die Anwendung erhöht den Tonus der Gefäße und normalisiert so die Durchblutung.

Stirn kühlen: Manchmal reicht schon ein kalter Lappen auf der Stirn.

Akupressur: Bewährte Punkte bei Kopfschmerzen liegen oberhalb der Nasewurzel genau zwischen den Augenbrauen sowie im Nacken am Übergang zum Schädel. Den Punkt zwischen den Augenbrauen stimulieren Sie, indem Sie ihn mit Zeige- oder Mittelfinger für mindestens 30 Sekunden drücken oder in kreisenden Bewegungen massieren. Im Nacken massieren Sie zwei Punkte gleichzeitig mit den Daumen in kreisförmigen Bewegungen, während die restlichen Finger locker die Schädelrückseite umfassen. Die Akupressurpunkte liegen in den beiden kleinen Mulden rechts und links der Wirbelsäule am Übergang vom Hals zum knöchernen Schädel.

Selbstbehandlung zur Schmerzlinderung

Pflanzliches Schmerzmittel: Die Weide (Salix species) wird bereits seit der Antike als natürliches Mittel gegen Schmerzen eingesetzt. Das in der Weidenrinde enthaltene Salicin ist das natürliche Vorbild für den Wirkstoff des Schmerzmittels Aspirin. Geben Sie zwei bis drei Gramm fein geschnittene Weidenrinde in kaltes Wasser und bringen es zum Kochen. Nach fünf Minuten abgießen. Trinken Sie drei bis fünf Tassen über den Tag verteilt.

Anregendes Fußbad: Damit leiten Sie den Überdruck vom Kopf nach unten ab. Füllen Sie eine Fußbadewanne mit 40 Grad heißem Wasser und geben Sie zwei Esslöffel Senfmehl, Fichtennadelextrakt, Thymian oder auch Eukalyptus zur Anregung der Durchblutung hinzu. Dann die Füße bis über die Knöchel eintauchen. Zehn bis 20 Minuten die Wärme genießen.

Wärme: Sind Nackenverspannungen der Auslöser oder Antreiber der Schmerzen, lockert ein Wärmepflaster, das auf die verspannte Problemzone geklebt wird, die Muskulatur.

Behandlung beim Therapeuten

Akupunktur: Das gezielte Nadeln bestimmter Punkte kann die Häufigkeit von Kopfschmerzepisoden etwa halbieren. Das belegt die Auswertung von zwölf Studien mit insgesamt 2349 Teilnehmern. Je nach dem Ort der Kopfschmerzen – Stirn, Schläfe oder Hinterkopf – werden unterschiedliche Meridiane und deren Punkte genadelt.

Neuraltherapie: Das naturheilkundliche Verfahren ist vor allem geeignet, wenn Störfelder als Ursache oder Antreiber vermutet werden, wenn also Herde in Zähnen, Nebenhöhlenentzündungen, aber auch ehemalige Verletzungen, Operationen oder Narben das Nerven- und Hormonsystem andauernd reizen und so zu Fehlregulationen verleiten. Dann spritzt der Therapeut ein lokales Betäubungsmittel in die Problemzone. Dadurch können die Regulationssysteme des Körpers wieder lernen, ihr Zusammenspiel zu harmonisieren.

→ Osteopathie und Alexander- Technik: „Verspannungen und Fehlhaltungen können die Entstehung von Kopfschmerzen begünstigen“, erklärt Dr. Böger. Mit gezielten Griffen oder einer Schulung zum bewussten Wahrnehmen krank machender Anspannungs- und Haltungsmuster können diese wirksam korrigiert werden.

Einfache Tipps: So beugen Sie wirksam vor

Schlaf, Stressabbau und Sport – die drei „S“ senken die Bildung von Entzündungsfaktoren, die eine gesunde Gefäßregulation stören. Dr. Böger empfiehlt zur Vorbeugung täglich 30 Minuten Ausdauersport, zusätzlich können Sie mit Kneipp-Anwendungen die Gefäße trainieren. Eine geeignete Anwendung mit kalten und warmen Wasserreizen ist beispielsweise der Gesichtsguss: Beugen Sie sich mit einem Handtuch um den Hals über die Badewanne, schrauben den Duschkopf ab und fahren mit einem kalten, aber nicht harten Wasserstrahl über das Gesicht: von der rechten Schläfe über die Stirn und zurück, dann auf und ab über das Gesicht, abschließend kreisförmig um das Gesicht. Dabei atmen Sie ruhig und stetig. Weitere leicht umsetzbare Tipps zur Vorbeu gung: Trinken Sie ausreichend Wasser und essen Sie regelmäßig, um zu vermeiden, dass der Blutzucker zu stark abfällt. Legen Sie beim Arbeiten – vor allem am Bildschirm – regelmäßig kurze Pausen ein. Das entlastet die Augen und beugt Nackenverspannungen und Fehlhaltungen vor, die das Entstehen von Kopfschmerz begünstigen können. Eine aktualisierte Brille oder ein Hörgerät können ebenfalls Wunder wirken: Wer schlecht sieht oder hört, strengt sein Gehirn enorm an. Auch durch Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung bessert sich nachweislich die Kopfschmerzproblematik.

Das hilft speziell bei Migräne

Pestwurzel (Petasites hybridus): Wer drei oder mehr unerträgliche Migräneattacken im Monat hat, kann mit der regelmäßigen Einnahme von Pestwurzelstock die Anzahl der Attacken um etwa die Hälfte senken. Allerdings braucht es dafür – wie so oft in der Pflanzenheilkunde – mehrere Wochen Geduld, bis die Wirkung einsetzt. Selbst gesammelte Pestwurzwurzel ist nicht empfehlenswert, da die Heilpflanze potenziell schädliche Inhaltsstoffe enthält. Es gibt aber Präparate mit einem Extrakt, der frei ist von diesen Pyrrolizidinalkaloiden (z. B. Petasites Petadolex). Da deren Herstellungsverfahren verändert wurde, ist die Arznei derzeit in Deutschland aber nicht zugelassen und muss aus dem Ausland bezogen werden (www.pedadolex.eu).

Magnesium: Das Anti-Stress- Mineral wirkt einer Überaktivität von Nervenzellen direkt entgegen und hilft, die Durchblutung zu regulieren. 300 bis 600 Milligramm täglich verringern nachweislich Häufigkeit und Schwere von Migräneattacken.

CHECKL ISTE DER HÄUFIGSTEN AUSLÖSER

Alkohol, besonders Rotwein
Ärger
Auslassen von Mahlzeiten
Beginn einer Entspannungsphase z. B. Wochenende, Ferienanfang
Eiscreme, besonders wenn sie schnell gegessen wird
Glutamatreiche Speisen (Sojasoße, chinesische Suppe, Hefeaufstrich)
Histamin- oder tyraminreiche
Lebensmittel (z. B. gereifter Käse, reife Bananen, Dauerwurst, Schinken, Sauerkraut)
Intensives Licht, das flackert
Hormonelle Veränderungen
Hustenanfälle
Langes Schlafen am Wochenende
Lärm
Raumdüfte
Schlafmangel
Nackenverspannungen
Nächtliches Zähneknirschen
Nitrat- und nitritreiche Speisen (zum Beispiel Salami, Speck oder stark gedüngter Salat)
Schlechte Haltung
Stress
Süßstoff Aspartam
Veränderungen Alltagsroutine
Wetterwechsel
Zu viel Koffein
Zu wenig Trinken, besonders bei Hitze

Wann zum Arzt?

Kopfschmerz ist meist harmlos. Er kann aber in seltenen Fällen das Warnzeichen einer ernsthaften Erkrankung sein.

Gehen Sie zum Arzt, wenn …

Sie zweimal oder noch öfter in der Woche Kopfschmerzen haben
Sie mit der Schmerzmittel-Obergrenze (höchstens an zehn Tagen im Monat Schmerzmittel und höchstens vier Tage hintereinander) nicht auskommen
sich die Art des Kopfschmerzes ändert oder die Episoden schlimmer werden
die Kopfschmerzen Sie stark in Ihrer Lebensführung einschränken.

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn die Kopfschmerzen …

plötzlich und sehr schwer auftreten
sie gleichzeitig mit Symptomen wie steifem Nacken, Verwirrung, Doppeltsehen, Schwäche, Taubheitsgefühlen, Sprachschwierigkeiten, Ohnmacht, Fieber auftreten
sie auf eine Kopfverletzung folgen
immer schlimmer werden, obwohl sie mit Schmerzmitteln und mit Ruhe behandelt werden.


cr@Foto: harry + lidy/plainpicture.com

Foto: Madeleine Steinbach/iStock.com; Illustration: garanga/shutterstock.com

Illustration: whitemomo/shutterstock.com; Komposition: Michaela Mayländer