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Gute Nachrichten für Ihren Rücken


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Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 43/2022 vom 19.10.2022

GESUNDHEIT

Artikelbild für den Artikel "Gute Nachrichten für Ihren Rücken" aus der Ausgabe 43/2022 von Frau im Spiegel. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
HART IM NEHMEN Michelle ging mit schlimmen Kreuzweh auf die Bühne

Michelle, 50

Braucht ärztliche Hilfe

„Die Schmerzen wurden stärker“

Die Schlagersängerin hat immer wieder so starke Rückenprobleme, dass sie kürzertreten muss.IhrefürdenHerbstgeplanteJubiläumstourneefindetdeshalbnichtstatt.„Es fällt mir nicht leicht, nein, es zerreißt mir das Herz“, erklärte Michelle ihren Fans am 5. September auf Instagram. Und sie schrieb weiter: „In den letzten Wochen wurden die Schmerzen von Mal zu Mal stärker und ich habe versucht, es mir nicht anmerken zu lassen, aber ohne zahlreiche Schmerztherapien hätte ich keinen einzigen Auftritt so durchziehen können.“

Zahl der Woche

66Prozent derdeutschen Frauen litten 2021 mindestens einmal an Kreuzweh

Was tun, wenn das Kreuz wehtut? Diese Frage stellt sich fast jeder Deutsche im Laufe seines Lebens. Doch in vielen Fällen müsste es nicht dazu kommen. „Tatsächlich kann jeder selbst viel dafür tun, Rückenschmerzen ...

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... vorzubeugen“, so Dr. Felix Söller, Orthopäde in München.

Die effektivste Strategie:Die Rumpfmuskulatur fungiert als Schutzschild der Wirbelsäule. „Deshalb ist es wichtig, die Rückenund Bauchmuskeln gleichermaßen zu stärken. Gemeinsam bilden sie dann ein Korsett, das dem Rücken halt gibt“, erklärt Dr. Söller. Entscheidend sei zudem, die Tiefenmuskulatur zu stärken. Sie balanciert den Körper ständig aus und hält uns aufrecht, ohne dass wir es merken. Willentlich lassen sich die kleinen Muskeln um die Wirbelsäule nicht ansteuern, doch sie reagieren auf Balanceübungen – etwa den Einbeinstand: dafür je dreimal 10 Sekunden nur auf dem rechten Fuß und 10 Sekunden nur auf dem linken Fuß stehen. Wer effektiv Muskeln aufbauen möchte, sollte mindestens zweimal pro Woche Kraftübungen wie Planks oder Crunches machen und jede so lange halten bzw. wiederholen, bis die Anstrengung deutlich spürbar wird. Ideal wäre zudem, sich täglich 10 Minuten Zeit für Stretching und die Mobilisation der Wirbelsäule zu nehmen. Denn ab 25 Jahren werden wir unbeweglicher und jenseits der 50 verstärkt sich die Steifigkeit immer schneller.

Der Experte

DR. FELIX SÖLLER Orthopäde und Sportmediziner am MVZ im Helios in München

Ergonomie ist wichtig:Laut Aktion Gesunder Rücken e. V. klagen 44 Prozent der Menschen mit Bürojob mindestens einmal pro Woche über Kreuzweh. Kein Wunder, denn im Sitzen lastet fast doppelt so viel Druck auf den Bandscheiben wie beim aufrechten Stehen. Ein ergonomischer Arbeitsplatz beugt Beschwerden vor. Das heißt: Der Schreibtischstuhl und Schreibtisch lassen sich an die individuelle Größe anpassen. Außerdem rät Dr. Söller: „Nicht auf der Stuhlkante sitzen, sondern mit dem Po bis zur Lehne zurückrutschen, sodass Sie die Sitzfläche komplett ausfüllen.“ Zum Problem kann auch eine starre Sitzposition werden. „Um die Wirbelsäule in Bewegung zu halten, empfiehlt sich eine bewegliche Rückenlehne“, so der Orthopäde. Zudem sollte die eigene Haltung beim Arbeiten immer wieder überprüft werden. Denn schnell macht man vor dem Computer einen langen Schildkrötenhals mit nach vorn gezogenem Kinn. „Durch die Fehlhaltung können nicht nur Verspannungen, sondern auch Durchblutungsstörungen entstehen, die betroffene Muskelpartien im Nacken weiter verhärten lassen“, erläutert Felix Söller. „Das passiert auch oft beim Telefonieren, wenn man den Telefonhörer zwischen Kinn und Schulter klemmt. Wer viel telefoniert, sollte sich also besser ein Headset zulegen.“

Bewusste Entspannung:Sollten die Rückenmuskeln abends durch zu viel Stress im Job verhärtet sein, lockert man sie am besten sofort wieder. Das gelingt spielend mit Muskelrelaxation nach Jacobson: Spannen Sie einfach von den Füßen bis hoch zum Kopf eine Muskelpartie nach der anderen je fünf bis sieben Sekunden an, dann abrupt locker lassen. Progressive Muskelentspannung lässt sich mit Büchern, CDs oder in einem Kurs erlernen. Für Letzteres übernehmen einige gesetzliche Krankenkassen die Kosten ganz oder teilweise. Guter Schlaf gehört ebenfalls zum Relax-Programm für den Rücken. Dr. Söller erklärt, warum er so wichtig ist: „In der Senkrechten – also im Sitzen, Stehen und Gehen – sind unsere Rumpfmuskeln ständig angespannt, weil sie die beweglichen Wirbelkörper mit den Bandscheiben stabilisieren müssen. Im Liegen lastet kein Druck auf der Wirbelsäule.“ Dann lässt nicht nur die Rumpfmuskulatur locker, auch die Bandscheiben regenerieren. Ihr weicher Gallertkern besteht zum großen Teil aus Wasser. Sind wir tagsüber in Bewegung, wird die verbrauchte Flüssigkeit aus dem Inneren herausgepresst. Erst im Liegen saugt sich die weiche Masse ähnlich wie ein Schwamm wieder auf.

Christina Luft, 32

Ließ sich nicht stoppen

„Tapen hat geholfen“

Die Profitänzerin verriet nach der fünften „Let’s Dance“-Show dieses Jahr, dass sie an starken Rückenschmerzen leide.SiemeldetesichviaInstagramzwischenPhysiotherapieundTanztraining:„Die Schmerzen sind da, aber auszuhalten und ich bin jetzt komplett getapt, da kann also nichts passieren.“ Sie ließ sich jedenfalls nicht aufhalten und machte in der sechsten Show mit ihrem Tanzpartner Mike Singer weiter.

Der bewegliche Teil unserer Wirbelsäule besteht aus 24 Wirbeln. Sie sind über sogenannte Facettengelenke miteinander verbunden.WieinKnie,Hüfte,FingernundZehenkannesauchhierzuVerschleißerscheinungen,alsozuArthrosekommen.Durch Abnutzung werden die Bandscheiben flacher. Das verändert die Geometrie, es

RETTUNG FÜR DIE WIRBELGELENKE

kommt mehr Druck auf die Facettengelenke. Durch die Einnahme des Bandscheiben- und Gelenkknorpel-Baustoffs Kollagen mit Hagebutte-Extrakt (z. B. CH-Alpha plus, rezeptfrei, Apotheke) lässt sich Verschleiß vorbeugen. Denn die Hagebutte liefert reichlich Vitamin C, das zur körpereigenen Produktion von Kollagen gebraucht wird.

Besser zum Arzt gehen: Kommt es dennoch mal zu Rückenschmerzen, klingen diese in vielen Fällen nach sechs bis acht Wochen ab und bedürfen nicht unbedingt ärztlicher Behandlung. „Oft lässt sich der Regenerationsprozess mit Spaziergängen und Wärmeauflagen fördern“, rät Dr. Söller. Anders sieht es aus, wenn Rote-Flagge-Symptome auftreten: Das sind etwa Schmerzen, die vom Rücken ins Bein oder in den Arm ausstrahlen. „Wenn zugleich Muskelschwäche auftritt, muss umgehend behandelt werden. Ebenso dürfen Lähmungen nicht ignoriert werden – auch nicht, wenn der Schmerz nachlässt“, warnt Dr. Söller. Denn dann drohen Nerven abzusterben. Und das möchte man sich definitiv ersparen.

ELLEN WARSTAT

Dr. Christine Theiss, 42

Beugt Schmerzen vor

„Eine Übung am Tag geht immer“

Die Ex-Kickboxerin und TV-Moderatorin baut durch kleine Übungen im Alltag Rückenschmerzen vor. „Auch an vollgepackten Tagen mache ich wenigstens eine Fitnessübung,zumBeispielKniebeugenbeimZähneputzen.Außerdem ist es ein Einfaches, auf Rolltreppen oder Fahrstuhl zu verzichten.“ Kleine Kniffe, die viel bewirken. Dr. Christine Theiss rät zudem: „Das Auto nicht vor der Firma abstellen, sondern ein wenig weiter entfernt, um ein bisschen zu laufen.“

Unsere Bandscheiben sind die Stoßdämpfer der Wirbelsäule. Sie bestehen aus einem faserigen Bindegewebsring, gefüllt mit einem weichem Gallertkern. Tritt er aus, nennt man das Bandscheibenvorfall. Zu Schmerzen kommt es, wenn die Masse auf einen Nerv drückt.

SIND SIE NUR VERSPANNT?

Wenn Sie die folgenden sechs Fragen mit Nein beantworten, haben Sie sehr wahrscheinlich keinen Bandscheibenvorfall:

□ Werden die Schmerzen schlimmer, wenn Sie niesen oder husten?

□ Lindert es die Beschwerden, wenn Sie im Liegen die Beine anziehen?

□ Ist Ihnen Gehen angenehmer als Sitzen oder Stehen?

□ Strahlt der Schmerz in ein Bein oder in einen Arm aus?

□ Fühlt sich der Rücken morgens ganz steif an, wenn Sie aufstehen?

□ Hat ein Arm oder ein Bein plötzlich weniger Kraft als vorher?

Roger Federer, 41

Dankt seinem Fitness-Coach

„Er ist meine Geheimwaffe“

Vor Kurzem beendete der Tennis-Star seine sportliche Karriere. Da hat er noch ganz schön lange durchgehalten. Musste er doch schon2015wegenstarkerRückenproblemedasEndspielderATP-WMabsagen.Tennis ist nun mal ein Sport, der die Wirbelsäule stark belastet. Wie er die Schmerzen losgeworden ist? Roger Federer verriet: „Ich habe Yoga probiert, aber wenn du unterwegs bist, ist es schwierig, die Routine die ganze Zeit aufrechtzuerhalten.” Die Geheimwaffe für seine Langlebigkeit im Sport: sein Fitnesstrainer Pierre Paganini.