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HANDELSSIGNALE DER TRADER-LEGENDEN:So funktioniert Jeff Coopers 1-2-3-4-Signal


Traders - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 16.08.2019

Trendfolge ist die einfachste der vielen verschiedenen Möglichkeiten, Geld an den internationalen Finanzmärkten zu verdienen. Fonds, Hedgefonds und kommerzielle Hedger sind die großen Marktteilnehmer, die mit riesigen Positionen solche Trends in Bewegung bringen und am Laufen halten. Durch die schiere Größe ihrer Positionen können sie diese nicht mit einer einzigen Order aufbauen oder wieder auflösen, sondern bauen sie stufenweise auf und ab. Heute zeigen wir Ihnen, wie Sie sich dieses Verhalten zunutze machen können.


Artikelbild für den Artikel "HANDELSSIGNALE DER TRADER-LEGENDEN:So funktioniert Jeff Coopers 1-2-3-4-Signal" aus der Ausgabe 9/2019 von Traders. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Traders, Ausgabe 9/2019

Genau wie das 180er-Handelssignal, das in TRADERS´ 08/2019 vorgestellt wurde, ist auch ...

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... das 1-2-3-4-Signal in Jeff Coopers Buch „Hit & Run Trading: The Short-Term Stock Traders` Bible“ (deutschsprachige Version „Hit and Run Strategien: Präzises Timing für Day Trader und Kurzfrist-Anleger“) beschrieben. Und genau wie das 180er-Signal ist auch das 1-2-3-4 trendfolgend. Zur Prüfung der Trendstärke wird der ADX-Indikator verwendet. Er stammt, wie auch der RSI und die ATR, aus der Feder von Welles Wilder Jr. und wird in der Trader-Szene oft verwendet. ADX steht dabei für Average Directional Index. Die Lage der ADXLinie gibt die Trendstärke an, wobei Werte über 30 einen intakten Trend anzeigen. Bei Werten unter 25 liegt meist eine trendlose Phase vor.

Martin Goersch

Martin Goersch ist seit 15 Jahren Vollzeit-Trader. Er führt das Schulungsunternehmen DaytradingCoach und ist Head of Trading einer Schweizer Vermögensverwaltung. www.daytradingcoach.de

Directional Movement Index

Allerdings kann der ADX alleine nur die Stärke des Trends anzeigen, nicht aber dessen Richtung. Dafür wird ein weiterer Indikator, ebenfalls von Welles Wilder Jr., verwendet: der DMI (Directional Movement Index). Die beiden Kernkomponenten dieses Indikators sind der DI+ und der DI-, also der positive und der negative Directional Index. Diese Komponenten zeigen die vorherrschende Trendrichtung an. Dabei wird die aktuelle Handelsspanne mit der Handelsspanne vor einer Kerze verglichen. Liegt das Hoch der aktuellen Kerze über dem Hoch der vorigen, so liegt eine positive Veränderung vor. Die Differenz zwischen den beiden Hochs ist der DI+. Liegt das aktuelle Tief unter dem Tief der vorigen Kerze, so liegt eine negative Veränderung vor und aus der Differenz der beiden Tiefs errechnet sich der DI-. Aus diesen beiden Linien lässt sich die Trendrichtung bestimmen. Liegt die DI+-Linie über der DI--Linie, dann liegt ein Aufwärtstrend vor. Verläuft die DI+-Linie unter der DI--Linie, dann liegt ein Abwärtstrend vor. Die Kombination aus ADX und DI+/DI-ist der Vorfilter, der Werte in stabilem Aufwärts-oder Abwärtstrend identifiziert. Einmal als potentieller Trading-Kandidat gefiltert, müssen die entsprechenden Werte nur noch ein Einstiegs-Setup generieren. Beim 1-2-3-4-Handelssignal geht es nun darum, eine mehrtägige Korrektur in einem intakten Trend zu finden. Diese Korrektur besteht aus mindestens drei Kerzen (Tagen). In einem stabilen Aufwärtstrend suchen wir hier Werte, die entweder drei Handelstage in Folge neue Tiefs generiert oder zumindest zwei neue Tiefs und einen sogenannten Inside Bar erzeugt haben. Als Inside Bar wird eine Kerze bezeichnet, deren Handelsspanne komplett innerhalb der Handelsspanne der vorigen Kerze liegt.

Die Idee des 1-2-3-4-Signals ist, dass unmittelbar nach der Korrektur der zuvor vorherrschende Trend wieder aufgenommen werden soll. Der Einstieg wird also beim Ausbruch über das Hoch des dritten Korrekturtages für einen Long-Trade beziehungsweise beim Ausbruch unter das Tief des dritten Tages für einen Short-Einstieg gesucht. Bodenbildung Ende Mai ist das ein erstes Zeichen, dass sich eventuell ein neuer Aufwärtstrend ausbildet. Danach folgt der ADX, der am 21. Juni die 30er-Signallinie überschreitet und damit einen stabilen Trend anzeigt. Nach dem Korrekturtag am 24. Juni bildet die Aktie zwei weitere Korrekturtage mit jeweils neuem Tagestief aus, anschließend folgt ein Inside Bar. Alle Kriterien des 1-2-3-4-Handelssignals sind damit erfüllt und es besteht ein gültiges Signal. Direkt am Folgetag, dem 28. Juni, wird der Trade getriggert und der Kurs generiert direkt ein neues Hoch. Das Gleiche wiederholt sich an den drei Korrekturtagen (05., 08. und 09. Juni). Hier dauert es aber etwas länger, bis ein neues Hoch generiert wird.

Setup fur Longer Signal

Für das Long-Signal müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

1. Eine dreitägige Korrektur muss vorhanden sein, mit entweder drei tieferen Tagestiefs oder zwei tieferen Tiefs und einem Inside Bar.

2. Der ADX(14) muss über 30 liegen.

3. Der DI+-Indikator muss über dem DI--Indikator sein.

Am Beispiel der Expedia-Aktie (Bild 3) kann man gut erkennen, wie sich das Handelssignal entwickelt. Zuerst kreuzt am 5. Juni die blaue DI+-Linie die rote DI--Linie des DMI-Indikators von unten nach oben. Nach der kleinen

Handel im day und Swing Trading

Es gibt zwei Arten, dieses Signal zu handeln. Als grobe Einstiegsregel für das Daytrading können Sie dieses Regelwerk nutzen:

•Einstieg in einen Trade nur am Tag nach dem Signal Kauf 0,2 Prozent über dem Hoch von Tag drei.

•Stopp zwei Prozent unter dem Einstieg

•Sollte das Tief der Signalkerze weniger als zwei Prozent vom Einstieg entfernt sein, nutzen Sie das Tief der Signalkerze (Tag drei) als Stopplevel.

Trendstarke Aktien wie adidas (Bild 4) eignen sich für das 1-2-3-4-Signal besonders gut. Der Einstieg in die Long-Position erfolgte am 26. Juni zum Eröffnungskurs, da die Aktie mit einem Aufwärtsgap eröffnete und der erste gestellte Kurs bereits deutlich über dem Vortageshoch lag. Der Stopp wurde am Vortagestief platziert und lag 1,6 Prozent unter dem Kaufkurs. Der Trailing-Stopp wurde nach klassischer Dow-Theorie an den letzten relativen Tiefs auf dem 15-Minuten-Chart nachgezogen, bis die Position mit der 13:30-Uhr-Kerze mit einem Gewinn von 2,6 Prozent ausgestoppt wurde. Bei einem Swing Trade, der über mehrere Tage geplant ist, ergibt es dagegen Sinn, den Stopp größer als im Daytrading zu wählen. Die Position sollte entsprechend kleiner sein, da bei Trades, die über Nacht gehalten werden, immer ein Gap-Risiko vorliegt. Solche Gaps können dazu führen, dass der festgelegte Stoppkurs mit dem Gap überwunden wird und der Verlust dann größer ausfällt, als ursprünglich geplant. Den Einstiegszeitpunkt braucht man hier nicht auf den Handelstag nach dem Signal zu beschränken. Für einen Swing Trade ist es durchaus noch möglich, den Ausbruch am zweiten oder dritten Tag nach dem Signal zu handeln.

Nach Erfahrung des Autors lassen sich mit dem 1-2-3-4-Setup im Swing Trading auch dann oft gute Einstiege generieren, wenn die Korrektur mehr als drei Tage in Anspruch nimmt. Hier kann man das Muster also auch dazu nutzen, um Werte zu identifizieren, die gerade eine bullische oder bärische Flagge ausbilden. Auch eignet sich das Signal sehr gut, um bestehende Positionen zu vergrößern, solange das ursprüngliche Risiko damit nicht vergrößert wird.

Am Beispiel von Verisk Analytics (Bild 5) lässt sich das Swing-Trading-Setup gut beschreiben. Der erste und zweite Kauf erfolgten am 10. April und am 14. Mai direkt nach Entstehen des 1-2-3-4-Signals. Der dritte Kauf erfolgte erst am zweiten Tag nach dem Signal, am 3. Juni. Die gesamte Position läuft zum Zeitpunkt der Artikelerstellung noch. Der Stopp lag zuletzt bei 147,66 US-Dollar. Die blaue Linie im Chart repräsentiert den Trailing-Stopp, der hier als ATRStopp geführt wird. Dabei wird das 3-Fache der ATR der letzten fünf Handelstage berechnet und auf dem Chart abgetragen.

Fazit

Jeff Coopers 1-2-3-4 bietet sowohl für Daytrader als auch für Swing Trader gute Handelsmöglichkeiten. Der Autor lässt sich die Signale über einen Screener automatisch in der Handelsplattform anzeigen, denn das manuelle Erkennen dieser Signale ist sehr zeitaufwendig. Anschließend handelt er die Signale überwiegend in Einzelaktien auf Tagesbasis. Hier entscheidet der Autor situationsbedingt, ob er den Trade nach dem Einstieg im Tageschart oder im 15-Minuten-Chart betreut. Swing Trades im Tageschart eignen sich vor allem dann, wenn die Aktienindizes in deutlichen Trends laufen und man mit Einzelaktien in diese Trendrichtung handelt. Daytrades eignen sich dagegen in weniger eindeutigen Trendsituationen, wenn die Aktienindizes beispielsweise in Seitwärtsphasen gefangen sind oder unter hoher Volatilität schnelle Richtungswechsel vorgenommen werden.