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Hanf: nicht berauschend in Lebensmitteln


Diabetes-Journal - epaper ⋅ Ausgabe 10/2020 vom 25.09.2020
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Bildquelle: Diabetes-Journal, Ausgabe 10/2020

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Hanf ist das neue Trendlebensmittel. Doch ist es sinnvoll, Hanf-Produkte zu essen? Und wie sieht es mit einer möglichen Rauschwirkung aus?

Für Lebensmittel sollte normalerweise lediglich Faserhanf, und nicht Drogenhanf, eingesetzt werden. Die Oberfläche der robusten Pflanzen, außer Samen und Wurzeln, sind mit feinen Drüsenhaaren bedeckt. Diese Härchen bilden ein Harz, das bis zu 90 % aus Cannabinoiden, ätherischen Ölen und anderen Pflanzenstoffen besteht. Hauptbestandteil ist Tetrahydrocannabinol, kurz THC. Es hat Einfluss auf das Bewusstsein und die Psyche. Anders ist es bei Cannabidiol (CBD), dieses hat keine berauschende Wirkung. Aktuell werden Tropfen und Öl stark beworben: Hanfprodukte sollen günstige Wirkungen auf den Cholesterinspiegel haben, das Abnehmen unterstützen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck vorbeugen, ferner beim Muskelaufbau unterstützen und Gelenkprobleme lindern. Manch ein Anbieter, bevorzugt aus dem Internet, wirbt sogar damit, dass solche Produkte Krebs vorbeugen können: Solche Behauptungen sind wissenschaftlich nicht belegt.

Deshalb sind gesundheits- und krankheitsbezogene Aussagen laut der europäischen Health-Claims-Verordnung nicht erlaubt, sagt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).

Low Carb, gluten- und laktosefrei

Hanfsamen und Hanfmehl sind glutenund laktosefrei und enthalten wenige Kohlenhydrate; so lässt sich die Mehlmenge für süßes und pikantes Gebäck zu 10 % durch Hanfmehl ersetzen. 100 g Hanfmehl liefern 2 g Kohlenhydrate. Allerdings nimmt es sehr viel Flüssigkeit auf, sodass etwas mehr Wasser, Milch oder ein Extra-Ei in den Teig muss. Hanfmehl kann beim Kontakt mit Flüssigkeit schnell klumpen (Teig kräftig kneten). Hanfsamen gibt es roh und geröstet, mit und ohne Schale. Ihr Geschmack erinnert an Nüsse. Sie sind reich an Eiweiß und liefern lebenswichtige Omega-Fettsäuren, dazu B-Vitamine, Magnesium, Kalzium und Eisen. Hanfprodukte sind teurer als z. B. Nüsse.

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