Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 6 Min.

HARDWARE


Chip - epaper ⋅ Ausgabe 7/2020 vom 05.06.2020
Artikelbild für den Artikel "HARDWARE" aus der Ausgabe 7/2020 von Chip. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Chip, Ausgabe 7/2020

Brillanter Bildschirm, schwache Fotos

Der japanische Hersteller Sharp ist nicht nur hierzulande als TV-Hersteller bekannt. Und von diesem Display-Know-how profitiert das Aquos R3 deutlich: Die Auflösung des 6,2-Zoll-Display kommt auf 3.120 x 1.440 Pixel – das entspricht einer beachtlichen Pixeldichte von 558 ppi. Die Besonderheit des OLED-Displays ist jedoch eine andere, nämlich die Bildwiederholrate von 120 Hertz. Im Vergleich zu vielen Konkurrenten wird das Bild somit doppelt so häufig aktualisiert. Das wirkt sich beispielsweise beim Scrollen durch Texte positiv aus: Diese erscheinen deutlich schärfer ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,99€
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Chip. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 7/2020 von TREND > MAILBOX. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TREND > MAILBOX
Titelbild der Ausgabe 7/2020 von TECHNIK GEGEN DAS VIRUS: Ideen gegen Corona. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TECHNIK GEGEN DAS VIRUS: Ideen gegen Corona
Titelbild der Ausgabe 7/2020 von Microsoft stellt verbesserte Surface-Modelle vor. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Microsoft stellt verbesserte Surface-Modelle vor
Titelbild der Ausgabe 7/2020 von BESSERES INTERNET: So sieht das Web der Zukunft aus. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
BESSERES INTERNET: So sieht das Web der Zukunft aus
Titelbild der Ausgabe 7/2020 von Ein Solo für AMD. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ein Solo für AMD
Titelbild der Ausgabe 7/2020 von Im Weltall ist einiges los. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Im Weltall ist einiges los
Vorheriger Artikel
MINI-PC: Kleine Kisten mit viel Power
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel STREAMINGDIENSTE: Filmstreaming: Wer schlägt Netflix?
aus dieser Ausgabe

... und verschwimmen weniger in der Bewegung. Darüber hinaus überzeugt auch die hohe Helligkeit von 852 cd/m2. Besser ausfallen könnte jedoch der Schachbrettkontrast mit mittelmäßigen 135:1. Auch die Farbraumabdeckung im DCI-P3 ist mit 87 Prozent noch ausbaufähig. Das stört im Alltag aber nicht: Die Bildschirminhalte erscheinen farbenfroh und wirken alles andere als blass. Insgesamt sichert sich das Aquos R3 ein „Sehr gut“ in der Display-Disziplin. Ein nettes Feature ist der Sichtblocker: Er legt Displaymuster über das Bild, die die seitliche Sicht auf das Gerät erschweren. So werden die Inhalte vor allzu neugierigen Sitznachbarn etwa in der U-Bahn wirkungsvoll geschützt.

Ebenfalls überzeugend finden wir die Performance des R3: Der Qualcomm Snapdragon 855 (der Spitzenchip des Vorjahres) sorgt im Zusammenspiel mit 6 GByte Arbeitsspeicher für eine sehr flüssige Bedienung ohne Ruckler. Unser Test-PDF war über WLAN in 3,9 Sekunden erstaunlich fix geladen. Gleichermaßen ansprechend finden wir die umfangreiche Ausstattung mit Dual-SIM, Gesichtserkennung und 128 GByte Speicherplatz. Zudem ist das Telefon entsprechend der IP68-Zertifizierung vor Wasser und Staub geschützt.

In zwei Disziplinen schneidet das R3 jedoch nicht ganz so gut ab: Kamera und Akkulaufzeit. Mit der 12-Megapixel-Dual-Kamera auf der Rückseite erzielten wir nur befriedigende Ergebnisse. Bei guten Lichtverhältnissen können sich Fotos zwar sehen lassen, aber in der Dämmerung geschossene Bilder zeigen starkes Rauschen und Detaileinbußen. Und auch die Akkulaufzeit fällt mit knapp über 8 Stunden reichlich kurz aus. Für einen Preis von rund 700 Euro sollte das Handy in beiden Disziplinen mehr bieten.

+ Brillantes 120-Hz-Display, sehr gute Performance, IP68-zertifiziert

- Mäßige Akkulaufzeiten, Kameraschwächen bei Dämmerung

FABIAN VON THUN: Unser Handy-Experte

Gelungene Premiere im Notebookmarkt

Bisher ist Honor in Deutschland nur für seine Smartphones bekannt. Nun bringt der chinesische Hersteller mit dem Magic-Book 14 sein erstes Notebook auf den deutschen Markt – und sichert sich aus dem Stand den Preis-Leistungs-Sieg: Für nur 600 Euro erhalten die Käufer einen erfreulich schicken und leistungsstarken mobilen Begleiter. Bereits auf den ersten Blick fällt auf, dass Honor trotz des günstigen Preises nicht als Billigheimer verstanden werden will: Die Ähnlichkeit zu MacBooks mit dem Gehäuse aus Aluminium ist frappierend, die schwarze Tastatur verstärkt noch den Apple-Look. Erfreulicherweise ist das Honor keine billige Kopie, denn die Verarbeitung des 14-Zoll-Notebooks ist so hochwertig wie es das Design verspricht. Die Tastatur überzeugt durch angenehmes Schreibgefühl und das große Touchpad arbeitet makellos und flüssig.

Ebenfalls gut gelungen ist das 14-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung. Die hohe Helligkeit von 271 cd/m2 und der starke Kontrast von 191:1 erlauben ausdauerndes sowie ermüdungsfreies Arbeiten in hellen Umgebungen – vor allem in Verbindung mit der matten Display-Oberfläche.

Ein Highlight des Notebooks ist seine starke Performance: AMDs Ryzen 5 3500U sorgt mit vier phyischen und acht logischen Kernen bis zu 3,7 GHz Taktrate und in Kombination mit 8 GByte Arbeitsspeicher für ein ziemlich flottes Arbeitstempo: Bild- und Videobearbeitung sind ebenso möglich wie die ein oder andere Runde Fortnite. Auch gut: Unter Volllast springt zwar der Lüfter hörbar an, das Geräusch stört aber nicht wirklich. Die Akkulaufzeit fällt mit sechseinhalb Stunden im Office-Betrieb und fast zehn Stunden Videovergnügen ebenfalls sehr gut aus.

Um den günstigen Preis zu erreichen, muss Honor an der ein oder anderen Stelle den Rotstift ansetzen und hat dies vor allem bei der Ausstattung getan: Die Anschlussauswahl mit jeweils einem USB-C, USB 3.o, USB 2.0, HDMI sowie einem Kopfhöreranschluss erscheint uns ein wenig zu übersichtlich. Auch fällt die SSD mit 256 GByte relativ bescheiden aus. Pluspunkte gibt es hier für das flotte Arbeitstempo der SSD und den NVMe-Steckplatz nach PCIe-3.0-Spezifikation, der einen Massenspeicher-Wechsel erlaubt. Drahtlose Verbindungen werden via ac-WLAN und Bluetooth 5.0 hergestellt.

+ Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis, edles Design, hohe Performance

- Knapper Speicherplatz, RAM fest verbaut und nicht erweiterbar

THORSTEN NOWAK: Unser Notebook-Experte

Ideales Einstiegsmodell mit Touchbedienung

Wer beim Fotografieren mit dem Smartphone Lust auf mehr bekommen hat, sollte einen Blick auf Canons DSLM EOS M200 werfen: Dank der simplen Bedienung ist das kompakte Modell ideal für Einsteiger und Smartphone-Umsteiger in die Kamera-Fotografie. Zu einer einfachen Steuerung stehen Modusrad, Auslöser, Touchscreen bereit – und das war’s auch schon. Fotografie-Neulinge müssen sich nicht mit den unzähligen Direkttasten und Rädern auseinandersetzen, die bei DSLMs häufig zu finden sind. Nahezu jede Änderung erfolgt im System- oder Quickmenü per Toucheingabe auf dem drei Zoll großen, scharfen und darüber hinaus auch selfietauglichen Klappbildschirm. Selbst die Wahl des Autofokusfeldes erfolgt bei der Canon EOS M200 einzig über den Touchscreen. Von der Belichtungskorrektur und der Aktivierung des Klappblitzes abgesehen fehlen Direkttasten. Fortgeschrittene Fotografen wiederum werden genau diese schmerzlich vermissen. Der häufigste Grund, vom Smartphone auf eine konventionelle Kamera zu wechseln, ist zweifelsohne die Bildqualität. Und genau damit kann die Canon EOS M200 punkten: Mit 1.976 Linienpaaren pro Bildhöhe serviert der APS-C-Sensor eine fast doppelt so hohe Kantenschärfe wie das iPhone 11. Angesichts der ebenfalls doppelt so hohen Auflösung – 24 gegenüber 12 Megapixeln – verwundert das kaum. Vor allem bei der Texturtreue und dem Bildrauschen spielt der etwa zehnmal größere Bildsensor seine Stärken aus und überzeugt mit detailreichen Aufnahmen unter Tages- und Dämmerlicht. Auch Bildrauschen lässt sich nur ausmachen, wenn das Umgebungslicht schwach ausfällt.

Der Autofokus arbeitet schnappschusstauglich schnell, die Motivverfolgung klappt bei nicht allzu dynamischen Motiven ebenfalls ordentlich. Bereits vor der Aufnahme lassen sich sieben Bildstile wie etwa »Landschaft« und »Monochrom« hinzuschalten, auch Effekte wie »HDR Ölgemälde « sind vorhanden – alles jedoch nur für Aufnahmen im JPG-Format. Über WLAN und Bluetooth lassen sich Bilder unkompliziert auf das Smartphone übertragen. Allein der Videomodus könnte besser sein: Die UHD-Aufnahmen mit 24 Bildern sehen zwar gut aus, das Bild wird aber aufgrund des großen Crop-Faktors sehr deutlich beschnitten.

+ Sehr handlich, touchorientierte Bedienung, Selfiedisplay, gute Bildqualität

- Deutlicher Crop bei UHD-Videos, nur rudimentäre Ausstattung

MORITZ WANKE: Unser Kamera-Experte

Mittelklassehandy für Pragmatiker

Samsungs Galaxy A51 ist ein nüchternes Smartphone: Innovationen sucht man vergebens, dafür punktet das Mittelklassegerät mit gut funktionierender und bewährter Technik – passend zum moderaten Preis von 300 Euro. Darunter leidet aber weder das Design noch die Verarbeitung: Zwar besteht die Rückseite des A51 aus Kunststoff, sie macht jedoch einen wertigen Eindruck und wird bei Lichteinfall zu einem glitzernden Hingucker. Auch das Design der Vorderseite mutet dank der schmalen Ränder modern an. Highlight ist das 6,5-Zoll-Display im 20:9-Format: Es zeigt schöne kräftige Farben und ein sattes Schwarz dank der umfassenden Abdeckung der Farbräume sRGB und DCIP3. Mit einer maximalen Helligkeit von 698,8 cd/m2 bleiben Bildschirminhalte in nahezu jeder Lichtsituation gut ablesbar. Der Kontrast ist mit 160:1 ebenfalls top. Ein weiterer Vorteil des Galaxy ist die lange Akkulaufzeit von 11:41 Stunden. Damit sollten selbst Dauernutzer einen Tag ohne Steckdosen-Stop überstehen. Die Ladezeit von guten zwei Stunden geht für die Mittelklasse noch in Ordnung.

Höchstleistungen sollte man vom A51 nicht erwarten: Der Mittelklasse-Prozessor Exynos 9611 und 4 GByte Arbeitsspeicher reichen für E-Mail, Internet und die meisten Spiele, aber nicht für aufwendige Grafik. Größter Schwachpunkt ist die Kamera: Bilder bei Tageslicht sind durchaus überzeugend, in dunklen Lichtsituationen nimmt die Qualität aber massiv ab.

+ Helles, farbstarkes Display, lange Akkulaufzeit, großer Speicher

- Schwache Fotoqualität bei Lowlight, langsamer Fingerabdrucksensor

JAMAL FISCHER: Unser Handy-Experte

Action-Cam und 360-Grad-Cam vereint

Die One R 4K von Insta360 hat ein interessantes Modulkonzept aus Bedienteil, Aufsteckakku und wechselbarer Kameraeinheit. Das Set mit 4K-Kamera ist zum fairen Preis von rund 330 Euro erhältlich sowie als Twin-Edition inklusive 360- Grad-Modul für knapp über 500 Euro. Was die Videoqualität betrifft, liefert die Insta360 ansehnliche Ergebnisse, auch wenn sie nicht ganz an die Qualität unseres Spitzenreiters GoPro Hero8 herankommt. Sowohl die Videos des 4K- als auch des 360-Grad-Moduls sehen bei Tageslicht gut und scharf aus, auch wenn die Farben etwas satter ausfallen sollten. Unter Schwachlicht macht sich aber Bildrauschen störend bemerkbar. Der integrierte elektronische Bildstabilisator arbeitet ordentlich, kann jedoch nicht alle Erschütterungen ausgleichen. Ein Nachteil ist, dass die One R Aufnahmen nur in einem proprietären Format speichert, die mit der hauseigenen Software in MOVDateien konvertiert werden müssen. Verbesserungsfähig ist der Akku: Hier ist schon nach 50 bis 70 Minuten Schluss.