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Hautnah: Eva (28) über ihre Erkrankung, für die es keine Heilung gibt: Die Frau, die nicht lächeln kann


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 14/2019 vom 27.03.2019

Sie liebt das Leben, so wie es ist. Sie ist dankbar, dass sie noch so viel kann. Und sie macht anderen Mut


Artikelbild für den Artikel "Hautnah: Eva (28) über ihre Erkrankung, für die es keine Heilung gibt: Die Frau, die nicht lächeln kann" aus der Ausgabe 14/2019 von Lea. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lea, Ausgabe 14/2019

Einfach vertrauen – alles fügt sich. Das ist das Motto der Neu-Berlinerin


In Kapstadt: „Das Leben bietet die ganze Zeit Wunder an“


Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte. Aber was, wenn man doch tausend Worte für eine Situation braucht?

Eva Hunger geht ohne Lächeln durch ihr Leben. Denn die 28-Jährige leidet an der neuromuskulären Erkrankung FSHD – die Abkürzung für fazio-skapulo-humerale ...

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... Muskeldystrophie. Die Symptome: Evas Muskeln sind schwächer als bei gesunden Menschen, besonders die im Gesicht. Sie kann ihre Mundwinkel nicht nach oben ziehen, zeigt immer fast denselben Gesichtsausdruck. Aber Eva nimmt das locker: „Wer genau hinschaut und wer mich gut kennt, der sieht das Lächeln in meinen Augen“, sagt sie. Und hat dabei ein Lachen in der Stimme. „Lachen geht immer!“

Als Eva fünf Jahre alt war, merkten ihre Eltern, dass irgendetwas nicht stimmte. Sie war langsamer als die anderen, das Gesicht starrer, die Bewegungen verzögert. An der Uniklinik Essen wurde dann die Diagnose gestellt. Aber das hat Eva nicht weiter beeinflusst: „Ich hatte eine wirklich glückliche Kindheit. Außerdem war die FSHD da noch nicht so schlimm.“ Es wurde allerdings schlimmer, in der Pubertät zweifelte und verzweifelte sie schier an ihrem Leben.

„Wie das in der Pubertät nun mal ist“, sagt sie lachend. Ihre Muskeln werden Jahr für Jahr schwächer, die Krankheit kann man nicht heilen. „Ich habe wirklich mit meinem Schicksal gehadert“, erinnert sie sich. Heute sieht Eva das gelassen: „Ich werde nicht früher sterben deshalb. Das Schlimmste, was mir passieren kann, ist der Rollstuhl.“ Medikamente gibt es nicht, aber in den USA wird gerade eins getestet. Eva macht Physiotherapie, das hilft ihr. Treppensteigen geht nicht so gut, rennen kann sie nicht, wandern auch nicht, und sie hat ein E-Bike. Eva erklärt noch einmal mit Nachdruck: „Ich leide nicht. Mir geht es gut. Ich bin dankbar für alles, was ich kann.“

Diese positive Grundeinstellung möchte sie auch anderen Menschen mitgeben. Die Neu-Berlinerin hat Kommunikations- und Kulturmanagement studiert und nebenbei ehrenamtlich als Coach gearbeitet. Dabei stellte sie fest, dass es genau das ist, was ihr Spaß macht: beraten, begleiten, zum Glücklichsein verhelfen.


„Ich bin ein glücklicher Mensch, und ich liebe das Leben. Mein Leben!“


„Das liegt an meiner Krankheit“, erklärt sie. „Ich kann den Blick meiner Klienten auf das Wesentliche lenken. Wer bin ich? Und was kann ich damit machen? Das sind doch die wichtigen Fragen.“ Seit Anfang des Jahres hat sie eine eigene Beratungs-Agentur (www.lebenshunger-akademie.de).

Eva Hunger ist ein glücklicher Mensch, und sie liebt das Leben – ihr Leben. „Ich gehe mit meinem Leiden auch an die Öffentlichkeit, denn ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der keiner ausgegrenzt wird“, sagt sie. Und fügt hinzu: „Es gibt viele Leute, die verstecken ihre Krankheit. Ich nicht!“ Sie hat einen Instagram-Kanal. Denn: „Je mehr Leute mich sehen, desto besser.“ Viele ihrer Klienten haben eine negative Einstellung zu sich selbst, und die will sie ändern: „Alles fügt sich, man muss nur vertrauen“, ist ihr Motto, und sie ist überzeugt: „Das Leben bietet dir die ganze Zeit Wunder an.“