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Hautnah: Frühchen – kleine große Kämpfer Eine Hand voll Leben, ein Ozean voller Hoffnung


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 24.12.2018

Sie sind winzig, als sie auf die Welt kommen. Wiegen kaum 500 g. Was wurde aus ihnen?


Artikelbild für den Artikel "Hautnah: Frühchen – kleine große Kämpfer Eine Hand voll Leben, ein Ozean voller Hoffnung" aus der Ausgabe 1/2019 von Lea. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lea, Ausgabe 1/2019

Was für ein starkes Mädchen. Hifa hat alle Hürden gemeistert, ihr geht es bestens, und sie liebt das Leben


Hifa Özdemir 24. SSW, 475 g Aynur: „Ich hatte so große Angst, mein Kind zu verlieren“

Eigentlich wollte die angehende Lehrerin Aynur an diesem Tag mit ihrem Professor über ihr Examen sprechen. Doch es geht ihr schlecht. Der Arzt stellt fest, dass sie kurz vor der Schwangerschaftsvergiftung steht. Schnelles Handeln tut not. Sie bekommt eine Spritze, die die Lunge des Babys reifen lässt, und Magnesium gegen mögliche ...

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... Hirnblutungen, wie sie bei Frühchen häufig sind. Kurz darauf kommt das winzige Wesen zur Welt. Gerade die ersten 72 Stunden sind kritisch. „Ich kann gar nicht beschreiben, wie ich mich gefühlt habe. Es war pures Leid, ich hatte so Angst.“ Aynur und ihr Mann Samet wachen Tage, ja Monate an dem kleinen Bettchen, lesen dem Winzling vor, wärmen ihn auf ihrer Brust. 105 Tage Krankenhaus, ein Herzstillstand. Dann hat das Bangen ein Ende. Sie dürfen zu dritt nach Hause. Endlich. Freunde und Familie empfangen sie am Krankenhaus-Portal. Es ist ein großes Fest. Und Hifa entwickelt sich prächtig. Bis auf Physiotherapie braucht die Kleine keine Hilfe. Die Erzieher im Kindergarten sind begeistert von ihr. Und die Kleine? Liebt das Reisen mit ihren Eltern – und freut sich auf ihr Geschwisterchen. Es kommt im Juni.

Viel zu groß, aber beruhigend: Hifa mit ihrem ersten Schnuller


Süß und selig schlummernd am ersten Tag zu Hause


Die Hand ist gerade mal so groß wie die Fingerkuppe des Papas


„Dieses Lächeln hat uns immer Kraft gegeben“, sagt Aynur über das Foto


Lehrer Samet (30) und die angehende Lehrerin Aynur (30) leben mit Hifa (3) in Duisburg


Mira Peters 26. SSW, 320 g Sabrina: „Die Ärzte sagten: Keine Chance“

Als Sabrina (31) schwanger ist, wird bei ihr ein Tumor an der Nebenniere entdeckt. Sie muss operiert werden. Eine Prozedur, die das Kind in ihrem Bauch zwar unbeschadet übersteht. Doch die Plazenta ist nicht mehr gut durchblutet, kann es nicht mehr versorgen. „Ich werde nie vergessen, wie die Ärzte uns dringend zum Abbruch rieten. Aber ich habe gespürt, dass es der Kleinen gut geht. Sie hat sich so viel bewegt.“ Sabrina sagt: Ich trage das Kind aus. Eine Herz- und Bauchentscheidung. Und die ist goldrichtig. Entwicklungsverzögerungen hat Mira kaum, nur sehr zart und klein ist sie – noch heute. Bald wird sie 4 Jahre alt und wiegt gerade mal 10 Kilo. Dass es Mira so gut geht, darüber staunen die Ärzte noch heute. Ihr Vorname spricht Bände: „Mira“ heißt „Wunder“.

Strahlendes Trio: Benjamin, Mira und Sabrina sind glücklich


Thijara Stachel 25. SSW, 730 g Wibke: „Unser Kind ist zweimal fast gestorben“

Glücklich zu viert: Wibke und Henning mit Thijara und Matilda


Nach nur 20 Wochen Schwangerschaft muss Wibke (36) liegen, in Schocklage – Beine hoch. Die Fruchtblase ist ein Stück aus der Gebärmutter gerutscht. Wibke hält durch. Fünf Wochen. Dann wird Thijara geholt. Und es geschieht ein kleines Wunder: „Als Erstes hat sie laut geschrien und selbst geatmet, das ist selten bei Frühchen.“ Nach drei Monaten Krankenhaus, am Tag, als Wibke ihr Kind nach Hause holen will, setzt die Atmung der Kleinen aus. Sie muss wiederbelebt werden. Beim nächsten Anlauf dasselbe. Beide gehen ins Ronald-McDonald-Haus in Köln. Von da an läuft alles prima. Beim Test nach zwei Jahren ist bei Thijara (der indische Name bedeutet „Engel der Zukunft“) alles okay. Heute ist sie drei und freut sich über die kleine Schwester Matilda.

Emma Kreuter 29. SSW, 700 g: Claudia: „Nach der Geburt schien zunächst alles gut“

In der 25. Woche sei alles in Ordnung, meinte der Arzt. Später stellt sich heraus: Das Baby ist schon da sehr klein. „Kurz vor dem nächsten Regeltermin spürte ich mein Kind gar nicht mehr und bin direkt ins Krankenhaus gefahren“, erinnert sich Mutter Claudia (35). Dort wird Emma in kürzester Zeit auf die Welt geholt. Nach drei Monaten darf sie nach Hause. Alles scheint gut. Doch mit sechs Monaten bekommt die Kleine Krampfanfälle. Es stellt sich heraus: Sie hat einen Gendefekt, das Dravet-Syndrom, eine schwere Form der Epilepsie. Dadurch geht ihre Entwicklung sehr langsam voran. Doch sie ist und bleibt ein Sonnenschein – auch für ihren kleinen Bruder.

Hanna Friedhoff 25. SSW, 495 g: Kerstin: „Das erste Bild hat mich doch sehr erschrocken“

„Es ging um Leben und Tod für uns beide“, sagt Mutter Kerstin (40). Hannas Herztöne werden immer schlechter, sie wird per Notkaiserschnitt geholt. Als Kerstin aus der Narkose aufwacht, wird ihr ein Foto gezeigt: die kleine Hanna, eingewickelt in Folie. „Das sah gruselig aus. Und ich war total überfordert.“ Doch sie bekommt viel Unterstützung von ihrer Familie und den Ärzten. Ihre Tochter hat durch die frühe Geburt eine Netzhautablösung, Wahrnehmungsstörungen und lange Probleme mit der Atmung – doch es geht dank Therapien immer weiter aufwärts. Hanna ist heute 10 Jahre alt und besucht die vierte Klasse. „Man sollte eigentlich ein Buch schreiben, damit alle wissen, dass es auch gut gehen kann“, meint Kerstin.

Lilly Dohrmann 24. SSW, 720 g: Grit: „Damals war sie noch eine echte Sensation“

15 Jahre ist es her, dass Lilly in Rostock viel zu früh zur Welt kommt. „Sie war dort erst das zweite Frühchen, das überlebt hat“, berichtet Mutter Grit (49). Bis heute hat Lilly eine lange Krankenhaus-Karriere hinter sich. Sie leidet an Spastiken, Muskeln und Sehnen sind verkürzt und müssen immer wieder operiert werden. Der Vater unterstützt die beiden gar nicht, sie sind auf sich gestellt. „Sie ist so eine tolle junge Dame geworden“, sagt die Mama stolz. Nach dem Abi will Lilly Sprachen studieren, ihre große Begabung. Sie hat sich sogar selbst schon einige beigebracht.

Lilly ist happy, trotz körperlicher Probleme