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Hautnah: Im Einsatz für das Wohl der Vierbeiner: Ein Leben für die Tiere


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 6/2020 vom 29.01.2020

Kein simpler Job, sondern eine echte Herzensarbeit. Aus Liebe zu Hund, Katze und Co. geben diese drei Frauen jeden Tag alles


Frauen und das liebe Vieh – das ist eine ganz besondere Verbindung. Eine Schweizer Studie hat ergeben, dass gut 75 Prozent aller Mitarbeiter in Tierschutzvereinen weiblich sind, bei ehrenamtlich Tätigen sind es sogar fast 90 Prozent. Empathie und Mitleid für Tiere zu empfinden, das liegt wohl einfach in unserer weiblichen Natur. Das spüren auch die Vierbeiner: Laut einer englischen Studie haben wir Frauen den besseren Draht zu Hunden als Männer (das dürfte auch für andere Arten ...

Artikelbild für den Artikel "Hautnah: Im Einsatz für das Wohl der Vierbeiner: Ein Leben für die Tiere" aus der Ausgabe 6/2020 von Lea. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lea, Ausgabe 6/2020

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... gelten). Nicht verwunderlich, dass so viele Frauen ihr Leben den Tieren widmen. Hier stellen wir ihnen drei Tierfreundinnen vor.

Mein Traum war es, einen Lebensraum für Tiere zu schaffen, die von der Gesellschaft nicht mehr gewollt, gequält, ausgestoßen oder getötet werden sollten“, erklärt Barbara Deppe.

Die 54-Jährige zog 1995 mit ihren beiden Töchtern nach Niedersachsen. Durch finanzielle Unterstützung ihrer Familie konnte sie das Projekt „Verein Hagel Hof e. V. Löningen“ auf die Beine stellen. Ihre Philosophie für die Vier- und Zweibeiner setzt die Tiere in den Mittelpunkt: „Sie leben auf dem Hagel Hof mit ihren Artgenossen und viel Platz. Wir haben sie aus der Not geholt. Sie sollen bei uns ein schönes Leben haben.“ Das setzen Barbara Deppe und ihr Team konsequent um. Fünf Helferinnen und Helfer unterstützen die Tierschützerin bei der täglichen Arbeit. Die tägliche Routine: Füttern, Pflege und Organisation der 700 Tiere. Das sind Schweine, Tauben, Katzen, Pferde, Hühner, Schildkröten, Alpakas, Affen, Krokodile, Gänse, Kühe, Nandus, Riesenschlangen, Schafe, Ziegen. In der Regel hat jedes Tier eine grausame Vergangenheit hinter sich und findet hier endlich Frieden. Barbaras Tierliebe ist zu einem Vollzeitjob geworden. Sieben Tage in der Woche. „Die Tiere kennen keine Feiertage und auch keine Urlaubszeiten.“ Trotzdem kann sich Barbara kein besseres Leben vorstellen.


Auf Barbaras Gnadenhof finden gequälte Tiere endlich Ruhe


Der Hagel Hof finanziert sich durch Spenden. Sie wollen helfen? Dann übernehmen Sie doch eine Tier-Patenschaft. Mehr Infos: www.hagelhof.de

Nach anstrengendem Leben auf einem Ferienhof ist Shetland-Zwerg Gustl (23) jetzt in liebevoller Rente


Schnecke hat vier Jahre grausame Anbindehaltung hinter sich


Minischwein Stella stammt aus nicht artgerechter Privathaltung


Insgesamt leben 14 Ziegen und Schafe in dem Tierparadies


Myrna (57) rettet verwaiste Fellnasen auf Teneriffa

Vor fast 30 Jahren kommt Myrna (57) zum ersten Mal nach Teneriffa. Eigentlich möchte die gelernte Kauffrau nur etwas Sonne tanken. Doch es gefällt ihr, sie ist jung und abenteuerlustig und zieht kurz entschlossen fest auf die Kanaren. Sie mietet eine kleine Finca in den Bergen. Prompt laufen ihr einige Tiere zu. Sie kümmert sich liebevoll um die verwaisten Vierbeiner. Das spricht sich herum. Ausgesetzte Jagdhunde, angefahrene Streuner und halb verhungerte Katzen – alle sind bei ihr willkommen. Sie gründet einen Verein, die „Tierschutzhilfe-Teneriffa“ (Tierschutz-teneriffa@gmx.de), und vermittelt ab 10 Euro pro Monat Patenschaften in ganz Europa. Dazu bringt Myrna viele ihrer Schützlinge mit Hilfe von Flugpaten in ein neue Zuhause nach Deutschland. Über Hilfe vor Ort freut sie sich immer: „Ich biete Dauersonne und Urlaubsflair gegen Mitarbeit und Tierliebe.“

60 Tiere zu versorgen, ist eigentlich eine Fulltime-Arbeit. Myrna aber hat zusätzlich noch zwei Jobs, um alle durchzubringen


Eva-Maria (62) hat eine Tier-Tafel gegründet

Die Gründerin ist sehr im Tierschutz engagiert


Ankommen, durchatmen. Den ganzen Tag ist Nadine (37) schon unterwegs. Ämter- und Behördengänge. Jetzt ist „Hunde-Zeit“. Ihre Lieblinge, Schäferhund Anouk und Chinahund Buddy, fühlen sich in der „Tiertafel Futtertonne“ in Kastellaun (Rheinland-Pfalz) sofort wohl. Und Nadine geht es genauso. Entspannend für die 37-Jährige ist vor allem: Für wenig Geld bekommt sie hier Futter für ihre Vierbeiner. In ihrer derzeitigen Situation ein Segen.

Dreimal pro Woche öffnet die neu gegründete „Tiertafel Futtertonne“. Angesprochen sind Tierliebhaber, die gerade in finanziellen Engpässen stecken. „Die Menschen haben wenig Geld, bekommen wahrscheinlich staatliche Unterstützung. Ihre geliebten Tiere – meistens Hunde oder Katzen – müssen trotzdem versorgt werden“, erklärt Eva-Maria Libera-Grodzki (62). Es war ihre Idee, ein solches Angebot in Kastellaun zu ermöglichen. „Die Tiere geben den Menschen in Not oftmals den einzigen Halt“, so die Leiterin, die bei der Tierhilfe Rhein-Hunsrück e. V. engagiert ist. Dafür sammelt sie unermüdlich Tierfutter- und Geldspenden und nutzt ihre Kontakte aus ihrem früheren Berufsleben in der regionalen Wirtschaft.


„Plötzlich ist das Geld knapp, und es reicht kaum noch zum Leben“


Helfen und zuhören, so lässt sich das Konzept von Eva-Maria Libera-Grodzki beschreiben. „Wir dürfen Tierbesitzer, die in eine Notlage kommen, nicht im Stich lassen.“ Bei der Anmeldung müssen Tafelbesucher zwei Euro zahlen. Dafür dürfen sie in den Regalen stöbern und Tierfutter, Spielzeuge und sogar Transporttaschen für Hunde und Katzen mitnehmen. „Die Menschen, die zu uns kommen, stammen aus unterschiedlichen Alters- und Berufsgruppen. Eines verbindet sie alle: eine finanzielle Notlage. Da werden Futter und Versorgung der geliebten Tiere plötzlich sehr teuer. Für einige sogar unbezahlbar.“ Das kennt auch Nadine. Sie wurde im Job von heute auf morgen entlassen, der Schock sitzt noch tief. Sie hat drei Hunde und eine Katze. Und das Geld ist knapp. Aber natürlich will sie nicht auf ihre geliebten Tiere verzichten müssen. „Das ist für mich ein Segen, dass es so engagierte Leute gibt, die Tierbesitzern helfen.“ Infos: www.tierhilfe-rhein-hunsrueck.de

Nadine mit ihren Hunden, die ihr viel Halt geben. Doch derzeit ist das Geld bei ihr knapp


Fotos: Alpha STORYTELLING by Kai Kapitän (6), MPR-Micus/Fernandez