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Hautnah: Viel Stress • Wenig Freizeit • Unzufrieden: Generation X


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 02.01.2019

Sie wurden zwischen 1965 und 1980 geboren, und sie haben ein Problem: Stress. Eine ausgewogene Work-Life-Balance finden? Nahezu unmöglich


Artikelbild für den Artikel "Hautnah: Viel Stress • Wenig Freizeit • Unzufrieden: Generation X" aus der Ausgabe 2/2019 von Lea. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lea, Ausgabe 2/2019

4,4 Stunden verbringt die Generation X täglich mit dem Haushalt


Die Generation X macht gut ein Fünftel der deutschen Bevölkerung aus. Zu ihnen gehören die heute 38- bis 53-Jährigen. Sie gelten als gut ausgebildet, ehrgeizig und selbstständig. Aber auch als unzufrieden. Kein Wunder: Sie arbeiten mehr als der Durchschnitt, haben mehr Kinder zu versorgen und dadurch auch im Haushalt viel mehr zu tun. Gut 11,5 Stunden bringt die Generation X pro Tag für Arbeit und Haushalt ...

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... auf. Zeit für die eigenen Hobbys und Interessen? Bleibt da wenig bis gar nicht. Die Lösung? Ein Patentrezept gibt es nicht. Aber es kann helfen, sich von alten Verhaltensmustern zu lösen und Zeitfresser aufzudecken. Etwa die Arbeit im Haushalt unter allen Familienmitgliedern gerecht aufteilen – ohne Wenn und Aber. Und: den eigenen Perfektionismus ein Stück weit herunterschrauben. Was nützt eine lupenreine Küche, wenn man dafür nur gestresst ist? Eben.

Die Generation X steht mit beiden Beinen im Berufsleben. 7,1 Stunden geht sie ihrem Job täglich nach


In diesen Städten ist die Work-Life-Balance am besten

Bewertung der Arbeitnehmer über die Work-Life-Balance in ihrem Unternehmen je Stadt in Punkten (von 5)

Länder mit der besten Work-Life-Balance

OECD-Mitgliedstaaten mit dem ausgewogensten Verhältnis von Arbeits- und Privatleben 2017



56%
der berufstätigen Eltern haben ein schlechtes Gewissen, weil irgendetwas oder jemand zu kurz kommt.


41%
der Eltern haben das Gefühl, dass sie ihre Kinder schulisch zu wenig unterstützen. Das nagt am Gewissen.


Nicole (45) aus Stuttgart: „Einmal im Monat kommt eine Haushaltshilfe vorbei“

■ „Ich hatte so was von die Nase voll. Bei der Arbeit stapelten sich die Akten zu Hause nur Staub – es war unglaublich. Ich arbeite Vollzeit in einem Steuerbüro, dort habe ich angefangen, als unser Sohn in den Kindergarten kam. Arbeiten, ganztags, war für mich immer selbstverständlich. Und mein Mann half auch so gut es ging mit. Er ist halt öfter auf Dienstreise, deshalb ist er nicht immer die helfende Hand. Und just im Dezember vor gut zehn Jahren war er sogar zwei Wochen am Stück weg. Ich hatte im Büro absolute Hochkonjunktur und musste mich auch noch zu diversen Weihnachtsfeiern meines Sohnes schleppen. Als ich am Abend den Staubsauger aus dem Keller holen wollte, hätte ich heulen können. Da fiel bei mir die Klappe: Ich suche mir eine Haushaltshilfe, so schnell wie möglich. Und die habe ich auch gefunden. Sie kommt zwar nur einmal im Monat, dafür dann aber gute acht Stunden. Sie wienert das ganze Haus, wäscht nebenbei Wäsche, bügelt meine Blusen und putzt jeden Monat ein Fenster. Ich muss zwar zwischendurch auch noch ein bisschen was machen, kann das aber gut schaffen. Es ist wirklich der großartigste Luxus, den ich mir je gegönnt habe. Jeden Euro wert.“

Beate (51) aus Bochum: „Ich hätte so gerne wieder mehr Zeit für mich“

■ „Als ich kürzlich nach neun Stunden Büro völlig entnervt nach Hause kam und mal wieder das verdreckte Geschirr vom Frühstück in der Spüle fand, konnte ich nicht mehr. Meine beiden Teenie-Töchter Lena und Rebecca erhielten die Strafpredigt ihres Lebens. Auch mein Mann Stefan bekam was zu hören. Trotz Absprachen bin immer ich diejenige, die am Ende putzt, aufräumt, einkauft und kocht. Klar, es macht mir auch Spaß, meine Familie zu umsorgen und es ihnen zu Hause schön zu machen. Aber allmählich geht mir doch die Puste aus. Sich einfach mal spontan mit einer Freundin auf einen Wein treffen oder shoppen zu gehen, ist nur selten möglich. Und ein richtiges Hobby habe ich auch schon lange nicht mehr. Wann sollte ich dem auch nachgehen? Durch Beruf, Familie und Haushalt bin ich einfach zu eingespannt. Natürlich habe ich auch Tage, wo alles wie am Schnürchen läuft und ich mich rundum glücklich fühle. Dann gibt es aber auch wieder Momente, in denen mich mein Alltag einfach nur nervt. Ich denke jetzt darüber nach, meine Arbeitszeit zu reduzieren, um wieder mehr Luft zum Leben zu haben.“

Linda (39) aus Jena: „Ohne die Hilfe meiner Mutter wäre ich total aufgeschmissen“

■ „Es ist alles schon ganz schön viel. Zu viel, wenn ich ehrlich bin. Aber ich habe mich ja selbst für all das entschieden. Unsere beiden Kleinen sind Wunschkinder, aber dafür wollte ich nicht mein Leben komplett aufgeben. Ich habe mich nach und nach zur Pflegedienstleiterin hochgearbeitet, und der Job im Krankenhaus ist toll. Aber es gibt eben auch die regelmäßigen Spätdienste. Als sich die Kinder ankündigten, ging meine Mutter gerade in den Ruhestand. Das passte. Sie kümmert sich viel um die beiden. Allerdings habe ich deswegen jeden Tag ein schlechtes Gewissen. Ich habe die Angst, dass ich nicht genug für sie da bin und mich nicht ausreichend kümmere. Das wird mich wohl mein Leben lang begleiten.“


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