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Hautnah: Vier tolle Projekte, die Menschen aus der Einsamkeit holen: Zusammen ist man weniger allein


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 52/2018 vom 18.12.2018

Zeit miteinander verbringen und einander helfen oder auch nur mal zuhören – das tut so gut


Zum Jahresende rücken wir wieder näher zusammen. Familien verbringen die Feiertage miteinander, Freunde treffen sich. Doch es gibt auch Menschen, denen all das fehlt. Sie sind einsam. Manchmal ist es nur eine Phase – etwa nach einer Trennung, nach einem Umzug oder weil sie gerade viel arbeiten. Doch oft ist das Gefühl der Einsamkeit dauerhaft. Laut einer Studie geht das jedem zehnten Deutschen so. In der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren sogar fast jedem fünften. Was dann hilft? Sich dem nicht auszuliefern. ...

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... Oft ist zunächst ein Perspektivwechsel wichtig: nicht nur um sich zu kreisen, sondern andere und ihre Bedürfnisse in den Fokus zu rücken. Das hilft, den ersten Schritt in ihre Richtung zu tun. Der zweite könnte sein: gemeinsam etwas zu tun, was man liebt.

Tolles Konzept: Bei Katharina arbeiten in der Backstube nur Senioren – wie etwa Renate


Herzenssache: Die Kuchen werden sogar deutschlandweit verschickt


Oma Inge und Oma Anna genießen die Begegnungen in der Backstube. Links: Margit, Renate und Josephine


Katharina (29) backt mit Senioren – und ganz viel Liebe

Ein Kuchen, der so schmeckt wie bei ihrer Oma. Den vermisste Katharina Mayer besonders, als sie 2014 nach München kam. Da hatte sie die Idee zu „Kuchentratsch“ – einer ganz besonderen Bäckerei. In ihrer Backstube werden alle Kuchen und Torten von Seniorinnen nach traditionellen Rezepten gebacken. Denn wer weiß mehr darüber als Frauen, die das zeitlebens getan haben? „Kuchentratsch“ ist ein soziales Startup, bei dem es längst nicht nur darum geht, Leckereien zu verkaufen. Nein, die Bäckerei in München ist eine Anlaufstelle für backbegeisterte Senioren. Hier können sie ein paar Stunden in der Woche kneten und rühren, Kontakte knüpfen, sich austauschen und ganz nebenbei auch noch die Rente aufbessern. Während anfangs nur Katharinas Großmutter für ihre Enkelin Teig anrührte, sind mittlerweile bereits 35 Rentner zwischen 62 und 87 Jahren bei „Kuchentratsch“ angestellt. In zwei Schichten backen sie jeden Tag 50 bis 70 Kuchen, die inzwischen sogar deutschlandweit online bestellt werden können. Eine echte Erfolgsgeschichte – mit ganz viel Herz.
Infos:www.kuchentratsch.com

Die Initiative #KeinerBleibtAllein bringt uns näher zusammen

An Weihnachten und Silvester ist die Einsamkeit besonders schwer zu ertragen. Dass das niemand muss, ist das Ziel der Social-Media-Initiative #KeinerBleibtAllein auf Facebook und Twitter, unterstützt von der Telefonseelsorge und der evangelischen Kirche. Die Aktion will Menschen dabei helfen, auf Fremde zuzugehen und mit ihnen in Kontakt zu kommen. Denn gerade das fällt den meisten Menschen nicht leicht. Wer also keine Lust hat, die Feiertage allein zu verbringen, ist hier an der richtigen Adresse. Die Aktion funktioniert folgendermaßen: #Keiner-BleibtAllein sammelt bundesweit Gesuche – und bringt dann Menschen zusammen. Dafür muss man nichts tun als einfach eine Nachricht bei Keinerbleibtallein auf Facebook oder auf Twitter bei @istnichtallein zu hinterlassen. Der Verein sucht daraufhin einen passenden „Partner“ und stellt einen ersten Kontakt her. Ob man sich dann wirklich sympathisch ist und sich persönlich treffen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. 2017 wurden so fast 2.400 Menschen vor der Einsamkeit am Fest bewahrt.
Unterwww.keinerbleibtallein.net findet man alle Informationen.

Nette Gesellschaft + ein gemeinsames Hobby = frohes Fest


In Berlin hört man alten Menschen zu

Und irgendwann ruft niemand mehr an. Das Telefon klingelt nicht, wochen-, manchmal monatelang. Einsamkeit ist tückisch. Sie schleicht sich langsam an und bleibt. Sich daraus wieder zu befreien, fällt schwer. Besonders für ältere Menschen wird sie oft bittere Realität. Das will Elke Schilling (74) ändern. Nach dem Vorbild der britischen „The Silver Line“, einer kostenlosen Telefon-Hotline für Senioren, hat die Berlinerin in diesem Herbst „Silbernetz“ ins Leben gerufen. Senioren, die jemanden zum Reden brauchen, können hier kostenlos anrufen. Ehrenamtliche hören zu. Im Moment nur in Berlin, 2019 voraussichtlich auch bundesweit.

Wer möchte, hat die Möglichkeit, sich regelmäßig zu verabredeten Zeiten anrufen zu lassen. Für einen Plausch oder um sich Sorgen von der Seele zu reden. Aber das soll nicht alles sein. Der Verein will für einsame Menschen wieder eine Brücke ins echte Leben schlagen. So vermitteln die Ehrenamtlichen, wenn nötig, auch Anlaufstellen und Hilfe in der Nähe.

Die Hotline erreicht man derzeit nur in Berlin unter 08 00/4 70 80 90. Info:www.silbernetz.org

Im SOS-Mütterzentrum sind Jung und Alt füreinander da

Es bildet das Herz des Stadtteils Bad in Salzgitter: Das „ohja!“, das „Offene Haus für Jung und Alt“, ist ein Treffpunkt, an dem sich ganz unterschiedliche Menschen begegnen. 1980 als SOS-Mütterzentrum gegründet, ist das großzügige Gebäude längst mehr als ein Mehrgenerationen-Haus. Neben einer Kita und einer Tagespflege, wo Kinder und Senioren zusammen betreut werden, gibt es hier Angebote für alle: Jeden Tag kommen gut 600 Frauen, Männer und Kinder hierher.

Der Grundgedanke ist ganz einfach: Hier ist jeder zu jeder Zeit willkommen, ohne Ansehen der Person oder der Lebenssituation. „Jeder wird von unseren,Gastgeberinnen‘, so nennen wir die freiwillig Engagierten, freundlich begrüßt“, erklärt Leiterin Sabine Genther. „Jeder wird in unsere Familie aufgenommen, jeder kann bleiben.“ Und zwischen den unterschiedlichsten Angeboten wählen: von Krabbel-über Strick-und Nähgruppen bis hin zu Sprachkursen. Im „ohja!“ gibt es zudem gegen einen kleinen Unkostenbeitrag Frühstück und Mittagessen. An den großen Tischen entstehen beim Essen schnell Gespräche. Und daraus werden manchmal sogar Freundschaften – zwischen Menschen, die sonst nie zusammengefunden hätten. Einige genießen auch nur den Trubel und das gute Gefühl, dazuzugehören.

Info:www.sos-kinderdorf.de muetterzentrum-salzgitter

Toll! Hier schenken ältere Menschen Kindern ihre Zeit


Spielen, basteln, zuhören: für alle Generationen ein Gewinn


Kita-Kinder und Rentner werden gemeinsam betreut. Das tut allen gut Nette Gesellschaft + ein gemeinsames Hobby = frohes Fest


Fotos: Getty Images, Kuchentratsch (4), Ohja (3), Silbernetz (2)