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Heidi Klum: „ES FÜHLT SICH AN, ALS HÄTTE ICH IM LOTTO GEWONNEN!“


Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 7/2020 vom 06.02.2020

Ja, Heidi badet quasi im Glück, wie sie uns beim exklusiven GRAZIA-Fotoshooting verrät. Es geht natürlich um ihre Liebe zu Tom. Und ihre Kinder. Und darum, wie sie Stress einfach weghüpft


SEIT VORIGER WOCHE LÄUFT DIE

Artikelbild für den Artikel "Heidi Klum: „ES FÜHLT SICH AN, ALS HÄTTE ICH IM LOTTO GEWONNEN!“" aus der Ausgabe 7/2020 von Grazia. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Grazia, Ausgabe 7/2020

LEDERJACKE: Dior. GLIEDERKETTEN: Versace


15. STAFFEL von „Germany’s Next Topmodel“. Und Heidi Klum (46), die selbst 1992 bei einem Modelcasting in der „Late Night“-Show von Thomas Gottschalk entdeckt wurde und seit ihrem Cover auf der „Sports Illustrated“ (1998) auch international zum Star wurde, sieht kaum einen Tag älter aus als 2006, als sie zum ersten Mal „Ich habe heute kein Foto für ...

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15. STAFFEL von „Germany’s Next Topmodel“. Und Heidi Klum (46), die selbst 1992 bei einem Modelcasting in der „Late Night“-Show von Thomas Gottschalk entdeckt wurde und seit ihrem Cover auf der „Sports Illustrated“ (1998) auch international zum Star wurde, sieht kaum einen Tag älter aus als 2006, als sie zum ersten Mal „Ich habe heute kein Foto für dich“ in die Kamera sagte. Aber wir haben diesmal Fotos für Heidi, und die hat nicht irgendjemand geshootet, sondern ihr Lieblings- und Starfotograf Rankin. Nicht minder exklusiv ist das, was sie uns während des GRAZIA-Interviews in New York verriet: warum Ehemann Tom Kaulitz für sie wie ein Hauptgewinn ist, was sie ihren vier Kindern ständig predigt, weshalb sie sich für Unicef engagiert – und was sie tut, wenn sie mal gar nichts tut …

Nachträglich herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit, Frau Klum! Ihr Lächeln deuten wir so, dass Sie sich nach wie vor im Flitterwochenmodus befinden.

JACKE MIT VOLANTS, PASSENDER ROCK: BEIDES Louis Vuitton. OHRIRNGE: Hanut Singh


Ja, wir stecken beide noch in einer Art Glücksblase.

Warum haben Sie eigentlich in Italien geheiratet?

Wir lieben das Land, und Capri ist nun mal ein atemberaubender Ort. Die Schönheiten der Natur, das grandiose Essen und diese magische Atmosphäre sind einzigartig. Als wir unsere Hochzeit planten, kamen wir zu der Überzeugung, dass dies der perfekte Ort sein würde, um mit Familie und Freunden unsere Liebe zu feiern.

Wie haben Sie sich kennengelernt? Dank eines gemeinsamen Freundes, als ich an „Germany’s Next Topmodel“ arbeitete. Da wir beide aus Deutschland stammen, waren wir gleich auf derselben Wellenlänge. Es gab sofort diese besondere Verbindung zwischen uns. Haben Sie aufgrund der 16 Jahre Altersunterschied je an Ihrer Beziehung gezweifelt?

Seit ich mit Tom zusammen bin, ist mein Alter offenbar obligatorisches Gesprächsthema geworden. Es ist mir vorher noch nie passiert, dass mir mein Alter vorgehalten wurde. Wenn man mich nicht permanent darauf ansprechen würde, würde ich keinen Gedanken daran verschwenden. Ich finde, wir würden alle ein viel entspannteres Leben führen, wenn wir uns nicht ständig den Kopf darüber zerbrechen würden, was andere von uns halten. Wenn man einer Sache zu viel Gewicht gibt, macht man sich doch selbst nur Stress.

Sie haben über Tom gesagt, dass er der Richtige sei. Wie können Sie so sicher sein?

Tom ist der netteste, süßeste, liebevollste und fürsorglichste Mann, den ich je getroffen habe. Es fühlt sich an, als hätte ich im Lotto gewonnen, denn ich kann mich nicht erinnern, wann ich in meinem Leben je so glücklich gewesen wäre. Kannten Sie Tokio Hotel, bevor Sie Tom begegnet sind?

Natürlich. Ich liebe ihre Musik, weil sie gute Laune macht. Man kann auch prima mitsingen und gut dazu tanzen. Und gleichzeitig berührt und inspiriert sie mich. Können Sie sich vorstellen, mit Ihrem Mann zusammenzuarbeiten?

Sag niemals nie! Wer weiß, vielleicht werde ich ja noch Bandmitglied. (lacht) Mit seinem Zwilling Bill hatten Sie ja schon das Vergnügen …

Vergangenes Jahr habe ich mit meinem Schwager Bill für die Castingshow „Queen of Drags“ zusammengearbeitet, an der zehn Drag-Künstler teilnahmen, die zusammen in einer Villa wohnten und acht Wochen lang verschiedene Challenges bestehen mussten. Mit mir in der Jury saß die Sängerin Conchita Wurst.


„TOM IST DER NETTESTE, SÜSSESTE, LIEBEVOLLSTE“


NETZKLEID: Versace. HUT: Piers Atkinson. OHRRINGE: Djula


Gerade sind Sie in den USA in der Jury von „America’s Got Talent: The Champions“. Was mögen Sie an der Show? Ich genieße es, Teil dieser Jury zu sein. Die Show bringt tolle Künstler hervor und ist für die Zuschauer total inspirierend, aber der Unterhaltungsfaktor kommt natürlich auch nicht zu kurz. Sie macht einfach Spaß, ist ein bisschen verrückt und lässt Träume wahr werden – kein Wunder, dass sich ganze Familien vor dem Bildschirm versammeln. Und mal ehrlich: Wer würde bei so etwas nicht gerne mitmachen?

Und für einen der Teilnehmer wird sein größter Traum wahr?

Sicher. Unsere Teilnehmer kommen aus total unterschiedlichen Welten, aber alle haben die gleiche Chance. „America’s Got Talent“ ist nämlich die einzige Show, die den Kandidaten keine Limits setzt – weder in Bezug auf ihre Darbietung noch ihr Alter. Bei uns kann jeder seinen Traum verwirklichen. Am meisten mag ich, dass die Show Leben wirklich verändern kann. Klar besteht das Risiko, von der Jury und den Zuschauern abgewatscht zu werden, aber dafür hat man die reelle Chance, sein Leben auf den Kopf zu stellen.

Apropos Träume, welche möchten Sie sich in den nächsten Jahren noch erfüllen?

Ich möchte noch viel mehr tolle Projekte machen.

Wie würden Sie reagieren, wenn eines Ihrer Kinder auch was mit Mode machen will? Würden Sie es dazu ermutigen?

Auf jeden Fall. Aber das müsste zum richtigen Zeitpunkt passieren, und die Schule dürfte nicht darunter leiden. Bis jetzt hat noch keins meiner Kinder ein entsprechendes Interesse gezeigt. Im Moment konzentrieren sich alle auf die Schule, ihre Freunde und ihre Hobbys, und davon sollen sie auch nicht abgelenkt werden. Als Eltern versucht man, seine Kinder zu selbstständigen Menschen zu erziehen, damit sie sich am Ende frei entfalten können.

Worauf kommt es Ihnen bei der Erziehung Ihrer Kinder vor allem an?

Ihnen beizubringen, wie wichtig es ist, immer freundlich zu sein.

Die Modewelt verändert sich gerade grundlegend, legt zunehmend Wert auf Inklusivität und Vielfalt. Wie erleben Sie diesen Wandel?

Jeder einzelne Schritt in diese Richtung ist zu begrüßen. Und es ist wichtig zu erkennen, dass wir alle viel offener für alternative Ideen und Vielfalt werden müssen, nicht nur in der Welt der Mode.

Wir begreifen endlich, dass es genau die Unterschiede sind, die uns einzigartig machen, und deshalb sollten wir sie anerkennen, annehmen und feiern.

Was haben Sie während Ihrer Karriere als Topmodel gelernt?

Dass harte Arbeit sich auszahlt. Mein Arbeitsethos habe ich definitiv von meinen Eltern übernommen, und ich denke, das hat mir sehr geholfen, sowohl im Beruf als auch in anderen Bereichen meines Lebens.


„ES GIBT IMMER MENSCHEN, DIE DIR SCHADEN WOLLEN“


Gab es neben Ihren Eltern weitere Menschen, die Sie inspiriert haben?

All die erfolgreichen Frauen, die ich getroffen habe, waren und sind bis heute meine Vorbilder. Die Stärke, die sie an den Tag legen, motiviert mich, meine Ängste zu überwinden und immer wieder Neuland zu betreten. Außerdem ist es mir seit jeher wichtig, im Kontakt zu den Menschen aufrichtig zu sein, und ich glaube nicht, dass ich diesbezüglich jemals meine Einstellung ändern werde.

Nach der Rückkehr aus Ihren Flitterwochen meinten Sie scherzhaft, dass Sie nicht mehr in Ihre Klamotten passen. Was tun Sie, um fit zu bleiben?

Wer berufstätig ist, weiß, wie schwer es manchmal ist, sich die Zeit zu nehmen, um ins Fitnessstudio zu gehen und zu trainieren. Deshalb versuche ich, dieses Manko durch viele Aktivitäten im Freien auszugleichen. In meiner Familie sind alle begeisterte Radfahrer, deshalb sind wir oft mit dem Rad unterwegs, nehmen die Hunde mit auf Wanderungen oder springen Trampolin. Kurz, ich versuche, mich zu bewegen, wann und wo immer es geht.

Sie waren schon überall auf der Welt und reisen immer noch viel, vor allem für die Arbeit, aber wo fühlen Sie sich zu Hause?

Überall dort, wo meine Familie ist.

Auf Instagram haben Sie sieben Millionen Follower, und die meisten zeigen Ihnen dort Ihre Zuneigung. Aber Sie bekommen auch Hasskommentare. Wie gehen Sie damit um?

Indem ich nicht darauf reagiere. Ich versuche, negativen Kommentaren einfach keine Beachtung zu schenken. Online – und nicht nur dort – gibt es immer Menschen, die dich schlechtmachen und dir schaden wollen.

Noch ein Wort zu Halloween und Ihren spektakulären Kostümpartys.

Ich bin in der Kölner Gegend aufgewachsen, wo Karneval ja besonders beliebt ist. Als ich nach Amerika kam, habe ich mich natürlich sofort für Halloween begeistert und diese tolle Tradition, sich an dem Tag besonders gruselig zu verkleiden. Als ich vor 20 Jahren anfing, meine Kostümpartys zu veranstalten, gab es in New York nichts Vergleichbares. Klar wurden damals schon Partys gefeiert, aber keine, zu der man nur Zutritt hatte, wenn man sich besonders schrecklich verkleidet hatte.

Was tun Sie am liebsten, wenn Sie nicht arbeiten müssen?

Manchmal sitze ich einfach nur im Garten und beobachte den Sonnenuntergang. Ich lege gern mal eine Pause ein und genieße dann die Ruhe um mich herum.

Was beschäftigt Sie als vierfache Mutter am meisten?

Da muss ich vor allem an jene Kinder weltweit denken, die nicht mal genug zum Überleben haben. Deshalb arbeite ich seit einiger Zeit mit Unicef, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, zusammen. Sie leisten Unglaubliches, und ich will dabei helfen, Spenden zu sammeln. Dieses Geld wird dringend benötigt, damit möglichst vielen Kindern auf der ganzen Welt geholfen werden kann.

Interview: Angela Vitaliano

REDAKTION: KALLE SCHÄFER; HAARE: LORENZO MARTIN; MAKE-UP: LINDA HAY; EYESHADOW: KIKO MILANO; DRESS: ERMANNO SCERVINO

JACKE MIT DOPPELREIHIGER KNOPFLEISTE, OHRRINGE: BEIDES Chanel. SANDALEN: Giuseppe Zanotti