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HEILIGSTES HER Z JESU


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MAGNIFICAT - Das Stundenbuch - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 01.05.2022

Dass Gott ein Herz für die Menschen hat, davon spricht schon das Alte Testament. Obwohl das Volk sich immer wieder von seinem Gott abwendet, muss Gott stets seiner gedenken. So heißt es beim Propheten Jeremia (31, 20): „Deshalb schlägt mein Herz für ihn, ich muss mich seiner erbarmen.“ Der Lanzenstoß, der die Seite Jesu öffnete, um seinen Tod festzustellen, öffnete gleichsam das Herz Jesu, unseres Erlösers, für die Menschen. Dieses Herz bleibt offen für uns, um uns die erbarmende Liebe Gottes zu schenken.

Die Herz-Jesu-Verehrung, die zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Akzente setzte, will nicht ablenken vom Kreuz Jesu, sondern wahrt gerade diesen Zusammenhang. In der Seitenwunde des Gekreuzigten, von der das Johannesevangelium spricht (vgl. Joh 19, 33 f.), sehen Christen die unendliche Liebe Gottes zu seinem Volk symbolisiert. Zugleich verehren sie in diesem Zeichen dankbar den Ursprung der ...

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... Sakramente der Kirche.

Namenstag: hl. Johannes der Täufer (bibl. Gestalt) · hl. Theodulf von Lobbes (Abtbischof, † 776) · hl. Rumold von Mechelen (Einsiedler, 8. Jh.) · hl. Dietger (Thöger, Glaubensbote in Jütland, † um 1065)

Morgengebet

Herr, öffne meine Lippen.

Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Jesu Herz ist verwundet aus Liebe zu uns; kommt, wir fallen nieder und beten an!

Stundenbuch

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Hymnus

Der höchsten Gottheit ew’ges Bild, du Licht vom Licht, des Vaters Wort, du unser Retter, dir sei Ruhm und Macht und Ehre immerdar.

Von Ewigkeit bist du allein der Zeiten Mitte und ihr Ziel, dir gab der Vater die Gewalt, die Herrschaft über alle Welt.

Am blut’gen Holz bist du erhöht und breitest weit die Arme aus; und offen zeigst du uns dein Herz, vom Stoß der Lanze bloßgelegt.

Dir, Herr, sei Preis und Herrlichkeit, der uns sein Herz geöffnet hat, mit dir, dem Vater und dem Geist durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

Nach: Aeterna imago altissimi und Vexilla Christus inclita; Genovesi, † 1967

Melodie: GL 297 · GL 1975 178 · KG 395 · EG 79

Psalm 51

Verse 3–21

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, * tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!

Wasch meine Schuld von mir ab * und mach mich rein von meiner Sünde!

Denn ich erkenne meine bösen Taten, * meine Sünde steht mir immer vor Augen.

Gegen dich allein habe ich gesündigt, * ich habe getan, was dir missfällt.

So behältst du recht mit deinem Urteil, * rein stehst du da als Richter.

Denn ich bin in Schuld geboren; * in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.

Lauterer Sinn im Verborgenen gefällt dir, * im Geheimen lehrst du mich Weisheit.

Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein; * wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee.

Sättige mich mit Entzücken und Freude! *

Jubeln sollen die Glieder, die du zerschlagen hast.

Verbirg dein Gesicht vor meinen Sünden, * tilge all meine Frevel!

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz * und gib mir einen neuen, beständigen Geist!

Verwirf mich nicht von deinem Angesicht * und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!

Mach mich wieder froh mit deinem Heil; * mit einem willigen Geist rüste mich aus!

Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege, * und die Sünder kehren um zu dir.

Befrei mich von Blutschuld, Herr, du Gott meines Heiles, * dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit.

Herr, öffne mir die Lippen, * und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben; * an Brandopfern hast du kein Gefallen.

Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, * ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.

In deiner Huld tu Gutes an Zion; * bau die Mauern Jerusalems wieder auf!

Dann hast du Freude an rechten Opfern, / an Brandopfern und Ganzopfern, * dann opfert man Stiere auf deinem Altar.

Ehre sei dem Vater ...

Ein reines Herz erschaffe uns, Gott, und schenke uns einen neuen Geist. Richte uns auf, du unser Heil, und lass uns dein Angesicht schauen.

Lesung

Jer 31, 33

Das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe – Spruch des Herrn: Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.

Benedictus – Lobgesang des Zacharias

Antiphon zum Benedictus:

In seiner barmherzigen Liebe hat uns Gott besucht und seinem Volk Erlösung geschaffen.

Bitten

Zu Gott, der seinen Bund niemals kündigt, rufen wir voll Vertrauen:

A: Erhalte uns am Leben. – Schreibe deine Weisung in unser Herz. – Erquicke uns mit deinem Geist, wenn wir müde werden. – Beschenke uns mit dem Schatz deiner Gegenwart.

Vaterunser

Oration

Allmächtiger Gott, wir verehren das Herz deines geliebten Sohnes und preisen die großen Taten seiner Liebe. Gib, dass wir aus dieser Quelle göttlichen Erbarmens die Fülle der Gnade und des Lebens empfangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Unser Heiland Jesus Christus öffne uns Augen, Ohren und Herz, damit wir in seinem Sinne handeln.

Eucharistiefeier

Liedvorschläge: GL 143, 358, 359, 369, 371, 399, 421, 427 · KG 195, 209, 502, 531

Der Ratschluss des Herrn bleibt ewig bestehen, die Pläne seines Herzens überdauern die Zeiten:

Er will uns dem Tod entreißen und in der Hungersnot unser Leben erhalten.

Vgl. Ps 33, 11.19

Gloria

Tagesgebet (Oration des Morgengebetes)

Lesung aus dem Buch Ezechiel Ez 34, 11–16

So spricht GOTT, der Herr: Siehe, ich selbst bin es, ich will nach meinen Schafen fragen und mich um sie kümmern. Wie ein Hirt sich um seine Herde kümmert an dem Tag, an dem er inmitten seiner Schafe ist, die sich verirrt haben, so werde ich mich um meine Schafe kümmern und ich werde sie retten aus all den Orten, wohin sie sich am Tag des Gewölks und des Wolkendunkels zerstreut haben.

Ich werde sie aus den Völkern herausführen, ich werde sie aus den Ländern sammeln und ich werde sie in ihr Land bringen. Ich führe sie in den Bergen Israels auf die Weide, in den Tälern und an allen bewohnten Orten des Landes.

Auf guter Weide werde ich sie weiden und auf den hohen Bergen Israels wird ihr Weideplatz sein. Dort werden sie auf gutem Weideplatz lagern, auf den Bergen Israels werden sie auf fetter Weide weiden.

Ich, ich selber werde meine Schafe weiden und ich, ich selber werde sie ruhen lassen – Spruch GOTTES, des Herrn. Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist.

Impuls zur Lesung

Das Bild von Hirt und Herde hat im Orient eine lange Tradition. Soziale Grundwerte und Grundhaltungen wie Fürsorge, Verlässlichkeit und Verantwortung werden mit dem Bild verbunden. Abschätziges wie dumpfe Masse oder Herdentrieb ist nicht im Blick. Der Prophet Ezechiel bedient sich der überlieferten Bilder, um Israels Mächtigen ins Gewissen zu reden. Sie haben versagt. Die ihnen Anvertrauten haben sie schamlos ausgebeutet, an Fürsorge und Vorsorge dachten sie nicht. Die Herde bricht auseinander, das Volk wird überallhin zerstreut. Die Verirrten finden nicht zurück. Gott hat genug gesehen. Er greift ein. Den schlechten Hirten nimmt er Auftrag und Herde. Nun wird er sich selbst um sein Volk kümmern. Gott ist der gute Hirte. Nicht Gier und Geschäftssinn prägen sein Tun, sondern liebevolle Sorge um jedes Leben. Alle sind in ihrer Eigenart im Blick: die Verlorenen, Verletzten und Geschwächten, und die Großen und Starken. In Gottes Herde gedeiht die Vielfalt und nicht die Einfalt.

Antwortpsalm

Ps 23

Kehrvers: Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen.

Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. /

Er lässt mich lagern auf grünen Auen * und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

Meine Lebenskraft bringt er zurück. *

Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen. – Kehrvers

Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, * ich fürchte kein Unheil;

denn du bist bei mir, * dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. – Kehrvers

Du deckst mir den Tisch * vor den Augen meiner Feinde.

Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, * übervoll ist mein Becher. – Kehrvers

Ja, Güte und Huld * werden mir folgen mein Leben lang

und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN * für lange Zeiten. – Kehrvers

Kehrvers siehe Vers 1, ferner GL 37, 1 · GL 1975 718, 1 · KG 611 (VI. Ton)

Lesung aus dem Römerbrief

Röm 5, 5b–11

Schwestern und Brüder! Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Denn Christus ist, als wir noch schwach waren, für die zu dieser Zeit noch Gottlosen gestorben. Dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben; vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen.

Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht gemacht sind, werden wir durch ihn erst recht vor dem Zorn gerettet werden.

Da wir mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Gottes Feinde waren, werden wir erst recht, nachdem wir versöhnt sind, gerettet werden durch sein Leben.

Mehr noch, ebenso rühmen wir uns Gottes durch Jesus Christus, unseren Herrn, durch den wir jetzt schon die Versöhnung empfangen haben.

Ruf vor dem Evangelium

Mt 11, 29ab Halleluja. Halleluja.

So spricht der Herr: Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig.

Halleluja.

Aus dem hl. Evangelium nach Lukas

Lk 15, 3–7

In jener Zeit erzählte Jesus den Pharisäern und Schriftgelehrten dieses Gleichnis und sagte: Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Wüste zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?

Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war!

Ich sage euch: Ebenso wird im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die keine Umkehr nötig haben.

Credo

Gabengebet

Allmächtiger Gott, sieh auf das durchbohrte Herz deines Sohnes, der uns geliebt und sich für uns hingegeben hat. Lass unser Opfer dir wohlgefallen und zur Sühne für unsere Sünden werden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Präfation

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben, durch unseren Herrn Jesus Christus. Am Kreuz erhöht, hat er sich für uns dahingegeben aus unendlicher Liebe und alle an sich gezogen. Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht offen für alle, damit sie freudig schöpfen aus den Quellen des Heiles. Durch ihn rühmen dich deine Erlösten und singen mit den Chören der Engel das Lob deiner Herrlichkeit.

Kommunionvers

Joh 7, 37–38

Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt! Die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, du hast uns gestärkt mit dem Sakrament jener Liebe, durch die dein Sohn alles an sich zieht. Entzünde auch in uns das Feuer seiner Liebe, damit wir in unseren Brüdern ihn erkennen und ihm dienen. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Schlusssegen

Gott, unser Vater, segne euch mit allem Segen des Himmels, damit ihr rein und heilig lebt vor seinem Angesicht.

Er lehre euch durch das Wort der Wahrheit; er bilde euer Herz nach dem Evangelium Christi und gebe euch Anteil an seiner Herrlichkeit.

Er schenke euch jene brüderliche Liebe, an der die Welt die Jünger Christi erkennen soll.

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn † und der Heilige Geist.

Abendgebet

O Gott, komm mir zu Hilfe.

Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Innehalten am Abend

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.

1 Samuel 16, 7

• Was sehe ich – und wie sehe und beurteile ich andere?

• Was hilft mir dabei, mehr und mehr mit „den Augen des Herzens“ zu sehen?

Confiteor (Seite 17) – oder – Erbarme dich (Seite 27)

Hymnus

O Herz des Königs aller Welt, des Herrschers in dem Himmelszelt, dich grüßt mein Herz in Freuden. Mein Herze, wie dir wohl bewusst, hat seine größt und höchste Lust an dir und deinem Leiden.

Ach, wie bezwang und drang dich doch dein edle Lieb, ins bittre Joch der Schmerzen dich zu geben, da du dich neigtest in den Tod, zu retten aus der Todesnot mich und mein armes Leben.

Du meines Herzens Herz und Sinn, du brichst und fällst und stirbst dahin, wollst mir ein Wort gewähren: Ergreif mein Herz und schließ es ein in dir und deiner Liebe Schrein. Mehr will ich nicht begehren. Lass deine Flamm und starke Glut durch all mein Herze, Geist und Mut mit allen Kräften dringen. Lass deine Lieb und Freundlichkeit zur Gegenlieb und Dankbarkeit mich armen Sünder bringen!

Nach Paul Gerhardt 1656

GL 369 – andere Fassung: GL 1975 549 · KG 209

Psalm 145

Verse 13c–21

Der Herr ist treu in all seinen Worten, * voll Huld in all seinen Taten.

Der Herr stützt alle, die fallen, * und richtet alle Gebeugten auf.

Aller Augen warten auf dich, * und du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.

Du öffnest deine Hand * und sättigst alles, was lebt, nach deinem Gefallen.

Gerecht ist der Herr in allem, was er tut, * voll Huld in all seinen Werken.

Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe, * allen, die zu ihm aufrichtig rufen.

Die Wünsche derer, die ihn fürchten, erfüllt er, * er hört ihr Schreien und rettet sie.

Alle, die ihn lieben, behütet der Herr, * doch alle Frevler vernichtet er.

Mein Mund verkünde das Lob des Herrn. * Alles, was lebt, preise seinen heiligen Namen immer und ewig!

Ehre sei dem Vater ...

Treu bist du in allem, was du tust, du unser Gott. Du denkst an die Menschen, die deiner bedürfen. Öffne uns Augen und Herz, dass wir mit unseren Schwestern und Brüdern teilen, was wir zum Leben brauchen.

Lesung

Eph 2, 5–7

Gott, der voll Erbarmen ist, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht. Aus Gnade seid ihr gerettet. Er hat uns mit Christus Jesus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz im Himmel gegeben. Dadurch, dass er in Christus Jesus gütig an uns handelte, wollte er den kommenden Zeiten den überfließenden Reichtum seiner Gnade zeigen.

Magnificat – Lobgesang Mariens

Antiphon zum Magnificat:

Seines Erbarmens eingedenk, nahm der Herr sich unser an und schloss uns in sein Herz. Halleluja.

Fürbitten

Heute vor 100 Jahren wurde Reichsaußenminister Walther Rathenau ermordet, der schon früh auf eine Annäherung der europäischen Nationen gesetzt hatte. Lasst uns beten zu Gott, dem Vater aller Menschen:

V: Schöpfer des Lebens, A: schenke uns Frieden.

Für alle Einzelnen, Gruppen und Völker, die in Spannung oder Konflikt miteinander leben; – mach sie bereit zur Vergebung und lass sie zur Einigkeit finden.

Für alle, die weltweit in Politik und Gesellschaft Verantwortung tragen; – lass sie mutig für Recht und Gerechtigkeit eintreten.

Für alle, die Verfolgung und Unterdrückung ertragen müssen; – führe sie zur Freiheit und gib ihnen Raum, sich zu entfalten.

Für alle, die ihr Leben für das eines anderen Menschen eingesetzt haben; – lass aufgehen, was sie gesät haben, und gib ihnen ewige Freude.

Vaterunser

Oration

Allmächtiger Gott, wir verehren das Herz deines geliebten Sohnes und preisen die großen Taten seiner Liebe. Gib, dass wir aus dieser Quelle göttlichen Erbarmens die Fülle der Gnade und des Lebens empfangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der Herr behüte uns vor allem Bösen, er behüte unser Leben.

Der Herr behüte unseren Ausgang und Eingang, von nun an bis in Ewigkeit.

Vgl. Ps 121, 7–8

Salve Regina (Seite 379)