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HEILKRAFT AUS DER NATUR: Die Energie-Wurzel Ginseng


natürlich gesund und munter - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 24.10.2019

In Asien ist sie das Sinnbild für Gesundheit und ein langes Leben. Auch bei uns wird die stärkende und leistungssteigernde Wurzel naturheilkundlich sehr geschätzt.


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Bildquelle: natürlich gesund und munter, Ausgabe 6/2019

Ginseng hilft bei …

► Kraftlosigkeit
► Konzentrationsschwäche
► Erschöpfungssyndrom
► psychischen Verstimmungen
► Verdauungsproblemen

FÜHLEN SIE SICH OFT schwach und müde? Haben Sie Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren? Dann verspricht eine Wurzel aus Korea und China Abhilfe: Ginseng. Einer Legende zufolge zeigte ehedem ein Berggott einem jungen Mann im Traum den Weg zum Fuß des südkoreanischen Berges Jinaksan. Dort fand der Jüngling die ...

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FÜHLEN SIE SICH OFT schwach und müde? Haben Sie Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren? Dann verspricht eine Wurzel aus Korea und China Abhilfe: Ginseng. Einer Legende zufolge zeigte ehedem ein Berggott einem jungen Mann im Traum den Weg zum Fuß des südkoreanischen Berges Jinaksan. Dort fand der Jüngling die Ginsengwurzel, heilte damit seine todkranke Mutter und begann, die Pflanze zu kultivieren.
Das war vor 1500 Jahren. Sehr viel später, im 17. Jahrhundert, gelangte Ginseng(Panax ginseng) durch niederländische Seefahrer nach Europa. Vor allem bei Königs- und Adelshäusern wurde er rasch äußerst beliebtund erwarb sich den glorreichen Ruf, er könne Altersgebrechen beheben, wirke lebensverlängernd und erhöhe sogar Stärke und Potenz.

Mehr Kraft dank Ginseng

Was damals als fantastische Geschichte herumerzählt wurde, ist heute wissenschaftlich erwiesen. Ginseng för-Heilkraft aus der natur dert nämlich die Zellteilung. Dadurch kommt es bei der Einnahme zu einer Verbesserung von Leistung und Konzentration sowie zur allgemeinen Anregung des ganzen Immunsystems. In vielen kräftespendenden Nahrungsergänzungsmitteln ist die Heilwurzel deshalb ein Hauptbestandteil. Medizinisch wird sie auch heute noch besonders häufig in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt. Dr. Stefan Hager, Leiter der Ersten Deutschen Klinik für Chinesische Medizin in Bad Kötzting, erklärt die aufbauende Wirkung: „Durch die Gabevon Ginseng wird Chi – also Lebensenergie – von der Milz zur Lunge transportiert. Damit werden die Abwehrkräfte und das Immunsystem gestärkt. Das Gewebe wird straffer, die Organe arbeiten effektiver.“


Die Wurzeln der Heilpflanze mit den roten Fruchtständen sind ein bewährtes Stärkungsmittel.


Der ganze Körper werde besser versorgt, die Verdauung angeregt. „Daher geben wir Ginseng vor allem Patienten, die sich schwach und antriebslos fühlen und deren Verdauung gestärkt werden muss.“
Auch bei Stress könne die Wurzel helfen – laut Dr. Hager beruhigt sie sowohl den Geist als auch das Herz und wirkt psycho-emotional entspannend. „Und es gibt erste Studien, die nachweisen, dass Ginseng den Blutzuckerspiegel und den Cholesterinwert senkt und sogar eine antioxidative Wirkung hat, das heißt gegen freie Radikale und damit gegen entzündliche und bösartige Prozesse im Organismus arbeitet“, so der Experte aus dem Bayerischen Wald. In ersten Versuchen zeigte sich, dass er das Krebswachstum hemmen sowie Blut und Zellen stimulieren kann.
Zu verdanken hat die Ginsengwurzel dies vor allem den in ihr enthaltenen Ginsenoisiden, einer bestimmten Art von Pflanzenstoffen, die zur Gruppe der Saponine gehören. Diese Saponine sind Wirkstoffe, die Beschwerden wie etwa Konzentrationsschwäche bekämpfen. Charakteristisch für sie ist ein bitterer Geschmack und eine seifenartige Schaumbildung, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen.

Die Qual der Wahl

Es existieren verschiedene Ginsengsorten, die auch unterschiedlich verarbeitet werden. Die bekanntesten sind der weiße (chinesische) und der rote (koreanische) Ginseng. Der weiße Ginseng wird getrocknet und zu Ginsengpulver vermahlen. Der rote Ginseng wird vor dem Trocknen gekocht und erhält dabei seine Farbe. Wirksamer ist laut Dr. Hager die rote Variante, weil sie mehr Hitze im Körper hervorruft. Neben dem roten und dem weißen Ginseng werden mittlerweile auch andere Ginsengarten angebaut, wie zum Beispiel der amerikanische, der japanische und der vietnamesische Ginseng. Aber für welche Sorte auch immer Sie sich entscheiden, die pharmakologische Wirkung des aus der Wurzel hergestellten Mittels hängt entscheidend von seiner Ernte und von seiner Qualität ab.

Gemahlener Ginseng wird konzentriert in Kapseln gefüllt oder zu Tabletten gepresst. Zudem wird er in Form von Extrakten, als Tonikum oder auch als Ginsengtee angeboten.


Augen auf beim Kauf

Da der Anbau von Ginseng eine langwierige Angelegenheit ist, zählt Ginseng zu den teureren Heilpflanzen. Früher sagte man sogar, er sei wertvoller als Gold. Jede Pflanze benötigt allein zwei Winter, um aus den Samen zu keimen. Bis die Wurzeln medizinisch wirksam sind, vergehen ungefähr sechs bis sieben Jahre. Nach der Ernte liegen die Felder bis zu zehn Jahre lang brach – so lang dauert es, bis der Boden sich erholt hat.
Auch deshalb gibt es mittlerweile sehr viele verschiedene Qualitäten auf dem Markt. Sie sollten also genau darauf achten, was Sie kaufen – vor allem, wenn Sie sich im Ausland befinden. In Ländern wie Marokko, Tunesien und der Türkei wird nämlich gefälschter billiger Ginseng angeboten, der sich später meist als scharfer Ingwer entpuppt. Zudem warnen Verbraucherorganisationen wie Greenpeace deutlich vor Pestizidrückständen in chinesischen Kräutern. Frei von Pestiziden ist Ginseng aus Deutschland. Inzwischen gibt es nämlich auch hierzulande Anbauer, die ihreeigenen Präparate auf den Markt bringen (zum Beispiel Ginseng SL von FloraFarm).

Alter als Qualitätsmerkmal: Je älter eine geerntete Ginsengwurzel ist, desto höher ist ihr Wirkstoffgehalt. Eine optimale Wirkung ist erst nach einer Wachstumsphase von sechs bis sieben Jahren zu erwarten.


Die richtige Dosierung

Aber nicht nur die angebotene Qualität ist wichtig. Bei Ginseng ist wie bei kaum einer anderen Pflanze bei der Einnahme auf die Dosierung zu achten. „Egal, welche Sorte Ihnen angeboten wird, Ginseng ist ein sehr stark wirkendes Mittel und kann durchaus auch Nebenwirkungen haben“, warnt Dr. Hager. „Bei einer zu hohen Dosierung kann die Einnahme zu Schlaflosigkeit, Ödemen und Bluthochdruck führen oder auch Blutungen in der Menopause auslösen.“ Allerdings, so der Arzt, seien andererseits viele der angebotenen Präparate unterdosiert und daher oft wirkungslos.
Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, Ginseng in guter Qualität und zudem eine individuelle Einnahmeempfehlung für Ihre Beschwerden zu erhalten, empfiehlt Dr. Hager vor der Einnahme einen in der Traditionellen Chinesischen Medizin erfahrenen Arzt, Therapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen. „Oder Sie lassen sich beim Kauf zumindest von dem Apotheker Ihres Vertrauens beraten“, so der Klinikleiter. „Ich selbst empfehle meinen Patienten meistens eine Einnahme von ein bis zwei Gramm Ginseng am Tag und rate zu Präparaten des roten Ginsengs in Kapselform.“
Ginseng darf übrigens auf keinen Fall gleichzeitig mit schulmedizinischen Medikamenten eingenommen werden, sondern nur mit einem gewissen zeitlichen Abstand. „Dazwischen sollten mindestens zwei Stunden liegen“, so Dr. Stefan Hager. „Und Achtung: Wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen oder unter starkem Bluthochdruck leiden, rate ich von Ginseng grundsätzlich ab.“ Für eine optimale Wirkung der sogenannten Ginsengkur empfiehlt der TCM-Arzt eine Dauer von mindestens drei Wochen und höchstens drei Monaten.


Fotos: dariaustiugova, DragonImages/beideAdobeStock.com

Fotos: odyphoto/iStock.com; bigacis, cnfoodphoto/beideAdobeStock.com