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HEINZ ZIMMERMANN: Auf Tauchstation


Modellwerft - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 13.11.2019

Die »USS Skipjack« von Modell-UBoot-Spezialitäten


Artikelbild für den Artikel "HEINZ ZIMMERMANN: Auf Tauchstation" aus der Ausgabe 12/2019 von Modellwerft. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Modellwerft, Ausgabe 12/2019

Nach dem Bau einer dynamisch tauchendenU47 von robbe wollte ich ein kleines statisch tauchendes Boot mit Tauchtank bauen. Nach Recherchen und Gesprächen mit Kollegen fiel meine Wahl auf den Bausatz derUSS Skipjack (SSN-585) von der Firma Modell-UBoot-Spezialitäten (www.modelluboot.de).

Das Modell entstand im Maßstab 1:96, ist 800 mm lang und verdrängt ca. 4 kg. Der Basis-GFK-Satz enthält das Bugund das Heckteil. Der Turm, die Seitenund die Tiefenruder vervollständigen die äußeren Anbauteile. Die Stromlinienform zeigt schon die zu erwartende hohe ...

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... Geschwindigkeit. Die profilierten Ruderblätter verleihen dem Boot eine sehr gute Manövrierfähigkeit. Alle Details sind im Rumpf und im Turm eingearbeitet. Die beiden Rumpfteile werden durch einen Bajonettverschluß verschlossen und einem O-Ring abgedichtet.

Optionen

Der Kunde konnte verschiedene Ausrüstungsteile bestellen, vom einfachen Basis-GFK-Satz bis zum mechanisch und elektronisch kompletten Bausatz. Nach einem Telefonat mit dem Hersteller Norbert Brüggen habe ich den kompletten Bausatz bestellt. Zum Lieferumfang gehörten der Basis-GFK-Satz mit Ruder Turm und Propeller (aus Polyurethan) sowie sämtliche mechanischen und elektronischen Ausrüstungsteile. Ein Plan gab Aufschluss über den Einbau der gesamten Technik. Zuerst wurde der Bajonettverschluss in die beiden Rumpfhälften mit Epoxidkleber UHU Endfest 300 eingeklebt. Der Einbau wird durch eine Anleitung erklärt und es ist Vorsicht geboten, damit kein Harz zwischen die Ringe läuft und sie unwiderruflich verklebt. Der Verschluss wird im verriegelten Zustand markiert und anschließend verklebt. Im Notfall, wenn es nicht klappt, kann man mit etwas Glück den hinteren Ring wieder lösen. Dazu wird das Heckteil mit dem Verschluss auf eine heiße Herdplatte mit 200 C Celsius gestellt und nach kurzer Zeit mit Gewalt gelöst, aber soweit sollte es nicht kommen.

Oben der Lageregler, unten links die Ballasttanksteuerung, unten rechts der Wassermelder


Heck mit Bajonettverschluss, Turm, Ruder mit U-Anlenkung


Verschiedene Propeller, Motor, Flansch, Welle, Lager, Stopfbuchsen, Bajonettverschluss mit O-Ring


Als Nächstes wurde der 500-ml-Kolbentank von der Fa. Engel mit dem beiliegenden Umbausatz auf 12 Volt geändert. Dazu muss dieser Kolbentank zerlegt werden und der vorhandene große 6-Volt-Motor durch einen kleineren 12-Volt-Motor ersetzt werden. Hier gibt es ebenfalls eine ausführliche Betriebsanleitung. Nach diesen Tätigkeiten werden aus Platinenmaterial die Servohalter erstellt und an den Bühlermotor angeschraubt. Die Motoreinheit bestehend aus Motor und Aluflansch, mit abgedichteter Welle wird auf den Heckspant geschraubt. Zwei Gestängedurchführungen (Stopfbuchsen) vervollständigen die Antriebseinheit. Der nächste Schritt ist der Bau der Einschubtechnik mit dem Akkufach aus Kunstoff. Bis alles durchgetrocknet ist, wird der Einbau der Ruder vorgenommen. In das Heck wird eine Wartungsklappe geschnitten, die sich in dem frei durchfluteten Raum, hinter dem Heckspant befinden muss. Seiten-und Tiefenruder werden nun gebohrt und entsprechend dem Plan eingeklebt. Die Anlenkung der Ruder ist eine besondere Herausforderung. Besondere Nerven sind dabei gefragt, wenn man die U-Anlenkungen an den Ruderachsen befestigt. Hierbei ist darauf zu achten, dass sich die Seiten-und Tiefenruder sowie die Propellerwelle nicht gegenseitig behindern. Nachdem diese Herausforderung gemeistert ist, wird der Heckspant mit Motor und Servos final im Heckteil verklebt. Wichtig, es darf kein Kleber in die Stopfbuchsen gelangen. Die Ruderanlenkungen werden von den Servos kommend durch die Stopfbuchsen geführt und durch Stellringe mit den Anlenkungen im Heck verbunden.

Innenleben

Der Einbaurahmen nimmt jetzt die Akkus und den umgebauten Kolbentank auf. Als Stromversorgung dient ein 12-Volt-NiMh-Akkupack. Im nächsten Schritt werden die Elektronik mit dem Empfänger, dem Fahrtregler, der Ballasttanksteuerung, dem Lage-und Tiefenregler sowie ein Wassermelder eingebaut. Hier ist Kreativität gefragt, denn der Hersteller gibt nur vage Anleitung zur Platzierung der einzelnen Komponenten. Das U-Boot wird mit einem 40-MHZ-Empfänger betrieben, denn nur dieser ist in der Lage, Funkkontakte unter Wasser zu empfangen. Die Ballasttanksteuerung von Norbert Brüggen hat die Aufgabe, den Kolbentank zu steuern und hat zusätzlich verschiedene Funktionen. Eine Aufgabe ist das Fluten und das Lenzen des Kolbentanks, das bedeutet das Boot taucht ab oder taucht auf. Eine weitere wichtige Funktion ist die Überwachung des Funkkontaktes und der Unterspannung in dem U-Boot. Sollte es zu einem Senderausfall kommen, lenzt die Ballasttanksteuerung automatisch den Kolbentank und das Boot taucht auf. Der Fahrtregler wird mit dem Motor und dem Akku verbunden sowie entsprechend der Betriebsanleitung eingestellt. Zur besonderen Sicherheit habe ich einen optischen Wassermelder mit einer LED in das Heck eingebaut. Die LED blitzt bei einem Leck, wenn die Fühler an der tiefsten Stelle im Inneren des Bootes Wasserkontakt haben. Diese Schaltung wurde vom meinem Modellbaufreund Rainer Baierl gebaut und sollte möglichst nicht blitzen,denn dann ist alles in Ordnung. Die Verkabelung der einzelnen Komponenten wird mit Silikonkabel und 4-mm-Goldkontaktstecker vorgenommen. Ein weiteres Bauteil ist der Lageregler, der zwischen Tiefenruderservo und Empfänger geschaltet wird. Man kann den Regler als elektronische Wasserwaage bezeichnen, die das Boot über die Tiefenruder bei der kleinsten Lageänderung gegensteuert. Wichtig für diese Funktion sind ein schnelles Tiefenruderservo und eine möglichst perfekte Trimmung des U-Bootes. Im nächsten Schritt wird der Turm mit seinen Tiefenrudern, Sehrohren und Ausfahrgeräten auf dem vorderen Rumpfteil befestigt. Vor der ersten Wasserung wird noch der Dichtring in den Bajonettverschluss eingebaut. Nach einer Dichtigkeitsprüfung und Funktionsprüfung aller mechanischen und elektrischen Komponenten erfolgt die langwierige Trimmung des Bootes mit Blei bis zur KWL. Es wurden kleinere Fehler behoben und die ersten Tauchsowie Fahrversuche waren vielversprechend, das Boot schwebte wie ein Fisch im Wasser. Die beiliegende Schraube habe ich durch einen siebenflügeligen Propeller ersetzt.

Umbausatz Motor-Kolbentank von 6 Volt auf 12 Volt


Der Kolbentank und das Heck


Abschluss

Zum Schluss wurde das U-Boot noch lackiert und mit den Anreibezeichen sowie einer drei Mann Besatzung vervollständigt. Das Boot ist seit Jahren ohne nennenswerte Störungen im Einsatz.

Info & Bezug
Norbert Brüggen Benderstraße 3941065 Mönchengladbach
Tel.: 02161 481851
Internet: www.modelluboot.de