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Helfen die wirklich?: 8 Anti-Erkältungshelfer im Check


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 46/2018 vom 09.11.2018

Jetzt sind sie wieder überall in den Discountern zu finden: Medizinprodukte, die Husten, Schnupfen und Halsweh lindern oder gar ganz verhindern sollen. Naturheilkunde-Spezialist Prof. Dr. Andreas Michalsen hat sie für BILD der FRAU bewertet


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 46/2018

Prof. Dr. Andreas Michalsen ist Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin und Stiftungsprofessor für klinische Naturheilkunde an der Charité.


Bei Husten tut Eukalyptus gut


Nasendusche: sehr gut

→ Gerät mit lauwarmem Wasser und Nasenspülsalz befüllen, an ein Nasenloch ansetzen, Mund öffnen, Kopf neigen: Nasenduschen sind gewöhnungsbedürftig. ...

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... „Doch sie haben sich zur Vorbeugung von Infekten und bei chronischen Beschwerden bewährt“, sagt Prof. Michalsen. Das Salzwasser befreit die Nasenschleimhaut von Schleim und Erregern. Gleichzeitig hält es sie feucht und geschmeidig – Viren siedeln sich nicht so leicht an. Wichtig: Dusche immer heiß ausspülen, trocknen lassen, nicht bei heftigem Schnupfen nutzen. „Dann ist die Schleimhaut für das Salz zu gereizt“, sagt Prof. Michalsen.

Eukalyptus-Pads: befriedigend

→ Die kleinen Vliespolster werden am Tag oder in der Nacht auf die Kleidung geklebt und verströmen bis zu acht Stunden ätherisches Öl. „Eukalyptus ist eine sehr gute Heilpflanze bei Husten. Sie löst Schleim aus den Bronchien, ist krampflösend, entzündungshemmend und fördert den Abtransport des Sekrets“, erklärt Prof. Michalsen. Ihr heilendes Cineol-Öl steckt auch in Bonbons, Ölen oder Kapseln. „Die Pads sind eher eine Spielerei“, so der Experte.

Nasensauger: gut

→ Mit Unterdruck holen die manuellen oder elektrischen Pumpen Sekret aus verstopften Babynasen, bei manchen Modellen müssen Eltern selbst saugen. „Kinder atmen in den ersten eineinhalb Jahren vor allem durch die Nase, daher ist es sinnvoll, diese vom Schleim zu befreien – auch, um Mittelohrentzündungen zu verhindern“, urteilt Prof. Michalsen. Bleibt die Nase dicht, dringen Erreger aus dem Rachen leicht ins Ohr. Tipp: Nach Gebrauch immer in der Spülmaschine oder im Sterilisator reinigen.

Befreit Kleinkinder von Schleim: der Nasensauger


Inhalationstopf: ungenügend

→ Der trichterförmige Deckel verhindert Augenreizungen und führt den Dampf gezielt zu Mund und Nase. Dennoch: „Diese Töpfe sind nicht sehr sinnvoll. Beim Inhalieren wird die Qualität nämlich nicht über das Mundstück, sondern über den Grad der Vernebelung erreicht“, erklärt Prof. Michalsen. Hier ist er nicht besonders fein – daher gelangt der Dampf nur zur Nasenschleimhaut, aber nicht in die Bronchien. Besser sind:

Ultraschall-Inhalationsgeräte: sehr gut

→ Sie erzeugen Mini-Tröpfchen, die tief in die oberen und unteren Atemwege dringen. „So wird festsitzender Schleim gelöst“, sagt der Experte.

Kirschkernkissen: gut

→ Die im Backofen oder in der Mikrowelle aufgeheizten Päckchen speichern Wärme über Stunden. „Viele empfinden das als wohltuend bei Hals- oder Ohrenschmerzen“, sagt Prof. Michalsen. „Zwiebelsäckchen lindern wegen ihrer zusätzlichen antibakteriellen Wirkung Ohrenschmerzen jedoch besser, bei Halsschmerzen helfen Kartoffelwickel.“ So funktioniert’s: Zwiebel bzw. Kartoffeln klein schneiden, erwärmen bzw. kochen. In ein Tuch wickeln und auflegen. Die Kartoffeln vorher zerdrücken.

Kirschkernkissen wärmen nachhaltig – auch bei Ohren- und Halsschmerzen


Gesunder Raumduft mit ätherischen Ölen


Aroma-Diffusor: gut

→ Die neuen Geräte kombinieren Luftbefeuchtung mit Aromatherapie, durch Ultraschall wird der ins Wasser getröpfelte Duft im Raum vernebelt. „Ätherische Öle aus Heilpflanzen oder Gewürzen verbessern die Stimmung, wirken antibakteriell und antiviral, daher ist es nicht unklug, sie in der Erkältungszeit in der Nähe zu haben“, so Prof. Michalsen. Gut eignen sich Salbei, Thymian, Zitrone und Pfefferminze. Mit ihren desinfizierenden Eigenschaften stoppen sie zudem die Ausbreitung von Krankheitskeimen. „Verwenden Sie aber nur naturreine Öle, synthetische Duftöle haben keinen Effekt und können eher Allergien auslösen.“

Rotlichtlampe: sehr gut

→ „Bestrahlungen mit der Rotlichtlampe können in Kombination mit schleimlösenden Sprays sehr gut zur Linderung einer Sinusitis, also einer Entzündung der Nasennebenhöhlen beitragen“, erklärt Prof. Michalsen. Das unsichtbare Infrarotlicht dringt einige Millimeter in die Haut, fördert dort die Durchblutung. „Dadurch wird der Stoffwechsel und die körpereigene Abwehr im entzündeten Bereich angekurbelt“, sagt Prof. Michalsen. Zur Behandlung das Gesicht bis zu dreimal täglich für 15 Min. bestrahlen. Vorsicht: Mindestabstand (siehe Anleitung) beachten, Augen schließen!

Hilft bei einer Nasennebenhöhlenentzündung


Fotos: 123RF (2), dpa Picture-Alliance, Shotshop, Your_Photo_Today (2)