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HELIEXPO 19 Die Highlights aus Atlanta


ROTORBLATT - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 07.05.2019

Die diesjährige HeliExpo war eine Mixtur aus Weiterentwicklungen von Hubschraubern, neuen Fluggeräten im Rennen um das nächste Air Taxi und einigen echten Fortschritten bei Herstellern und Zulieferern. Natürlich war es wieder eine lebhafte Show – und zwar fröhlicher als in den vergangenen Jahren. Dennoch fehlten das „Wow“ und die hohen Investments wie zu den besten Boom-Zeiten.

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Die neue H145 (zertifiziert als BK117 D-3) besitzt einen Fünfblatt-Hauptrotor. Die Blätter lassen sich in kurzer Zeit platzsparend wegfalten.


TEXT &FOTOS: GEORGINA HUNTER-JONES

Die Pressekonferenz von Airbus Helicopters war sehr ...

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... gut besucht und der Hersteller enthüllte noch mehr Details über die neue H145 (BK117 D-3), die ein faltbares Fünfblattrotor-System erhalten hat. Die Maschine besitzt zwei Safran Arriel 2ETriebwerke, hat ein geringeres Leergewicht und ein erhöhtes Nutzlast-Limit. Airbus bietet dieses Upgrade auch als Retrofit für die aktuelle Version der H145 an. In weniger als 10 Minuten sollen die fünf Blätter des Hauptrotors weggefaltet sein, um den Hubschrauber auch in engeren Platzverhältnissen unterbringen zu können. Der Hersteller möchte nun seine H160 auch in den HEMS-Markt bringen, dazu erklärte Ralph Setz, Marketing Direktor für die Luftrettungssparte: „Wir sehen das Wachstum dieses Marktsegmentes bei bis zu 30 Prozent. Krankenhäuser fusionieren und bilden künftig wohl eher große Zentren. Demzufolge werden die Patienten über längere Strecken transportiert werden müssen.“ Als Hauptkonkurrent der H160 sieht Airbus die AW139 von Leonardo aus Italien.

LEONARDO HELICOPTERS

Die Italiener stehen kurz vor dem Bau des ersten Serienluftfahrzeuges ihrer zivilen Tiltrotor-AW609. Parallel dazu findet der Aufbau einer neuen Trainingsakademie in Philadelphia statt, wo es einen Fullflight-Simulator und Wartungstrainer geben wird. Mehr als 1.400 Flugstunden wurden im AW609-Testprogramm bereits absolviert. Zwei Testmaschinen sind derzeit aktiv im Programm, AC1 fliegt die Sessions in Italien für die Beladungsparameter, während AC3 in Philadelphia weitere Leistungstests der Triebwerke absolviert. AC2 ging wie bekannt bei Hochgeschwindigkeitstests in Italien vor zwei Jahren verloren. AC4 soll gegen Ende diesen Jahres weitere Testflüge unternehmen. Der italienische Hersteller kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken, es soll sogar das beste Jahr sowohl im zivilen wie auch militärischen Segment überhaupt gewesen sein – die Bestellungen lagen um 177 Order über dem Jahr 2017, hauptsächlich zurückzuführen auf die Großbestellung von 28 NH90s aus dem Wüstenstaat Quatar, inklusive Training-Support.

BELL

Obwohl Bell sich am Stand sehr eindrucksvoll auf das Zukunftsfeld der sogenannten Flugtaxis festgelegt hat, gab es auch Neuigkeiten im traditionellen Hubschraubersegment. Die Tests mit der Bell 525 „Relentless“ sollen nun zeitnah beendet werden. In die Messe platzte traurigerweise die Nachricht des ersten Absturzes einer Bell 505 in Kenia. Bell Direktor Mitch Snyder erklärte, dass man sich noch mehr auf den IFR-Flug konzentrieren möchte, da diese Option in der Luftrettung und dem Polizeiflug immer wichtiger werden würde. Für den US-Markt gilt das vor allem für Single-Engines, was hierzulande in Europa in der Form nicht gestattet ist. In Bezug auf „Bell Nexus“ ist man sich bei Bell sehr sicher, die einzige ganzheitliche Vision eines Flugtaxis zu zeigen. Die sechs ummantelten Rotoren sorgen einerseits für einen redundanten Antrieb und schüzen andererseits die Passagiere beim Ein- und Aussteigen.

Fast die Hälfte des Absatzes für den SH09 sieht Kopter künftig in den USA.


MD HELICOPTERS

Die Chefin von MD, die extrovertierte Lynn Tilton, hielt wie jedes Jahr an ihrem Stand Hof und informierte über die neusten Entwicklungen des kleinen Herstellerbetriebes. Noch mehr als in den Jahren zuvor konzentriert sich MD auf die militärischen Hubschrauberprogramme in den USA, aber auch weltweit. Dafür wurden bereits angestoßene zivile Entwicklungsprogramme wie beispielsweise der 600xx auf kommende Jahre verschoben. „Wir sind eine kleine Firma“, erklärte Tilton“, wir können nicht alles zeitgleich schaffen“. Zwischen 2017 und 2018 hat MD 80 Luftfahrzeuge ausgeliefert – überwiegend für den militärischen Markt. „Es ist ein wenig bekannter Fakt“, berichtete sie,“dass von 2012 bis 2018 weltweit insgesamt 110 leichte Kampfhubschrauber gebaut worden sind. 105 dieser Maschinen kamen von uns!“

KOPTER

Das Schweizer Unternehmen gab die Anmietung eines 8.000 Quadratmeter großen Geländes in Louisiana bekannt. Kopter geht davon aus, dass 50% des künftigen Marktvolumens in den USA generiert werden würde, da die Einsatzmöglichkeiten von Single-Engine-Hubschraubern in Nordamerika deutlich vielfältiger sind. Schon jetzt soll es 25 Bestellungen aus den USA geben. Der dritte Prototyp des SH 09 hat bereits 50 Testflugstunden absolviert, die Reisefluggeschwindigkeit des Helikopters wird wohl auf 140 Knoten festgeschrieben werden.

ROBINSON

Wie zu erwarten war, erklärte der Hersteller das vergangene Jahr 2018 zu einem echten Erfolgsjahr. Robinson verkaufte 33 Mal den R22, 74 Einheiten des R66 und ganze 209 Mal den R44. Fast ein Drittel dieser Bestellungen gingen ins Ausland, vor allem nach Australien, China, Kanada und Engand. Anfang 2019 übernahm Sloane Helicopters in Northampton die 500. Maschine und alle Helikopter zusammen haben weltweit inzwischen über 40 Millionen Flugstunden generiert.

ENSTROM

Der Hersteller enthüllte einen überarbeiteten 280FX, angetrieben durch einen Kolbenmotor. Der Hubschrauber verfügt über neu designte Kabinentüren, ein verbessertes LED-Beleuchtungskonzept sowie neu gestaltete Avionics. Besonders erwähnenswert ist der Aufb au eines zentraleuropäischen Service-Centers in Frankreich in Zusammenarbeit mit dem Vertriebspartner „Copter & Boat‘s Dream“, der nun auf eine vollumfassende Freigabe für alle Enstrom-Hubschrauber hoffen kann.

In weiteren Nachrichten während der Show war zu hören, dass die australische Macquarie Group die beweglichen Anlagegüter von Waypoint Leasing im Wert von 650 Millionen US-Dollar übernommen hat. Darin enthalten sind 165 höchstrabattierte Hubschrauber, die allein einen Ursprungswert von mehr als 1,5 Milliarden Dollar hatten. Waypoint Leasing ist im vergangenen November insolvent gegangen; die Übernahme wird den Bestand an Hubschraubern von Macquarie mehr als verdoppeln. Das Unternehmen ist eigentlich in der gewerblichen und Bahn-Industrie beheimatet, startete jedoch 2013 in der Hubschrauberei als Newcomer mit der in den USA gegründeten Macquarie Rotrocraft Leasing.

Die Versicherungsprämien für Hubschrauber werden sich in diesem Jahr nahezu verdoppeln und einige Agenturen werden sich sogar von Hubschrauberbetreibern und Privatpiloten gänzlich trennen. Matt Drummelsmith, Präsident des Versicherungsanbieters „Aviation Specialty Insurance“ erklärte: „Aufgeblähte Kosten für Schadensfälle gehen leicht in den neunstelligen Bereich, insbesondere für HEMS-Betreiber. Die einzelnen Versicherungsträger können und wollen diese Belastungen in der Zukunft einfach nicht mehr tragen.“ Er geht dennoch davon aus, dass diese Entwicklung nur vorübergehend sein wird und sich der Markt eines Tages wieder normalisieren wird. Die Flugtaxis und Fluggeräte für den schweren Lastenflug waren in diesem Jahr nicht zu übersehen. Und zwar nicht nur der bereits beschriebene „Bell Nexus“, sondern auch das Arbeitspferd „SureFly“, ein Fluggerät mit acht Propellern mit der Option eines elektrischen oder auch hybriden Antriebes und einem ballistischen Notfallschirm.

Für große Bewunderung sorgte ein vollelektrischer Robinson R44, der einen Rekord für die weiteste elektrisch geflogene Strecke erreichte. Der modifizierte Hubschrauber flog 30 nautische Meilen bei einer Geschwindigkeit von 80 Knoten in einer Flughöhe von 800 Metern. Am 7. Dezember fand dieser Flug bereits statt. Für dieses Vorhaben gab die US-amerikanische Luft fahrtbehörde FAA eine spezielle Ausnahmegenehmigung. Der Flug startete am Los Alamitos Army Field in Kalifornien.

Ginge es nach Bell würde das Projekt „Nexus“ bereits den ganzheitlichen Ansatz eines Flugtaxis zeigen. Das Antriebskonzept mit den sechs redundanten und ummantelten Propellergondeln entspricht schon in etwa den Entwürfen künftiger Zulassungsvorschriften.