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HELLAS RALLY 2021 HART, HÄRTER, HELLAS


Off Road - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 13.07.2021

HELLAS RALLY 2021

Artikelbild für den Artikel "HELLAS RALLY 2021 HART, HÄRTER, HELLAS" aus der Ausgabe 8/2021 von Off Road. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Off Road, Ausgabe 8/2021

Nach 4 Jahren in anderen Gegenden Griechenlands fand die Hellas-Rally diesmal wieder im schönen Nafpaktos an der Nordküste des Golfs von Korinth statt. Neben einem kleinen befestigten Hafen und einem langen Strand bietet diese Stadt viele Sehenswürdigkeiten, zu denen auch eine beeindruckende venezianische Burg gehört. Kein Wunder also, dass Nafpaktos bei den meisten Teilnehmern als der attraktivste Austragungsort für die Hellas Rally gilt – weshalb deren Organisator, Meletis Stamatis, dieses Renn-Event alle paar Jahre hierher zurückbringt. Die siebentägige Hellas bildet den 1. Lauf zum SSV Mediterranean Cup. Das Besondere an dieser Rallye sind die vielen verschiedenen Klassen, wodurch sie sich bisher für Rookies ebenso eignete wie für alte Hasen. So strömten im Mai über 260 Teilnehmer aus insgesamt 35 Ländern in die griechische Hafenstadt, um von dort aus im Rahmen des Wettkampfs ...

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... mit zwei-oder vierrädrigen Gefährten auf 2000 Offroad-Kilometern ihr fahrerisches Können auszuloten.

Für gute Stimmung sorgte bereits das Biwak direkt am Meer mit tollem Panoramablick auf die berühmte Brücke Rio-Antirrio, die das griechische Festland mit der Halbinsel Peloponnes verbindet.

Vor Beginn des Rennens nahmen Einweisung und technische Inspektion zwei volle Tage in Anspruch, denn die Beachtung aller Regeln wird bei der Hellas Rally großgeschrieben.

UND LOS GEHT‘S!

Tag 1

(Gesamtstrecke: 91 km, WP1: 58 km)

Kurze Etappe um Nafpaktos, um Motoren und Fahrer vor der ersten langen Etappe „aufzuwärmen“. Die Strecke bestand hauptsächlich aus Bergstraßen, kombiniert mit einer schnellen Schotterpassage in höchsten Höhen, wo man richtig Gas geben und zwischen Windrädern dahinrasen konnte.

Tag 2

(Gesamtstrecke: 322 km, WP1: 254 km)

Am zweiten Renntag führte die Rallye über die Rio-Antirrio- Brücke, um den rauen Bergen des Peloponnes einen Besuch abzustatten. Auf 250 km galt es an diesem wirklich langen Offroad-Tag, einige der höchsten Gipfel der Halbinsel zu bewältigen. Eine besondere Herausforderung war die zweimalige Überquerung des 1926 Meter hohen Panachaiko.

DIE HELLAS RALLY 2021 AUS DER SICHT VON STEFAN HENKEN, CO-PILOT IM TEAM #817

„Schöne Rallye, schönes Land, schöne Umgebung, schönes Camp – klar, das ist alles perfekt. Für mich war es aber ein bisschen zu hart. Meletis (der Rennleiter) tendiert jetzt offenbar dazu, diese Rallye mit Veranstaltungen wie der Dakar zu messen, und baut Teilstrecken ein, die sogar noch viel härter sind als Dakar-Etappen. Ich finde, das geht in die falsche Richtung. Die meisten Teilnehmer kommen doch eigentlich zur Hellas, um einen schönen Urlaub, eine schöne Rallye zu haben, um gutes einheimisches Essen zu genießen und schöne Strecken zu fahren ... Man kann gespannt sein, wie sich das Ganze in den nächsten Jahren weiterentwickelt. Möglicherweise wird es den Leuten irgendwann schlichtweg zu hart.

Fast jeder unserer Kunden hat in diesem Rennen sein SSV beschädigt – einige haben sich damit sogar überschlagen, weil sie wegen einiger Mängel im Roadbook Fahrfehler begingen. Es wäre ratsam, das Roadbook mit mehr Warnungen und Markierungen zu versehen. Aber trotzdem: Alles in allem ist die Hellas Rally ein schönes Renn-Event.“

Tag 3

(Gesamtstrecke: 301 km, WP1: 288 km)

Erster von zwei Marathontagen. Berge, Berge und noch mehr Berge. Die Wettkämpfer starteten frühmorgens und fuhren direkt zum Mount Giona, höchster Berg südlich des Olymps und fünfthöchster in Gesamt-Griechenland (höchster Gipfel 2510 m). Den Tagesabschluss bildete eine Übernachtung in der Stadt Karpenissi inmitten eines beliebten Skigebiets, das wegen seiner überwältigend schönen, für einen mediterranen Ort untypischen Gebirgslandschaft auch die Schweiz von Griechenland genannt wird.

Teilnehmer, die technische Probleme hatten oder den Tag nicht beenden konnten, wurden nach Nafpaktos zurückgebracht und mussten (oder durften) am nächsten Tag pausieren, weil im Biwak in Karpenissi Parc-fermé-Bedingungen galten und kein technischer Support erlaubt war.

Tag 4

(Gesamtstrecke: 221 km, WP 1: 173 km)

Teil 2 der Marathonetappe führte die Teilnehmer Richtung Süden über einige Berge – und am Ende des Tages in das kleine, noch ganz traditionelle Dorf Thermos, wo sie sich von den Strapazen ausruhen und in der Taverne mit lokalen Spezialitäten stärken konnten.

Tag 5

(Gesamtstrecke: 133 km, WP 1: 72 km)

Ein kurzer Tag. Nur 72 km in einer SS rund um Nafpaktos, die den Teilnehmern Zeit gab, sich nach den kräftezehrenden Marathontagen zu erholen.

Tag 6

Gesamtstrecke: 108 km, WP 1: 85 km)

Ein weiterer relativ „gnädiger“ Tag. Kurze Liaisons und kurze Etappe. Die Strecke führte um einige Hügel und gewährte wunderschöne Panoramablikke in Richtung Meer.

Tag 7

(Gesamtstrecke: 112 km, WP1: 73 km)

Die letzte Herausforderung vor der Ziellinie. Gleich nach dem Start wurden die Fahrer mit einem engen, technisch sehr anspruchsvollen Abschnitt oben im Berg konfrontiert, gefolgt von einer Flussüberquerung und weiteren hügeligen,fahrtechnisch komplizierten Teilstrecken. Zuletzt ging es durch einen Olivenhain – bis ans ersehnte Ziel, das sich direkt neben dem Biwak befand. Dort erhielt dann jeder Teilnehmer eine Medaille dafür, dass er den Wettkampf bis zum Ende durchgehalten hatte. Den feierlichen Abschluss der Hellas Rally bildete abends die Siegerehrung im Biwak – vor der Kulisse eines großartigen Sonnenuntergangs.

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