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Helleborus – eine Erfolgsgeschichte


GB Gärtnerbörse - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 02.06.2018

Im kleinen, aber seit Jahren dynamischen Segment der Stauden lohnt sich eine separate Betrachtung der Christrosen (Helleborus). Durch ihre Etablierung als Zimmerpflanzen in der Weihnachtszeit zeichnet sich eine Erfolgsgeschichte ab, die erst mit der Saison 2017 einen kleinen Dämpfer erhielt. Zuvor stiegen die Verkaufszahlen (und Umsätze) seit 2010 beständig.


Allein die Zahl der in den „AMI-Aktionspreisen Blumen und Zierpflanzen“ erfassten Werbeanzeigen für Christrosen erhöhte sich bis 2017 auf 185 Stück im Jahr. Die Aktionszeiträume verschieben sich immer weiter in Richtung der Weihnachtsfeiertage. ...

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Bildquelle: GB Gärtnerbörse, Ausgabe 6/2018

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Abbildung 1: Prozentuale Verteilung der Ausgaben privater Verbraucher in Deutschland für Stauden insgesamt und für Helleborus in den Jahren 2010 bis 2017 auf den Fachhandel und den Systemhandel (LEH = Lebensmitteleinzelhandel)


Abbildung: AMI nach GfK-Pflanzenpanel

Als Geschenk beliebt

Im Vergleich mit anderen Stauden werden Christrosen deutlich häufiger als Geschenk eingekauft, was sich wahrscheinlich auf die Verwendung als Zimmerpflanze zu den Feiertagen zurückführen lässt. 2017 lag der Anteil der Ausgaben für Stauden insgesamt, die als Geschenk eingekauft wurden, bei lediglich neun Prozent, bei Christrosen dagegen bei 32 Prozent, also bei knapp einem Drittel.

Wie bei fast allen Zierpflanzen lassen sich die Kunden in Deutschland ihre als Geschenk eingekauften Stauden und auch Christrosen mehr kosten als die Pflanzen für den Eigenbedarf. 2017 lag der Durchschnittspreis für Stauden nach Angaben aus dem Pflanzenpanel der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bei 3,33 Euro, der für als Geschenk eingekaufte Stauden hingegen bei 5,17 Euro, wobei beide Preise im Vorjahresvergleich leicht sanken. Eine Christrose kostete mit 5,27 Euro mehr als Stauden allgemein, die als Geschenk eingekauften Christrosen waren mit 6,59 Euro erheblich teurer.

Systemhandel punktet

Bei Stauden zeigt sich die Verlagerung bezüglich der Einkaufsstätten eindrucksvoll. 2010 wurden 56 Prozent aller Stauden im Systemhandel (Baumärkte, Lebensmitteleinzelhandel [LEH], Discounter und Sonstige) erworben, 2017 waren es schon 60 Prozent. Bei den Christrosen ist diese Verlagerung noch deutlicher: Hier wurden im Systemhandel 2017 mehr als 71 Prozent der Mengen gekauft, ein Zugewinn von 27 Prozentpunkten. Bedenkt man dabei, dass sich die verkaufte Menge an Christrosen im selben Zeitraum mehr als verdoppelt hat, ist dies eine ordentliche Leistung.

Insgesamt betrachtet konnte der Blumenfachhandel (Blumenfachgeschäfte, Gärtnereien, Gartencenter und Wochenmärkte) seine Verkaufsmengen in diesen acht Jahren zwar ebenfalls steigern, er verkaufte allerdings lediglich rund 30 Prozent mehr Christrosen. Zum Vergleich: der Systemhandel konnte die Verkaufsmengen bis 2017 fast verdreifachen.

Insgesamt lässt sich immer noch von einer Erfolgsgeschichte sprechen, da die Verkaufsmengen an Stauden insgesamt zwischen 2010 und 2017 um knapp zehn Prozent sanken, wobei der Blumenfachhandel in den acht Jahren rund 20 Prozent verlor, der Systemhandel immerhin noch knapp drei Prozent.

Der Sortimentswandel innerhalb des Segments der Stauden hin zu Großpflanzen, die meist blühend verkauft werden, führt dazu, dass die Veränderungen bei der Betrachtung der Ausgaben positiver ausfallen: Die Ausgaben für Stauden stiegen von 2010 bis 2017 um rund sieben Prozent. Allerdings verlor der Blumenfachhandel hier fünf Prozent der Ausgaben, während der Systemhandel knapp 23 Prozent zulegen konnte.

Bei Christrosen stiegen die Ausgaben innerhalb der betrachteten acht Jahre um mehr als 120 Prozent, wobei der Wert der im Blumenfachhandel verkauften Christrosen um rund 66 Prozent gesteigert werden konnte. Auch hier liegen die Steigerungsraten im Systemhandel mit knapp 214 Prozent deutlich höher.