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HELSINKI: ENTSPANNT im Norden


Spa Inside - epaper ⋅ Ausgabe 2/2021 vom 02.03.2021

Das Meer im Blick – und die Sauna als Rückzugsort: Helsinki ist Metropole und Kleinstadt zugleich. Wer Design und gutes Essen liebt, wird in Finnlands Hauptstadt fündig. Und erfährt, was ein Mökki ist.


Artikelbild für den Artikel "HELSINKI: ENTSPANNT im Norden" aus der Ausgabe 2/2021 von Spa Inside. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Spa Inside, Ausgabe 2/2021

Wer im Winter in Helsinki mit dem Schlitten fahren möchte, muss eine Weile nach geeigneten Pisten suchen. Wie flach hier alles doch ist! 90 Meter über dem Meer misst die höchste Stelle der finnischen Hauptstadt – und die ist noch dazu künstlich errichtet. Und zwar aus Bauaushub im Viertel Malminkartano. Die Natur selbst hat es gerade mal auf 62 Meter geschafft – in Kivikoo. Doch eigentlich ist das auch gar ...

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... nicht wichtig, denn die Stadt mit ihren rund 650 000 Einwohnern (der Großraum kommt auf 1,4 Millionen Menschen) ist dafür um so einfacher zu Fuß zu erkunden. Oder per Rad.Ganze 80 Kilometer Luftlinie (es gibt eine beliebte Fährverbindung) sind es bis Tallinn in Estland. 400 bis Stockholm. 300 bis Sankt Petersburg. Dazwischen liegt, eng verbunden mit diesen anderen nordischen Metropolen, die ganz entspannte finnische Hauptstadt.Als Helsingfors wurde der Ort 1550 gegründet, damals unter schwedischer Herrschaft, und blieb lange Zeit unbedeutend. Später übernahmen die Russen das Regime. Dann, 1812, wurde sie zur Hauptstadt des neugegründeten Großfürstentums Finnland bestimmt – und hieß fortan Helsinki. Ein Drittel der Fläche, rund 715 Quadratkilometer, ist Land, der Rest besteht aus Wasser. 300 vorgelagerte Schären, kleine Eilande, gehören zur Stadt. Mehr als 100 Kilometer Küstenlinie samt Buchten und Halbinseln prägen die Region – und sind beliebte Ausflugsziele für die Einwohner. Wenn sie denn nicht übers Wochenende einfach ins Hinterland fahren, wo gefühlt jeder Städter ein Häuschen („Mökki“ genannt) besitzt …

Schwitzen ist angesagt

Wer noch nicht in Finnland und seiner Hauptstadt war, wird vielleicht Klischees und Kuriositäten im Kopf haben. Von der komplizierten, schwierig zu erlernenden Sprache mit für Ungeübte kaum auszusprechenden Worten etwa. Oder davon, dass jeder Finne eine Sauna hat. Laut Statistik kommen aber tatsächlich „nur“ zwei Finnen auf eine Sauna im Land – aber immerhin. Dabei hat Helsinki noch viel mehr zu bieten. Nachhaltig geht es hier zu und umweltfreundlich. Es gibt große grüne Parks, eine ganz dynamische Food-Szene mit ausgefallenen Restaurants und Bars. Wer Design liebt, findet Künstler und hippe Labels. Und überhaupt: Der Rhythmus der Stadt ist entspannt, die Bewohner freundlich und hilfsbereit. Helsinkis Verkehrsnetz zählt – auch dank der U-Bahn – zu den am besten ausgebauten der Welt. Es gibt Radwege von einer Ecke zur anderen. Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich zu Fuß erreichen. Und über den Flughafen, der für viele Linien Zwischenstopp gen Fernost ist, ist Helsinki schnell zu erreichen. Erkunden Sie den „Braunen Sumpf“, wie die grüne Vorstadt Ruskeasuo übersetzt heißt. Oder das Blaubeeren-Land (Mustikkamaa), eine Insel unweit des Zoos. Im Innenstadt-Quartier Kallio (übersetzt: Felsen) warten Bars auf Gäste. Falls mehr Zeit ist: Gleich sechs Nationalparks liegen im Umkreis von zwei Stunden Autofahrt. Und einen kleinen Hang für eine Schlittenabfahrt gibt es dort ganz gewiss auch irgendwo.

ALLES GRÜN

Der Esplanadi-Park zieht sich quer durch Helsinki – und ist vor allem im Sommer beliebter Treffpunkt mit seinen Cafés und Bars links und rechts. Die ganze Stadt ist grün, Nachhaltigkeit mehr als nur ein Modewort. Mit „Wood City“ entsteht ein Stadtviertel fast komplett aus natürlich gewachsenen Materialien

ZEIT FÜR KAFFEE Ohne ihren Kavi, den Kaffee also, geht für viele Helsinkier nichts. Die Finnen gelten als Rekord-Meister Europas, was den Konsum betrifft


EIN HAUS AUS HOLZ

…gehört fest zur finnischen Wohnkultur, auch wenn in Helsinki vielerorts meist mit Beton und Stahl gebaut wird. Dennoch prägt der urige Baustil das Bild Finnlands. Die Blockbauweise wurde schon im 9. Jahrhundert aus dem russischen Raum übernommen – waagerecht angeordnete Stämme und Balken, die später rot oder ockergelb bemalt wurden. Reiche Familien leisteten sich prunkvolle Holzhäuser, auch Kirchen entstanden aus Naturmaterial. Wer bei Architektur die Ohren spitzt, trifft oft auf den Namen Alvar Aalto: 1976 gestorben in Helsinki, sind Spuren des Vaters des Modernismus heute noch überall zu finden.

BIBLIOTHEK

Lektüre und Architektur

EIN WOHNZIMMER
…für die Stadt ist mit der 2018 eröffneten Zentralbibliothek Oodi (www.oodihelsinki.fi) entstanden. Das imposante Bauwerk mit geschwungenem Beton lockt tatsächlich mit Sofas und Teppich hinter der Hightech-Fassade und lohnt einen Besuch

Radfahren ist gesund und umweltfreundlich – und in Helsinki noch dazu äußerst bequem. Denn die Stadt hat sich der Pedalritter angenommen wie kaum eine andere. Ob durch den dicht bewaldeten Zentralpark, über die Insel Lehtisaari oder Kaskisaari in RIchtung Westen oder entlang am Fluss Vantannjok: Es gibt eine Fülle an spannenden Touren und Strecken durch die Hauptstadt. Die „Baana“ ist eines der besonders ambitionierten Projekte: eine Fahrrad-Trasse, entstanden auf einer ehemaligen Hafenbahn. Sie verbindet das im Zentrum gelegene Gebiet um die Töölö-Bucht mit dem westlichen Stadtteil Ruoholahti. Um es den Radlern so sicher wie möglich zu machen, entstehen an vielen Kreuzungen eigene Streifen, die Vorrang vor Autos gewähren. Viele Hauptverkehrsadern bekommen eigene Spuren für Räder. Zudem gibt es an vielen Stellen Citybikes (www.kaupunkipyorat.hsl.fi/en), die recht preiswert für einen Trip gebucht werden können.


Foto: Helsinki Marketing / Jussi Hellsten

Fotos: Helsinki Marketing / Jussi Hellsten / http://www.photoshelter.com Tuomas Uusheimo