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Helter Skelter


Sammler Journal - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 20.12.2019

Ein munterer Gang durch den Kosmos von Thomas Virnich


Das Innere nach außen kehren, auch wenn es nur ein Hohlraum ist, ist auch eine Umwertung aller Werte im Sinne von Nietzsches geflügeltem Schlagwort. Thomas Virnich ist ein Künstler, der Objekte des meist täglichen Lebens oder Fragmente historischer Alltagsgegenstände in ihr Gegenteil verkehrt und so etwas Neues schafft, das die Nützlichkeit dieses Gegenstandes verneint, unmöglich macht. Damit wird dieser zum autonomen Kunstwerk, zudem wird Unabhängigkeit von tradierten Mustern in der Wahrnehmung geschaffen.

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Altar, Keramik


Foto: © Michael Richter, ...

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... Courtesy: Thomas Virnich

Die Welt wird bei Thomas Virnich nicht mehr in Oben und Unten un -terteilt, geschlossene Flächen und Systeme werden aufgebrochen, oftmals wird alles bunter als bunt, ein äs thetischer und meist erzählerischer Gegenpol zum Funktionalis -mus und Minimalismus kann so entstehen. An ihre Stelle ist im Werk Virnichs Opulenz und virtuoser Detailreichtum getreten. Virnich selbst meinte einmal dazu: „Meine Arbeiten sind untauglich: Sie fahren, klingen und fliegen nicht. Dennoch: Der Ab stand zwischen meinen und den tauglichen Objekten ermöglicht mir Stellungnahme und ein freieres Le -ben.“ Als Homo Faber im anthropologischen Sinne arbeitet Thomas Virnich vornehmlich mit seinen Händen. Sie formen das Volumen, sie hinterlassen prägnante Spuren auf den Oberflächen seiner Werke, seiner Bronzen und Keramiken. Sie le -sen sich als Partitur der Genesis seiner Schöpfungen. Der beste Einstieg in Virnichs Werk ist der Besuch seines Atelier-und Wohnhauses im niederrheinischen Mönchengladbach, im unscheinbaren Stadtteil Neuwerk. In den 1980er-Jahren erwarb er hier eine leerstehende Grundschule, in der er sein Studio, die Werkstätten, die Wohnräume für seine Familie einrichtete. Mittler -weile ist das Anwesen zu einer Art Ge samtkunstwerk aufgeblüht, das einer Mischung zwischen überdimensionaler Wunderkammer, einer Werkstatt, einem Labor gleicht. Als Be sucher fühlt man sich ein bisschen wie Alice in Wonderland, und sicher hätte der viktorianische Poet Lewis Carroll an den lieben und doch so bizarren Sammlerstücken und Ge -schöpfen von Virnich großen Gefallen gefunden. Auf dem einstigen Neuwerker Schulhof stehen Virnichs wetterfeste, in glasiertem Ton oder Bronze gefertigten Skulpturen, die Gussmodelle, allerlei Material für sein Kunstschaffen, das er auf den An tikmärkten dieser Welt zusam -men gesucht hat, eine Materialsuche, der er bis heute gerne nachgeht. Auf den Fluren, in den Treppenhäusern, in den Klassenräumen sind Ar -beiten aufbewahrt, die aus empfindlichen Materialien, etwa Papier oder Pappmaché, Stoff und Karton ge -baut sind. Geformt wäre in diesem Zu sammenhang zu wenig, denn ein Leitthema von Virnich sind Räume und Architekturen, die, bevor sie im Sinne von Helter Skelter, zu Deutsch Holterdipolter, von ihm seziert, neu kombiniert oder auf den Kopf ge -stellt wieder zu etwas Neuem arrangiert werden, trotzdem gebaut werden müssen, so wie ein echtes Haus. Und daraus kann viel entstehen, aus ei nem echten Haus.

RHEINLAND

Roter Autoscooter mit blauem Fahrer, 2016, Keramik, farbig glasiert, 75 x 60 x 80 cm


Foto: © and Courtesy Thomas Virnich

Blick in das Atelier von Thomas Virnich in Soller auf Mallorca. Das ist der zweite Wohnsitz mit Atelier, wo ein Großteil seiner Skulpturen entstehen


Foto Courtesy Thomas Virnich

Thomas Virnich wurde 1957 in Eschweiler bei Aachen geboren und, durch das Elternhaus angeregt, be -wegte er sich schon von Kindheit an in künstlerischen Gefilden. Sein Va -ter war Kunstlehrer, der Sohn wollte Gleiches tun. Sein Staatsexamen legte Thomas Virnich an der Rhei-nisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen ab, das Kunststudium belegte er dort bei dem Bildhauer, Maler und Grafiker Joachim Bandau. Den Beruf des Kunstlehrers übte Virnich rund sieben Jahre lang aus, parallel studierte er von 1981 bis 1985 an der Düsseldorfer Kunstakademie weiter. Als Lehrer suchte er sich in Düsseldorf den bolivianischen Schriftsteller und Ver -treter der konkreten Poesie Eugen Gomringer aus, dazu den schweizerischen Bildhauer, Maler und Grafiker Al fonso Hüppi. Schon als Student fiel Thomas Virnich auf. Während einer Jahresschau an der Düsseldorfer Akademie weckte er mit seinen Beiträgen das Interesse des Kölner Ga -leristen Winfried Reckermann, der ihm schließlich eine erste Einzelausstellung widmete. Schon in dieser Zeit arbeitete Thomas Virnich von der Zweidimensionalen in die Dreidimensionale, seine Zeichnungen und Holzschnitte überführte er in skulpturale Gebilde und nutzte dafür un -gewohnte Bearbeitungsmethoden und Werkstoffe. 1981 begann er mit seinen ersten Papierskulpturen, die er aus Zeichnungen schuf. Dies wa -ren Skizzen von Tieren, die er aus-schnitt, rollte und faltete, dann mit Papier umhüllte. Zu den Tiermotiven traten bald technische Themen wie Schiffe, Autos und Flugzeuge, die aber nicht en detail nachgebaut, sondern nach ihrer Fragmentierung in eine neue Konstruktion überführt wurden. Anhand dieser Arbeiten lässt sich mit zeitlichem Abstand ein künstlerisches Prinzip herleiten. Zum einen entspringen sie einem Wechsel von der Fläche zum Volumen, zum anderen sind sie das Resultat von positiver und negativer Form, von Körperlichkeit oder Materialität und Raum.

Frauenkirche, 2014, Bronze, dreiteilig, 65 x 100 x 75 cm


Foto: © and Courtesy Thomas Virnich

Turm als Wendeltreppe, 2014/2015, Bronze und Stein auf Betonsockel, ca. 60 x 60 x 80 cm


Foto: © and Courtesy Thomas Virnich

Helter Skelter mit blauer Ebene und Geist auf dem Dach, 2015, Bronze, ca. 80 x 39 x 41 cm


Foto: © Martin Salzer HBK, Braunschweig Courtesy Thomas Virnich

Blitz, 2012, Bronze und Keramik auf Sockel, 257 x 90 x 30 cm


Foto: © and Courtesy Thomas Virnich

AMERIGO VESPUCCI

Oder die vollkommene Unvollkommenheit. Thomas Virnich schafft immer zuerst das Kunstwerk, dann kommt er zur Namensgebung, die oftmals eine verspielte sprachliche At titüde mit Bezug zum Stofflichen ist. Prima vista könnte der Betrachter meinen, seine Vorgehensweise sei umgekehrt, da die Sprache in der Knappheit eines Titels hilft, dem Werk gut auf die Spur zu kommen, es auf-und anzunehmen. So auch im Fall seines frühen Großwerkes „Ame rigo Vespucci“, das sich im Titel auf den berühmten florentinischen Kaufmann, Seefahrer, Navigator und Entdecker aus der Epoche der Re -naissance bezieht, nach dem der Doppelkontinent Amerika benannt wurde. Ausgangspunkt dafür war ein in Florenz am Arno-Ufer zerschelltes Boot, das Thomas Virnich während seines Stipendiums in der Villa Romana in Florenz im Jahr 1987 fand. Für ihn war es kein zerschelltes Wrack, sondern ein Fundstück für etwas Neues. Im Jahr 1989 war das Neue vollendet. Virnichs „Amerigo Vespucci“ bestand schließlich aus rund 400 Teilen. Diese raumfüllende In stallation, letztlich wieder in Form ei nes Schiffes arrangierbar, steht für die Wandlung vorgefundener, für viele Menschen wertloser Bruchstücke eines großen, nun unnützlichen Ganzen, das durch den künstlerischen Artefakt in einen außergewöhnlichen Zustand überführt wird. Im künstlerischen Prozess des Zerteilens, der Ummantelung und Abformung der Bootsteile in den Materialien Ton oder Blei wurden die Unterschiede zwischen den vorgefundenen Bruchteilen und den daraus neu ge schaffen Formen aufgehoben und zudem verewigt.

Basilius Kathedrale, 2004, farbig gefass -te Bronze, 84 x 54 x 54 cm


Foto: © Achim Kukulies, Courtesy Thomas Virnich

ROM IST EWIG, ABER NICHT BEI VIRNICH

Italien rief ihn ein zweites Mal. 1991 er hielt Thomas Virnich den Villa Massimo Preis, 1995 trat er das Atelier-Jahr in Rom an. Die Weltstadt der Antike mit ihrer Geschichte von über 3.000 Jahren servierte dem suchenden künstlerischen Auge historische Architekturen aller Art, da zu Fundstücke – die heißen bei den Archäologen Spolien – wie auf ei nem Ta -blett. Das Kolosseum, Sankt Peter, al -les kann gebaut, zerlegt und deformiert, das Innere nach au ßen ge -stülpt und damit neu ar rangiert werden – dies natürlich im Mo dell. Es gab auch werkbestimmende Nachwehen dieses Rom-Aufenthaltes: Ende der 1990er-Jahre reifte, aber in der Heimat Mönchengladbach, ein neues Projekt unter dem Titel „Fliegende Katakomben“ heran, das Virnich bis 2001 ausarbeitete und realisierte. Ausgangspunkt dafür war der schulische Wohnsitz in Neuwerk, der im OEuvre des Künstlers einen wichtigen Platz einnimmt. Aus der Vogelperspektive machte er sich ein Bild von seinem ei genen Anwesen, Flächen reicherte er im Rendering mit riesigen Globen an, maß alles und je -des also mit der Welt. Die Perspektive eines Maulwurfs verkehrte die Si -tuation in ihr Ge genteil und ermöglichte ihm den Blick unter die für uns sichtbare Be bauung. Es war die Perspektive in die Welt der Katakomben, das Fundament, die Unterwelt. Da raus kann sich die Wesensschau ei ner Stadt mit ihren unterirdischen Räumen ab leiten, den Kellern, Kanälen und Leitungen. In der Regel nicht sichtbar, sind diese Leerräume oder Ne gative aber doch vorhanden und Biotop für ein anderes paralleles Leben. Die uns bekannten Katakomben um und in Rom, die Virnich während seines Aufenthaltes in der Villa Massimo kennen lernte, waren eine wichtige Erfahrung, auf die dafür zu -rück gegriffen werden konnte. Thomas Virnich hatte sich Jahre zuvor im mer wieder mit der Haus-Idee, dem Negativ und Positiv von Räumen und mit dem utopischen Cha -rakter unserer Lebenswelt beschäftigt. Mittels Spiegelung seiner mo -dell großen Häuser auf der Wasseroberfläche seines kleinen Schwimmbassins im Schulhof seines Mönchengladbacher Hauses entdeckte er, dass eine auf dem Kopf stehende Stadt aus Pappmaché fast schwerelos wirkte und in seiner Bildwelt da -von schweben konnte. Für ihn wurden es „Fliegende Katakomben“. Bis heute sind seine „Fliegenden Katakomben“ durch viele Ausstellungen getourt und haben sich zu ei nem Leitmotiv entwickelt, das, durch seine universelle architektonische Aussage, zu Menschen aus Gefilden al ler Himmelsrichtungen spricht. Sie finden auch in neueren Schauen wie „Helter Skelter“ im Jahr 2015/16 oder jün geren Ausstellungsprojekten wie der Eingang.

Schlafender Geist, farbig gefasste Keramik


Foto Courtesy Thomas Virnich

Letzte Abendmahl, 2014, Keramik, gold glasiert


Foto Courtesy Thomas Virnich

Villa Kunterbunt im Atelier in Mönchengladbach, 2019, farbig gefasstes Pappmaché


Foto Courtesy Thomas Virnich

Ausstellungsansichten Helter Skelter im Skulpturenpark Waldfrieden in Wup -pertal, 2016, farbig gefasste Bronze


Fotos: © Michael Richter, Courtesy Thomas Virnich

SCHULE ALS GESAMTKUNSTWERK

Lebt ein Künstler selbst in einer räumlich so großzügigen und in der städtebaulichen Umgebung so stark verankerten Architektur wie Thomas Virnich, so müssen von ihr unweigerlich Impulse für sein Schaffen ausgehen. Reizte hier die Umwertung dessen was vorhanden ist? Kann man das ge -wohnte zu einem Gesamtkunstwerk wandeln, in dem nicht nur Arbeiten und Material greifbar sind, sondern eine Idee transportiert wird? Wenn ja, dann wie? Soll der Funke übersprühen in die Empfindungen derjenigen, die den Raum be treten, wahrnehmen und sich in ihm bewegen? Das eigene Anwesen, das eben Lebensmittelpunkt und La bor ist, lockte als Aufgabe. Und Thomas Virnich baut sich im -mer gerne seinen eigenen Kosmos, der auch eine Art Hortus Conclusus sein kann. Es ist die Fragestellung, die die Verhältnisse umkehren kann. Wieviel Welten, in Form von Globen, passen in den Schulhof? Einige. Das Prinzip, dass das Monumentale sich in das Kleinformat fügt oder gar un -terordnet, beschreibt auch der Ausstellungstitel „Die Welt am Kleiderhaken“ für eine Schau, die 2014 im Mu seum DKM in Duisburg stattfand. Und man staunt immer wieder, was in einander geschachtelt werden kann, wie nach dem Prinzip der Ma -trjoschkas. Da ist zum Beispiel das „Haus“ aus dem Jahr 1996, erschienen in einer Auflage von 10 Unikaten aus Holz, Farbe und Leim. Es ist eingeschossig und hat ein Spitzdach. Das Dach kann hochgeklappt werden und in dem umgeklappten Korpus befinden sich über ei ne Treppe erschlossen Schlafzimmer und Bad – das ganze häusliche In nenleben steht nun offen da. Klappt man das Dach zurück, sieht man lediglich das Äußere des Hauses mit geschlossener Fassade. Von solchen Objekten gibt es viele im Werk von Virnich. Im Kleinformat 14 mal 25 mal 21 Zentimeter ist zum Beispiel sein Blauer Planet in das Universum gehüllt. Die Skulptur, von der es fünf Stücke gibt, entstand als dreiteiliges Konstrukt im Jahr 1994/95. Der Kern von „Blauer Planet im Universum“ besteht aus Acrylglas und einem zerknüllten, verleimten und farbig gefassten Papierglobus, die Hülle aus be -maltem Flugzeugsperrholz, einem Fundstück also.

VILLA KUNTERBUNT

Thomas Virnich ist auf dem Gebiet der Bildhauerei in vielen Gattungen zu hause. Er schuf Kunst in öffent-lichen Räumen, meint wirklich mo -numentale Skulpturen, raumfüllende Installationen, Großformate und Kleinformate, Editionen, von denen je des Exemplar von ihm gefertigt wurde oder ein Editionsunikat ist. Für den Brand der Keramiken hat er in seiner Schule einen eigenen Muffelofen eingerichtet. Einer der größten, wenn nicht der größte Kurator des 20. Jahrhunderts, der Schweizer Ha rald Szeeman, arbeitete mit ihm und präsentierte seine Werke. Zu -sammen mit seinem älteren Bruder Winfried Virnich, der ebenfalls Künstler ist, erhielt er 1985 das Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium für hervorragende künstlerische Leis -tungen. 1987 nahm Thomas Virnich an der documenta 8 in Kassel teil. Man könnte diese Liste fortsetzen, es wä ren noch mehr Auszeichnungen, Stipendien und Preise zu nennen. In diesem Sommer lockte ihn wieder eine spannende Aufgabe im Rahmen seiner Einzelausstellung „Villa Kunterbunt“ in der historistischen, denkmalgeschützten Krefelder Villa Goe -cke. In diesem Zusammenhang hat sich Thomas Virnich mit der Villa Goecke selbst beschäftigt, alte Originalpläne und Architekturaufnahmen von ihr studiert. In seiner unvergleichlichen Handschrift schuf er nach neuen eigenen Zeichnungen ein Miniaturmodell, das er, wie im -mer, zerlegte und so zusammenschob und -fügte, dass etwas gänzlich Neues entstand, eine echte „Villa Kunterbunt“.

KERAMIK

Schulhof im Atelier von Thomas Virnich in Mönchengladbach-Neuwerk, 2018


„Großer Geist“ mit Thomas Virnich, 2018


Thomas Vinirch bei der – gedanklichen – Arbeit


Fotos Courtesy Thomas Virnich

Bezugsquellen: Galerie Michael Haas, galeriemichaelhaas.de; Galerie Re -ckermann, galeriereckermann.com

• Altar in der Heilig-Geist-Kirche in Fulda, 2011


• Kunst im öffentlichen Raum: „Löwenmähne“ in Wiesbaden, 2008, Bronze


• Im Garten des Ateliers in Mönchen gladbach mit den Skulpturen „Motorradfahrer“ und „Laufende Erde“ im Hintergrund, glasierte Keramiken


Foto: Courtesy Thomas Virnich

• Schiffskonvoi (Atelieraufnahme), 2010, Mischtechnik


Foto: © Werner Hannappel, Courtesy Thomas Virnich

• Ausstellungsansicht „Von der Schule bis zur Kirche“, 2006


Ausstellung Galerie Reckermann, Köln, Foto Courtesy Thomas Virnich

Literatur (Auswahl):

Thomas Virnich: Fliegende Katakomben, Hrsg. Volker Rattemeyer, Nürnberg, Verlag für moderne Kunst, 2001

Thomas Virnich, Bescherung, Kapellen, Figuren, Landschaften, Hrsg. Thomas Virnich, München 2002 (Ka -talog/Deutsche Gesellschaft für Christ liche Kunst, 104)

Stephan Kunz, Thomas Virnich, umgestülpter Engel, Verzeichnis der Unikat-Multiples 1983-2007, Nürnberg, Verlag für moderne Kunst, 2007

Villa Goecke bei Tag, unglasierte Keramik im Atelier, 2019


Findling, 2014, Kupfer


• Kunst im öffentlichen Raum: „Urknall“ in Freiburg, 1998, Bronze


Foto Courtesy Thomas Virnich