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HEUTE ICH


Natürlich - epaper ⋅ Ausgabe 6/2021 vom 29.10.2021

SERIE BESSER LEBEN TEIL 6: RUHEN & ENTSPANNEN

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Bildquelle: Natürlich, Ausgabe 6/2021

Hallo du da im Spiegel!« Wer, ich? »Na klar, hier ist doch sonst keiner, oder? Wie geht es dir?« Gut? »Na komm schon, ich seh doch, dass dich was bedrückt! Was ist los?« Es mutet schon etwas sonderbar an, so ein Gespräch mit sich selbst. Wir begegnen den ganzen Tag Menschen: zu Hause, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen – uns selbst begegnen wir dagegen eher selten. Doch tatsächlich kann genau das unser Leben verändern. Wer sich selbst befragt, zuhört und nachspürt, kann sich besser kennenlernen, die eigenen Bedürfnisse, Sorgen und Hindernisse identifizieren oder aber umgekehrt seine Mutmacher und Antreiber ausfindig machen. Die eigene Persönlichkeit ist ein Schatz, der geborgen werden sollte.

Wer bin ich und was möchte ich?

»Es gibt keine wichtigere Beziehung im Leben als die zu uns selbst«, sagt Coachin und Ratgeber-Autorin Dr. Katharina Tempel. »Wie ...

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... wir über uns selbst denken und wie wir mit uns umgehen, wirkt sich in jeder Minute auf alle Bereiche unseres Lebens aus.« Leicht kann es passieren, dass wir unsere körperlichen oder seelischen Grenzen überschreiten. Überforderung, Unzufriedenheit, Erschöpfung, Frust, Stress und Krankheit können die Folge sein. Doch ohne Gesundheit können wir schließlich keinerlei Aufgaben und Pflichten nachkommen und daher ist es auch für die Aufopferungsvollsten unter uns wichtig, die eigenen Ressourcen im Blick zu haben. »Gerade Mädchen und Frauen wurde über Jahrhunderte hinweg beigebracht, brav, bescheiden und anspruchslos zu sein und sich in erster Linie um alle anderen zu kümmern«, sagt Dr. Katharina Tempel. »Auch heute noch glauben viele, es sei falsch, für sich zu sorgen. Sie empfinden Schuldgefühle, wann immer sie im Vordergrund stehen.« Fürsorglich mit uns selbst umzugehen habe jedoch nichts damit zu tun, sich auf Kosten anderer zu bereichern oder zu stärken. Ebenso wenig bedeute es, anderen zu schaden oder ohne Rücksicht auf Verluste den eigenen Willen durchzusetzen. Es heißt vielmehr, uns selbst – neben den anderen Menschen – auch wichtig zu nehmen und die eigenen Ressourcen zu stärken. »Jeder, der schon einmal mit dem Flugzeug gereist ist und einer Bordeinweisung zugehört hat, weiß: Erst muss jeder sich selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen, um sicherzustellen, dass er bei Bewusstsein bleibt. Dann können `wir uns um andere Passagiere kümmern. Würden wir erst alle anderen versorgen, ginge uns selbst darüber die Luft aus«, erklärt Tempel sinnbildlich.

Wer sich liebt, kann Liebe schenken

Übrigens: Die Liebe anderer Menschen kann die positiven Gefühle zu uns selbst nicht ersetzen. Im Gegenteil, nur wer sich selbst annimmt, kann diese positive Kraft auch weitergeben. Wenn wir stets erwarten, dass andere uns Lob, Trost, Liebe oder Aufmerksamkeit schenken, sind Probleme vorprogrammiert. Es ist schließlich nicht die Aufgabe des anderen, uns glücklich zu machen und jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Das, was wir selbst brauchen, kann niemand so gut wissen wie wir selbst. Unsere Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen sollten wir daher möglichst kennen, bevor wir eine Beziehung eingehen.

Folgende Fragen können wir uns stellen, um zu ändern, was uns nicht guttut: Welche Gewohnheiten haben ausgedient? Was sollte ich neu überdenken? Wo spüre ich das Bedürfnis nach Veränderung? »Wir können immer erst dann gezielt auf unsere Bedürfnisse eingehen, wenn wir uns darüber im Klaren sind, was wir jetzt gerade in diesem Moment benötigen. Das setzt Aufmerksamkeit für uns selbst voraus«, so Dr. Katharina Tempel.

Ganzheitlich gesund

Wie es uns psychisch geht, kann außerdem unmittelbare Auswirkungen darauf haben, wie es körperlich um uns bestellt ist: »Zahlreiche wissenschaftliche Studien liefern Hinweise darauf, dass glückliche und zufriedene Menschen seltener an Herzinfarkten, Infekten, Diabetes, Depressionen und zahlreichen weiteren, zum Teil schwer behandelbaren Erkrankungen leiden«, so Katharina Tempel. »Diese Forschungsarbeiten deuten darauf hin, dass eine optimistische und positive Lebenseinstellung das Immunsystem stärkt und die Lebensdauer verlängert.« In Beziehung zu uns selbst zu treten, uns neu zu entdecken, einen liebevollen Umgang mit uns zu erlernen und den Mut zu finden, den eigenen Weg zu gehen, ist also nicht nur gut für die Seele, sondern auch für den Körper. Zeit für uns selbst und uns bewusst Ruhe und Entspannung zu gönnen sind also ganz wichtige Grundpfeiler zur ganzheitlichen Gesundheit. Was liegt da näher, als sich häufiger mal ein entspannendes Bad zu gönnen.

Ab in die Wanne!

Die Tradition, beim Baden zu entspannen, ist mehr als 2.000 Jahre alt. Schon die für ihre Schönheit bekannte ägyptische Pharaonin Kleopatra gönnte sich regelmäßig ausgiebige Bäder, und zwar in Esels-und Stutenmilch. Diese alkalische mineralstoffreiche Badezutat pflegte ihre Haut optimal. Bis in die jüngste Vergangenheit folgte die Körperpflege und -reinigung mit Kali-und Natronsalzen oder Seifen aus Asche und Rindertalg der antiken Tradition der basischen Körperpflege. Die basische Körperpflege entspricht aber nicht nur einer alten Tradition, sondern orientiert sich an der Natur. »Ein Baby wächst neun Monate lang im ›Vollbad‹ des basischen Fruchtwassers heran. Und das kann sich jeder, der eine Badewanne besitzt, daheim schaffen«, sagt Dr. h. c. Peter Jentschura, Firmengründer, Gesundheitsbuchautor und Naturforscher. »Mit einer basischen Pflege nehmen Sie sich bewusst Zeit für sich, um neue Energie, Ruhe und Kraft für den Alltag zu tanken. Zusammen mit der Wärme des Wassers lindert das Bad zudem Stress und löst Verspannungen.« Am Abend bleibt meistens etwas mehr Zeit zum Entspannen. Gönnen Sie sich daher gerade in stressigen Zeiten und an kalten Tagen ein warmes Vollbad. »Beim basischen Vollbad gilt der Grundsatz: Je mehr Haut gebadet wird und je länger die Anwendung dauert, desto effektiver ist sie«, weiß Dr. Jentschura. Ein warmes Erkältungsbad kann dagegen helfen, einen beginnenden Infekt abzuwehren. Die Wärme des Wassers lässt Lunge und Herz stärker durchbluten. Die Gesamttemperatur des Körpers steigt leicht an, was das Immunsystem anregt. Ätherische Öle von Eukalyptus, Latschenkiefer oder Fichten- oder Tannennadel, Kampfer oder Eukalyptus gelangen durch den warmen Wasserdampf in die Atemwege und wirken schon beim Einatmen befreiend und desinfizierend. Baldrian-, Lavendel- und Melissenöl beruhigen dagegen und fördern den Schlaf nach einem stressigen Tag.

LIEBER IN RUHE BADEN ALS IN HEKTIK SCHWIMMEN.

Beim Bad allein kann man sich ganz auf sich selbst konzentrieren oder die Gedanken treiben lassen. Probieren Sie doch einmal folgende herrlich entspannende Übung: Ruhig in den Bauch atmen, dann langsam ausatmen und dabei ganz mit dem Gesicht abtauchen, den Atem anhalten. Nun die Atempause unter Wasser spüren, den wenigen dumpfen Geräuschen lauschen. Erst wenn der Atemreflex kommen will, wieder auftauchen und ruhig weiteratmen.

Wer weniger Zeit zur Verfügung hat, kann auch bei einem Becher dampfendem Tee Zeit mit sich verbringen und diese zum Beispiel zum Tagebuchschreiben nutzen (siehe auch unsere Tipps auf Seite 16). Um die nötige Zeit für sich zu haben, braucht man natürlich den Mut, sich diese auch zu nehmen und öfter keine Pflichten und Verabredungen anzunehmen. Auch einmal »Nein« zu sagen ist hierzu ein bewusster Schritt, der zunächst unbequem erscheint, sich langfristig jedoch auszahlt. Ein bewusstes »Nein« bedeutet ja nicht, dass man ein schlechterer Mensch ist oder sich vor Verantwortung drückt. Im Gegenteil, es bedeutet vielmehr, dass man die eigenen Ressourcen im Blick hat. Ein Satz wie »Nein, ich brauche mal Zeit für mich selbst« wird vielleicht erst Irritationen auslösen, auf längere Sicht jedoch kann es anderen Menschen Mut machen, sich auch um sich selbst zu sorgen, und so Verständnis auslösen. Für die Beziehung zu uns selbst brauchen wir Stunden der Muße und Besinnung, und die müssen wir uns nehmen.

Eine Frage der Haltung

Auch Bewegung, die Körperhaltung und die Beschäftigung mit dem Atem können auf dem Weg zur Selbstliebe effektive Hilfsmittel sein. Yoga und Meditation beispielsweise übt man schon aus Selbstliebe heraus, um sich etwas Gutes zu tun. Sie führen aber umgekehrt auch zu Achtsamkeit, weil man sich selbst als spirituelles Wesen erfahren kann.

Beim Yoga spielen Atemübungen, Pranayama genannt, eine Schlüsselrolle. »Wo immer der Atem hingeht, dahin geht der Geist, wo immer der Geist hingeht, der Atem folgt ihm«, heißt es in einem Quelltext aus dem Hatha Yoga. »Beschäftigen Sie sich einmal mit Ihrem Atem und Sie werden die Zeit nicht verschwendet haben«, weiß auch R. Sriram, Buchautor und einer der bekanntesten Yogalehrer im deutschsprachigen Raum. »Die Atmung ist nicht einfach eine Körperfunktion, bei der Luft ausgetauscht und gereinigt wird. Bei Krankheiten kann die Atmung Heilungsprozesse unterstützen, bei gesunden Menschen ist sie eine Quelle der Vitalität und gestaltet auch unser emotionales Befinden in besonderem Maße mit.« Die Atmung kann uns aber nicht nur dabei helfen, unser körperliches und psychisches Befinden einzuschätzen, sie ermöglicht uns auch, aktiv Einfluss zu nehmen: »Atem und Geist folgen einander«, sagt R. Sriram, »nichts vermag uns mehr in unsere leibliche und seelische Mitte zu verhelfen als der achtsame Atem. Wenn Sie zum Beispiel Stress haben, sorgen Sie dafür, dass Ihr Bauch frei ist und sich bei der Atmung gut bewegen kann. Nun atmen Sie langsam aus, sodass die Atmung ausgedehnt, gleichmäßig und ruhig fließt. Halten Sie dann eine kleine Pause ein, bevor Sie die Luft als Einatmung wieder in den Bauchraum hineinfließen lassen. Das ist eigentlich schon alles«, sagt der Yogalehrer. Atemübungen seien überall anwendbar – egal ob wir in der Bahn, im Café oder am Konferenztisch sitzen. Und lägen wir abends wach im Bett, könne uns die genannte einfache Übung dabei helfen, einzuschlafen.

DER ENTSCHLUSS, SICH SELBST WICHTIG ZU NEHMEN, KANN ALLES VERÄNDERN.

Nicht vergleichen, was verschieden ist

Gut essen, sich mit Tee oder Kosmetik verwöhnen, baden, Atemübungen – das alles erscheint vielen vielleicht noch gut umsetzbar. Aber sich selber wirklich zu lieben, sich anzunehmen mitsamt den schlechten Eigenschaften? Und dann ist da ja noch der Körper, der an diesen und jenen Stellen zu dick, an anderen vielleicht zu dünn geraten ist. Wie soll es gelingen, diesen anzunehmen? »Vergleiche sind oft ein Problem«, erklärt Dr. Katharina Tempel. »Meist vergleichen wir uns mit Menschen, die einen ganz anderen Lebenshintergrund haben als wir. Wir sehen dabei aber nur die Resultate und ignorieren den Weg, den diese Menschen gegangen sind.« Wir fühlen uns zum Beispiel von einer Yogalehrerin eingeschüchtert, die ihren Körper mühelos verbiegen kann. Oder wir schauen neidisch auf ein Model mit einem scheinbar makellosen Körper. »Doch seien wir ganz ehrlich zu uns: Möchten wir wirklich so leben wie diese Personen?«, fragt Tempel, »oder haben wir nicht eigentlich ganz andere Lebenshintergründe, Wünsche und Vorstellungen.« Wir neigen eben dazu, gerade das zu idealisieren, was wir nicht haben. Doch der einzige Vergleichsmaßstab, an dem wir uns orientieren sollten, sind wir selbst. Andere Menschen können uns inspirieren, als Vorbild dienen und Ziele aufzeigen. Doch wir müssen uns nicht mit ihnen messen und unsere Energie darauf verschwenden, so zu werden wie sie. Wenn wir etwas im Leben verändern wollen, dann sollten wir das allein für uns selbst tun – nicht um an andere heranzureichen. Auch die Coachin für Stressmanagement und emotionale Gesundheit Melissa Thürnagel kennt eine Herangehensweise an die – so viele Menschen belastenden – ewigen Vergleiche: »Kennen Sie das? Sie stehen vor dem Spiegel und alles, auf was Sie achten, sind Ihre vermeintlichen Makel?«, fragt sie. »Die unperfekten Augenbrauen, die viel zu deutlichen Augenringe und leider auch die Auswirkungen, die vielleicht der fehlende Sport auf Ihren Körper hat? Sagen Sie dann einfach STOPP! Wenn wir uns gedanklich ein Stoppschild vor Augen halten, hat das eine starke Signalwirkung auf unser Gehirn, unsere Gedanken.« Ein weiterer Tipp, den die Wirtschaftsfachwirtin gern in ihren Coachings weitergibt: »Lenken Sie Ihren Fokus weg von Selbstkritik und hin zu Ihren Stärken. Überlegen Sie sich mindestens drei Dinge, die Sie an sich lieben beziehungsweise mögen. Und wenn Ihnen nicht auf Anhieb drei Dinge einfallen, dann bleiben Sie am Ball. So lange, bis drei Dinge auf einem Post-it stehen, den Sie sich morgens beim Zähneputzen ansehen können und der Sie gestärkt in den Tag starten lässt. Und dabei nicht vergessen: Lächeln Sie sich entgegen, wenn Sie sich im Spiegel sehen. Egal wann, egal in welchem Look und egal ob Ihnen danach zumute ist. Denn Gewohnheiten werden mit der Zeit zu Automatismen und dann fällt es Ihnen irgendwann ganz leicht, sich lächelnd statt zweifelnd zu begegnen.«

Gib dir die Liebe, die du verdienst Dr. Katharina Tempel Die Autorin bestärkt uns, die Beziehung zu uns selbst zu verbessern und unseren eigenen Weg zu gehen. 192 Seiten | 16,99 Euro | GU Verlag ISBN 978-3-8338-7041-5

5 WEGE

Wege, positive Kräfte in sich zu wecken

SERIE BESSER LEBEN

TEIL 6: RUHEN & ENTSPANNEN

1 Ein Rendezvous mit mir selbst

Wer bin ich und was brauche ich? Planen Sie einmal bewusst Zeit mit sich allein. Tagebuch schreiben ist eine einfache Möglichkeit, um sich selbst besser kennenzulernen und neue Einsichten zu gewinnen.

2 Warum Vergleiche überflüssig sind

Niemand ist so schön, schlank, fleißig, produktiv oder leistungsstark, wie er es gerne wäre. Das macht uns nicht weniger wertvoll. Schreiben Sie je 5 Punkte auf, die Sie an Ihrem Aussehen und an Ihrem Charakter mögen, sowie 5 Dinge, die Ihnen im Leben gut gelungen sind.

3 Frieden schließen

Vieles von dem, was wir heute über uns denken, ist darauf zurückzuführen, was wir im Laufe unseres Lebens immer wieder über uns gehört haben. Doch es ist nie zu spät, diese Muster zu hinterfragen, mit der Vergangenheit Frieden zu schließen und etwas ganz Neues zu beginnen.

4 Kleine Schritte gehen

Vollziehen Sie Veränderung in kleinen Schritten und setzen Sie sich machbare Ziele. Dazwischen sollten auch immer Pausen zum Erholen und Durchatmen liegen. Jeder gemeisterte Schritt nimmt die Angst vor dem großen Ziel und jeder Erfolg spornt an weiterzugehen.

5 Geschenke an uns selbst

Befüllen Sie sich eine Kiste mit schönen Dingen – einer duftenden Aromapflege, einem aromatischen Tee oder einer Meditations-CD. Darüber hinaus kann das Kistchen eine Sammlung ermunternder Texte und Sprüche enthalten, die hervorgeholt werden können, wenn Sie eine Ermutigung brauchen.

Die Welt gehört dem, der sie genießt

»Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein«, sagte schon der französische Philosoph und Schriftsteller Voltaire. Sich zu entscheiden, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, lohnt sich also. Doch wenn Sie jetzt denken: »Ach, die Frau Pankoke hat gut reden. Die lächelt sich bestimmt jeden Morgen im Spiegel an und ruht in sich selbst«, dann kann ich ganz klar sagen: Auch ich befinde mich da auf einem Weg und noch lange nicht am Ziel. Aber ich weiß nun immerhin, wie ich an mir arbeiten kann. Und daher widme ich mich jetzt auch meiner dampfenden Tasse Tee. Es bleibt mir lediglich zu sagen: Ob edle Schokolade, entspannender Badezusatz, nährende Hautcreme oder köstlicher Tee – verwöhnen Sie sich, Sie haben es sich verdient!

Das Geheimnis des Atmens R. Sriram »Setzen wir uns bewusst mit unserem Atem auseinander, werden wir entdecken, welch erstaunliches Potenzial in ihm schlummert«, verspricht R. Sriram, einer der bekanntesten Yogalehrer und -ausbilder. 176 Seiten | 18 Euro | Herder Verlag ISBN 978-3-451-60330-3