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Heynckes sollte Löw ersetzen


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Sport Bild - epaper ⋅ Ausgabe 11/2022 vom 16.03.2022

SERIE TEIL 31

JOGI LÖW

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Bildquelle: Sport Bild, Ausgabe 11/2022

SEIN GRÖSSTER TRIUMPH! Am 13. Juli 2014 streckt Joachim ?Jogi? Löw im Maracanã-Stadion den WM-Pokal in den Himmel.Deutschland gewann das Finale in Rio de Janeiro mit 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien

Seine große Karriere als Bundestrainer hat Joachim Löw (62) einem Zufall zu verdanken. Als sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach dem desaströsen EM-Aus 2004 in Portugal mit der Verpflichtung von Jürgen Klinsmann (57) für diZukunft aufgestellt hatte, suchte Oliver Bierhoff(53) noch einen geeigneten Assistenztrainer. Der damals neu eingesetzte Nationalmannschafts-Manager saß nach seiner Einigung mit dem damaligen Verbands-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder († 82) gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Christoph

Schickhardt (66) auf der Terrasse des Stuttgarter Restaurants „AMICI“ zum Essen. Auch Löw aß an jenem Sommertag dort. Der zufällig am Nachbartisch sitzende Schwarzwälder begrüßte das Duo mit den Worten: „Ich will nur kurz Hallo sagen.“

TRAINER

Diese Begegnung sollte sein Leben entscheidend verändern. Zu dem Zeitpunkt war Löw arbeitslos, hatte ein Vierteljahr zuvor am 24. März ...

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... seinen Trainer-Job bei Austria Wien verloren. Aus der Höflichkeitsfloskel entstand ein angeregtes Gespräch.

Tags darauf empfahl Bierhoff Bundestrainer Klinsmann, Löw als Co-Trainer für dieWM 2006 zu engagieren – was er tat. Eine Einigung mit dem vom DFB favorisierten Holger Osieck (73), der 1990 als Assistent an der Seite von Teamchef Franz Beckenbauer (76) Deutschland zum dritten WM-Titel geführt hatte und als Aufpasser für Klinsmann engagiert werden sollte, kam nicht zustande. Komplettiert wurde das Team mit Andreas Köpke (59) als Torwarttrainer. Was Meyer-Vorfelder veranlasste, der Medienabteilung einen klaren Auftrag zu erteilen: In der Öffentlichkeit darf nicht ständig die Rede von „Klinsi, Jogi, Oli und Andi“ sein. „MV“ war ein Mann alter Schule. Die Verniedlichung der Namen passte ihm nicht.

Zwei Jahre später sollte Stuttgart erneut Löws Schicksalsort werden. Deutschland gewann bei der WM am 8. Juli 2006 dasSpiel um Platz drei gegen Portugal 3:1. Der Abschied Klinsmanns nach dem verpassten Titelgewinn stand fest, an jenem Abend gab auch Torhüter Oliver Kahn (52) seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt.

Als beim Essen der Nationalelf Theo Zwanziger (76) Routinier Jens Lehmann (52) am Buffet fragte, ob dieser wenigstens seine Karriere im Nationalteam fortsetzen werde, signalisierte die Nummer 1 dem damaligen DFB-Präsidenten: Das hänge davon ab, ob der Verband den eingeschlagenen Kurs mit Löw als neuem Bundestrainer weitergehe. „Es ist richtig, dass sich einige Spieler – dazu zählte auch Jens Lehmann – für Joachim Löw als Bundestrainer aussprachen“, bestätigt Zwanziger.

Wenige Tage später wurde Löw zum Chef befördert – auch dank der Empfehlung von Klinsmann, der von ihm sehr profitierte: „Der Jogi war für mich alles andere als ein Hütchenaufsteller. Schon in der gemeinsamen Fußballlehrer-Ausbildung (im Jahr 2000; d. Red.) konnte er mir die Vorteile der Viererkette so gut erklären wie kein Zweiter“, sagt Klinsmann.

In Löw war diese unglaubliche Gier zu spüren, es allen endlich zu zeigen

Als „Schattentrainer“ erläuterte Löw den Spielern während der Heim-WM sogar vor dem Essen mit Trockenübungen im Garten des Mannschaftsquartiers „Schlosshotel Grunewald“ in Berlin das richtige Defensivverhalten. Nun war er ab dem 12. Juli 2006 verantwortlich als alleiniger Chef – der seine deutsche Trainerlizenz mit der Note 1,5 sechs Jahre zuvor erworben hatte.

Dabei profitierte er von einem Versprechen von Meyer-Vorfelder. Er setzte damals durch, dass Löw am Sonderlehrgang für verdiente Nationalspieler teilnehmen durfte. Denn als „MV“ noch Boss des VfB Stuttgart war – und Löw von 1996 bis 1998 sein Coach –, hatte dieser nur eine Schweizer Trainer-Ausbildung. Diese wurde vom DFB nicht anerkannt. Zudem hatte Löw nie ein Länderspiel bestritten.

Rund 300 Stunden saß Löw beim Lehrgang in der Sport-schule Hennef (NRW). Sein schwächstes Fach war Medizin – mit Note 2. Seine Lehrarbeit hatte das Thema: „Die Verbesserung des Passspiels in Bedrängnis.“ In DFB-Unterlagen ist dokumentiert, dass Löw taktische Zusammenhänge gut vermitteln könne. Wörtlich heißt es: „Klare Ansprache an die Gruppe.“

All das half Löw später als Bundestrainer. Er ließ jahrelang modernen und technisch versierten Fußball spielen – und hatte Erfolg. Wie während seiner Zeit beim VfB Stuttgart, als unter ihm das magische Dreieck mit Krassimir Balakov, Fredi Bobic und Giovane Elber entstand und die Schwaben 1997 den DFB-Pokal gewannen.

Löws Bilanz beim DFB: Von 198 Spielen gewann er 124, das sind 63 Prozent. Höhepunkt: der Titelgewinn bei der WM 2014 in Brasilien.

Am Abend vor dem Finale gegen Argentinien am 13. Juli stand Löw mit dem damaligen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach (71) auf der Terrasse des Mannschaftshotels „Sheraton“ in Rio de Janeiro. Sie blickten auf die Bucht von Ipanema, als Niersbach vom bislang Erreichten und der Kulisse mit Blick auf den Atlantischen Ozean schwärmte: „Ist das nicht alles traumhaft?“

Genussmensch Löw, der gern Espresso oder ein Glas Rotwein trinkt und eine Marlboro Light raucht, gefiel die Atmosphäre. Aber er gab sich nicht zufrieden, antwortete: „Schon, doch es ist noch nicht vollendet.“

In Löw war diese unglaubliche Gier zu spüren, es allen endlich zu zeigen: Er garantierte Halbfinals bei großen Turnieren, doch keine Titel. Löws Fokussierung wurde belohnt, als er im Finale gegen Argentinien (1:0) in der Verlängerung ein glückliches Händchen hatte und mit Mario Götze den Schützen des Siegtores einwechselte. „Es ist ein tiefes Glücksgefühl für alle Ewigkeit“, beschreibt Löw den größten Erfolg seiner Karriere.

Denn trotz seiner Erfolge und Verdienste war er auch umstritten. Selbst bei der WM 2014, als Deutschland im Achtelfinale gegen Algerien (2:1 n.V.) am Rande einer Blamage stand. Wäre es gegen die Nordafrikaner schiefgegangen, Löw hätte womöglich von selbst abgedankt – oder der DFB hätte sich von ihm getrennt.

Wie jetzt herauskommt, hatte Niersbach für den Fall der Fälle – auch bei einem Rücktritt Löws nach dem Coup in Maracanã – einen Notfallplan parat: Jupp Heynckes (76). Der hatte 2013 mit dem FC Bayern das Triple gewonnen und legte danach eine Pause ein. Somit war er auf dem Markt, darum hatte der DFB ihn frühzeitig als Löw-Nachfolger im Visier. Der Verband wollte nicht wie 2004, als Rudi Völler (61) nach der verkorksten EM in Portugal als Teamchef spontan zurücktrat, wochenlang handlungsunfähig sein.

Doch Niersbach musste den Trainer nicht tauschen, wie schon zwei Jahre zuvor nicht. Zwar kassierte Löw bei der EM in Polen und der Ukraine im Halbfinale gegen Italien (1:2) seine bis dahin schmerzhafteste Niederlage. Er hatte sich taktisch total verzockt, in-dem sein Plan mit Toni Kroos (32) als Bewacher für Spielgestalter Andrea Pirlo (42) nicht aufging. Wofür er viel Prügel einstecken musste.

Allerdings stärkte der DFB-Boss seinem leitenden Angestellten, der nach dem Turnier abgetaucht war und wochenlang seine Zukunft offen ließ, den Rücken. Und wieder war Stuttgart ein Meilenstein in Löws Laufbahn. Dort traf er sich zehn Tage nach der Italien-Pleite im „Althoff Hotel am Schlossgarten“ mit Niersbach. Der DFB-Boss versicherte ihm: „Der Verband steht zu dir.“

Mit dieser Gewissheit machte Löw weiter. Es folgten neun seiner insgesamt 15 Jahre als Hauptverantwortlicher der Nationalmannschaft. Dabei hatte er so viel Macht und so viele Freiheiten wie kein anderer seiner Vorgänger – obschon Löw alles andere als ein Machtmensch ist.

Seine Fußball-Philosophie wurde intern jahrelang nie kritisch hinterfragt. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern nahm er anfangs selten und am Ende gar nicht mehr an Trainer-Tagungen teil, was viele Kollegen beim DFB und aus der 1. und 2. Bundesliga sowie der Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) bemängelten.

Wöchentliche Besuche von Bundesliga-Partien und Begegnungen im Ausland, um seine Kandidaten zu beobachten, hatten Seltenheitswert. Er schaute sich oft die Partien am Fernseher in seinem Wohnort Freiburgan. Löw musste nach Länderspielen auch nicht in der Verbandszentrale regelmäßig antanzen und Bericht erstatten. Was Berti Vogts (75), von 1990 bis 1998 Bundestrainer, nicht nachvollziehen kann. „Zu meiner Zeit musste ich regelmäßig dem DFB-Präsidium ein Resümee unserer Spiele vorlegen.

Nach Länderspielen in Hamburg feierte er in der Szene-Kneipe „Zwick“ im feinen Stadtteil Pöseldorf

Lief etwas in der Zeit unter dem damaligen Präsidenten Hermann Neuberger und danach unter Egidius Braun schief, selbst wenn die U18-Junioren-Nationalmannschaft hoch verloren hatte, dann wurde ich als Bundestrainer gefragt: ,Herr Vogts, wie kann das passieren?‘“, sagt Vogts, der Deutschland 1996 zum EM-Titel führte.

Und weiter: „Ich hatte die gesamte Verantwortung für alle U-Trainer, was unter Löw nicht mehr der Fall war. Wenn ich früher freihatte, schaute ich mir ständig Spiele an – auch die von Junioren. Oder ich beschäftigte mich intensiv mit der Fußballlehrer-Ausbildung.“

All das blieb Löw erspart. Er konnte sich voll auf die A-Nationalmannschaft konzentrieren. Ein Jahrzehnt mit großem Erfolg. Dabei traf Harmoniemensch Löw bisweilen Entscheidungen, die große Karrieren in der DFB-Auswahl enden ließen.

Stürmer Kevin Kuranyi (40) machte diese Erfahrung, als er im Oktober 2008 nach seiner Flucht aus dem Dortmunder Stadion aufgrund von Beleidigungen während des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland (2:1) nicht mehr nominiert wurde. Ein Jahr später bootete Löw Torsten Frings (45) aus, obwohl er den Bremer Mittelfeldspieler ein Jahr zuvor nach dem verlorenen EM-Finale in Wien gegen Spanien (0:1) zum Weitermachen bekniet hatte.

Selbst seinen Kapitän Michael Ballack (45) servierte er 2010 nach dessen schwerer Knöchelverletzung ab und setzte auf Philipp Lahm (38) als neuen Anführer. Was zum öffentlichen Zoff zwischen dem Bundestrainer und seinem einzigen richtigen Superstar führte. Mittlerweile haben sich beide ausgesprochen, das Verhältnis ist intakt. Löw erkannte oft, wann aus seiner Sicht der Zeitpunkt für Veränderungen gekommen war. Diejenigen, die sein Vertrauen besaßen, förderte er. Wer ihn enttäuschte, spielte schnell keine Rolle mehr. Bestes Beispiel war auch Julian Draxler (28). Ihn machte er beim Confed Cup 2017 zum Aushilfs-Kapitän, der heutige Offensivspieler von Paris St-Germain spielte ein starkes Turnier in Russland und führte die DFB-Elf zum Sieg. Als dieser ein Jahr später zum WM-Auftakt enttäuschte, war auch Löw enttäuscht – und Draxler raus.

Löw war konsequent, aber grundsätzlich dennoch Freund der Spieler. Nach Begegnungen schickte er sie morgens um zwei nicht aufs Hotelzimmer, sondern ließ sie gewähren, wenn sie in der Hotel-Lobby noch Gespräche mit Freunden oder Beratern führten. Zu vielen Agenten seiner Auserwählten hatte er einen guten Kontakt, erklärte ihnen in Telefonaten, weshalb ihr Spieler nicht in der Startelf steht. Oder er machte sie darauf aufmerksam, auf ihre Jungs einzuwirken, wenn sie zum Beispiel eine zu offensive Medien-Politik betrieben.

Er selbst genoss den Job als Bundestrainer mit all seinen Freiheiten. Nach Länderspielen in Hamburg feierte Löw gerne mal in der Szene-Kneipe „Zwick“ im feinen Stadtteil Pöseldorf. Der Bundestrainer führte

Deutschland mit seinem Führungsstil und seiner Art zu leben zu vielen Siegen. Der spektakulärste ereig-nete sich am 8. Juli 2014 in Belo Horizonte. Dort deklassierte Deutschland im WM-Halbfinale Gastgeber Brasilien mit 7:1. Die ganze Welt feierte Löw und seine Mannschaft. „Deutschland verprügelt Brasilien im tollsten WM-Spiel aller Zeiten“, schrieb stellvertretend die englische Zeitung „Daily Mirror“.

Doch Löw war fortan nicht unfehlbar. Das blamable Vorrunden-Aus bei der WM 2018 in Russland als Titelverteidiger war der Anfang vom Ende. Es folgte 2020 die peinliche 0:6-Pleite in Spanien. Plötzlich rückten wichtige DFB-Entscheider von ihm ab. Vom damaligen Präsidenten Fritz Keller (64) war Löw am meisten enttäuscht, er fühlte sich von ihm sogar hintergangen – weil er trotz aller Treuebekenntnisse öffentlich am Bundestrainer zweifelte und ihn schwächte.

Für Löw ein Grund, seinen bis 2022 laufenden Vertrag nach der EM 2021 zu beenden. So kam er nach dem enttäuschenden Aus im EM-Achtelfinale seinem Rausschmiss zuvor. Dieses Mal gab es bei der Abfahrt aus Wembley nach dem 0:2 gegen Gastgeber England im Mannschaftsbus nicht feinste Speisen, sondern Sandwiches zur Frustbewältigung.

Doch der WM-Sieg 2014 bleibt auf ewig mit dem Namen Löw verbunden!

Ende der Serie

Das ist Jogi Löw

Joachim „Jogi“ Löw wurde am 3. Februar 1960 in Schönau (Schwarzwald) geboren. Er ist der älteste von vier Söhnen. Sein Vater war Ofensetzermeister. Löw verließ das Gymnasium mit der Mittleren Reife, machte eine Ausbildung zum Groß-und Außenhandelskaufmann.Als Spieler war der Stürmer für den SC Freiburg, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart, Karlsruher SC sowie in der Schweiz für den FC Schaffhausen, FC Winterthur und FC Frauenfeld aktiv. Für Deutschland bestritt er ein U18-und vier U21-Länderspiele. Als Trainer holte er folgende Titel: 1997 mit dem VfB Stuttgart den DFB-Pokal, 2002 mit FC Tirol Innsbruck die österreichische Meisterschaft und 2003 mit FK Austria Wien den österreichischen Supercup. Sein größter Erfolg war der WM-Titel mit Deutschland 2014. Im selben Jahr wurde er Fifa-Welttrainer, 2015 erhielt er den SPORT BILD-Award.Hinzu kamen viele Ehrungen, u. a. das Bundesverdienstkreuz am Bande 2010.