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Psychologie Heute - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 13.10.2021

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Bildquelle: Psychologie Heute, Ausgabe 11/2021

Die romantische Komödie Er steht einfach nicht auf Dich (2009) mag ein eher hölzerner, seichter Film sein. Aber die Aneinanderreihung ineinander verwobener Beziehungskisten hat den Vorteil, wie im Zeitraffer verschiedene Formen des Flirtens zu präsentieren: die peinlichen, die allzu professionellen, die blamablen, die routinierten, die lässigen, die verzweifelten und die unkonventionellen. Der Film basiert auf einem für den US-amerikanischen „therapeutischen“ oder „kommunikativen Kapitalismus“ (Eva Illouz) typischen Self-Help-Ratgeber für Singlefrauen (He’s Just Not That Into You, 2004). Liebesbeziehungen und Flirten werden im Film als challenges präsentiert, für die durch intensive verbale Kommunikation und Investitionen in soziale Kontakte fortwährend Kompetenzen erworben werden müssen. Homosexuelle treten dabei als unabhängige Beziehungsberater für Heteros auf.

Auf exemplarische Weise ...

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... verdeutlicht die Komödie das Spannungsfeld, in dem Flirten heute steht: Einerseits ist es ein verdammt ernstes und hartes Geschäft. Ganze Existenzen können vom Gelingen oder Scheitern einer Tändelei abhängen, seitdem wir westlichen Individualisten und Individualistinnen nicht mehr die komplexitätsreduzierende Gnade arrangierter Ehen erfahren. Flirten ist mithin eine Investition in die Zukunft. Und dafür müssen Techniken erlernt, Verhaltensweisen optimiert und wie in einem Jump-and- Run-Game Level diverser Schwierigkeitsgrade durchgespielt werden. Andererseits lässt das Wort „Flirten“ im Popzeitalter vor allem an spielerische, unkomplizierte, unbeschwerte Aktivitäten denken. Flirten ist „frivol“ im Sinne des französischen Wortstamms frivole, nämlich „leichtfertig, oberf lächlich, unbedeutend“. Im Resonanzraum des Begriffs schwingt das Verlangen nach einem Ausbruch aus dem „stahlharten Gehäuse“ (Max Weber) einer kontrollierten Existenz.

Genau diese Leichtigkeit hat es heute schwer. Nicht weil früher alle f lirtbegabt waren. Nein, Flirten ist zu einer Herausforderung geworden, weil die Welt nicht nur komplex ist, wie sie es immer schon war, sondern weil sie sich auch als solche zu erkennen gibt. In vormodernen Zeiten war meist an der äußeren Erscheinung ablesbar, wen man vor sich hatte: Bauer oder Patrizierin, Arm oder Reich, Jung oder Alt, Frau oder Mann. Entsprechend konnte man sein Flirtverhalten danach ausrichten, bewusst oder intuitiv. Auch innerhalb künstlich homogenisierter moderner Nationalstaaten waren die Codes halbwegs klar. Zu Missverständnissen beim Flirten kam es, wie die Ethnologin Margaret Mead in den 1940er Jahren aufzeigte, etwa zwischen amerikanischen Soldaten und jungen Britinnen.

Heute ist das anders. Kulturen und Staaten sind intern hochgradig divers. Einem Mark Zuckerberg sieht man es nicht an, dass er Milliardär und so mächtig ist, dass er sogar Donald J. Trump auf Facebook den Mund verbieten kann. Mit Blick auf die überkommene evolutionsbiologische These, dass heterosexuelle Frauen bei der Partnerwahl stärker auf Macht und materielle Ressourcen achten als heterosexuelle Männer, stünde somit das weibliche Geschlecht vor besonderen Herausforderungen beim Flirten – wie soll ich diesen Typen da einschätzen, ohne gleich eine Privatdetektivin auf ihn anzusetzen? Ist er ein Verlierer oder ein Gewinner? Auch hat die Überwindung der absoluten Armut dazu geführt, dass Menschen mit wenig Geld, aber viel Geschick in der Kleiderwahl sich durch Mode optisch aristokratisieren können. Dandyismus ist heute eine Massenbewegung. Vielleicht sind queere Menschen besser auf die neue Hybridität vorbereitet, da sie sich immer schon jenseits des Mainstreams bewegen mussten und gar nicht anders konnten, als subtilere, differenziertere Flirtformen zu entwickeln. In Er steht einfach nicht auf Dich wird diese Möglichkeit angedeutet, wenn zwei schwule Männer einem heterosexuellen, beim Flirten glücklosen Immobilienmakler zwei schwule nonverbale Flirttechniken demonstrieren – die Differenzen sind so subtil, dass er keinen Unterschied bemerkt.

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Flirten im Begriff ist, zu einer ernsten, technisierten und formalisierten Angelegenheit zu werden. Denn Komplexitätssteigerung und Diversifizierung werden stets von Standardisierung und Kontrolle begleitet. Das ist die eherne Dialektik der Moderne, wie sie sich auch in der Digitalisierung artikuliert: „Die Einfalt der Codierung ihrer Zentralinstanzen und die radikale Vielfalt ihrer praktischen Möglichkeiten und Variationen“ (Armin Nassehi) sind die zwei Seiten einer Medaille. Seit den 1960er Jahren macht sich zudem die wachsende Bedeutung postmoderner Identitätspolitik im Bereich der Partnerwerbung bemerkbar: Diversität und Minderheitenorientierung bedeuten ebenfalls Komplexitätssteigerung und damit eine wachsende Nachfrage nach orientierenden Techniken, Verhaltensweisen, Kommunikations-und Interaktionsformen. Darüber hinaus begünstigt die steigende Sensibilisierung gegenüber als unangemessen empfundenen Verhaltensformen die ernsthaften und höf lichen Flirtstile (siehe Kasten) – nicht zuletzt weil diese meist auf spezifischen Techniken beruhen und erlernbar, also kontrollierbar sind.

Zwischen shopping spree und Spanischkurs

Hier kommen zahllose Flirttutorials in den sozialen Netzwerken ins Spiel, pseudowissenschaftliche Bücher wie Walter Bodhis Flirt-Wissenschaften. 150 Studien, die beweisen, wie „Mann“ Erfolg bei den schönsten Frauen hat (2014), die zynischen Rezepte von Pick-up-Artists oder die im Kasten vorgestellte wissenschaftliche Flirtforschung. Verstärkt wird diese Flirtprosaik durch zeitökonomische Sachzwänge. Weg mit den ressourcenfressenden Formen der Minne, die aus Zeiten der Aristokratie stammen! Flirtirrtümer müssen ausgeschlossen werden! Die Adeligen arbeiteten bekanntlich nicht, hatten also reichlich Zeit, so zerdehnte wie ritualisierte Formen des Anbandelns, Schäkerns, Tändelns zu entwickeln. Der bürgerliche Mensch hingegen arbeitet, und wenn er nicht arbeitet, dann arbeitet er daran, auf bessere Weise nicht zu arbeiten. Im durchgetakteten Alltag inklusive Yoga, Spanischkurs, YouTube-Tutorial-Binge-Watching, shopping sprees und Nachdiplomstudium ist kein Platz für stundenlanges Anbandeln oder gar Minnegesang unterm Fenster der Angebeteten bei Mondschein – da schießt nicht zuletzt die Smartwatch quer, die sofort mit Pieptönen insistiert, dass nächtens konzentriert geschlafen werden muss, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Also kommen effiziente Algorithmen und Kulturtechniken wie Speed-Dating zum Einsatz.

Wie verhält es sich da mit dem spielerischen, offenen Flirtstil, der sowohl Leichtigkeit als auch Unwägbarkeit impliziert? Der immer auch die Möglichkeit des Scheiterns beinhaltet? Wie passt ein solcher Stil in eine Zeit, die ein fetischistisches Verhältnis zu Planung, Controlling, Qualitätsmanagement und der „Null-Fehler-Strategie“ (Philip B. Crosby) hat? In Anlehnung an Hannah Arendt könnte man von der Suche nach einem „Flirten ohne Geländer“ sprechen, sie prägte den Begriff eines unabhängigen „Denkens ohne Geländer“.

Eine solche Form des Flirtens stünde quer zu der Tendenz, die wachsende Komplexität mit immer mehr Manualen zu domestizieren. Der Flirt als Riss in der Ordnung; der Flirt als Emergenz statt Struktur; der Flirt als Ereignis – das könnte zur Entkrampfung der auf kommenden Flirttechnokratie beitragen. Aber auch konservativen Heteromännern, die dem – angeblichen – Verlust der traditionellen Männlichkeit hinterhertrauern, böte das Offene und Spielerische Chancen. Denn eine Männlichkeit, die sich nicht in der Unwägbarkeit des Offenen beweisen muss, weil sie sich an tradierte Normen und verlässliche Codes klammern kann – eine solche Männlichkeit wäre doch dem eigenen Selbstverständnis nach gar keine „echte“ Männlichkeit!

Flirtstile

Der Kommunikationswissenschaftler Jeffrey Hall unterscheidet fünf verschiedene Arten zu flirten

• Der traditionelle Flirtstil setzt den Mann als aktiven bis aggressiven, die Frau als passiven Part voraus. Er wird von der Mehrheit der Frauen und Männer noch immer akzeptiert. Der Grund hierfür könnten – neben patriarchalen Restbeständen – Vorteile für Frauen sein: Sie setzen sich seltener dem Risiko einer Zurückweisung aus

• Beim körperlichen Flirtstil rückt das sexuelle Begehren in den Vordergrund. Hier sind es der Studie zufolge oft Frauen, die die aktive Rolle einnehmen und entsprechende nonverbale Signale senden

• Beim ernsthaften Flirtstil steht nicht die schnelle Nummer im Zentrum. Es geht um emotionale Bindung, Verbindlichkeit, Intimität und Interdependenz. Dieser Flirtstil ist laut Hall der am weitesten verbreitete

• Beim spielerischen Flirtstil wiederum liegt der Schwerpunkt auf Spaß. Dabei bezieht er sich weniger auf ein Resultat – etwa einen One-Night-Stand – als vielmehr auf die Tätigkeit des Flirtens an und für sich. Der spielerische Stil ist somit selbstreferenziell

• Der höfliche Flirtstil ist vorsichtig und reserviert, riskiert keinerlei Anzüglichkeiten. Dies minimiert das Risiko von Zurückweisung und Blamage, führt aber auch seltener zu Dates und mehr. Diesen Stil findet man häufig bei introvertierten und bei wenig experimentierfreudigen Menschen.

Quelle: Jeffrey A. Hall u. a.: Individual differences in the communication of romantic interest: Development of the flirting styles inventory. Communication Quarterly, 58/4, 2010, 365–393

Die Antwort auf die Frage, wie ein spielerischer Flirtstil gelingen kann, mag überraschen: ausgerechnet dadurch, dass die Techniken, Normen, Klischees, Regeln, Konventionen, Strukturen des Flirtens explizit gemacht werden. Und zwar während des Flirtens. Wie das aussehen kann, illustriert eine Szene aus dem Film The Tourist (2010). Angelina Jolie spielt darin die mysteriöse Agentin Elise Clifton-Ward. Als solche setzt sie sich im Zug dem arglos in einem Buch blätternden Mathematiklehrer Frank (Johnny Depp) gegenüber und verwickelt ihn mit einer Mischung aus herablassender Kühle und erotischem Innuendo in eine Konversation. Binnen Sekunden ist klar: Hier wird gef lirtet. Doch während des Flirtens beginnt Clifton-Ward, Franks Kommunikations-und Flirttechnik zu kritisieren. Allerdings wiederum als Flirt. Kerzengerade aufgerichtet dasitzend, verwandelt sich die rätselhafte Reisende mit dem wächsernen Gesicht einer postmodernen Sphinx in ein f lirtendes Flirtmanual. Frauen, so unterweist sie Frank, mögen es nicht, gefragt zu werden. Sie mögen es aber auch nicht zu fordernd. Selbst seinen Namen kritisiert sie: terrible. Frank ist, wenig überraschend, ziemlich überrascht ob der merkwürdig didaktischen Fragen und Antworten seines Gegenübers. Und je irritierter er ist, desto interessanter werden seine Entgegnungen auf Clifton-Wards berechnende Provokationen. So bricht das Eis.

Auf attraktive Weise unwägbar

Die Szene zeigt, dass die Ref lexivwerdung des Flirtens und die damit einhergehende Enthüllung seiner konventionellen, prosaischen Dimension der spielerischen Erotik nicht abträglich sein muss. Im Gegenteil. Die Ref lexion des Flirts beim Flirten erweist sich als ein Akt knisternder Ironie: Man f lirtet und tut zugleich das Kontraintuitive, nämlich analysieren und optimieren, was man da tut. Damit öffnet sich eine Tür zu einem Raum hinter den schal gewordenen Gesten, Mimiken, Phrasen aus gefühlt tausenden von Humphrey- Bogart-Filmen, Sex and the City-Folgen und Flirtratgeberbüchern.

Bewusst eingesetzt, kann eine solche Ironie den Flirt auf attraktive Weise unwägbar machen – vergleichbar mit einem Kunstwerk, das nicht einfach eine Szene zeigt, sondern seine eigene Gemachtheit offenbart, sich gleichsam vor den Augen der Betrachter entkleidet und dabei gesteht: Schau, ich bin auch produziert, geplant, technisch, banal. So hatten schon Denker der Frühromantik wie Friedrich Schlegel ihre Kunst verstanden. Unter „romantischer Ironie“ – welch treffender Begriff für eine raffinierte Kunst des Flirtens! – verstand Schlegel, das Produzierende mit dem Produkt darzustellen. Es galt, die geschlossene, schulmeisterliche Form aufzubrechen und im Kunstwerk selbst darauf hinzuweisen, dass es sich beim Kunstwerk um etwas Gemachtes handelt – mit Bertolt Brecht gesprochen: Verfremdungseffekte waren gefragt.

Das Kunstwerk war für Schlegel also keine Illusionsmaschine, sondern sollte sich selbst ref lektieren, ja sich bis zu einem gewissen Grad selbst zerstören, um vielschichtig und schillernd zu werden. In Ludwig Tiecks wunderbar verspultem, protopostmodernem Theaterstück Prinz Zerbino (1799) wird die romantische Ironie mustergültig umgesetzt, etwa wenn der Verfasser selbst als Darsteller auftaucht und beklagt, der von ihm ersonnene Held sei „unbändig geworden; er meint, das ganze Stück soll wieder in sein Nichts zurückkehren“. Vergleichbar mit diesem Riss in der Ordnung der Theaterdinge vermag die Thematisierung des Schauspiels des Flirtens bei der Aufführung durch die Flirtenden zu einem „Erstaunen des denkenden Geistes über sich selbst [führen], was sich oft in ein leises Lächeln auf löst“ (Schlegel).

Flirten soll leicht daherkommen, vieldeutig, frivol – dabei ist es eigentlich eine ernste Sache

Das eine oder andere Lächeln mag auch die Journalistin Carina Hsieh ausgelöst haben, als sie 2017 für das Magazin Cosmopolitan mit Tinder-Usern f lirtete. Für diese Konversationen verwendete sie ausschließlich Originalzitate der Sex and the City-Protagonistin Samantha Jones. Wer die Serie kennt, weiß, dass Jones um markige Sätze wie „Tja, was soll ich sagen? Ich brauche einen großen Schwanz“ nie verlegen ist. Indem Hsieh schamlos die von den Drehbuchautoren auf Massenwirksamkeit getrimmten Sätze aus Sex and the City beim Onlinef lirten verwendete, stellte sie ihre Partner auf die Probe: Würden sie es merken? Zudem spielte sie auf die Tatsache an, dass viele Flirtende sich Standardphrasen aneignen, anstatt selbst kreativ zu werden und so spielerisch Neuland zu erschließen. Auch sie ging ironisch vor, indem sie die Gemachtheit des Flirts beim Flirten explizierte und übersteigerte. Dies spielerische nichtwissenschaftliche Experiment, das Friedrich Schlegel wohl gefallen hätte, ist erhellender als so manches wissenschaftliche. So kam Hsieh zu dem durchaus erfreulichen Ergebnis, dass sich die meisten ihrer männlichen Gesprächspartner redlich bemüht hätten, eine Konversation zustande zu bringen – sogar wenn sie auf sichtlich schräge, kryptische Monologe zu reagieren hatten. Einer ihrer Partner bemerkte den Schabernack, identifizierte die Sex and the City-Zitate und beeindruckte Hsieh damit so sehr, dass sie ihm ihre Nummer gab. In jedem Fall produzierten die Tinder-Flirts jede Menge humorvoller, teils wunderlichabsurder Textfragmente, die sich wiederum gut in Texten der Frühromantik gemacht hätten. So schließt sich der Kreis. ■