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HIFI EXKLUSIV LAUTSPRECHER: »Metal Hammer«


Stereo - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 01.10.2019

Ja, die kompakte TALIS R300 von T+A sieht „mega“ aus. Daran hat der Werkstoff Aluminium erheblichen Anteil. Aber eine reine Designbox ist die Herforderin beileibe nicht. Sie klingt auch noch top!


Artikelbild für den Artikel "HIFI EXKLUSIV LAUTSPRECHER: »Metal Hammer«" aus der Ausgabe 11/2019 von Stereo. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Stereo, Ausgabe 11/2019

Wie schon beim größeren Schwestermodell, dem Standlautsprecher TALIS S300 (STEREO 2/18), hatte T+A mit der kompakten R300 im Sinn, höchste Designästhetik und beste Klangqualität in einem Produkt zu vereinen. Das exklusive Material der Wahl dafür war schnell gefunden: gebürstetes Aluminium. Neben dem besonders im modernen Wohnambiente möglichen, äußerst eleganten Erscheinungsbild ist Aluminium erheblich stabiler ...

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... respektive bei gleicher Stabilität erheblich leichter als Holz oder MDF. Das bedeutet zudem, dass sich ein Lautsprechergehäuse aus Aluminium viel kompakter bauen lässt als ein konventionelles. Denn die Wände können erheblich dünner ausfallen. Das spart Volumen, Platz und wirkt sich – gut gemacht – wiederum optisch positiv aus.

Das Leichtmetall hat aber auch zwei Nachteile, die es zu beachten gilt und die wir an dieser Stelle keinesfalls verheimlichen möchten. Zum einen ist es verhältnismäßig kostspielig. Das ist noch einfach zu vermitteln, denn jeder von uns kann rudimentär mit Stichsäge oder Forstnerbohrer ein Stück Holz bearbeiten, doch praktisch niemand von den Hobbywerkern traut sich an Aluminium heran. Zu Recht.

Selbst im Bereich der High End-Fertigung, sprich: der professionellen Produktionstechnik, ist es bei maximaler Qualität und Präzision so, dass das extrem rigide und dichte Aluminium erheblich schwieriger und aufwendiger zu be- und verarbeiten ist als die relativ weichen Holzwerkstoffe (oder auch andere Metalle). Auch Audis erstes Alu-Flaggschiff A8 musste stets in Spezialwerkstätten „behandelt“ werden.

Man muss also damit rechnen, für einen Aluminium-Lautsprecher einen gewissen Aufschlag zu zahlen. Das zweite „Gegenargument“ ist da schon weitaus einfacher zu neutralisieren, denn Aluminium besitzt im Gegensatz zu Holz und MDF/HDF-Faserplatten eine sehr geringe (innere) Eigendämpfung und ist somit als exzellenter, mechanischer Schallleiter und -übertrager recht empfänglich für Resonanzen und damit (eigentlich) kein perfekter Stoff für ein akustisch möglichst „totes“ Lautsprechergehäuse. Die Eigenschwingungen müssen also bedämpft werden, indem man dem Aluminium neben entsprechender Geometrie mit unterschiedlichen Materialstärken, Verstrebungen und Rundungen durch eine ergänzende absorbierende Auflage aus Bitumenschwerfolie jeglichen Eigenklang austreibt.

Es geht auch anders, etwa mit hohen Materialstärken und „scheibchenweise“ modular, wie es Gauder vorexerziert, doch damit wären wir in noch ganz anderen Preisklassen unterwegs.

Übrigens wurde auch der bisherige Ständer nochmal in Augenschein genommen und sowohl optisch-haptisch als auch akustisch optimiert. Er bildet, fest mit der R300 verschraubt, eine ideale Einheit, die an eine funktionale Skulptur erinnert. In etwa denselben Stellplatz einnehmend wie die S300, ist die R300 prädestiniert für kleinere Räumlichkeiten.

Die Formsprache setzt sich auf der Rückseite fort: Eine ovale Reflexöffnung und ein Solo-Terminal setzen puristisch- zeitlose Akzente.


LEICHTMETALL

Aluminium-Strangpressprofile lassen Formen zu, die mit Holz unmöglich wären. Unterschiedliche Stärken und Beschichtungen sorgen für die unabdingbare Resonanzarmut.

STÄNDERWERK

Der optionale neue und auch messtechnisch optimierte Ständer (Paarpreis 1990 Euro) erreichte uns als Prototyp mit reichlich Zubehör.

TEST-GERÄTE

CD-Spieler: T+A MP3100HV Audiolab 8300 CDQ
Vollverstärker: T+A PA3100HV Audionet WATT
Lautsprecher: Dynaudio PMC Twenty5.22
Kabel: Audioquest, Lua, Supra

Bei allem Gehäuseaufwand sind auch die Ingredienzen nicht von schlechten Eltern. So wurden die beiden Treiber, eine 25er-Hochtonkalotte im optimal gestalteten „Waveguide“ und ein langhubiger 170er-Tieftöner, eigens für die TALIS-Baureihe entwickelt und im Zusammenspiel mit der aufwendigen Weiche auf beste Abstrahlung und höchste Dynamik ausgelegt.

Auch wenn T+A heute mit Elektronik brilliert, hat man in Herford vor 40 Jahren mit Schallwandlern begonnen – und die Erfahrung hört man auch. Ausgewogen neutral, dabei aber lebendig-spritzig, grob- wie feindynamisch herausragend, mit schlankem, knackigem Bass und dank exzellentem Timing sehr plastisch. Im eminent wichtigen Stimmbereich, in dem sich bekanntlich auch die wichtigsten Grundtöne akustischer Instrumente abspielen, liefert die Westfälin bestmöglich und zeigt mit Spielfreude, Detail und musikalischem Gespür ausgeprägte audiophile Tugenden.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die 15 Kilogramm schwere kleine T+A zählt aus dem Stand nach einstimmiger Meinung der Redaktion zu den besten, mitreißendsten Kompaktboxen, die STEREO überhaupt kennt und wird deshalb mit höchsten Weihen in die Riege der Top-Referenzen aufgenommen. Und dort zählt sie fraglos zwar nicht zu den billigsten, sehr wohl aber zu den schönsten Angeboten. Wie meinte schon Roger Daltrey: „See me, hear me, touch me“;-)

Die Treiber wurden eigens für die TALIS-Baureihe entwickelt und erfüllen höchste Ansprüche.