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High-End Soundprozessor


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Car & Hifi - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 30.09.2022

Einzeltest Helix DSP PRO MK3

Artikelbild für den Artikel "High-End Soundprozessor" aus der Ausgabe 6/2022 von Car & Hifi. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Car & Hifi, Ausgabe 6/2022

Lange Jahre war der DSP PRO das Flaggschiff bei Helix, mit seinen 10 Kanälen und von Anfang an 96 kHz Samplerate für einen HiRes Frequenzumfang war er der Platzhirsch am Markt. Doch seitdem hat sich technisch jede Menge getan, und so war es dringend notwendig, den DSP PRO MK3 herauszubringen. Das MK3 deutet bei Helix an, dass am Konzept nichts verändert wurde, sonst hätte es einen neuen Namen ge-geben. Wie beim DSP ULTRA, der seit 2020 den PRO als Spitzenmodell bei Helix abgelöst hat. Und der DSP ULTRA ist es auch, der sich jetzt nach der Renovierung zum DSP PRO MK3 warm anziehen muss. Denn bei Helix hat man den neuen MK3 natürlich nicht absichtlich unterlegen gemacht, sondern ihm nur die feinsten Zutaten spendiert. Bei der entscheidenden Hardware teilt er sich einen Großteil mit dem DSP ULTRA. Natürlich bekam der

DSP PRO MK3 die aktuelle ACO Plattform mit dem ...

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... leistungsstarken 32-Bit Coprozessor. Dieses Upgrade macht die neueren Features wie die umfangreichen Messfunktionen erst möglich. Auch das VCP mit seinen virtuellen Kanälen, die sich als Gruppe von mehreren Ausgangskanälen zusammenfassen und dann prozessieren lassen, ist ohne ACO nicht möglich. Hier ist der DSP PRO MK3 jetzt auf dem neuesten Stand. Auch bei der DSP-Leistung wurden keinerlei Kompromisse gemacht, der DSP PRO MK3 arbeitet mit einer HiRes-fähigen Samplerate von 96 kHz und er bietet alle Features inklusive das erwähnte VCP, somit sind zwei statt einem DSP-Chip erforderlich, die der DSP PRO MK3 in Form eines Pärchens ADAU1452 des Herstellers Analog Devices auf der Platine trägt. Damit ist er weltweit Stateof-the-art, einzig der Brax DSP, ebenfalls aus dem Hause Audiotec Fischer, hat noch einen DSP-Chip mehr. Auch bei den Wandlern gibt es kein Vertun: Es müssen die hervorragenden 32-Bit Typen von AKM sein („Velvet Sound“), nämlich ein achtkanaliger AK5558 als ADC und zwei sechskanalige AK4456 als DACs –allesamt aus der edlen 5-er Serie von AKM. Damit zieht der DSP PRO MK3 bis jetzt mit dem identisch bestückten DSP ULTRA gleich. Abstriche muss der DSP PRO MK3 bei der Kanalanzahl machen, er hat „nur“ 10 Kanäle bekommen, obwohl die DACs ja 12 bereitsellen würden. Ein weiterer technischer Unterschied ist die Signalaufbereitung an den analogen Eingängen. Hier arbeitet der DSP PRO MK3 passiv, während der DSP ULTRA eine aufwendigere aktive Signalverarbeitung spendiert bekam. Doch die passive Schaltung des PRO MK3 ist alles andere als Sparprogram. Im Gegenteil, die Ingenieure haben das Maximum herausgeholt, indem sie die Schaltung vielfach ans Eingangssignal anpassbar gemacht haben. Gainregler sucht man am DSP PRO MK3 zwar vergebens, dafür gibt es jede Menge Schaltmöglichkeiten, die Feineinstellung geschieht hinterher in der Software. Für die 8 Eingänge gibt es kanalpaarweise Schalter, mit denen sich die Empfindlichkeit dreistufig einstellen lässt. Zusätzlich verfügen die High-Level Eingänge über zwei Jumper, die die Empfindlichkeiten der Kanäle A-D und E-H grob festlegen. Hier lässt sich jumpern, ob die Eingänge bis 11 Volt oder bis 33 Volt Signal annehmen. Die 33 Volt decken dabei auch die leistunggstarken Top-Werkspakete der Premiumhersteller ab. So decken die Nieder- und Hochpegeleingänge Spannungsaussteuerungen von 2 Volt bis 32 Volt ab, wobei die Schaltung immer im optimalen Bereich arbeitet. Das ist gut gegen Rauschen und für ein sauberes Signal. Und dann hat der DSP PRO MK3 ja auch noch einen Digitaleingang, der sogar wahlweise optisch oder elektrisch gefüttert werden kann. Damit ist der DSP PRO MK3 ein Gerät mit ganz klarem High-End Anspruch, ziemlich nah dran am DSP ULTRA. Schließlich gibt es noch mit dem HEC-Port und dem SCP-Systemanschluss alle Erweiterungsmöglichkeiten des Systems. Die Fernbedienungen URC, Conductor und Director glänzen mit Konfigurierbarkeit und intelligenten Funktionen und diverse HEC-Erweiterungskarten ermöglichen zusätzliche Ein- und Ausgänge, drahtlose Programmierung und Musikstreaming per Bluetooth 5.0 und aptX HD oder per USB-Kabel als HiRes-Zugang mit bis zu 192 kHz/32 Bit. Und unterstützend zur ohnehin sehr guten Fahrzeugintegration mit dem ADEP.3-System stehen Kabelsätze und MOST-Bus-Adapter bereit, um in jedem Fahruzeug optimalen Sound zu erzielen.

Helix DSP PRO MK3

Preis um 1.000 Euro Vertrieb Audiotec Fischer, Schmallenberg Hotline 02972 9788 0 Internet

Technische Daten

Eingänge

• 8-Kanal RCA

• 8-Kanal High-Level

• 2 xdigital S/PDIF (optisch und coax)

• Empfindlichkeit Low: 4 V, High: 11/32 V (per Jumper)

Ausgänge

• 10-Kanal RCA (8 V)

• Remote-out

DSP-Kanäle

• 10 + 8 virtuelle Kanäle

DSP-Software (V 5.00 im Test) Equalizer

Eingänge:

• param., 5 Band pro Kanal

Virtuelle Kanäle:

• param., 30 Band pro Kanal

Ausgänge:

• parametrisch, 30 Band pro Kanal, +6 – -15 dB

• 20 – 20k Hz, 1-Hz-Schritte, Q 0,5 – 15

• Shelf 25 – 10k Hz, Q 0,1 – 2

• Allpassfilter 1. oder 2. Ordnung, f und Q einstellbar

Frequenzweichen

Ausgänge:

• 20 – 20k Hz, 1-Hz-Schritte

• Bessel, Butterworth, Chebychev, Linkwitz, User, 6-42 dB/Okt.

Zeit und Pegel Samplerate 96 kHz, 3,5-mm-Schritte (0,01 ms)

Eingänge:

• 0 – 5,20 ms, 512 Samples

Virtuelle Kanäle:

• 0 – 708 cm (20,8 ms), 2048 Samples

Ausgänge:

• 0 – 708 cm (20,82ms), 2048 Samples

• Phase 0, 180° (fullrange), 0 – 360° (22,5°-Schritte)

• Pegelschritte einstellbar 0,1 – 1 dB

Ausstattung

• 10 Setups mit schneller Umschaltung

• Ein- und Ausgänge beliebig routbar

• SCP-Control-Anschluss für programmierbare Fernbedienungen und Zubehör

• Start-Stopp-Fähigkeit bis 6 V

• Signalabhängiges Umschalten auf digitale oder AUX-Eingänge

• Autom. Durchschalten aller Fahrzeugtöne

• Power-Save-Mode

• ADEP.3 Error-Protection-Circuit für Werksradios mit Lautsprechererkennung

• RTA Echtzeitfrequenzgangmessung (mit optionalem Mikrofon), automatische EQ-Einstellung auch für Filterflanken

• FX-Menü mit dyn. Bass- und Center-Processing

• ISA zum Messen, Summieren und Korrigieren der Eingänge

• Time Machine zum Rückgängigmachen und Wiederherstellen von Einstellungen

• Device Monitor (Kontrolle von Temperatur und Spannungsversorgung)

• ATM Automatische Einstellung der Laufzeitkorrektur mit Spezialsignal

• Importfunktion für Daten und Einstellungen anderer Setups

• VCP (wahlweise aktivierbar), virtuelle Kanäle, frei routbar, mit EQ, LZK und FX-Processing

Optionales Zubehör

• Kabelfernbedienung (programmierbar)

• Displayfernbed. Director mit Speicher, USB, etc.

• Smarte Fenbedienung Conductor

• WIFI Control (drahtlose Programmierung)

• MTK1 Messmikrofon-Set

• HEC Extension Cards

„Weltklasse DSP von Helix jetzt in der 1.000-Euro-Klasse.“

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Software

Alle DSP-Produkte der Marken Brax, Helix und Match werden über das DSP PC-Tool gesteuert, das mittlerweile in der Version 5 kostenlos erhältlich ist. Neben 30 EQs pro Kanal, Laufzeitkorrektur sowohl der Eingänge als auch der Ausgänge und natürlich frei programmierbare Weichen gibt es das VCP (Virtual Channel Processing) mit der Möglichkeit Kanalgruppen als virtuelle Kanäle zwischen Eingängen und Ausgangskanälen zu prozessieren. So kann etwa ein Dreiwege-Frontsystem mit sechs Ausgangskanälen für rechte und linke Seite von den virtuellen Kanälen Front links und rechts gemanagt werden. Die Laufzeiten der Einzellautsprecher, die Trennungen von Hoch-, Mittel- und Tieftöner werden bei den Ausgangskanälen vorgenommen, hier werden auch Eigenheiten der Einbausituationen korrigiert. Das klangentscheidende Equalizing lässt sich jedoch bequem bei den virtuellen Frontkanälen vornehmen, und zwar fürs ganze Frontsystem und über alle Trennfrequenzen hinweg. Auch lässt sich mit dem virtuellen Kanal die gesamte Dreiwege-Seite per Laufzeitkorrektur „verschieben“ oder per Gain-Regler einpegeln. Auch die FX-Klangeffekte wirken jetzt auf die virtuellen Front-, Center- und Rearkanäle, womit auch Zweiwege-Center perfekt angesteuert werden können. Unter der Rubrik FX (Effects) lassen sich Algorithmen zur Optimierung von Center und Subwoofer aktivieren. Der Real Center ist erst einmal durch seine Existenz ein Segen, hier wird ein Centerkanalsignal durch eigens programmiertes Audioprocessing errechnet. Damit ist der Real Center keine Notlösung wie eine Monosumme oder eine verpolte Summe aus Links und Rechts. Für den Center gibt es den Clarity-Expander, der sich auf die Mittenwiedergabe z.B. bei Stimmen auswirkt. Das Bassprocessing umfasst den SubXpander, der der Musik tiefe Töne hinzurechnet, indem er Subharmonische zu vorhandenen Frequenzen erzeugt. Dazu gibt es einen dynamischen Bassboost, der in Abhängigkeit von der Wiedergabelautstärke die Bässe anhebt. Das hilft z.B. sehr schön bei Werksanlagen mit begrenzt belastbaren Tieftönern und Subwoofern. Für alle FX-Funktionen gibt es Einstellregler, mit denen man Ausmaß und Funktion gezielt beeinflussen kann. Weiterhin werden die neuesten Messfunktionen des PC-Tools unterstützt. Die bekannte RTA (Echtzeit-Frequenzgangmessung mit optionalem Mikrofon) wurde mit einigen neuen Features verbessert, jetzt gibt es noch mehr Einstellmöglichkeiten, was die Messung angeht, z.B. eine Mikrofonkalibrierung. Die RTA kann auf Wunsch automatisch die EQs einstellen, hierbei lassen sich Toleranzschwellen und die Anzahl der zu benutzenden EQ-Bänder einstellen. Seit Version 5 wird auch die Einstellung von Einzellautsprechern mit ihren Frequenzweichen ermöglicht, so dass perfekte akustische Filterflanken entstehen, die dann auch eine saubere Summe bilden, wenn die Lautsprecher zusammen spielen. Mit dem ISA können die Eingänge elektrisch gemessen werden, auch Summen mehrerer Eingänge sind möglich, so kommt man versteckten Allpassfiltern auf die Spur, die in der Einzelmessung unauffällig bleiben. Durch diese Messung der Eingänge spart der Einbauer viel Zeit bei der Fehlersuche und bei der Abstimmung des DSPs, denn gleichzeitig mit der Messung können die Eingangs-EQs (und die Eingangs-Laufzeit) gesetzt werden, mit sofortiger Erfolgskontrolle. Weiter gibt es das ATM (Automatic Time Measurment), das eine vollautomatische Laufzeitmessung und Einstellung des gesamten Systems ermöglicht. Vorteilhaft ist hier, dass das Messsignal als Soundfile wie ein Musikstück über die Headunit abgespielt wird, dies ist in allen Fahrzeugen möglich. Die Messung erfolgt dann mit eigenen, im Haus programmierten Messsignalen und jeder Menge Audioprocessing, wobei die Laufzeit aller in der Anlage befindlichen Lautsprecher mit einem Referenzlautsprecher verglichen und dann ausgerechnet wird. Ebenfalls enthalten ist die erweiterte Importfunktion von Setups, die jetzt auch für die Eingänge verfügbar ist. Das macht das Leben besonders von Profis einfacher, weil sich so bereits erstellte Setups ganz oder teilweise auf das frische Gerät übertragen lassen. Die vorhandenen Subwoofereinstellungen eines bestehenden Setups lassen sich beispielsweise per Klick auf zwei beliebige Kanäle legen. Die Übertragung von Hochpass, Tiefpass, EQ, Gain und Name von beliebigen Kanälen auf beliebige sind möglich bei Ein- wie Ausgängen – praktisch für Poweruser. Sehr lobenswert sind die zahlreichen Integrationsfeatures wie Power-Save-Mode für CAN-Fahrzeuge oder Umgehungsschaltungen für Diagnoseprogramme mancher Werksradios und eine frei konfigurierbare Quellenverwaltung mit automatischer Umschaltung von Quellen und Fahrzeugtönen. Das hauseigene ADEP.3-System ist in der Lage, die Lautsprecherdiagnose mancher Fahrzeuge zu umgehen, so werden Fehlercodes oder gar die Abschaltung von Kanälen umgangen.

Fazit

Nach dem Upgrade zum DSP PRO MK3 haben wir einen High-End DSP vor uns, der sich mit seinen zwei DSP-Kernen und Top-Wandlern in die Riege der besten DSPs weltweit einreiht. Auch dank der mächtigen Software DSP PC-Tool braucht der DSP PRO MK3 in der 1.000 Euro Klasse keinen Vergleich zu scheuen.

Elmar Michels