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HIGHEND ZUM KLEINEN PREIS


Smartphone - epaper ⋅ Ausgabe 7/2020 vom 09.10.2020

Die führenden Smartphone-Hersteller bedienen schon seit jeher nicht nur die Käuferschicht der Flaggschiff-Modelle. Da die Unterschiede zur oberen Mittelklasse jedoch immer kleiner werden, sollten Sie vor dem Kauf eines Highend-Modells gut überlegen, ob es sein Geld wert ist.


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Bildquelle: Smartphone, Ausgabe 7/2020

Schnäppchenjäger haben in Sachen Smartphone Hochsaison. Denn bislang war es zumeist so, dass die Hersteller sich ihre Topgeräte für teures Geld bezahlen ließen, den Pfennigfuchsern hingegen für das halbe Geld auch gefühlt nur die halbe Fülle an Technik bereitgestellt haben. Und gerade dieser Aspekt hat sich in den letzten Jahren mehr ...

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... und mehr geändert. Topgeräte kosten schon längst Unsummen, die Schallmauer von 1.000 Euro ist ohnehin seit einiger Zeit passé und wer sich jedes Jahr das neueste Smartphone zulegen will, der muss schon gutes Geld dafür locker machen. Allerdings werden inzwischen auch Geräte, die nur einen Bruchteil kosten, mit allerhand neuer Technik ausgestattet. Doch warum ist dies so?

In der Zwickmühle

Nun, dies liegt vor allem am „Höher, Schneller, Weiter-Prinzip“, welches seit Jahren in der Smartphone-Produktion Einzug gehalten hat. In den Anfangsjahren des Smartphones war es für die Hersteller sehr einfach, mit Neuheiten zu glänzen. Der Markt war extrem dynamisch, gefühlt stand jedes Jahr eine kleine Technikrevolution auf dem Programm. Dies begann bei der immer besser werdenden _ualität der Kamera, die zunächst bei der Megapixelanzahl anffng und aktuell in der Anzahl der verbauten Linsen für die unterschiedlichsten Funktionen seine Fortsetzung ffndet. Ebenso verhielt es sich bei der Möglichkeit, sein Telefon zu entsperren. War der erste Fingerabdruckscanner im Jahr 2013 noch eine echte Revolution, so wird dieser inzwischen ffächendeckend unter dem Displayglas verbaut. Und nachdem auch die Displayränder beinahe nicht mehr wahrnehmbar und auf ein Minimum geschrump_ sind, steht die Branche mittlerweile vor einem Problem: Es herrscht in gewisser Hinsicht eine Innovationsblockade.

Selbstredend versuchen sich die unterschiedlichen Hersteller allerhand, um vielleicht den entscheidenden großen Schritt zu setzen und um die eigene Marke zukunffsträchtig zu positionieren. Doch dabei handelt es sich zumeist eher um Evolutionen, als um eine echte Revolution. Und genau davon profttieren die angesprochenen Schnäppchenjäger. Denn in der oberen Mittelklasse, also bei Geräten die etwa 400 bis 500 Euro kosten, sind die zahlreichen Hersteller gezwungen, nicht den Anschluss zu verlieren und müssen in Sachen Technik nachziehen. Immerhin: Der Markt ist sehr umkämpffund hat mit einer riesengroßen Käuferschicht zudem großes Potenzial. Da wundert es nicht, dass mittlerweile ein Fingerabdruckscanner unterm Displayglas in Telefonen, die deutlich unter 500 Euro kosten, keine Seltenheit mehr ist. Und selbst aktuelle Features wie 5GFunktionalität oder eine Vierfachkamera sind in solchen Geräten zu finden.


50% …und mehr können beim Kauf eines Smartphones der oberen Mittelklasse im Vergleich mit Highend-Modellen aus demselben Konzern eingespart werden. Überlegen Sie also gut, welche Funktionen Ihr Gerät unbedingt haben muss.


Unsere Testgeräte

Hier sehen Sie deutlich, dass die Differenz vom Highend-Telefon zum etwas günstigeren Modell aus gleichem Hause gerade zum Marktstart immens ist. Vor allem am Beispiel des iPhone 11 Pro im Vergleich mit dem SE sieht man dies deutlich. Natürlich können Geräte mit einem weitaus höheren Grundpreis auch deutlicher im Preis fallen, als dies günstigere Telefone tun, das heißt jedoch nicht, dass sich mit der Zeit nicht auch mit Geräten der oberen Mittelklasse Geld sparen lässt.

Kleiner großer Bruder

Egal wie man es dreht und wendet: Wer beim Smartphonekauf kleine Abstriche nicht scheut, wird mit teils immensen Ersparnissen belohnt. Und das eingesparte Geld kann beispielsweise früher als eigentlich gedacht dazu verwendet werden, um in ein oder zwei Jahren das nächste Schnäppchen zu machen. Auf den nächsten Seiten stellen wir Ihnen fünf Geräte vor, die den Vergleich mit ihren großen Brüdern aus dem eigenen „Elternhaus“ nicht scheuen müssen.

APPLE IPHONE SE

Wer ein Apple-Smartphone für verhältnismäßig kleines Geld sucht, der dürfte im neuen iPhone SE fündig werden. Das Telefon kommt zwar mit einer schon etwas angestaubten Optik, allerdings ist die verbaute Technik großteils auf einem aktuellen Stand. Zu erwähnen ist hier vor allem Apples aktueller A13-Prozessor, der dem Smartphone ein Höllentempo verleiht. Das Display misst zwar nur 4,7 Zoll, dafür ist es sehr hell und benötigt nur wenig Strom, sodass trotz des winzigen, lediglich 1.821 mAh großen Akkus eine ansprechende Laufzeit resultiert. Das Gerät wird mit Touch ID gesichert, welches im Homebutton untergebracht ist. Großes Plus: Die appletypisch vorbildliche Updatepolitik, die Käufern wohl noch Jahre die neueste Softwareversion beschert.

Betriebssystem: iOS 14 / Display: 4,7 Zoll / Auflösung: 1.334 x 750 Pixel / Speicher: 64/128/256 GB / RAM: 3 GB / Kamera: 12 MP (Haupt), 7 MP (Selfie) / Maße: 138,4 x 67,3 x 7,3 mm / Gewicht: 148 g / Akku: 1.821 mAh / Ausstattung: Touch ID

EINSCHÄTZUNG: Großteils aktuelle Technik, verpackt in einem angestaubten Design. Dafür ist der Preis mit rund 420 Euro echt attraktiv.

SAMSUNG GALAXY S20 FE

Kaum vorgestellt und zum Redaktionsschluss gerade erst in den Startlöchern, avancierte das Samsung Galaxy S20 FE (steht für „Fan Edition“) bereits im Vorfeld zum Liebling der Massen. Für verhältnismäßig attraktive rund 650 Euro erhält der Käufer ein Smartphone auf Highend-Niveau. Das 6,5 Zoll große AMOLED-Display löst mit 2.400 x 1.080 Pixeln auf und verfügt über eine Bildwiederholrate von 120 Hertz. Auf der Rückseite hat Samsung drei Kameralinsen verbaut. Jeweils eine 12 Megapixel-Hauptund Weitwinkellinse sowie ein Teleobjektiv mit 8 Megapixeln, das über einen dreifachen, optischen Zoom verfügt. Die Basisversion ist mit 6 GB RAM und 128 GB Festspeicher, einem Klinkenanschluss sowie dem Fingerabdruckscanner unter dem Display ausgestattet.

Betriebssystem: Android 10 / Display: 6,5 Zoll / Auflösung: 2.400 x 1.080 Pixel / Speicher: 128/256 GB / RAM: 6/8 GB / Kamera: 12/8/12 MP (Haupt), 32 MP (Selfie) / Maße: 159,8 x 74,5 x 8,4 mm / Gewicht: 190 g / Akku: 4.500 mAh

EINSCHÄTZUNG: Das Gerät hat das Zeug zum Fanliebling und bietet beinahe durchwegs Flaggschiff-Spezifikationen für einen leistbaren Preis.

ONEPLUS NORD

Beim Marktstart des ersten One-Plus-Smartphones im Jahr 2014 überzeugte der Hersteller mit viel aktueller Technik zu einem äußerst günstigen Preis. Nun, so ähnlich läuft es auch im Jahr 2020, nur dass sich der Markt einer ungleich größeren Zahl an Smartphoneherstellern gegenübersieht. Das Nord ist, obwohl es nur rund die Hälfte der aktuellen OnePlus-Topmodelle kostet, mit viel moderner Technik ausgestattet. Das AMOLED-Display ist mit 6,44 Zoll ansprechend bemessen, auf der Rückseite befindet sich eine Vierfachkamera, die starke Ergebnisse zustande bringt und der verbaute 4.115 mAh-Akku bringt Sie locker durch den Handy-Alltag. Bei einem Preis von unter 400 Euro erhält der Käufer viel Smartphone für wenig Geld.

Betriebssystem: Android 10 / Display: 6,44 Zoll / Auflösung: 2.400 x 1.080 Pixel / Speicher: 64/128/256 GB / RAM: 6/8/12 GB / Kamera: 48/8/5/2 MP (Haupt), 32/8 MP (Selfie) / Maße: 158,3 x 73,3 x 8,2 mm / Gewicht: 184 g / Akku: 4.115 mAh

EINSCHÄTZUNG: OnePlus wagt den Restart als Flaggschiff - Killer und liefert erneut viel ansprechende Technik zu einem annehmbaren Preis.

LG VELVET

Wir haben in der Redaktion lange überlegt, ob wir das LG Velvet auch in diese Smartphone-Liste aufnehmen sollen. Da LG jedoch bislang auch teurere Geräte gebaut hat (zuletzt etwa das G8s ThinQ), haben wir uns dazu entschlossen. Das Gerät tastet sich mit seinem 6,8 Zoll großen OLEDDisplay, der Laufzeit des 4.300 mAh-Akkus und der allgemeinen Performance zumindest an die Smartphone-Elite heran. Die verbaute Triplekamera erzeugt richtig gute Fotos, vor allem bei Tageslicht, hat aber kleine Schwächen bei schlechten Lichtbedingungen. Verarbeitung und Haptik lassen keine Wünsche offen. Die Ausstattung ist mit Duallautsprechern, 5G-Unterstützung, einer IP68-Zertifizierung und kabellosem Laden echt in Ordnung.

Betriebssystem: Android 10 / Display: 6,8 Zoll / Auflösung: 2.460 x 1.080 Pixel / Speicher: 128 GB / RAM: 6 GB / Kamera: 48/8/5 MP (Haupt), 16 MP (Selfie) / Maße: 167,1 x 74,1 x 7,9 mm / Gewicht: 180 g / Akku: 4.300 mAh

EINSCHÄTZUNG: Das Velvet von LG überzeugt mit einer guten Kamera, einer tadellosen Verarbeitung sowie umfangreicher Ausstattung.

GOOGLE PIXEL 4A

Wer auf Android in seiner reinsten Form steht und dabei zudem auf ein kompaktes Gerät, der kommt eigentlich am Google Pixel 4a nicht vorbei. Mit gerade einmal 5,8 Zoll Displaydiagonale ist es in der heutigen Zeit ein mobiler Winzling. Der OLED-Bildschirm selbst kann überzeugen. Sowohl in Sachen Farbdarstellung, als auch in der maximalen Helligkeit. Außerdem ist das Gerät sehr flott und nach Update auf Android 11 auf dem neuesten Stand der Technik in Sachen Betriebssystem. Die Kamera selbst knipst zwar brauchbare Fotos, allerdings hat Google hier nur eine Singlelinse verbaut. Einen optischen Zoom sucht man daher leider vergebens. Unseren ausführlichen Test zum Pixel 4a finden Sie auf Seite 43 in dieser Ausgabe.

Betriebssystem: Android 10 / Display: 5,81 Zoll / Auflösung: 2.340 x 1.080 Pixel / Speicher: 128 GB / RAM: 6 GB / Kamera: 12,2 MP (Haupt), 8 MP (Selfie) / Maße: 144 x 69,4 x 8,2 mm / Gewicht: 143 g / Akku: 3.140 mAh

EINSCHÄTZUNG: Kompaktes Gehäuse, potente Leistung und reines Android machen das Google Pixel 4a zu einem echten Geheimtipp.

FAZIT

Die Zeiten, in denen vergleichsweise günstige Smartphones auch einen immensen Abstrich bei der Qualität bedeuteten, sind schon lange vorbei. Im Gegenteil: Die Schere geht immer mehr auf und den zahlreichen Herstellern fällt es immer schwerer, Preise von 1.000 Euro und mehr für ihre Premiummodelle zu rechtfertigen. Natürlich steckt in diesen Telefonen dann in der Regel der neueste Prozessor, die potenteste Vierfachkamera oder das ultimative Highend-Display. Doch wer dazu bereit ist, zumindest geringe Abstriche zu machen, der erhält oftmals sogar für einen Bruchteil des Preises echt potente Geräte.

Und nicht nur die Leistung kann überzeugen, sondern oftmals auch die Optik. Denn bereits Geräte für 300 oder 400 Euro wirken heutzutage äußerst hochwertig, sind meist tadellos verarbeitet und bieten ein modernes Erscheinungsbild. Aber egal wie man es dreht und wendet, am Ende muss der Konsument selbst entscheiden, ob er sich mit etwas „weniger“ Smartphone zufrieden gibt, wenn er dafür etliche hundert Euro im Vergleich mit den Premiumtelefonen der führenden Hersteller sparen kann. Denn eines steht definitiv fest: Viel fehlt keinem unserer fünf Probanden, die wir in diesem Artikel für Sie getestet haben, um zur Highend-Riege zu gehören. Zumindest bei weitem nicht soviel, als die Preisdifferenz zur Eliteklasse vermuten lassen würde.


Alle Preise: Stand 1. Oktober 2020