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Hilfe rund ums Mieten, Kaufen, Bauen & Wohnen


Lisa - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 30.01.2019

Unsere Profis wissen Rat, egal ob es um Mieterhöhungen, Baufinanzierung oder Betriebskosten geht


Experten beantworten Ihre Fragen

Ob Mieter, Kaufinteressent oder Bauherr: Wenn es um die heimischen vier Wände geht, gibt es häufig Probleme und Fragen, die nur Experten beantworten können. Deshalb hatLISA für ihre Leser und Leserinnen eine große Telefonaktion gestartet. Unsere Fachleute blieben keine Antwort schuldig:

Artikelbild für den Artikel "Hilfe rund ums Mieten, Kaufen, Bauen & Wohnen" aus der Ausgabe 6/2019 von Lisa. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lisa, Ausgabe 6/2019

Wir haben zwei Kinder und möchten gerne ein Häuschen kaufen. Haben wir Anspruch auf das Baukindergeld?

Jürgen Hartung : Das Baukindergeld gibt es grundsätzlich für Familien mit Kindern unter 18 ...

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Jürgen Hartung : Das Baukindergeld gibt es grundsätzlich für Familien mit Kindern unter 18 Jahren, die noch keine Immobilie besitzen. Bei zwei Kindern darf das zu versteuernde Haushaltseinkommen 105 000 S im Jahr nicht übersteigen. Die Förderung wird dann max. zehn Jahre lang gezahlt, man erhält 1 200 S pro Jahr je Kind unter 18 Jahren, in Ihrem Fall also max. 24 000 S. Weitere Informationen und Anträge finden Sie unter www.kfw.de/zuschussportal.

Ein neues Haus im Grünen zahlt sich auch bei niedrigen Kreditzinsen nicht von alleine ab


Familien können vom Baukindergeld profitieren


Unsere Expertenrunde

Ulrich Ropertz weiß als Geschäftsführer des Deutschen Mieterbunds alles rund um das Mietrecht


Jürgen Hartung ist Baufinanzexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen


Dana Tochtermann von Schwäbisch Hall kennt sich mit Baufinanzierung und Fördermitteln aus


Über uns sind junge Leute eingezogen, die sehr laut sind. Was tun?

Ulrich Ropertz: Versuchen Sie, mit den Nachbarn zu reden, und bitten Sie sie, mehr Rücksicht zu nehmen. Wenn das nicht hilft, sollten Sie sich beim Vermieter beschweren. Lärmende Nachbarn, insbesondere nach 22 Uhr, und der nächtliche Betrieb der Waschmaschine müssen nicht akzeptiert werden.

Ich (26) möchte später gerne ein Haus haben. Kann ich jetzt schon etwas dafür sparen?

Dana Tochtermann : Grundsätzlich gilt: Je eher Sie mit dem Sparen für eine eigene Immobilie beginnen, desto günstiger können Sie diese später finanzieren. Ein Bausparvertrag wird zwar derzeit, wie andere Geldanlagen auch, extrem niedrig verzinst. Aber der Staat fördert Einzahlungen mit Zulagen und Prämien und vor allem sichern Sie sich damit die günstigen Kreditzinsen – besonders wichtig für den Fall, dass die Bauzinsen irgendwann mal wieder steigen.

Der Vermieter hat eine Mieterhöhung angekündigt. Was darf er?

Ulrich Ropertz : Der Vermieter darf höchstens die ortsübliche Vergleichsmiete fordern. Das ist die Durchschnittsmiete, wie sie an Ihrem Wohnort für vergleichbare Wohnungen bezahlt wird. Am leichtesten lässt sich die Vergleichsmiete anhand des örtlichen Mietspiegels überprüfen. Unabhängig davon darf der Vermieter innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren die Miete höchstens um 20 %, in Gebieten mit erhöhtem Wohnungsbedarf höchstens um 15 % erhöhen.

Seit einem halben Jahr kommen ständig Leute zur Wohnungsbesichtigung. Muss ich das dulden?

Ulrich Ropertz : Nein. Wenn sich ein Wohnungsverkauf so lange hinzieht, muss der Mieter am Ende nur ein- bis zweimal im Monat für Wohnungsbesichtigungen zur Verfügung stehen. Außerdem kann man als Mieter fordern, dass die Kaufinteressenten die Schuhe vor der Wohnung ausziehen.

Wir, 48 und 52, wohnen zur Miete, möchten aber was kaufen. Kriegen wir das bis zur Rente abbezahlt?

Dana Tochtermann : Grundsätzlich spricht aus Altersgründen nichts dagegen. Natürlich müssen Ihre Bonität und die Unterlagen des Objekts, das Sie finanzieren wollen, geprüft werden. Aber die aktuelle Niedrigzinsphase bietet die Chance, eine Immobilie durch eine Tilgung von drei Prozent oder mehr relativ zügig zu entschulden. Entscheidend ist, dass das Haus beim Renteneintritt komplett schuldenfrei ist, denn nur dann wirkt das mietfreie Wohnen im Ruhestand wie eine zweite Rente. Ich rate Ihnen, sich von einem Baufinanzierungsberater einen detaillierten Finanzierungsplan erstellen zu lassen.

Mein Vermieter verteilt die Betriebskosten nach Quadratmetern. Ich wohne allein und finde das ungerecht. Kann ich mich wehren?

Ulrich Ropertz: Die Verteilung der Betriebskosten nach Wohnfläche ist korrekt und sogar auch ein Verteiler, der nach dem Gesetz im Zweifel anzuwenden ist, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.

Wo bekomme ich Fördermittel für einen Immobilienerwerb?

Jürgen Hartung: Fördermittel gibt es in verschiedensten Formen je nach Immobilie-orhaben. Auf den Webseiten www.verbraucherzentrale.nrw oder www.baufoerderer.de können Sie Fördermittel z. B. vom Bund (KfWBank), vom jeweiligen Bundesland, vom Bundesamt für Wirtschaft u. v. m. abrufen.

Die Immobilienpreise in meinem Wohnort sind stark angestiegen. Macht es derzeit trotzdem Sinn, eine Immobilie zu erwerben?

Jürgen Hartung : Nicht jeder muss zwingend eine Immobilie kaufen – auch nicht zu Niedrigzins-Zeiten. Es müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. So sollte man ca. 15–20 % Eigenkapital haben. Zudem sind Fragen zu klären wie: Können Sie die Kredite spätestens bis zum Renteneintritt komplett abbezahlen? Müssen Sie dafür viel mehr Geld aufwenden, als Sie aktuell für die Miete ausgeben? Haben Sie die Kauf-Nebenkosten (z. B. Grunderwerbssteuer, Makler- und Notargebühren) berücksichtigt? Sind die Nebenkosten höher als in Ihrer Mietwohnung? Nur wenn eine Immobilienfinanzierung ohne große finanzielle Risiken tragbar ist, kann sie sinnvoll sein. Lassen Sie sich gut beraten!

Tappen Sie nicht in die In-App-Falle!

Viele Apps lassen sich zunächst kostenlos runterladen. Um sie sinnvoll nutzen zu können, muss man im weiteren Verlauf aber doch was zahlen. Solche „In-App-Käufe“ können rasch – und mitunter erst mal unbemerkt – richtig teuer werden!
Das steckt dahinter Wie der Name sagt, handelt es sich dabei um Käufe innerhalb einer App. Man schaltet damit beispielsweise Premium-Funktionen oder neue Levels in Spielen frei. Einige Anwendungen (wie etwa Office 365) verleiten einen sogar dazu, per In-Ap-auf Abos abzuschließen. Dann wird man in regelmäßigen Abständen immer wieder für die freigeschalteten Funktionen zur Kasse gebeten.
Das Tückische daran Abgewickelt werden die Käufe über den jeweiligen App-Store, meist also über iTunes oder den Play Store. Die In-App-Käufe müssen zwar grundsätzlich einzeln bestätigt werden. Weil es aber oft nur Min-eträge sind, stimmt man einfach zu (und wundert sich später, wenn sich das Ganze summiert hat). Oder man verliert generell den Überblick über die Rechnungen. Das passiert schnell, besonders wenn man eine Zahlungsmethode hinterlegt hat und ein Klick zur Bestätigung genügt.
So beugt man vor Auf Nummer sicher geht, wer bei iTunes bzw. im Play Store keine Kreditkarte hinterlegt, sondern mit Guthabenkarten arbeitet. Man kann die In-App-Käufe aber auch komplett deaktivieren. Wie das geht, steht z. B. unter bit.ly/2Do8vQi.


Fotos: Fotolia (8), privat (3)