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Hinter Problem-Hunden stecken Menschen, die Fehler machen


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Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 43/2021 vom 22.10.2021

TV-Experte Martin Rütter

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Exklusiv: seine besten Tipps

Wie ist Martin Rütter auf den Hund gekommen?

Ich hatte schon immer einen engen Draht zu Hunden, obwohl ich als Kind keinen Hund haben durfte. Ich habe aber bereits in meiner Jugend die Hunde der Nachbarn ausgeführt und die Hunde meiner Tante Thea ohnmächtig gekrault. Sie hatte in den 80er Jahren eine Art Pf legestelle für gestrauchelte Tiere – und sie besaß die außergewöhnliche Gabe, Hunde, die anfangs noch ganz wunderbar waren, binnen weniger Wochen dermaßen verrückt zu machen, dass man das Haus nicht mehr angstfrei betreten ...

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... konnte. Mich hat schon damals interessiert, warum so viele Menschen um mich herum solche Probleme mit ihren Hunden hatten.

Woran liegt es denn meist, wenn es zwischen Hund und Mensch nicht optimal läuft?

Für ein harmonisches Zusammenleben muss man die drei Kardinalfehler in der Beziehung zwischen Hund und Mensch vermeiden. Die extreme Vermenschlichung, denn diese schürt Erwartungen, die der Hund niemals erfüllen kann. Ein Hund kann nicht denken und handeln wie ein Mensch.

Was geht noch schief?

Dazu kommt mangelnde Konsequenz. Menschen stellen Regeln auf, gehen dann aber zu lax mit diesen um. Immer sonntags darf der Hund mit am Frühstückstisch sitzen und bekommt sein Leberwurstbrötchen, an den anderen Tagen aber nicht. Das kapiert kein Hund. Ein Hund benötigt klare Regeln, nur so kann er Vertrauen zu seinem Menschen auf bauen und sich auch in schwierigen Situationen auf ihn verlassen. Ein drittes Problem ist die mangelnde Beschäftigung. Hunde brauchen körperliche und geistige Auslastung.

Wo kommt es häufig zu Missverständnissen?

Ein anderer Knackpunkt ist, dass der Mensch das Verhalten seines Hundes nicht richtig deutet. Es ist nämlich auch wichtig, die Sprache des Hundes zu lernen und seine Bedürfnisse erkennen – Stichwort: Kommunikationsmissverständnisse. Das Anspringen bei der Begrüßung wird oft als Freude empfunden. Es ist aber viel häufiger als Korrektur am Menschen, der den Hund nicht mit nach draußen genommen hat. Oder das Schwanzwedeln, das die meisten Leute ebenfalls als Freude interpretieren. Es kann aber unterschiedliche Bedeutungen haben. Wenn etwa der Körper beim Wedeln ruhig ist, der Hund den Kopf abgesenkt und das Gegenüber fixiert, zeigt das Wedeln die Aufregung des Hundes – kurz vor einem Angriff.

Seit der Pandemie haben viele einen Hund. Was halten Sie von diesem Trend?

Er macht mich nachdenklich. Ich habe zu jedem Zeitpunkt der Pandemie davor gewarnt, sich einen Hund anzuschaffen, nur weil es die Umstände gerade hergaben. Selbst, wenn ich jetzt viel Zeit habe, muss ich wirklich genau hinterfragen, ob mein gewöhnlicher Alltag den Rahmen gibt, einen Hund zu halten. Wenn ich nach der Pandemie wieder zehn Stunden ins Büro muss, den Hund aber nicht mitnehmen darf, dann scheidet das einfach aus.

Was war Ihr komischster Fall?

Eine ganz absurde Geschichte war es mal, als ein Mann drei Jahre lang auf der Couch geschlafen hat, weil der Hund ihn nicht mehr zu Frauchen ins Schlafzimmer gelassen hat (lacht). Die Schwierigkeit lag aber eigentlich nicht am Hund, sondern an Frauchen – nämlich die Frau zu überzeugen, das zu ändern und ihren Mann wieder ins gemeinsame Bett zu lassen. Die Hürde besteht ja häufig darin, bei den Leuten ein Bewusstsein zu schaffen, dass sie mit ihrem Verhalten dem Hund nichts Gutes tun. Bedeutet: Es ist fast nie der Problemhund, sondern der Mensch, der seine Einstellung und Verhaltensweisen überdenken und ändern muss.

Hund und Herrchen werden sich immer ähnlicher …

Ich glaube, dass man sich tatsächlich charakterlich annähert, das ist ein natürlicher Anpassungsprozess. Nehmen Sie mich und meine damalige Hündin Mina. Ich habe immer gesagt, sie wird mit zunehmendem Alter intelligenter. Meine Kinder erwiderten dann: „Sie wird verfressener.“