Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 7 Min.

HOCHPROZENTIGE BEIMISCHUNG IM PORTFOLIO: Weine und Spirituosen als Wertanlage


Traders - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 25.03.2021

Bei Investitionen denken die meisten Anleger an Aktien oder Immobilien. Es gibt aber darüber hinaus auch für Privatinvestoren sehr interessante Anlageklassen wie Wein oder Spirituosen. Wir möchten Ihnen einen Einstieg in die Welt des Weins und Whiskys vorstellen, Investitionen mit eingebautem Inflationsschutz und vielversprechenden Renditechancen.


Artikelbild für den Artikel "HOCHPROZENTIGE BEIMISCHUNG IM PORTFOLIO: Weine und Spirituosen als Wertanlage" aus der Ausgabe 4/2021 von Traders. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Traders, Ausgabe 4/2021

Spätestens seit der Finanzkrise 2008 haben vermögende Anleger ihre Allokationen in alternative Anlagen als Bestandteil von Multi-Asset-Portfolios deutlich ausgebaut. Feine Weine, Whisky oder Kunst sind die neuen Anlagewerte, die dem Investor heute helfen ...
Allen begrenzt verfügbaren Sachwerten ist gemein, dass sie einen gewissen intrinsischen Wert besitzen. Deshalb können sie – anders als Aktien – nicht auf null fallen. Selbst wenn eine erhoffte Wertsteigerung ausbleibt, bleibt ein gewisser Sockelwert des Whiskys, Weins oder Gemäldes erhalten – vorausgesetzt man hat die „richtigen“ Objekte ausgewählt und für eine sachgerechte, werterhaltende Aufbewahrung gesorgt. Nicht zuletzt spricht man auch oft von „Passion Investments“, die Sachwertanlagen neben dem materiellen auch einen emotionalen Wert in Form von Genuss oder Freude zugestehen. ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 2,99€
NEWS 30 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Traders. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 4/2021 von INSIGHTS – BROKERS‘ CORNER. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
INSIGHTS – BROKERS‘ CORNER
Titelbild der Ausgabe 4/2021 von 2020 – ein Jahr für innovative Finanzinstrumente. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
2020 – ein Jahr für innovative Finanzinstrumente
Titelbild der Ausgabe 4/2021 von DAX bleibt Favorit der CFD-Anleger. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
DAX bleibt Favorit der CFD-Anleger
Titelbild der Ausgabe 4/2021 von Auswirkungen des Trading-Booms. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Auswirkungen des Trading-Booms
Titelbild der Ausgabe 4/2021 von SO SETZEN SIE DIE WICHTIGSTEN KOMPONENTEN ERFOLGREICH ZUSAMMEN: Das Puzzle des erfolgreichen Tradings. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SO SETZEN SIE DIE WICHTIGSTEN KOMPONENTEN ERFOLGREICH ZUSAMMEN: Das Puzzle des erfolgreichen Tradings
Titelbild der Ausgabe 4/2021 von TEIL 3: WELCHE HARDWARE BRAUCHEN SIE?: Die richtige Trading-Maschine. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TEIL 3: WELCHE HARDWARE BRAUCHEN SIE?: Die richtige Trading-Maschine
Vorheriger Artikel
STARKE ZUSATZPERFORMANCE DURCH INTELLIGENTE DEPOTAUSRICHTUNG: Gew…
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel TEIL 23: W WIE WARREN BUFFETT: Das große Börsen-ABC
aus dieser Ausgabe

Spätestens seit der Finanzkrise 2008 haben vermögende Anleger ihre Allokationen in alternative Anlagen als Bestandteil von Multi-Asset-Portfolios deutlich ausgebaut. Feine Weine, Whisky oder Kunst sind die neuen Anlagewerte, die dem Investor heute helfen sollen, die Schwankungsbreite des Gesamtportfolios zu reduzieren. Indizes wie der „Object of Desire Index“ der Coutts Private Bank oder der „Knight Frank Luxury Investment Index (KFLII)“ bilden die Wertentwicklungen der wichtigsten alternativen Anlageklassen ab, wodurch sie sich gut mit Aktien- oder Rohstoffindizes vergleichen lassen. Aufgrund der starken Nachfrage aus Asien konnten Weinund Whiskyinvestments in den letzten zehn Jahren dreistellige Renditen erzielen (siehe Bild 1).
Allen begrenzt verfügbaren Sachwerten ist gemein, dass sie einen gewissen intrinsischen Wert besitzen. Deshalb können sie – anders als Aktien – nicht auf null fallen. Selbst wenn eine erhoffte Wertsteigerung ausbleibt, bleibt ein gewisser Sockelwert des Whiskys, Weins oder Gemäldes erhalten – vorausgesetzt man hat die „richtigen“ Objekte ausgewählt und für eine sachgerechte, werterhaltende Aufbewahrung gesorgt. Nicht zuletzt spricht man auch oft von „Passion Investments“, die Sachwertanlagen neben dem materiellen auch einen emotionalen Wert in Form von Genuss oder Freude zugestehen.

Luxusprodukte als alternative Anlagen

Alternative Anlagen sind in der Regel Luxusprodukte und diese werden fast immer gehandelt – unabhängig von der aktuellen Wirtschaftsentwicklung. Zudem weisen sie eine geringe Korrelation zur Konjunktur und den Finanzmärkten auf. In Boomphasen kann es durch steigende Nachfrage und zunehmende Verknappung durchaus auch bei Luxusprodukten zu einer Überhitzung der Preise kommen (so geschehen im Weinmarkt in den Jahren nach der 2008er-Finanzkrise). In Crashszenarien bleiben sie jedoch meist recht stabil.

Die wichtigsten Gründe für vermögende Anleger, in Luxusgüter zu investieren, sind laut Frank Knight Wealth Report (in dieser Reihenfolge):

1. Freude („Joy of Ownership“)
2. Wertsteigerung („Capital Appreciation“)
3. Kapitalschutz („Safe Haven for Capital“)
4. Diversifikation („Portfolio Diversification“)
5. Statussymbolik („Status Among Peers“)

Prestigeweine eignen sich ebenso wie Kunstwerke, Antiquitäten oder Oldtimer hervorragend als Statussymbole und bereichern luxuriöse Lebensstile, haben aber darüber hinaus einen wichtigen Vorteil: Sie werden getrunken. Jede Flasche eines Anlageweines, die geöffnet und getrunken wird, steigert den Wert der verbliebenen Flaschen, die zudem mit zunehmender Reife immer besser werden. Eine Preissteigerung ist quasi unvermeidbar.
Weininvestments gelten aufgrund ihrer geringen Korrelation mit den Aktienmärkten als stabiler Wertspeicher in Zeiten von Wirtschaftskrisen. Als im Frühjahr 2020 der S&P 500 um über 30 Prozent einbrach, gab der „Liv-Ex Fine Wine 1000“-Index nur 3,1 Prozent, der Liv-Ex Bordeaux 500 sogar nur 2,9 Prozent nach. Auch im langfristigen Bild konnten die meisten Weinindizes den S&P 500 in der Performance schlagen, bei weniger Volatilität (siehe Bild 2).

Gewinne aus flüssigen Investments sind steuerfrei

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass es sich bei Weinen und Spirituosen generell um Konsumgüter handelt. Als Vermögensgegenstand haben Steuerbehörden die „Liquid Assets“ bislang noch nicht auf dem Schirm und so dürften sie bei künftigen Vermögensabgaben wahrscheinlich unberücksichtigt bleiben. Ein schöner Aspekt aus steuerlicher Sicht: Gewinne aus diesen Investments sind in Deutschland bislang vollkommen steuerfrei. Im Rahmen privater Veräußerungsgeschäfte fallen weder Kapitalertragsteuer noch Einkommensteuer an, solange die Spekulationsfrist von einem Jahr eingehalten wird und dem Anleger kein gewerbsmäßiger Handel unterstellt werden kann.

In welche Weine sollte man investieren?

Doch in welche Weine sollte man investieren? Nur etwa 200 der weltweit produzierten Weine erfüllen die Kriterien für „Investment-Grade Wines“. Klare Strukturen wie die Rebflurklassifizierung in Bordeaux von 1855 erleichtern das Investieren, denn die produzierten Mengen der klassifizierten Weine können dann nicht einfach durch Erweiterung der Anbauflächen erhöht werden. Innerhalb klassifizierter Weinbaugebiete treten jene Produzenten hervor, die über längere Zeit – zusätzlich zu den vorgeschriebenen Qualitätskriterien – durch selbst auferlegte Einschränkungen wie Ertragsbegrenzung eigene Standards zur Qualitätssicherung etabliert haben. Neue Jahrgänge sind übrigens spekulativer als ältere, weil bei Letzteren die Bewertungen und Beurteilungen feststehen und das weitere Entwicklungspotenzial besser abgeschätzt werden kann. Allerdings steigen die Preise älterer Jahrgänge langsamer und werden meist ein Plateau erreichen, wenn das Trinkreifefenster sich zu schließen beginnt.
Weine haben eine begrenzte Lebensdauer, wodurch die Investitionstauglichkeit eines Weines von seiner Haltbarkeit abhängt. Hochwertige Rotweine, vor allem aus Bordeaux und Burgund, erreichen ihre Trinkreife in der Regel nach 15 bis 20 Jahren. Der mit Abstand größte Anteil der Anlageweine entfällt auf diese Regionen.
Die besten Dessertweine der Welt (Trockenbeerenauslesen, Tokajer) und Spitzenchampagner können über 50 bis 60 Jahre gelagert werden. Am haltbarsten sind übrigens sogenannte „Fortified Wines“ – mit Branntwein aufgespritete Süßweine – wie Madeira, Port, Sherry oder Malaga, deren beste Qualitäten 200 Jahre und länger trinkbar bleiben und die ein ganz besonderes Sammelgebiet darstellen (siehe Bild 3).

Wie investiert man in Weine?

Anleger sollten nur bei etablierten Händlern kaufen oder mit seriösen Weininvestoren zusammenarbeiten, die über entsprechendes Fachwissen verfügen. Eine Investition sollte nur in etablierte Anlageweine und langfristig mit einem Anlagefenster von mindestens fünf Jahren erfolgen. Hochwertige Weine müssen fachgerecht gelagert werden, sonst verlieren sie ihren Wert und werden möglicherweise unverkäuflich oder sogar untrinkbar. Investiert man in die klassischen „Bluechips“ aus Bordeaux, Burgund, Sauternes und ähnlichen Gegenden, müssen ältere Jahrgänge regelmäßig durch jüngere ersetzt werden. Wer hier nicht über das entsprechende Fachwissen verfügt und eine einfache Lösung sucht, kann sich die Services eines Weininvestmentportfoliomanagers ansehen. Er stellt gemeinsam mit den Kunden ein ausgewogenes Portfolio zusammen, berät bei Anund Verkäufen und übernimmt die sachgerechte Lagerung inklusive Versicherung. Der Kunde ist und bleibt bis zum Verkauf Eigentümer seiner Weine und bezahlt für den Service eine jährliche Lagergebühr sowie Kommissionen bei Zu- und Verkäufen.

Der typische Anlagehorizont eines gemanagten Portfolios liegt zwischen fünf und zehn Jahren. Grundsätzlich ist die sachgerechte Lagerung fragiler Bluechipweine eine Aufgabe für Profis, die sich dank der Dienste von Portfoliomanagern gut delegieren lässt. Gute Serviceanbieter dieser Art gibt es vor allem in Großbritannien, wo institutionelle Investoren schon länger mit Investmentweinen arbeiten. Die Weine der Kunden lagern fachgerecht in ihren Originalholzkisten im London City Bond unter Zollverschluss („In Bond“). Lagerung „In Bond“ bedeutet, dass die Weine gehandelt werden können, ohne dass Zölle oder Mehrwertsteuer fällig werden. Diese Abgaben müssen nur dann entrichtet werden, wenn man sich die Weine nach Hause liefern lassen möchte.

Investition in den Wachstumsmarkt Whisky

Lagert man Bordeaux oder Burgunder im eigenen Keller, wird man beim Verkauf Abschläge hinnehmen müssen, weil der lückenlose Nachweis einer perfekten Lagerung nicht erbracht werden kann. In den eigenen vier Wänden sollten Sie daher eher hochwertige Spirituosen lagern, weil diese weniger Ansprüche an die Lagerbedingungen stellen. Whisky ist dabei zweifelsohne die etablierteste Anlageklasse unter den Spirituosen. Hochwertiger Whisky ist ein begrenzt verfügbares Gut und kann nicht beliebig nachproduziert werden. Ist der Jahrgang eines bestimmten edlen Whiskys vergriffen, dann verschwindet er unwiederbringlich vom Markt. Whisky wird seit Jahrzehnten von Kennern gesammelt, insbesondere schottischer, aber auch japanischer Single-Malt-Whisky sowie amerikanische Bourbon- und Rye-Whiskeys. Whisky ist extrem lange haltbar. Er lagert mehr als zehn, oft auch 20 Jahre und länger im Fass, bevor er in die Flasche kommt. Die Flaschen können nach der Abfüllung problemlos mehrere Jahrzehnte aufbewahrt werden. Anders als Wein reifen Spirituosen in der Flasche nicht mehr weiter. Es besteht also keine Gefahr, dass der Inhalt zum Beispiel durch Korkfehler verdirbt oder nach zu langer Reife umkippt und ungenießbar wird.
Sonderabfüllungen renommierter Destillerien erzielen nach einigen Jahren quasi garantierte Preissteigerungen. Das Angebot ist begrenzt, die Nachfrage aufgrund der großen Sammlerszene und spezialisierter Auktionsbörsen jederzeit gegeben. Man sollte allerdings vermeiden, auf künstliche Verknappungen hereinzufallen, die als „Limited“- oder „Special“-Editionen von den Marketingexperten kreiert werden. Die Standardabfüllungen der Brennereien sind für den Kapitalanleger eher uninteressant. Begehrte Sonderabfüllungen sind zum Beispiel Kleinauflagen, die in besonderen Fässern (zum Beispiel Port, Madeira oder Sauternes) gereift sind, Jahrgangswhiskys oder Einzelfassabfüllungen, die in Fassstärke – also mit deutlich höherem Alkoholgehalt – abgefüllt wurden. Whiskys, die vor 1975 gebrannt wurden, sind generell wertvoller und teurer als die später produzierten (siehe Bild 4). Das liegt nicht nur am Alter, sondern auch daran, dass die Gerste und andere Zutaten damals noch schonender und biologischer angebaut wurden als heute.

Investition in Whiskyfässer

Auch Investments in größere Gebinde sind möglich. Manche Brennereien haben ihre eigenen „Cask Purchase“-Programme. Einige Broker und Investmentfirmen in Großbritannien sind auf den Handel mit Fässern spezialisiert und beraten als Dienstleister bei der Auswahl, übernehmen Einkauf, Lagerung und Wiederverkauf nach einigen Jahren – oder die Abfüllung in Flaschen einschließlich Papierkram, wenn man seine dann gereiften Whiskys tatsächlich übernehmen und vielleicht selbst vermarkten möchte. Durch die jahrelange Lagerung bestehen zusätzliche Renditechancen, weil der Whisky im Fass mit jedem Jahr wertvoller wird. Klassische Abnehmer gereifter Whiskyfässer sind unabhängige Abfüller oder Hersteller von Whisky-Blends für den Massenmarkt.

Whiskykonsum steigt jährlich um zwei Prozent

Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass Brennereien ihre frischen Fässer an Investoren abgeben? Neben klassischen Bankdarlehen schaffen sie sich eine alternative Finanzierungsquelle und verkaufen einige Fässer zu Großhandelspreisen an einen Whisky-Bonder oder -Broker. Einige Brennereien verwenden dieses Modell mit einem festen Prozentsatz ihrer Whiskyproduktion, um einen konstanten Umsatzstrom zu gewährleisten. Dadurch können sie die laufenden Kosten decken, während der Großteil der Destillate in Ruhe bis zur Trinkreife in Fässern reifen kann. Von den hohen Rabatten, die die Broker mit den Brennereien aushandeln, kann man nun bei Übernahme eines frischen Fasses profitieren. Mit der Marge auf den Marktpreis und der Wertsteigerung bei zunehmender Reifezeit hat der Investor zwei Wertsteigerungskomponenten, die für ihn arbeiten. Mittelfristig geht man aktuell von einer jährlichen Steigerung des weltweiten Whiskyverbrauchs um zwei Prozent aus.
Derzeit produziert ein reichliches Dutzend neuer Brennereien auf Hochbetrieb, deren Produkte aufgrund der langen Lagerzeit noch nicht einmal auf dem Markt sind. Die verfügbaren Fässer werden weniger, die benötigte Menge an gebrauchten Fässern kann nicht mehr aufgebracht werden. Das sollte die Preise von guten Single Malts aus hochwertigen Fässern für die nächsten Jahre mindestens stabil halten.

Ein alternatives, aber hochinteressantes Investmentfeld

Keine andere Spirituose außer Whisky verfügt weltweit über eine derart große und kaufkräftige Fangemeinde – vor allem in Asien. Einzig dem Rum könnte einmal eine ähnliche Position zukommen; dem Whisky hinkt er in seiner Etablierung als „Luxury Investment“ aber gut 20 Jahre hinterher. Wer ein Faible für Antiquitäten hat, kann sich im Bereich der „Vintage Spirits“ umschauen: Für Cognac, Chartreuse oder Absinth gibt es jeweils ganz eigene Sammlernischen, insbesondere für Flaschen, die hundert Jahre oder noch älter sind.
Obwohl Wein, Whisky & Co lukrative Renditechancen bieten, geht es beim Investieren in Sachwerte in erster Linie um Werterhalt und Inflationsschutz. Wie bei allen „Passion Investments“ sollte eine gewisse Affinität zum Sachgebiet vorhanden sein, denn neben den Aspekten der Werterhaltung spielt auch die emotionale Rendite eine große Rolle.

Jörg Matzdorff

Der Weinhändler hat sich 1999 zunächst auf die berühmten Tokajer-Weine aus Ungarn spezialisiert. Später hat er seine Sammlung um wertvolle Spirituosen wie Cognac, Rum, Whisky oder Calvados ergänzt, idealerweise mit einem Alter von 100 Jahren oder mehr. Zusammen mit Alexander Eichhorn und Maximilian Bothe beschäftigt er sich neben dem aktiven Handel von Aktien, Optionen und Futures mit der Investition in alternative Anlageklassen und dem Vermögensschutz. Auf ihrer Webseite Inside-Markets.com geben sie dieses Wissen an Privatanleger weiter. www.inside-markets.com


© Milan – stock.adobe.com