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Hochwertiger und günstiger Kompaktlautsprecher


Hifi Test TV Video - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 20.08.2021

Kompaktlautsprecher · Nubert nuBoxx B-30

Artikelbild für den Artikel "Hochwertiger und günstiger Kompaktlautsprecher" aus der Ausgabe 5/2021 von Hifi Test TV Video. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Hifi Test TV Video, Ausgabe 5/2021

Ein paar Worte zur neuen Lautsprecher-Serie: Die nuBoxx-Reihe (wichtig mit Doppel-x!) ist der neueste Streich vom deutsche Traditionshersteller im heiß umkämpften Markt der günstigen Lautsprecher – eine ganze Serie von Lautsprechern, die vom kleinen Kompaktlautsprecher über große Standboxen hin bis zum ausgewachsenen Surroundset kombiniert werden können.

Unser Testmodell ist die kleinere der beiden Kompaktboxen, die B-30, ein Zwei-Wege-Monitor mit einem 15-Zentimeter-Tiefmitteltöner und einer Gewebekalotte für den Hochtonbereich.

Technik Und diese beiden Treiber sind schon eines der Highlights der neuen Boxenserie: Es handelt sich bei den beiden Chassis nicht etwa um einfachste Ware aus dem OEM-Zulieferbereich, sondern um absolut hochwertige Chassis, die sich Mundorf speziell für diese Serie hat maßschneidern lassen.

Solche Treiber fi ndet man ...

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... normalerweise in Lautsprechern, die gut und gerne weit in den vierstelligen Bereich hineingehen – zum Vergleich: Das Paar B-30 liegt bei einem Preis von 456 Euro! Muss man bei diesem Preis Abstriche machen? Nun, technisch – wie gesagt – auf keinen Fall, denn auch die die Frequenzweiche ist perfekt entwickelt. Lediglich die Liebhaber der gepfl egten Echtholzoberfl äche kommen hier nicht auf ihre Kosten: Die nuBoxxen gibt es in weiß oder schwarz mit lichtgrau oder anthrazit abgesetzten Fronten und Bespannungen – das war es.

Außerdem sind keine Abrundungen und Fasen vorhanden – die B-30 und ihre Kollegen zeigen klare Kante.

Dabei ist die Fertigungsqualität über alle Zweifel erhaben und die beiden Farben lassen sich durch ihre neutrale „Grundeinstellung“ mit nahezu allen Einrichtungsstilen kombinieren.

Dabei kommen die „Techniker“ und „Designer“ unter den Kunden gleichermaßen auf ihre Kosten, denn mit sichtbaren Chassis kommen die B-30 dem Hifi -Fan etwas mehr entgegen, während sie mit der Frontbespannung als Lautsprecher optisch etwas mehr „verschwinden“.

TEST INFORMATION

Frequenzgang

Für die Größe sehr hoher Wirkungsgrad bei gleichzeitig tiefer Basswiedergabe und perfekter Linearität von der unteren bis zur oberen Trennfrequenz. Exzellentes Rundstrahlverhalten – die Senke im Präsenzbereich gleicht sich unter Winkeln aus – siehe Interview.

Wasserfalldiagramm

Zügiges Abklingen über das gesamte Frequenzspektrum. Durch das kleine Gehäuse gibt es nur minimale Artefakte. Auch das Klirrverhalten der Box ist exzellent.

Messungen In unserem Lautsprecher-Testlabor schlagen sich die B-30 mehr als respektabel: Von der angegebenen unteren Grenzfrequenz bis über 20 Kilohertz spielen die kleinen Monitore äußerst neutral und ausgewogen, mit einem sehr guten Rundstrahlverhalten und keinen störenden Resonanzen. Die leichte Unausgewogenheit auf Achse im Bereich um 3 Kilohertz ist auf die scharfen Kanten der Schallwand zurückzuführen und verschwindet unter Winkeln. Im Hörraum ist dieses Verhalten nicht wahrnehmbar.

Klang Und dieses astreine Verhalten im Messlabor setzt sich auch in unserem Hörraum fort, wo die nuBoxx B-30 sogar deutlich größere Lautsprecher das Fürchten lehrt. Der Eindruck eines sehr ausgewogenen Lautsprechers, den die Box vor dem Mikrofon gemacht hat, setzt sich auch vor den Ohren des Testers fort:

Von einem ziemlich tiefen und profunden Bassbereich über den neutralen Mittelton bis hin zu einem sehr fein und genau dosierten Hochton macht die B-30 alles genau richtig – und das in einem sehr weiten Lautstärkebereich. Oder anders gesagt: Man kann es schon mit der kleinsten Box der Serie schon mal ordentlich krachen lassen. Eine bevorzugte Musikrichtung kennt die nuBoxx nicht – von Klassik über Jazz bis hin zu Elektro funktioniert alles hervorragend, was die B-30 zu einem perfekten Allrounder macht.

Und weil auch die Sprachverständlichkeit ganz hervorragend ist, kann ich mir gut vorstellen, dass der eine oder andere Interessent mit begrenzter Stellfl äche die B-30 auch zur (deutlichen) Aufwertung des Fernseher-Sounds einsetzen wird: Bis zu einer mehr als beachtlichen Lautstärke geht das sogar ohne Subwoofer.

Fazit Die nuBoxx B-30 ist Nuberts mehr als gelungener erster Streich der neuen Lautsprecher-Serie, die zu einem konkurrenzlosen Preis feinste Technik und klares Design zu einem mehr als gelungenen Gesamtpaket vereint.

Thmas Schmidt

Interview mit Thomas Bien, dem Entwickler der nuBoxx-Serie

Thomas Bien, Entwickler der brandneuen nuBoxx-Serie

Herr Bien, was war das Entwicklungsziel für die nuBoxx-Serie?

T. Bien: Der Anspruch ist eigentlich immer der gleiche: Nubert Lautsprecher sollen das hörbare Schallspektrum möglichst vollständig und homogen abbilden. Das gilt zunächst unabhängig von der Preis-oder Größenklasse des jeweiligen Modells. Das Ziel hat Günther Nubert damals vorgeben: Wir bauen nur Lautsprecher, die wir uns als Musik-und Filmfans auch selbst kaufen würden.

Letztlich haben wir uns dafür entschieden, die komplette Baureihe von Grund auf neu zu entwerfen. Natürlich haben wir dabei stark von Erfahrungen mit früheren Nubert Produkten profitiert. Der nuBoxx- Hochtöner zum Beispiel baut ja auf dem nuOva-Treiber aus der nuLine-Serie auf und der Sechseinhalb- Zoll-Tieftöner entstand aus einer Entwicklung für die nuVero-Baureihe.

Wie ist die Entwicklungsgeschichte des Chassis?

T. Bien: Für das Tieftonchassis der nuBoxx B-30 stand das der nuVero 30 Pate. Wir haben es dahingehend optimiert, dass es noch mehr Hub kann und noch tiefer spielt. Der Tieftöner sollte in einen guten Mitteltöner verwandelt werden, ohne dass er seine Bassqualitäten einbüßt. Hier haben wir die komplette Entwicklung praktisch von vorne begonnen. Wieder viele mechanische Stresstests gemacht, dann immer wieder die Resonanzfrequenz korrigiert, darauf geachtet, dass der Wirkungsgrad nicht zu weit abrutscht, dass die Impedanz nicht unterschritten wird und so weiter. Dieser Prozess hat sich über ein Jahr hingezogen. Die Optimierung der Parameter hat dazu geführt, dass der Magnet praktisch so groß dimensioniert wurde, dass er gerade noch durch das Einbauloch passt und dass er kurz vor der maximalen Sättigung steht. Auch die Schwingspule ist auf maximale

Länge getrimmt, damit die Membran plusminus zehn Millimeter auslenken kann. Die Treiber sind inzwischen dadurch so schwer, dass die Körbe maximal robust ausgelegt werden mussten – da hängt einige Masse dran.

Was können Sie uns über den neuen nuOva-B-Hochtöner verraten?

T. Bien: Wie der Name schon vermuten lässt, war die Ausgangsbasis die aktuelle nuLine-Kalotte, die unter dem Namen nuOva bekannt ist. Wo wir vor allem viel Arbeit reingesteckt haben, ist das Design der Frontplatte. Genauer gesagt: die Schallführung. Hier haben wir uns am nuVero-Hochtöner orientiert, der ein sehr konstantes Rundstrahlverhalten von 0 bis 45 Grad aufweist. Alles andere kam vom nuOva-Hochtöner aus der nuLine-Serie: die gleiche Membran, der gleiche Magnet, die aufwendige rückwärtige Bedämpfung. Gleich hinter der Membran ist ein Dämpfungselement, dann folgt ein angekoppeltes Volumen, und da sind noch mal mehrere Schichten Dämpfungsmaterial drin. Das wurde alles in vielen Schritten optimiert, nichts davon ist so im Handel einfach verfügbar. Letztlich ist das Ziel, dass der Frequenzgang unter Winkel möglichst wenig einbricht, dass also der Hochtöner möglichst wenig bündelt.

Jetzt sind die Chassis ja nicht die einzigen klangentscheidenden Elemente der Boxen ...

T. Bien: Genauso wichtig ist freilich das Design der Frequenzweichen. Dabei war unser neuer Messraum übrigens eine große Hilfe, weil der noch präzisere Messungen erlaubt als der vorige. Der Ausgangspunkt ist schon der berühmte „gerade Frequenzverlauf“.

Ich habe gelernt, dass vor allem die Schallleistung bei der Beurteilung eines Lautsprechers eine sehr große Rolle spielt. Der Schallleistungsfrequenzgang ist das Mittel aller Frequenzgänge der Box über alle Winkel. Man kann da zwar schon aus Messungen viel herauslesen, aber letztlich muss man die Box zusätzlich gehörmäßig abstimmen. Der Mensch ist eben kein Messmikrofon. Allein schon, dass sich der Schall beim Zuhörer um den Kopf beugt, bevor er die Ohren erreicht, verändert den Klangeindruck signifikant.

Selbst bei den Gehäusen haben wir noch optimiert, beispielsweise haben wir es geschafft, durch zusätzliche, präzise ausgeführte Verstrebungen, die Schwingneigung der Gehäusewände noch weiter zu senken, wodurch wir minimal dünnere Platten verleimen können, was uns wiederum etwas mehr Gehäusevolumen bringt, damit holt man dann noch mal ein oder zwei Hertz Tiefbass heraus.

Ich habe bislang nur die klangrelevanten Verbesserungen angesprochen, aber natürlich haben wir gegenüber der Vorgängergeneration auch das äußere Design und die Ausstattung verbessert, etwa die magnetischen Abdeckungen oder das Anschlussterminal mit den größeren Gewindeschrauben. Der Punkt ist, dass wir die nuBoxx-Serie wirklich von Grund auf neu gestaltet haben. Wir haben natürlich Erfahrungen von den Vorgängern und aus höherwertigen Serien genutzt, aber letztlich ist praktisch jedes Detail der nuBoxx-Lautsprecher eine echte Neuheit – bis hin zu den Farben. Und ich würde sagen: Das Ergebnis kann sich hören lassen. Die nuBoxxen sind allesamt unfassbar gut geworden – nicht nur angesichts der günstigen Preise.