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Hören Sie auf Ihr Herz


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Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 17/2022 vom 20.04.2022

Zahl der Woche

6Millionen Deutsche leiden laut Institut für Herzinfarktforschung an koronarer Herzerkrankung.

Artikelbild für den Artikel "Hören Sie auf Ihr Herz" aus der Ausgabe 17/2022 von Frau im Spiegel. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Frau im Spiegel, Ausgabe 17/2022

Miley Cyrus, 29

Leidet an Herzrasen

„Es gibt nie eine Zeit auf der Bühne, an der ich nicht an mein Herz denke“

So voller Energie, wie Miley Cyrus auf der Bühne abrockt, würde man nun wirklich nicht vermuten, dass die Sängerin unter einer belastenden Herzstörung leidet. Ihr Herz schlägt wohl deutlich schneller als normal. Ärzte sprechen bei mehr als 100 Schlägen in der Minute von Tachykardie,\ Herzrasen. Sorgen müssen sich Cyrus’ Fans aber nicht machen. „Die Art von Tachykardie, die ich habe, ist nicht gefährlich. Es tut mir nicht weh, aber es stört mich.“

Das Herz will ständig versorgt werden Fehlen ihm Nährstoffe und Sauerstoff aus dem Blut, kann es seinen lebenswichtigen Job, jede Minute fünf bis sechs Liter Blut durch den Körper zu pumpen, nicht mehr erledigen. Dann droht ein ...

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... Infarkt. Häufigster Auslöser dafür ist die sogenannte koronare Herzkrankheit.

Ablagerungen schaden den Gefäßen

Dann sind die großen Gefäße, die kranzförmig um das Herz herum liegen, verengt. Schuld sind Ablagerungen aus Fett und Kalk, die verhindern, dass der Herzmuskel mit genügend Blut versorgt wird. Wie kommt es dazu?

Nicht nur die Gene mischen mit

Die größten Risikofaktoren für verengte Gefäße sind hoher Blutdruck, Übergewicht, Rauchen, hohes Cholesterin, zu wenig Bewegung und Diabetes. Auch Stress spielt eine Rolle, wie Forscher mittlerweile herausgefunden haben. Hinzu kommen noch die Gene und auch das Geschlecht ist nicht ganz unschuldig. Männer trifft ein Herzinfarkt häufiger als Frauen. Bei Frauen steigt das Risiko nach der Menopause, bis dahin schützen die weiblichen Sexualhormone, die Östrogene, die Gefäße.

Werte, die wir richtig gut finden

Gegen die Gene sind wir machtlos. Auch unser Geschlecht können wir uns nicht aussuchen. Woran wir aber etwas ändern können, das ist der Lebensstil. Was wir essen und wie viel wir uns bewegen, spielt vor allem für den Blutdruck eine Rolle. „Ist der Druck zu hoch, kann dies zu Gefäßveränderungen führen, deren Folge ein erhöhter Blutdruck und eine Überlastung des Herzens sein kann“, sagt Apotheker Ralph Thomas. Halten wir den Blutdruck also in einem gesunden Bereich, ist in Sachen Herzgesundheit schon mal richtig viel gewonnen. „Als ideal sieht man einen Wert von 120/80 an. Die Grenze zum erhöhten Bereich zieht man bei 130/85 bis 140/90 mmHg“, so der Experte.

Gregor Gysi, 74

Hatte drei Herzinfarkte

„Hätte ich gewusst, was alles auf mich zukommt, hätte ich 1989 Nein sagen sollen, Politiker zu werden“

Für Gregor Gysi ist klar, dass der Stress als Spitzenpolitiker und die Ablehnung, die ihm in seiner aktiven Zeit auch entgegenschlug, für seine drei Herzinfarkte verantwortlich waren. Inzwischen hat er sein Herz im Griff. „Ich muss Tabletten nehmen und fahre zu Hause Rad. Das ist zwar langweilig, aber ich schaue dabei Fernsehen.“

Katharina Bauer, 31

Stabhochspringerin mit Defibrillator

„Der Defi ist wie ein Schutzengel für mich. Mir kann nichts passieren“

Die Stabhochspringerin leidet seit ihrer Kindheit an einer Herzrhythmusstörung. In ihren schlimmsten Phasen brachte es ihr Herz auf bis zu 18 000 Extra-Schläge am Tag! Ihre Sport-Karriere gab sie trotzdem nicht auf. Nach mehreren OPs wurde Bauer ein Defibrillator implantiert. Sechs Wochen später qualifizierte sie sich für die Deutsche Meisterschaft!

Zauberformel für ein langes Leben

Aber wie bleiben die Werte in einem grünen Bereich? Die Zauberformel heißt: sich regelmäßig bewegen, wenig Fett und Zucker essen, nicht rauchen. Und sein Stresslevel gering halten. Extra-Tipp von Apotheker Ralph Thomas: die gefäßschützende Aminosäure Arginin. „Mithilfe von Arginin stellt der Körper einen Botenstoff her, der die Gefäße elastisch hält. Um den gesamten Tagesbedarf zu decken, empfehle ich meinen Kunden ergänzend zur Ernährung das rezeptfreie Apothekenpräparat Telcor Arginin plus.“

Essen wie in Italien

Dem Herz schmeckt besonders mediterrane Kost. Also bitte viel Gemüse und Obst auf die Teller! Dazu Nüsse, hochwertige Pflanzenöle wie Olivenöl und ab und zu Fisch. Am besten sind fette Meeresfische wie Lachs, l

Hering oder Makrele, sie enthalten viele Omega-3-Fettsäuren, welche die Gefäße elastisch halten. Fleisch sollte nur selten auf dem Speiseplan stehen.

Intervallfasten fürs Herz

Mittlerweile hat die Forschung gezeigt, dass wir unserem Herzen ebenso mit Intervallfasten etwas Gutes tun. So helfen die längeren Essenspausen, gepaart mit ausgewogener Ernährung, nicht nur beim Abnehmen, sondern verringern auch das Risiko für Diabetes, hohes Cholesterin und Bluthochdruck – all die Krankheiten, die das Herz gar nicht mag. Durch die Essenspausen schalten die Körperzellen nämlich in eine Art Entrümpelungsmodus, der den Stoffwechsel positiv beeinflusst. Der Energiehaushalt wird optimiert und gleichzeitig werden Schutzmechanismen der Zellen gestartet.

Blutdruck im Blick

Des Weiteren empfiehlt sich, den Blutdruck gelegentlich zu checken. Denn das Perfide an zu hohen Werten ist, dass man sie lange Zeit nicht spürt. Wer kein Gerät zu Hause hat, kann in die Apotheke gehen. Oder nutzt ein Wearable. Smartwatches etwa liefern mittlerweile verlässlich Gesundheitswerte.

Der Doc am Handgelenk

Davon profitieren besonders Herzpatienten, wie Studien zeigen. So verglichen etwa Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung die Ergebnisse von Smartwatches und einer App zur Aufzeichnung des Herzrhythmus mit den Daten von mobilen EKGs. Die automatische Armbanduhr erkannte Rhythmusstörungen genauso gut wie das EKG. Laut den Forschenden können die Uhren künftig eingesetzt werden, um Vorhofflimmern früher zu entdecken und so etwa das Risiko für Schlaganfall zu verringern. Aber auch andere Patienten und Gesunde können von den Tools profitieren, weil sie helfen, Unregelmäßigkeiten frühzeitig zu erkennen.

Tools ergänzen Diagnose und Therapie

So messen bestimmte Uhren auch den Blutdruck. Voraussetzung dafür ist wie beim EKG eine entsprechende App und das passende Betriebssystem (z. B. ab Android 7).

Laut den Experten der Deutschen Herzstiftung können Smartwatches einen Arztbesuch und die bisherigen Verfahren zur Diagnose und Therapiekontrolle bei Herzerkrankungen zwar nicht ersetzen, aber ergänzen. Wer ein solches Gerät kauft, sollte darauf achten, dass die kardialen Messfunktionen geprüft und das Produkt als Medizinprodukt zertifiziert ist.

DIANA FAUST

Franz Beckenbauer, 76

Überstand Bypass-OP

„Ich wünsche mir noch ein paar schöne Jahre mit meiner Frau“

Eine OP am offenen Herzen war nötig, um Beckenbauer wieder gesund zu machen. Indirekt hatte ihm sein Freund Günter Netzer das Leben gerettet, so der Ex-FC-Bayern-Chef. Als er von dessen Notfall- Herz-OP hörte, ging er erstmals seit zehn Jahren zum Kardiologen. Der schlug gleich Alarm.