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Hoher Besuch


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tennisMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 100/2022 vom 19.09.2022

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1957

Artikelbild für den Artikel "Hoher Besuch" aus der Ausgabe 100/2022 von tennisMAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: tennisMAGAZIN, Ausgabe 100/2022

PREMIERE: Die Queen übergab 1957 Siegerin Althea Gibson die Venus Rosewater Dish.

Die Stars und Champions von Wimbledon kamen und gingen, aber sie war gefühlt immer da: Queen Elizabeth II. Wobei: So richtig da, also auf der Anlage an der Church Road, war die britische Königin nur viermal: 1957, 1962, 1977 und zuletzt 2010. Doch ein Hauch des königlichen Flairs wehte stets durch Wimbledon. Dafür sorgte die Royal Box am Centre Court und die fast ewige Wimbledon-Schirmherrschaft Ihrer Majestät, die sie erst 2016 nach 64 Jahren an Herzogin Kate übertrug. Aus royalen Zirkeln war öfters zu vernehmen, dass die Queen ein großer Tennisfan sei und Wimbledon ihr – natürlich – ganz besonders am Herzen liege. Ihr Tod am 8. September 2022 war auch für die Tennis-Community ein Schock. Bei den US Open wurde ihr zu Ehren eine Schweigeminute eingelegt.

1962

1977

2010

PILIC-ACADEMY

Nikis „Mini-Monfils“

Er sieht aus wie Gael Monfils im Miniformat: George Jacovides Junior aus ...

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... Griechenland, sieben Jahre alt, tennisverrückt und neuester Rohdiamant von Trainerlegende Niki Pilic. George ähnelt Monfils aber nicht nur äußerlich: Er ist schon jetzt äußerst geschmeidig in seinen Bewegungen und sehr spielfreudig. Schläge und die Hand-Augen-Koordination bezeichnet Pilic als „außergewöhnlich gut“. Geht es nach Vater George Jacovides Senior, einem vermögenden Geschäftsmann aus Athen, soll der Junior eines Tages Profi werden. Dafür hat der Papa hochtrabende Pläne: Er will im Großraum Athen eine Tennisakademie errichten, die nach Niki Pilic benannt werden soll. „Niki ist eine Legende! Andere bekannte Coaches sind zu sehr Showman“, begründet Jacovides Senior seine Namenswahl.

ONS JABUER

Die Frau des Fechters

Tunesische Sportlerehe: Ons Jabeur, 28, ist seit 2015 mit Karim Kamoun, 35, verheiratet. Damals gehörte Jabeur knapp zu den Top 150 in der Weltrangliste, Kamoun aber holte als Fechter zwei Medaillen für Tunesien bei den Afrikaspielen. Mittlerweile haben sich die Rollen im Hause Jabeur-Kamoun gewandelt. Jabeur ist eine gefeierte Sportlerin in ihrer Heimat, weil sie die erste Frau aus Tunesien, aus dem arabischen Raum und aus Afrika ist, die im Finale von Wimbledon stand. Kamoun hat seinen Degen längst weggelegt und ist der Fitnesscoach seiner Gattin.

ARYNA SABALENKA

Experte gegen die

Doppelfehler-Flut

Als Edelfan beim Basketball

339 Doppelfehler in 41 Matches: Die Aufschlagbilanz von Aryna Sabalenka in der laufenden Saison bis zum Start der US Open ist verheerend. Sie hat sich deswegen einen Experten für Biomechanik in ihr Coaching-Team geholt. „Er hilft mir dabei, den Bewegungsablauf zu optimieren. Ich habe so viel falsch gemacht beim Aufschlag“, begründete Sabalenka ihren Schritt. Den Rekord für die meisten Doppelfehler in einer Saison hält übrigens Camilia Giorgi: 458 in 46 Partien 2015.

NOVAK DJOKOVIC

Ohne Impfung keine US Open: Die Einreisebestimmungen in die USA machten eine Teilnahme von Novak Djokovic beim Grand Slam-Turnier in New York unmöglich. Offiziell fasste der Serbe sein Fernbleiben locker auf. „Die Welt bricht deswegen nicht zusammen“, zitierten ihn einheimische Medien. John McEnroe wetterte dagegen: „Mir soll mal jemand erklären, warum er 2021 als Ungeimpfter spielen durfte, 2022 aber nicht.“ Statt in New York seinem 22. Grand Slam-Titel hinterherzujagen, feuerte Djokovic Serbiens Basketballer als Edelfan an und erlebte drei Siege in zehn Tagen. Bei einem Freundschaftsspiel in Ljubljana gegen Slowenien traf er auf NBA-Superstar Luka Doncic. Danach verfolgte er zwei WM-Quali-Spiele: erst in Belgrad gegen Griechenland, dann in Istanbul gegen die Türkei. Ende September beim 250er-Turnier in Tel Aviv, Israel, will „Nole“ dann wieder selbst spielen.

BORNA CORIC

Masters-Titel aus dem Nichts

Mit diesem Turniersieg rechnete niemand: Borna Coric kehrte im März 2022 in Indian Wells von einer einjährigen Zwangspause zurück (Schulter-OP im Mai 2021), schied bei seinen ersten acht Comeback-Turnieren sechsmal in der ersten Runde aus, verlor noch Mitte Juli bei einem Challenger gegen die Nummer 311 der Weltrangliste – und schnappte sich dann als 152. im ATP-Ranking den Titel beim Großevent in Cincinnati. So niedrig war bislang noch kein Masters-1000er-Champion platziert gewesen. Coric schlug mit Rafael Nadal, Felix Auger-Aliassime und Stefanos Tsitsipas drei Top 10-Profis bei seinem „Cincy-Run“ und machte einen Riesensprung in der Weltrangliste: hoch auf Platz 29. „Das ist unglaublich! Ich dachte, dass für mich in der ersten Runde Schluss ist“, wunderte sich der 25-Jährige. Für jedes Match und jedes Training muss der Kroate eine gute Stunde lang seine Schulter aufwärmen – „nur dann kann ich auf meinem höchsten Level spielen“.

Top 5: Masters-Titelträger mit der niedrigsten Weltranglistenposition

Spieler Turnier/ Jahr Ranking

1. Borna Coric Cincinnati 2022 152

2. Roberto Carretero Hamburg 1996* 143

3. Mikael Pernfors Montreal 1993* 95

4. Chris Woodruff Montreal 1997* 57

5. Tomas Berdych Paris-Bercy 2005 50

*Zählte damals zur Super-9-Serie, Vorgänger der Masters-1000er-Turniere

SIMONA HALEP

Willkommen im 40-Millionen-Dollar-Club

Bei diesen Beträgen können Normalverdiener nur staunen: Mittlerweile gibt es im Tennissport geschlechterübergreifend acht Profis, die mehr als 40 Millionen Dollar Preisgeld in ihrer Karriere verdient haben – ohne Werbegelder, wohlgemerkt. Die meisten Spielerinnen und Spieler erwartet man in diesem erlauchten Kreis: Novak Djokovic thront ganz oben; er war im Juni 2016 auch der erste Tennisprofi, der die Preisgeld-Schallgrenze von hundert Millionen Dollar durchbrach. Es folgen: Rafael Nadal und Roger Federer. Auf Platz vier liegt mit Serena Williams die erste Dame im Preisgeld-Ranking. Überraschend: Simona Halep gehört nach den US-Hardcourt-Turnieren trotz Erstrunden-Aus bei den US Open zum 40-Millionen-Dollar-Club. Die 30-jährige Rumänin gewann „nur“ zwei Grand Slam-Titel (Paris 2018, Wimbledon 2019), holte sich aber schon 22 Turniersiege auf der WTA-Tour.

Top 10: Profis (ATP & WTA) mit den höchsten Preisgeldeinnahmen

1. Novak Djokovic: 158.996.253 $

2. Rafael Nadal: 131.338.131 $

3. Roger Federer: 130.594.339 $

4. Serena Williams: 94.606.355 $

5. Andy Murray: 62.944.611 $

6. Pete Sampras: 43.280.489 $

7. Venus Williams: 42.300.728 $

8. Simona Halep: 40.107.097 $

9. Maria Sharapova: 38.777.962 $

10. Caroline Wozniacki: 35.233.415 $

Fettung: aktive Spielerin/aktiver Spieler; Stand: 5.9.2022

ZVEREVS EX-MANAGER

Apey: „Mit mir hatte Sascha sieben Verträge“

Der Rechtsstreit zwischen Alexander Zverev und seinem Ex-Manager Patricio Apey endete im Dezember 2020 mit einer außergerichtlichen Einigung. Nun äußerte sich Apey erstmals öffentlich über Zverev – im chilenischen Online-Magazin Clay. Den Wechsel von Zverev zur Team8-Agentur von Roger Federer versteht Apey bis heute nicht: „Irgendjemand muss ihm eingeflüstert haben, dass das Gras auf der anderen Seite grüner ist. Mit mir hat er darüber leider nie gesprochen.“ In dem langen Interview stichelt Apey weiter: „Mit mir hatte Sascha sieben Sponsorenverträge, jetzt hat er noch einen.“ Mischa Zverev, der sich mittlerweile um das Management seines Bruders kümmert, widerspricht auf Anfrage von tennis MAGAZIN: „Patricio liegt weit daneben.“ Neben den Verträgen mit Adidas, Head und EA Sport habe Sascha noch weitere Partner.

BEN SHELTON

Mit Daddys Hilfe

Wie der Vater, so der Sohn: Auf der ATP-Tour gibt es immer wieder Konstellationen, die zeigen, dass das alte Sprichwort noch nicht überholt ist. Aktuell sind Casper Ruud und Sebastian Korda die prominentesten Beispiele: Ihre Väter Christian Ruud und Petr Korda waren Top 50-Profis. US-Boy Ben Shelton, 19 Jahre und jüngst in den Top 200 angekommen, hat ebenfalls einen bekannten Daddy: Bryan Shelton war 1994 die Nummer 52 in der Herren-Weltrangliste. Nach seiner aktiven Zeit wurde er Tenniscoach an der University of Florida, wo er seinen eigenen Sohn trainierte. Ben, der erst mit elf Jahren zum Tennisschläger griff, wurde zum besten Collegespieler der letzten zwei Jahre und ist nun als Profi unterwegs. Sein Ziel, natürlich: besser als der Papa zu werden.