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HOLLYWOODS SUPERWOMAN


petra - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 04.11.2021

Reese Witherspoon

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Aufsässig? Kein Stück: Reese Witherspoon weiß nur genau, was sie will. Die neue Staffel der ?Morning Show? läuft auf Apple TV+

Man kann gar nicht anders, als Reese Witherspoon cool zu finden. Sie ist – neben ihrer Arbeit als Schauspielerin – eine der (noch) wenigen Produzentinnen, die Hollywood so dringend braucht, um dem Filmbiz eine weibliche Stimme zu geben. Kürzlich startete ihre neue Staffel der „Morning Show“ um zwei Nachrichtensprecherinnen (Reese selbst und dazu Jennifer Aniston).

Was können die Zuschauer von der zweiten Staffel erwarten?

In Staffel eins geht es primär um die #MeToo-Bewegung. Die zweite Staffel dreht sich um den Zustand unserer Welt kurz vor dem Corona-Lockdown. Der Fokus liegt also auf der Zeit ...

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... von Januar bis März – eine Zeit, in der wir gegen systematischen Rassismus, Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit, Altersdiskriminierung gekämpft und erstmals erkannt haben, wie kraftvoll und symbolisch es ist, als starke Frau in der Medienwelt zu existieren.

Wie hat die Pandemie Sie persönlich, aber auch Ihre Serienrolle beeinflusst?

Es war auf jeden Fall besonders. Nicht nur am Set, auch innerhalb der Show quälten unsere Charaktere dieselben Gedanken und Sorgen. Wir sehen dazu noch mal, was kurz vor dem globalen Lockdown auf der Welt los war. Damals hatten wir alle noch unsere eigenen Probleme, Ideen und Pläne. Und dann kam plötzlich etwas ganz Großes dazwischen, mit dem wir alle nicht gerechnet hätten. Das hat eine wunderbare Symbolik in meinen Augen. Ich habe etwa gelernt, extra verständnisvoll für andere Menschen zu sein, denn ich weiß nie, was sie innerlich wirklich durchmachen. Die Pandemie war grauenvoll auf so vielen Ebenen. Daher haben wir uns entschieden, uns in der Show vor allem auf das Menschliche zu fokussieren.

In der heutigen Zeit ist der Druck, perfekt zu sein, enorm hoch. Gleichzeitig fühlt es sich an, als wären wir alle austauschbar. Kennen Sie das?

Oh mein Gott, so fühle ich mich ständig! Wir leben in einer Zeit des extremen Wandels. Es ist eine Zeit, in der dir nicht viele Fehler verziehen werden. Wir sind jedoch alle nur Menschen, die versuchen, die Welt zu verstehen. Wir alle sind in der Lage, schlimme Fehler zu begehen – aber wir sind auch in der Lage, großartige Dinge zu erschaffen. Niemand von uns ist NUR schlecht oder NUR gut. „The Morning Show“ zeigt auf wunderbare Art und Weise, wie die sogenannte „Cancel Culture“ funktioniert und dass sie echte Menschen betrifft, die nur wegen eines Fehlers für immer ausgegrenzt werden. Niemand ist perfekt!

Hat die Serie auch Ihren Blick auf den Journalismus verändert?

Der Journalismus hat sich in den letzten fünf Jahren enorm verändert. Die Beliebtheit von Social Media hat gleichzeitig auch einen Nährboden für Fake News und politische Propaganda geschaffen. Für normale Menschen ist es teils schwer, die Wahrheit zu finden, dabei suchen wir doch alle nur danach. Früher gab es noch eine grundlegende Wahrheit, auf die wir uns geeinigt haben und die wir alle akzeptiert haben. Heute sind es 1000 verschiedene Möglichkeiten. Die Auswirkungen spüre ich bei meinen Kindern. Sie informieren sich alle bei unterschiedlichen Quellen. Aber ich kann daran nichts ändern, das ist unsere heutige Welt.

„Wir sind alle in der Lage, Fehler zu begehen – aber eben auch, großartige Dinge zu erschaffen“

Gibt es in der zweiten Staffel Szenen, die schwierig zu filmen waren?

Themen wie Rassismus innerhalb der Medienlandschaft aufzuzeigen – genau wie über Sexismus, Altersdiskriminierung oder Homophobie zu sprechen – ist wichtig, aber auch extrem hart. Für uns war es während der Dreharbeiten vor allem schwer, allen Themen genug Gewichtung und Aufmerksamkeit zu geben. Wir befinden uns mitten in einem kulturellen Wandel, und die Menschen sind hungrig danach, mehr zu erfahren und zu lernen. Dem mussten wir nachkommen.

TEXT RACHEL KASUCH

„Der Journalismus hat sich in den letzten fünf Jahren enorm verändert“