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HomePod mini: Smarter Mini-Lautsprecher mit fünf „S“


iPhone & iPad Life - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 12.10.2020

Viele hatten den HomePod schon für tot erklärt. Die neue Mini-Variante ist nicht nur in Sachen Funktionen, sondern diesmal auch preislich wirklich attraktiv und könnte neue Käuferschichten erschließen.


Artikelbild für den Artikel "HomePod mini: Smarter Mini-Lautsprecher mit fünf „S“" aus der Ausgabe 4/2020 von iPhone & iPad Life. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: iPhone & iPad Life, Ausgabe 4/2020

Der mini in Originalgröße!


Der erste HomePod wird gemeinhin als Flop wahrgenommen. Ja, natürlich klingt der HomePod besser als jeder Amazon Echo und stellt auch die meisten anderen smarten Lautsprecher klanglich in den Schatten. Aber ein Lautsprecher, egal wie smart er auch sein mag, für 320 Euro (aktueller Apple-Preis)? Audiophile Sound-Enthusiasten können darüber nur müde lächeln. Sie geben solche Summen ...

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... schon für die esoterisch angehauchten Goldkabel aus, mit denen sie ihre Lautsprecher verbinden – aber die Home-Pod-Zielgruppe ist eine andere. Und in deren Welt kostet ein Amazon Echo Studio nicht einmal 200 Euro. Und viele klassische Lautsprecherhersteller bieten ihre um Alexa oder den Google Assistant erweiterten Geräte sogar noch günstiger an. Google selbst hat neben dem Premiummodell Google Home Max (knapp 300 Euro) noch den Nest Audio für rund 100 Euro im Portfolio – ein Gerät also, das preislich gleichauf mit dem neuen HomePod mini liegt und mit dem wir Apples neuen Smart Speaker ausgiebig vergleichen werden, sobald er denn verfügbar ist.

Apple vermarktet das überhaupt erst zweite Mitglied der HomePod-Familie mit den fünf „S“: Sound, Siri, Smarthome, Sicherheit und Schutz der Umwelt.

Sound

Ein unglaublich sattes und detailgetreues Klangerlebnis verspricht Apple. Während der große Home-Pod hier eindeutig überzeugen kann und sogar besser klingt als Geräte, die ein Vielfaches seines Preises kosten, sind wir gespannt darauf, was Apples Mini-Speaker zu leisten imstande sein wird. Nach allen Regeln der Physik muss das um einiges kleinere Gehäuse Abstriche mindestens in Sachen Bass und Volumen bedeuten. Apple versucht dem mit „Computational Audio“ entgegenzuwirken: Im HomePod mini steckt der S5-Chip, den wir schon aus der Apple Watch kennen, und analysiert die abgespielte Musik, um die Bewegung des Treibers in Echtzeit zu steuern. Der von Apple entwickelte Treiber wird dabei von einem Neodym-Magneten sowie einem Paar kraftaufhebender passiver Tieftöner angetrieben und soll so tiefe Bässe und knackige hohe Frequenzen ermöglichen.

Intercom


„Essen ist fertig.“ „Waaas?“ „Essen!“ Solche Dialoge sollen, wenn es nach Apple geht, nicht länger durchs Haus schreiend, sondern mit der neuen Intercom-Funktion stattfinden.


Siri

Um es vorweg gesagt zu haben: Siri schafft es in den Top drei der populärsten smarten Assistenten nach wie vor nicht auf einen der vorderen Plätze. Aber Siri holt beständig auf, während die Entwicklung bei Google und Amazon zu stagnieren scheint, was sich beide bei dem zumindest gefühlten Vorsprung auf Apple allerdings auch leisten können.

Dennoch ist Siri alles andere als nutzlos! Insbesondere im Zusammenspiel mit den Siri-Kurzbefehlen, die sich per iPhone festlegen lassen, gelingt es auch Apples Sprachassistenten inzwischen mühelos, durch zumindest alle Standardsituationen des digitalen Alltags zu navigieren.

Apple verspricht, dass Siri nun zuverlässig unterscheiden könne, wer den Assistenten gerade aktiviert hat, etwa um Musik und Podcasts auf die Vorlieben des jeweiligen Nutzers anzupassen oder auf persönliche Anfragen, wie den Zugriff auf Nachrichten, Erinnerungen, Notizen und Kalendereinträge, korrekt reagieren zu können.

Smarthome

Wer Apples Smarthome-Plattform HomeKit nutzen möchte, benötigt dafür eine Basisstation. Grundsätzlich kann dies ein iPad sein, das dann allerdings im Idealfall auch dauerhaft im Haushalt verbleiben muss, um die konstante Funktionalität des smarten Hauses zu gewährleisten. Alternativ kann diese Aufgabe auch von einem Apple TV oder (richtig geraten!) einem HomePod – und nun eben auch dem HomePod mini übernommen werden.

Der HomePod mini ist dabei allerdings noch viel mehr als die Schaltzentrale: Auch die Smarthome-Steuerung per Sprachbefehl an Siri funktioniert so, wie man es erwarten würde und sogar mit vergleichbarer Zuverlässigkeit zu Alexa und dem Google Assistant. Komplett neu ist eine Funktion, die Apple „Intercom“ getauft hat. In Deutschland weckt der Name vielleicht Erinnerungen an einen Mobilfunkanbieter, im anglo-amerikanischen Sprachraum allerdings steht der Begriff für eine Gegensprechanlage für die büro- oder hausinterne Kommunikation. Laut Wikipedia liegt der Ursprung für diese Technik übrigens in Skandinavien: „Dort wurde sie ursprünglich für die Bürokommunikation entwickelt, da die dortige Post in den 1930er-Jahren auch auf innerbetriebliche (interne) Telefongespräche Gebühren erhob. Die Entwicklung der Sprechanlagen war im Grunde der Versuch, ein günstigeres internes Kommunikationsmittel zu schaffen.“

Apples Intercom funktioniert letztlich ganz ähnlich wie die Systeme aus dem frühen Zwanzigsten Jahrhundert: Eine Person kann eine Nachricht von einem HomePod an einen anderen senden, der sie automatisch abspielt. Intercom funktioniert allerdings auch mit iPhone, iPad, Apple Watch, AirPods sowie CarPlay und wird so erst richtig sinnvoll. Es sei denn, man hat vor, jeden Raum mit einem HomePod auszustatten.

Was darüber hinaus mit dem großen HomePod geht, funktioniert auch mit der geschrumpften Variante: Anrufe tätigen und eingehende Gespräche entgegennehmen, Musik von einem anderen Apple-Gerät auf den Lautsprecher übergeben, diesen für die Soundausgabe einer Apple-TV-Set-Top-Box verwenden, Nachrichten versenden und vieles mehr.

Das deutlich kompaktere Format und der um mehr als zwei Drittel niedrigere Preis sollen den HomePod mini für deutlich mehr Menschen attraktiv machen und die Produktkategorie für Apple retten.


Sicherheit

In der Werbung widmet sich Apple immer wieder und vermehrt den für das Marketing gemeinhin vollkommen unattraktiven Themen Datenschutz und Sicherheit. Apple hat diese Aspekte als elementare Unterscheidungsmerkmale zur Konkurrenz ausgemacht und rühmt sich aktuell weitestgehend zu Recht mit einer in diesem Bereich deutlich hervorgehobenen Stellung.

Nutzt man den HomePod mini, dann werden, so Apple, Informationen ausschließlich dann an Apple-Server gesendet, wenn der Aufruf „Hey, Siri!“ lokal auf dem Gerät erkannt wird oder der Nutzer den Assistenten durch Berührung aktiviert. Anfragen würden dabei nicht mit der Apple-ID verknüpft und persönliche Informationen nicht an Werbeunternehmen verkauft. Der HomePod mini arbeite, so Apple weiter, mit dem iPhone zusammen, um Anfragen nach Nachrichten und Notizen direkt auf dem Gerät zu verarbeiten, ohne diese Informationen an Apple weiterzugeben. Bis ins letzte Detail überprüfen können wir diese Angaben nicht.

Apple hat das Thema allerdings zu einem so starken Verkaufsargument aufgebaut, dass man sich eine Lüge an dieser Stelle schlicht nicht erlauben könnte. Zumindest ist das die Hoffnung, obschon wir wissen, dass Apple vor allem in China zu Zugeständnissen an das dortige Regime bereit ist.

Schutz der Umwelt

Na klar, der größte Umweltschutz bestünde darin, keinen Home-Pod mini zu produzieren. Nimmt man ihn aber als gegeben hin, tut Apple zumindest vieles, um den negativen Umwelteinfluss seiner Existenz zu minimieren. Im Home-Pod mini werden laute Apple 99 Prozent recycelte Seltenerdelemente verwendet. Das nahtlose Netzgewebe besteht zu mehr als 90 Prozent aus recyceltem Kunststoff, alle Verpackungsholzfasern stammen aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern oder aus recycelten Quellen.

Der HomePod mini profitiert vom perfekten Zusammenspiel mit dem iPhone.