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Hot Dog macht Schule


Schulverpflegung - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 24.02.2020

Der klassische Hot Dog funktioniert auch in der Schulverpflegung - zumindest, wenn einige Kleinigkeiten berücksichtigt werden.


Brötchen, Würstchen, Senf, Ketchup, Zwiebeln - und schon ist der Hot Dog fertig! Der Klassiker unter den angesagten Fastfoods wird in jeder Altersklasse gern gegessen. Wie sieht es aber im Bereich der Kita- und Schulverpflegung aus? Sind Hot Dogs dort überhaupt ein Thema? „Hot Dogs gehören spätestens seit Ikea zum festen Bestandteil der Schulverpflegung und zwar weitestgehend unabhängig der festgesetzten Restaurationszeiten. Sowohl als kleiner Snack für zwischendurch, wie etwa im ...

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Bildquelle: Schulverpflegung, Ausgabe 1/2020

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... To-go-Geschäft, als auch als kreative Hauptmahlzeit, ergänzt um sättigende Beilagen, findet man heute Hot Dog-Variationen in Mensa und Co. vor“, berichtet Manuel Beyer, Ansprechpartner für Anbieter der Schul- und Kitaverpflegung bei Edna International. Das Unternehmen spricht deshalb auch weniger von einem Trend, als von einem inzwischen anerkannten und festen Bestandteil innerhalb der Schulverpflegung nach amerikanischem Ansatz. Auch Thomas Borgers aus dem Hause Damhus bestätigt die erhöhte Nachfrage: „In der Tat erleben wir gerade eine neue Sympathiewelle für Hot Dog-Produkte. Nichtsdestotrotz führen sie in diesem Bereich noch ein Schattendasein, da sie oft nur einer Klientel als Alternative zur üblichen Verpflegung angeboten wird.“


„In der Tat erleben wir gerade eine neue Sympathiewelle für Hot Dog-Produkte. Nichtsdestotrotz führen sie in diesem Bereich noch ein Schattendasein.“ Thomas Borgers, Damhus


Zusammenspiel

Die eine oder andere Schule hat Hot Dogs aber durchaus auf dem Speiseplan. Doch was macht einen leckeren Hot Dog aus? Geht es nach CSM Bakery Solutions ist die Antwort auf die Frage klar: „Das volle Geschmackserlebnis eines Hot Dogs beginnt mit dem Bun und endet mit einem abgestimmten Topping. Das Bun sollte leicht süßlich schmecken, eine softe Konsistenz haben und die feinporige Krume darf nicht zu schnell durchweichen“, so die Aussage des Unternehmens. Übrigens: Werden die Buns vor dem Befüllen angeröstet, kann Letzteres praktisch nicht passieren.

Klassischer Hot Dog: Brötchen, Würstchen, Saucen, Zwiebeln und Gurken.


Baker & Baker, eine Marke von CSM Bakery Solutions, hat mit „6 Original Grains Premium Hot Dog Buns“ ein Produkt entwickelt, das schnell im Einsatz ist. In den Buns sind sechs Urgetreide, darunter Einkorn, Emmer und Waldstaudenroggen, verarbeitet.

Anna Foidl, Leitung Develey Food Service & B2B National, erklärt: „Der Hot Dog lebt von hochwertigen und frischen Zutaten. Schon die Basis kann zum Highlight werden. Aber erst die Sauce entscheidet als Hauptgeschmacksträger, wohin die geschmackliche Reise geht: Ob klassisch mit Gurkenrelish, Ketchup und Senf, trendbewusst mit Mango-Relish oder asiatisch mit der Sweet Chili Sauce.“ Das Unternehmen bietet dafür nicht nur ein breites Saucensortiment, sondern auch Lösungen, um sie bequem, unkompliziert und in der gewünschten Menge einzusetzen. „Für die Schulverpflegung eignet sich die Range der 875-ml-Kopfstandflaschen gut“, sagt die Expertin. Thomas Borgers gibt darüber hinaus folgenden Tipp: „Die Wurstlänge sollte auf das Brötchen abgestimmt sein und an jeder Seite etwas herausstehen. Zudem muss die Wurst gegenüber den übrigen Zutaten mithalten können und darf nicht zu fad sein.“

Einbinden!

Der Hot Dog ist ein Selbstläufer. Nichtsdestotrotz darf in der Schulmensa ein bisschen nachgeholfen werden. „Anfänglich sollte man z. B. eine Aktionswoche zum Thema Amerika veranstalten, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu gewinnen“, weiß Thomas Borgers von Damhus. Christina Malecha aus dem Hause Höhenrainer geht noch einen Schritt weiter und rät zur entsprechenden Einbindung der Kinder: „Wenn die Möglichkeit besteht, dass die Kids ihren Hot Dog selber zusammenstellen können, hat das diverse Vorteile bei der Essensausgabe, auch was die Akzeptanz bei den Schülern angeht.“ Allerdings sollte dabei das Alter der Kinder berücksichtigt werden. „Je jünger die Kinder sind, desto eher sollten sie einen nahezu fertigen Hot Dog serviert bekommen“, gibt Anna Foidl zu bedenken. Aber nicht nur das Alter spricht für die standardisierte Variante: „Besonders zeitsparend und effizient ist die Umsetzung der Hot Dog- Ausgabe nach dem Beispiel der Systemgastronomie. Das bedeutet die Vorbereitung aller Komponenten im Voraus, sodass der Abruf und die Zusammenstellung à la minutes organisiert werden kann“, weiß Manuel Beyer. Trotz der genannten Vorteile hat auch er die Erfahrung gemacht, dass DIY-Ansätze für den individuellen Wunsch- Hot Dog in der Praxis äußerst beliebt sind.

Stichwort: Nährwerte

„Es gibt sicherlich gesündere Mahlzeiten, aber ab und zu sollte der Speiseplan auch solche Produkte vorsehen“, wirft Christina Malecha ein. Passend dazu empfiehlt sie die unternehmenseigenen Puten-Wiener, die viel Eiweiß und wenig Fett mitbringen. Auch die Brötchen müssen nicht unbedingt nur aus Weißmehl bestehen. Heutzutage gibt es Alternativen aus Vollkornmehl, die mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe enthalten und zu einer besseren Ernährung beitragen. Saucen und Dips können zucker- und fettreduziert zubereitet werden. Unterstützung dahingehend bietet z. B. das Wiberg-Sortiment. Es ermöglicht eine ansprechende Verfeinerung auf der Basis von Gewürzen.

Must-haves

Doch bevor es ans Fine-Tuning geht, müssen erst einmal die Grundvoraussetzungen stimmen. Was sollte das Küchenpersonal also bei der Zubereitung des Fastfood-Klassikers beachten? Einen ersten Tipp verrät Christina Malecha: „Die Hot Dog-Brötchen sollten knusprig und warm sein. Zudem ist es wichtig, etwa einen Esslöffel Salz pro Liter Wasser zu verwenden, sonst entzieht das Wasser den Würstchen Salz und sie schmecken fad.“ Geht es nach Manuel Beyer, sollte auf die Auswahl der Einzelkomponenten viel Aufmerksamkeit gelegt werden: „Hier gilt es neben Frische und Qualität auch regelmäßig auf Abwechslung und neue Kreationen zu achten.“ Kreativen Köpfen der Schulverpflegung sind somit keine Grenzen in der Rezepturfindung gesetzt: „Ob bayerisch mit Laugenstange, Nürnberger und süßem Senf oder rustikal mit TexMex-Rezeptur aus Mais, Chili und Tortilla-Chips - entscheidend ist letztlich der individuelle Geschmack“, nennt er zwei Beispiele. Einen abschließenden Tipp hat Thomas Borgers: „Schneiden Sie frische Zutaten nicht zu klein, da diese dann für die Kinder noch schwerer zu handhaben sind. Und verzichten Sie auf scharfe Zwiebeln und Saucen.“


„Es ist wichtig, etwa einen Esslöffel Salz pro Liter Wasser zu verwenden, sonst entzieht das Wasser den Würstchen Salz und sie schmecken fad.“ Christina Malecha, Höhenrainer


Fotos: Colourbox.de, Damhus/Mario Lürkens