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HUFPROBLEME: Was der Huf uns sagen will


St.GEORG - epaper ⋅ Ausgabe 70/2018 vom 25.06.2018

Spalten in der Hufwand, rote Flecken in der Sohle oder eine Wulst am Kronsaum – mancheHUFPROBLEMEsind eher harmlos, bei anderen muss schnellstens gehandelt werden. So erkennen Sie die häufigsten Probleme und wissen, was getan werden muss


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Wer beim täglichen Putzen und Pflegen der Hufe genau hinsieht, entdeckt Hufveränderungen rechtzeitig.


Foto: www.slawik.com

Mit einer erschreckenden Zahl wartet eine Studie aus den Niederlanden auf: Wissenschaftler der Universität Utrecht und Experten der Niederländischen Schmiedevereinigung haben etwa 1000 Pferde untersucht und bei 85 Prozent Hufprobleme entdeckt. Fast ...

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... die Hälfte hatte Strahlfäule, bei etwa einem Drittel der Pferde zeigten sich Hornspalten. Bei einem Viertel der Pferde traten ausgeprägte Wachstumsringe oder Sohlenverletzungen auf. Auch tiefe Hufspalten, lose Wände oder Hornklüfte wurden entdeckt.

Sind Hufprobleme auch hierzulande so häufig? Melanie Striebinger ist Sachverständige im Bereich Hufbeschlag und arbeitet unter anderem in der Klinik für Pferde der Universität Gießen. Hier hat sie es ausschließlich mit Problemfällen zu tun. Müsste sie schätzen, wie viele Pferde bei uns Probleme mit den Hufen haben, würde sie von 30 bis 40 Prozent ausgehen – Strahlfäule ausgenommen, die ein Dauerbrenner bei den Hufproblemen ist. „Ich schätze, dass Strahlfäule etwa 60 bis 70 Prozent der Pferde betrifft“, so die Hufbeschlagslehrmeisterin. Sie betont, wie wichtig es ist, gegen dieses, für viele harmlos scheinende Problem vorzugehen. Denn eine unbehandelte Strahlfäule kann zu schlimmen Folgekrankheiten führen, wie etwa ein zu enger Huf, eine schlecht durchblutete Hufrolle oder sogar Hufkrebs.

Anhand von Fotos zeigt sie die häufigsten Hufprobleme auf und beschreibt, wie diese entstehen und was Hufschmiede wie auch Pferdebesitzer dagegen tun können. Ein Punkt tritt dabei immer wieder auf: unzureichende Hygiene. Pferde sollten immer trocken und niemals in Kot oder Urin stehen. Das schadet dem Huf enorm.

ZUR PERSON: MELANIE STRIEBINGER

Hufbeschlagslehrmeisterin ,
Sachverständige für Hufbeschlag und HufschmiedeLeiterin der Klinik für Pferde der Universität Gießen. Mit ihren eigenen Pferden ist sie im Fahrsport unterwegs.

Foto: Lenz

STRAHLFÄULE

Fäulnisbakterien zersetzen das Strahlhorn, es ist schmierig und stinkt. Meist beginnt der Fäulnisprozess in der mittleren Strahlfurche und geht in weitere Strahlabschnitte über – das kann so weit gehen, dass die Lederhaut freiliegt. Eine Strahlfäule muss unbedingt behandelt werden, sonst drohen Folgeprobleme!
Ursachen:
● schlechte Boxenhygiene
● mangelnde Hufpflege
● Einlagen und Polster verhindern die Luftzufuhr und begünstigen die Entstehung von Strahlfäule.Behandlung:
Der Hufschmied schneidetdas faule Horn bis zur gesunden Struktur zurück. Das kann bis zum durchbluteten Bereich reichen, dann sollte auch ein Tierarzt vor Ort sein. Anschließend wird der Huf desinfiziert und ein Druckverband angelegt. Danach konsequent jeden Tag die Hufsohle mit einer Kern- oder Jodseife mit einer Wurzelbürste sauber schrubben. Auch spezielle Strahlfäule-Mittel helfen.

TRACHTENZWANG

Foto: Striebinger

Beim Trachtenzwang ist der hintere Hufabschnitt im Bereich der Trachtenwände verengt. Diese Verengung kann einseitig und beidseitig auftreten.
Ursachen:
● zu lange Beschlagsperioden und dadurch zu enge, kurze oder schmale Hufeisen
● unpassender Beschlag (nach innen neigende Schenkelenden)
● Strahlfäule, starkes Beschneiden des Strahls
● schiefes Beschneiden der Hufe.
● herausschneiden der Eckstreben
● spitzgewinkelte Hufe.
Behandlung:
Der Hufschmied muss den Huf sehr sorgfältig bearbeiten und beschlagen. Fauliges Horn muss komplett entfernt werden.
Da Strahlfäule eine häufige Ursache für das Verengen der hinteren Hufabschnitte ist, sollten Pferdebesitzer penibel auf Hufpflege und saubere und trockene Boxen sowie Paddocks achten. Viel Bewegung hält den Huf ebenfalls in Form.

NAGELTRITT

Foto: Striebinger

NOTFALL! SCHNELL DEN HUFSCHMIED ODER TIERARZT RUFEN!

Wenn ein Gegenstand in den Huf eindringt, kann er viele Bereiche im Hufinneren verletzen: angefangen von der Huflederhaut, Strahlpolster, Ballenpolster, Hufrollenschleimbeutel, Strahlbein bis hin zu Hufgelenk, Hufbein, Hufknorpel oder auch tiefer Beugesehne und Beugesehnenscheide. Lebensbedrohlich!
Ursachen: Auch wenn man von einem Nageltritt spricht, wird zu dieser Krankheit auch das Eindringen anderer Dinge wie Schrauben, Holzstücken oder der Aufzug eines Hufeisens gezählt. Es handelt sich immer um einen Notfall, rufen Sie unbedingt den Tierarzt!
Behandlung:
● Sofort den Tierarzt rufen!
● Entfernen Sie vorsichtigden Fremdkörper, um ein tieferes Eindringen zu verhindern. Zeigen Sie dem Tierarzt den Fremdkörper und erklären Sie ihm, wie dieser im Huf gesteckt hat (Eindringrichtung).

HORNSPALTEN

Hornspalten treten an unterschiedlichen Stellen des Hufes auf. Besonders schlimm sind Spalten, die vom Kronrand ausgehen (Foto1 ) und im hinteren Bereich des Hufes liegen – hier sollte immer der Hufschmied gerufen werden, um rechtzeitig eingreifen zu können. Oft übersieht man allerdings diese Spalten. Das Pferd geht klamm, bis es dann lahm geht und der Spalt anfängt zu bluten – erst dann wird er bemerkt. Wesentlich früher fallen meist die Tragrandspalten (Foto2 ) auf, die aber meistens harmlos sind. Wie schlimm ein Hornspalt ist, hängt aber auch von dessen Tiefe ab: Bei einem oberflächlichen Spalt trennt sich die Glasurschicht von der darunter liegenden Hauptschicht. Ist der Spalt tiefer und die Hauptschicht bis zur Lederhaut durchbrochen, kann der Spalt bluten.
Ursachen:
● Eine Verletzung des Kronrands führte dazu, dass die Lederhaut verletzt wurde und sich kein neues Horn bildet. Dies ist auch bei Narben der Fall. Diese Spalten (Foto3 ) sind nicht therapierbar, aber auch kein Risiko.
● Streichen in der Bewegung
● Auch Fehlbelastungen und Spannungen führen zu Spalten. Zum Beispiel durch unplane Fußung, unregelmäßiges Abrollen, zu enge oder schmale Hufeisen. Tragrandspalten entstehen zum Beispiel durch zu lange Hufe.
Behandlung:
● Spezialbeschlag, mit dem die kranken Hufbereiche entlastet werden, zum Beispiel durch eine Schwebe oder einen Steg
● Polster, damit die gesunden Hufteile mehr Last tragen
● Horn geschmeidig halten. Meist wird das Horn dünn geraspelt, um die Spannung zu nehmen, da die darunter liegenden Schichten weicher sind. Mit Wässern, Waterboots oder speziellen Huf-Emulsionen trägt man ebenfalls dazu bei, den Huf weich zu halten und so Schmerzen zu nehmen. Die Kapsel kann sich außerdem weiten und besser umformen. Wichtig: Die Behandlung muss täglich durchgeführt werden!

SPALT AM KRONRAND: DEN HUFSCHMIED RUFEN!

Foto: Striebinger (2)/Slawik

WINDRISSE

Foto: St.GEORG

Im Gegensatz zu Hornspalten gelangt man bei Hornrissen mit dem Fingernagel nur ein kleines Stück in den Riss, da sie etwa ein bis zwei Millimeter tief sind. Sie sind meistens unproblematisch. Wenn der Schmied darüber raspelt, sind sie fast weg.
Ursachen : Meist ist es ein statisches Problem, also die Stellung des Hufes. Gerade wenn Hufe sehr breit sind, entstehen häufig Spannungsrisse.
Behandlung: Am besten hält man den Huf geschmeidig, z. B. mit einer Emulsion für den Huf.

GEZIELT ZUFÜTTERN: TIPP BEI SCHLECHTER HORNQUALITÄT

Die Hufe brechen immer wieder aus oder die Eisen halten nicht? Wenn das Horn nicht sehr stabil ist, kann eine Über- oder Unterversorgung an bestimmten Mineralien der Grund dafür sein. Am besten lässt man ein Blutbild machen, um gezielt Defizite oder einen Überschuss ausgleichen zu können.

Foto: Sorge/Brose

Foto: Striebinger

HORNKLUFT

Unter einer Hornkluft versteht man einen Defekt in der Hornwand, der quer zur Richtung der Hornröhrchen verläuft.
Ursachen: Aufgebrochener Hufabszess an der Krone oder eine verletzte Kronlederhaut. Bis sich diese wieder erholt hat, kann kein Horn gebildet werden, es entsteht eine Hornkluft.
Behandlung: Da in der Zeit, in der der Kronrand verletzt ist, kein Horn wächst, hilft es im akuten Fall (wenn die Verletzung des Kronrands frisch ist) diesen zu desinfizieren und vom Fachmann für ca. zwei Tage einen Druckverband anlegen zu lassen. So wächst der Kronrand schneller zusammen und Horn kann schneller gebildet werden. „Wenn diese Erstversorgung möglich ist, dauert die Verletzung statt zwei Wochen nur ein paar Tage und die Hornkluft fällt wesentlich geringer aus“, weiß Melanie Striebinger. Bei einer älteren Hornkluft ist nichts zu tun.

HUFPROBLEME BESSER VERSTEHEN: DER BLICK INS INNERE

STEINGALLE

Rötliche, gelbe oder dunkle Hornflecken auf der Sohle weisen auf eine Steingalle hin. Die Flecken resultieren aus einer eitrigen oder nicht-eitrigen Lederhautentzündung in der Hornsohle. Die Sohle wurde gequetscht oder gezerrt, so dass Blut in das Horn sickerte, wo es eingeschlossen wurde. Das Blutserum vertrocknet allmählich, aber der Blutfarbstoff bleibt länger sichtbar, nämlich als rötliche, dunkle oder gelbe Flecken.
Steingallen können eitrig sowie nicht-eitrig sein und eine Lahmheit mit sich bringen. Meistens reagieren die Pferde auf die Hufzange schmerzhaft.
Ursachen:
● verdrehte Schenkelenden
● zu starkes Ausschneiden der Hufe, vor allem im Bereich der Eckstreben und Sohlenschenkel
● Treten auf Steine
● unregelmäßige Gliedmaßenstellung, die zu einer Überbelastung einzelner Hufabschnitte führt. Dann kann die Steingalle auch chronisch werden.
Behandlung:
● Bei akuter Lahmheit den Tierarzt rufen, denn es kann sich unter Umständen ein Hufabszess bilden.
● Den Huf mit Wasser kühlen.
● Die Box weich einstreuen.

Foto: Striebinger

SAUMBANDENTZÜNDUNG

Foto: Striebinger

DEN HUFSCHMIED ODER TIERARZT RUFEN!

Die Saumbandentzündung hat ihren Ursprung oft in Fäulnisbakterien, die vom Strahl zur Saumlederhaut gewandert sind und dort zu einer Entzündung geführt haben. Diese kann auch bluten und ist sehr schmerzhaft. Die Saumlederhaut kann keine gesunde Glasurschicht mehr bilden. Der Huf ist so nicht mehr ausreichend geschützt. Die Hornqualität wird schlechter: Das Horn wird spröder, blättrig bis hin zur Hornwandfäule. In schlimmen Fällen muss das Pferd eingeschläfert werden, weil es ausschuht.
Ursachen :
● Falsch oder nicht behandelte Strahlfäule. Die Bakterien wandern über Strahl und Ballen zum Kronrand, der sich entzündet – passiert oft nach langjähriger Strahlfäule.
● falsche und mangelhafte Hufpflege und Boxenhygiene
●Hautreizung durch scharfe Einreibung
Behandlung:
Den Tierarzt um Einschätzung bitten: In leichten Fällen hält man das Saumband mit sanften Mitteln wie Olivenöl, Zink- oder Babycreme geschmeidig. In schweren Fällen verschreibt er ein kortisonhaltiges Mittel.

VERNAGELT

Es gibt verschiedene Arten der Vernagelung: Beim Nagelstich wird das falsche Einschlagen sofort bemerkt und der Nagel entfernt. Bei der vollständigen direkten Vernagelung kommt es durch das fehlerhafte Einschlagen zu Blutungen, der Fehler wird jedoch nicht bemerkt. Auch bei der indirekten Vernagelung fällt das Problem nicht auf: Durch den falsch sitzenden Nagel wird die Sohlen- oder Wandlederhaut des Hufes gequetscht, so dass sich bis zu 14 Tage nach dem Beschlag die Lederhaut entzünden kann und das Pferd lahm geht. Meist ist dann eine Pulsation und vermehrte Wärme am Huf zu spüren. Auf die Zangenprobe reagiert das Pferd positiv.
Ursachen:
● nicht passende Eisen oder bewegliche Kunststoffbeschläge
● zu kurz gelaufenene Hufe
● falsch angesetzte oder unpassende Nägel
● falsches Ausschneiden
● Nagelstümpfe in der Wand
● Pferd beim Beschlagen unruhig
Behandlung:
● Hufschmied/Tierarzt rufen
● Hufeisen abnehmen lassen
● den Huf lange mit Wasser kühlen
● Angussverband machen
● Boxenruhe mit weicher Einstreu

Foto: Slawig

Foto: Striebinger

LOSE WAND

Bei einer losen Wand trennen sich Hornschichten innerhalb der weißen Linie (siehe Röntgenbild). Die Krankheit wird oft mit der hohlen Wand verwechselt, aber im Gegensatz dazu treten die Probleme der losen Wand erst allmählich auf. Das Horn wird dunkel und bröckelig. Schmutz oder Steinchen können von der Sohle weit nach oben in die weiße Linie wandern, so dass es zu einem Hufabszess oder einer Hornsäulekommen kann.
Ursachen :
● Durch schlechte Stallhygiene sammeln sich Bakterien an, die das Horn zersetzen.
● schlechte Hufstatik, zum Beispiel konkave Wände
Behandlung:
● sorgsame Hufpflege und Stallhygiene
● Das Pferd übergangsweise beschlagen, um Druck von der Hufwand zu nehmen und das Eindringen von Steinchen und Schmutz in die weiße Linie zu verhindern.

HOHLE WAND

Foto: Striebinger

Innerhalb der Hornwand kommt es zur Trennung zwischen Röhrchen- und Blättchenhorn. Das Pferd geht plötzlich lahm, das Problem ist jedoch meist nur auf dem Röntgenbild zu erkennen. Gefahr einer Hufbeinverlagerung.
Ursachen :
● Treten gegen Boxenwände
● Durchgehen auf hartem Boden
● nach einer Hufrehe
● nach einer Fraktur, wenn das gesunde Bein überlastet wird
Behandlung:
● Der Hufschmied entfernt das veränderte und lose Horn. Dann wird mit einem orthopädischen Eisen wie z. B. Rund- oder Stegeisen beschlagen. Oftmals mit einem Polster, um die Sohle zu unterstützen.
● Box und Auslauf sehr sauber halten, um die geschädigte Struktur vor Reizungen oder Bakterien zu schützen.
● wenig Bewegung, wegen evtl. Hufbeinverlagerung