Lesezeit ca. 12 Min.
arrow_back

HUSTLE HARDER HUSTLE SMARTER


Logo von founders magazin
founders magazin - epaper ⋅ Ausgabe 29/2021 vom 16.09.2021

Artikelbild für den Artikel "HUSTLE HARDER HUSTLE SMARTER" aus der Ausgabe 29/2021 von founders magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: founders magazin, Ausgabe 29/2021

Harte Arbeit und Hingabe sind zwei Eigenschaften, die man bei allen echten Hustlern findet. Eine weitere ist Fokus. Denn wenn du nicht in der Lage bist, dich zu konzentrieren und deine harte Arbeit zu koordinieren, kannst du vielleicht hart arbeiten, aber du wirst nicht smart sein.

Eines meiner Lieblingsbeispiele für jemanden, der es geschafft hat, harte Arbeit und Fokus zu kombinieren, ist ein Mann namens Isaac Wright Jr. In den frühen 1990er-Jahren wurde Isaac in New Jersey zu Unrecht zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, weil er angeblich ein Drogenbaron war. Er war einer der ersten Menschen, die nach diesem neuen Gesetz in New Jersey verurteilt wurden. Das einzige Problem daran war, dass er eigentlich unschuldig war. Isaac weigerte sich, sein Urteil zu akzeptieren, und suchte nach Möglichkeiten, es aufheben zu lassen. Obwohl er keine juristische Ausbildung hatte, machte er sich daran, in der Bibliothek des Gefängnisses die Gesetze zu studieren. Er wurde so versiert, dass er begann, als Anwaltsgehilfe an den Fällen anderer Gefangener zu arbeiten und mehreren von ihnen zu helfen, ihre Urteile revidieren zu lassen.

Schließlich gelang es ihm, die Revision seiner lebenslangen Haftstrafe durchzusetzen, aber er hatte immer noch einige andere Straftaten auf dem Kerbholz, die ihn für siebzig Jahre hinter Gitter zu bringen drohten. Isaac wollte trotzdem nicht aufgeben. Schließlich schaffte er es, einen Polizeibeamten zu finden, der gegen ihn ausgesagt hatte und bereit war, zuzugeben, dass er sich nicht korrekt verhalten und Dinge vertuscht hatte. Niemand bringt Polizisten dazu, sich selbst zu verpfeifen, außer Isaac. Es war ein unglaublicher Sieg – wirklich beispiellos – und nach neun Jahren hinter Gittern und dem Selbstmord des Staatsanwalts, der an seinem Fall beteiligt gewesen war, wurde Isaac schließlich freigelassen. Heute ist er praktizierender Anwalt in New Jersey, dem Staat, der ihn zu Unrecht eingesperrt hatte. Isaacs Geschichte war für mich so fesselnd, dass ich ein erfolgreiches Drehbuchprojekt mit dem Titel For Life für ABC in Auftrag gab, das auf seiner Geschichte basiert. Es gibt viele Menschen – viel zu viele –, die zu Unrecht im Knast sitzen, aber nie die Chance hatten, gegen das ihnen widerfahrene Unrecht zu kämpfen, wie es Isaac tat. Die einzige Hoffnung für die meisten Menschen in dieser Situation ist, eine Stiftung für die Rechte von Gefangenen oder eine große Anwaltskanzlei zu finden, die ihren Fall pro bono übernimmt. Isaac war nicht bereit, darauf zu warten, dass jemand anderes entscheidet, ob es sich lohnt, für sein Leben zu kämpfen. Er nahm sein Schicksal selbst in die Hand.

Was also ermöglichte es Isaac, das zu erreichen, was all die anderen Häftlinge nicht konnten? Seine Verbindung von harter Arbeit und Fokussierung. Als Isaac inhaftiert wurde, verbrachte er seine Zeit nicht damit, mit anderen Häftlingen darüber zu diskutieren, wer die besten Rapper sind, oder in seiner Zelle an alte Freundinnen zu schreiben, oder auf dem Hof irgendwelchen Mist zu machen. Er verbrachte jeden freien Moment, den er hatte, damit, sich in die Gesetzgebung einzuarbeiten. Er weigerte sich, irgendwelche Zerstreuungen zwischen sich und seinem Ziel zuzulassen. Es gab keine Zweifel daran, was er mit seiner Zeit anstellte: Wenn er nicht gerade aß, schlief oder Dienst hatte, saß er über den Gesetzestexten.

Am Anfang war es ziemlich schwer. Diese Bücher sind nicht für Amateure gedacht – man kann sie einfach nicht verstehen, wenn man keine entsprechende Ausbildung genossen hat. Aber mit der Zeit fiel es ihm leichter, die Gesetzestexte zu begreifen. Als Isaac anfing, an den Schriftsätzen zu arbeiten, und sah, wie sie anderen Gefangenen halfen, war er ganz begeistert. Das erzeugte eine Eigendynamik, die ihn dazu brachte, sich noch intensiver mit der Fachliteratur zu beschäftigen. Am Ende absolvierte er den Stoff von vier Jahren Jurastudium in weniger als zwei Jahren, weil es ihn vollkommen gefangen nahm (das Wortspiel ist hier nicht beabsichtigt). Sobald er all diese Informationen zur Verfügung hatte, konnte er den Prozess in Gang setzen, der schließlich zu seiner Entlassung führte.

Nichts davon wäre möglich gewesen, wenn Isaac nachgelassen, sich geschlagen gegeben hätte. Wenn er an irgendeinem Punkt des Prozesses unsicher geworden wäre, was genau er zu tun versuchte. Dann wäre er niemals in der Lage gewesen, sich seinen Weg in die Freiheit zu bahnen. Dies geschah nur, weil er so entschlossen war, sich selbst zu retten. Isaacs Geschichte war wie geschaffen für das Fernsehen. Als wir die Pilotfolge ausstrahlten, erhielt sie eine der stärksten positiven Zuschauerreaktionen in der Geschichte des Senders. Das überrascht mich nicht – Isaacs Eifer, sein Leben zurückzubekommen, ist eben ungemein inspirierend.

Zur Erinnerung: Isaac legte sich nicht für Juwelen, Autos oder Häuser so ins Zeug. Er legte sich für das wichtigste aller Ziele ins Zeug: Freiheit. Er kämpfte für das wichtigste Ziel: Freiheit. Und dank seiner Fokussierung war er imstande, dieses Ziel zu erreichen, trotz eines korrupten Systems, das gegen ihn gerichtet war. Ja, Isaac war ein Hustler. Er war eine zentrale Figur.

ER WAR EIN HUSTLER, DER UM DIE FREIHEIT KÄMPFTE.

Artikelbild für den Artikel "HUSTLE HARDER HUSTLE SMARTER" aus der Ausgabe 29/2021 von founders magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: founders magazin, Ausgabe 29/2021

Curtis Jackson und Isaac Wright Jr auf der Premiere von »For Life« in New York City.

Aber nicht in dem Sinne, wie die Regierung ihn darzustellen versucht hatte. Er war ein Hustler, der um die Freiheit kämpfte. Nachdem du Isaacs Geschichte gehört hast, solltest du dich fragen: »Was kann ich mit einer solchen Fokussierung in meinem eigenen Leben erreichen?« Was wäre, wenn du sieben oder acht Stunden am Tag auf etwas hinarbeiten würdest, ohne irgendwelche Ablenkungen? Ohne dass Wärter dir sagen, du sollst um 22 Uhr das Licht ausmachen? Ohne dass du von dem lausigen Gefängnisessen Magenschmerzen hast und dir der Rücken von der löchrigen Gefängnismatratze wehtut? Ohne dass der in der Nachbarzelle dich die ganze Nacht mit seinem Gebrüll wachhält? Oder sich lautstark mit Mayonnaise aus der Gefängniskantine einen runterholt? Was würdest du ohne diese Art Ablenkungen erreichen?

Überlege dann mal, welche Dinge dich möglicherweise davon abhalten, dein Bestes zu geben. Jetzt in diesem Moment. Kümmerst du dich um irgendeinen Bullshit in den Social Media? Streitest du dich mit deiner Freundin oder deinem Freund? Hast du gerade Lust, dir einen Joint zu drehen? Schläfst bis in die Puppen, weil du letzte Nacht zu viel getrunken hast?

Wenn du auch nur einen kleinen Teil der Fokussierung anwenden könntest, die Isaac aufbringen konnte, würdest du schon nach einem Monat den gleichen Schwung und die gleiche Energie erleben wie Isaac. Diese Welle könnte dich mitreißen und dich zu jedem Ziel tragen, das du anstrebst. [...]

Was ist dein Ziel?

Vor nicht allzu langer Zeit verließ ich nach einem hektischen Morgen voller Meetings, Vertragsverhandlungen und einem Fotoshooting mein Büro in Manhattan, um zu einem Filmgelände auf der anderen Seite des Flusses in Queens zu fahren. Als sich mein Auto durch den Verkehr auf dem FDR Drive schlängelte, bemerkte ich einen einsamen Mann, der auf einem Bolzplatz am Straßenrand Handball spielte. Der Typ schmetterte den Ball immer und immer wieder hart gegen die Wand, während um ihn herum das urbane Chaos herrschte. Die Szene beeindruckte mich so sehr, dass ich mein Telefon in die Hand nahm und Folgendes auf Instagram postete:

OHNE DIESE KLARE VISION WIRST DU NIE ETWAS BEDEUTENDES ERREICHEN, EGAL, WIE SEHR DU DICH ANSTRENGST.

Artikelbild für den Artikel "HUSTLE HARDER HUSTLE SMARTER" aus der Ausgabe 29/2021 von founders magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: founders magazin, Ausgabe 29/2021

Yo, ich habe gerade einen erwachsenen Mann gesehen, der mitten am Tag Musik hört und für sich allein Handball spielt. Ich war am Telefon und habe gearbeitet, sein Leben ist vielleicht besser als meines.

Natürlich warf man mir im Internet vor, ich würde einfach nur provozieren wollen – so schnell wird man online verurteilt. Wie konnte 50 Cent in seinem klimatisierten, von einem Chauffeur gesteuerten Luxusschlitten sitzen und auf einen Typen neidisch sein, der Handball spielt?

Ich konnte verstehen, warum manche so gedacht haben, aber ich schwöre, dass es mir nicht darum ging, mich wichtigzumachen. Als ich diesen Mann sah, sah ich jemanden, der ein gutes Training absolvierte, der die Musik hörte, die ihm gefiel, frische Luft atmete und seinen Spaß hatte – und das alles, ohne einen Cent auszugeben.

Ich meine, wer weiß? Der Typ könnte dort draußen gewesen sein, weil seine Frau ihn aus der Wohnung geworfen hat und er nirgendwo anders hinkonnte. Oder vielleicht hatte er gerade seinen Job verloren und schmetterte den Ball immer und immer wieder gegen die Wand, um sich abzureagieren.

Ich weiß nur, dass in dem kurzen Moment, in dem ich ihn durch meine getönte Scheibe hindurch sah, die einzige Energie, die ich von ihm spürte, seine Zufriedenheit war. Es brachte mich dazu, mich zu fragen: »Yo, genießt dieser Typ sein Leben etwa mehr als ich?«

Ich fühlte diese Mischung aus Neid und Konkurrenzdenken, weil er das zu haben schien, was ich mir immer mehr als alles andere gewünscht habe. Freiheit.

Die Freiheit, zu tun, was ich will, wann ich will und wie ich will.

All der Schmuck, die Uhren, die Autos und die Villen, die du in meinen Videos oder auf Instagram sehen kannst – das war nie das, wofür ich wirklich gearbeitet habe.

Wofür ich gearbeitet habe und immer noch arbeite, ist Freiheit.

Um ein erfolgreicher Hustler zu sein, musst du fähig sein zu erkennen, was du willst. Es muss nicht unbedingt ein großes Konzept wie Freiheit sein. Es könnte etwas viel Spezifischeres sein, das du ins Auge gefasst hast. Dein Ziel könnte sein, der erste Mensch in deiner Familie zu sein, der einen College-Abschluss macht. Oder dein eigenes Restaurant zu eröffnen. Oder genug Geld zu sparen, um die Welt zu bereisen.

Ich habe einen Freund, der mit seiner Familie in einer Wohnung in Brooklyn lebt, und sein Ziel ist es, genug zu verdienen, um ihnen ein Haus mit Garten zu kaufen. Nichts allzu Verrücktes, nur genug Platz für einen Hund, und wo man bei schönem Wetter mit einer Tasse Kaffee draußen sitzen kann. Wenn er bis spät in die Nacht oder am Wochenende arbeitet, hat er immer das Bild dieses kleinen Gartens vor Augen, das ihn antreibt, wenn er müde ist oder wenn die Dinge nicht so laufen, wie er es sich wünscht. Wenn er das Gefühl hat, dass er beruflich gerade nicht weiterkommt und die Orientierung verloren hat, ist das Bild des kleinen Gartens sein Polarstern, der ihn wieder auf Kurs bringt.

Du musst dir selbst ein Ziel setzen. Frage dich selbst: Was will ich wirklich? Sei ehrlich. Es könnte etwas sein, das vielen Menschen helfen wird. Oder es könnte etwas unglaublich Egoistisches sein. Es könnte ein scheinbar unmögliches Ziel sein. Oder etwas, das fast zum Greifen nahe ist. Es könnte ein Plan sein, auf den du stolz bist, von dem du denkst, die ganze Welt sollte davon wissen. Oder etwas, von dem du nie mehr als einer Handvoll Menschen erzählen wirst.

Jedes dieser Szenarien ist völlig in Ordnung, solange du dir über das, was es ist, im Klaren bist. Ohne diese klare Vision wirst du nie etwas Bedeutendes erreichen, egal, wie sehr du dich anstrengst.

Es ist auch wichtig zu begreifen, dass sich deine Vision ändern kann – das sollte sie sogar. Als ich anfing, Crack zu verkaufen, waren meine Ziele sehr einfach. Zuerst brauchte ich unbedingt neue Sneakers. Nicht die KangaROOs, die meine Großmutter mir gekauft hatte, sondern Adidas und FILAs. Sobald ich die Sneakers und Klamotten hatte, die ich mir gewünscht hatte, kam der Schmuck dran. Sobald ich die richtigen Ketten hatte, konzentrierte ich mich auf einen fahrbaren Untersatz. Zuerst wollte ich nur ein Auto, damit ich kein Taxi bezahlen musste, das auf mich wartete, wenn ich mit einem Mädchen ins Kino ging. Ein einfacher Honda würde genügen. Aber bald brauchte ich ein auffälliges Gefährt, um der ganzen Nachbarschaft zu zeigen, dass ich eine ernst zu nehmende Größe war. Also arbeitete ich weiter auf der Straße, bis ich einen Benz 400 SE kutschierte. (Seitdem habe ich wahrscheinlich tausend weitere Autos gekauft, aber diesen Benz vermisse ich bis heute.)

Nachdem ich alle typischen Statussymbole eines Drogendealers beisammenhatte, konzentrierte ich mich darauf, einen Plattenvertrag zu bekommen. Sobald ich den hatte, brauchte ich einen Hit. Das war mein größter Wunsch. Und er ging in Erfüllung. Und wie!

Trotzdem wollte ich mich nicht zufriedengeben. Selbst mit Grammys und Platinschallplatten im Rücken nahm ich mir vor, meinen eigenen Film zu machen. Und so weiter und so fort, bis hin zu meiner heutigen Arbeit fürs Fernsehen.

Ich würde sagen, mein größtes Ziel ist es derzeit, etwas zurückzugeben. Wenn man ein bestimmtes Einkommen erreicht hat, wird man sich dessen bewusster, was in der Community, aus der man kommt, passiert. Anstatt sich darüber Gedanken zu machen, was man als Nächstes tun wird, konzentriert man sich auf sein Vermächtnis und darauf, wie die Leute sich an einen erinnern werden. Wird man sich an mich erinnern, weil ich berühmte Songs gemacht und aromatisiertes Mineralwasser verkauft habe? Oder weil ich einen positiven Einfluss auf die Welt hatte? Ich hoffe, dass es Letzteres sein wird. Deshalb setze ich mein Geld auf lokaler Ebene für Projekte ein, die Spielplätze auf Vordermann bringen und bei jungen Menschen eine gesunde Lebensweise fördern. Auf globaler Ebene habe ich Projekte mitentwickelt, die den »bewussten Kapitalismus« fördern (dazu später mehr), und unterstütze das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, das mit jedem Energydrink, der über unser Projekt verkauft wird, eine Mahlzeit bereitstellen wird.

Ein neues Paar Sneaker zu kaufen, ist ein ganz anderes Unterfangen, als den Hunger in der Welt zu bekämpfen, aber auf meinem Weg waren beide irgendwann mal gleich wichtig und haben mich dazu inspiriert, mich zu konzentrieren und hart zu arbeiten.

Der Mangel an Klarheit darüber, was sie wirklich wollen, ist das, was so viele Menschen ausbremst. Sie wissen nicht einmal, wie sie um das bitten können, was sie wollen, wenn sich ihnen eine Gelegenheit bietet. Es reicht nicht aus, zu sagen, dass man möchte, dass jemand »einen mitmachen lässt«, oder noch schlimmer, jemandem zu sagen, dass man das Ziel hat, »berühmt zu werden«. Um das Beste aus deinem Hustle herauszuholen, musst du in der Lage sein, klar zu definieren, wofür du arbeitest. Beispiele dafür, wie man es nicht machen sollte, findest du auf meiner Instagram-Seite: Du musst nicht weit scrollen, um Dutzende von Leuten zu finden, die betteln: »Yo Fif, nimm mich als Musiker unter Vertrag!« oder »Mann, du musst mich bei Power mitmachen lassen. Ich bin Schauspieler!« Tut mir leid, aber diese Art von lächerlichen Bitten machen noch lange keinen Hustler aus dir.

Artikelbild für den Artikel "HUSTLE HARDER HUSTLE SMARTER" aus der Ausgabe 29/2021 von founders magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: founders magazin, Ausgabe 29/2021

Artikelbild für den Artikel "HUSTLE HARDER HUSTLE SMARTER" aus der Ausgabe 29/2021 von founders magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: founders magazin, Ausgabe 29/2021

»Hustle Harder, Hustle Smarter: Wie du erfolgreich wirst und es auch bleibst« von Curtis Jackson

352 Seiten Erschienen: Mai 2021 FinanzBuch Verlag ISBN: 978-3-95972-411-1

Im wahren Leben ist es sogar noch schlimmer. Die Leute halten mich auf der Straße an oder sprechen mich sogar bei Fernseh- und Videodrehs an. Sie denken, sie machen sich die Mühe oder nutzen eine Gelegenheit, indem sie auf mich zugehen und mich bitten, »einen Freund zu engagieren«. Aber in der Sekunde, in der ich diese Art von vagen Bitten höre, weiß ich, dass ich es mit jemandem zu tun habe, der keine Investition wert ist. Wenn du mir nicht einmal erklären kannst, was du eigentlich vorhast, warum sollte ich dann versuchen, dir zu helfen?

WIRD MAN SICH AN MICH ERIN- NERN, WEIL ICH BERÜHMTE SONGS GEMACHT UND AROMATISIERTES MINERALWASSER VERKAUFT HABE? ODER WEIL ICH EINEN POSITIVEN EINFLUSS AUF DIE WELT HATTE? ICH HOFFE, DASS ES LETZTERES SEIN WIRD.

Es mag für mich untypisch klingen, aber ich glaube, dass Vision Boards ein sehr wirkungsvolles Werkzeug sind, um das, worauf man hinarbeitet, zu konkretisieren. Wenn du dich zwingst, deine Vision in Worte zu fassen, setzt du einen starken Energiefluss in Bewegung. Du räumst etwas, das nur ein Gedanke war, oder vielleicht sogar nur ein Gefühl, eine reale Präsenz in der Welt ein. Du machst es zu einer realen Sache. Der Einstieg ist ganz einfach am Computer möglich. Gib bei Google Images alles ein, was du dir für dein Leben wünschst: »Grundstück am Strand«, »Range Rover«, »Pitbull-Welpe«.

Aber was ist, wenn dein Traum keine physische Sache ist? Wenn du eine Beförderung in deinem Job anstrebst, dann suche ein Bild von einem größeren Büro, vielleicht eines, das über Eck geht. Wenn du deine eigene Streetwear entwerfen willst, suche ein Bild von Ronnie Feig oder Virgil Abloh. Wenn du zur Uni willst, visualisiere die Abschlusszeremonie von Harvard – du solltest deine Ziele immer hoch ansetzen. Wenn du dich verlieben willst, nimm ein Bild von deinem Lieblings-Promipärchen. Oder nimm sogar ein Bild deiner Großeltern, wenn sie schon seit über fünfzig Jahren ein Paar sind. Ich denke, dass Vision Boards sogar eine großartige Möglichkeit für Paare sind, sich gegenseitig besser zu verstehen. Stell dein eigenes Board zusammen und lass deinen Partner das Gleiche tun. Dann vergleicht die Aufzeichnungen. Die Dinge, die auf deinem Board auftauchen, aber nicht auf dem deines Partners, sind die Dinge, die der andere lernen muss, an dir zu akzeptieren. Und andersherum. Gemeinsam solche Boards aufzustellen, ist eine großartige Möglichkeit, viele unausgesprochene Dinge ans Licht zu bringen. Ich habe einmal einem Journalisten von GQ geraten, ein solches Board mit seiner Freundin zu machen. Er tat es und schrieb, es habe »mehr Babys als ein Waisenhaus«. Sie hatten noch nicht über ihre mögliche Familienplanung gesprochen, aber dieses Vision Board machte ganz deutlich, was ihre innigsten Wünsche waren.

Ich habe festgestellt, dass Vision Boards im Leben von Menschen tatsächlich etwas bewirken, und die Statistiken geben mir recht. Eine Studie der Dominican University fand heraus, dass man seine Ziele mit zweiundvierzigfacher Wahrscheinlichkeit erreicht, wenn man sie aufschreibt. Und eine Studie im Psychological Bulletin ergab, dass Menschen Ziele, die ambitioniert und präzise formuliert sind, mit 90 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit erreichen.

Das heißt nicht, dass dir aus heiterem Himmel der goldene Apfel in den Schoß fällt, weil du es dir so in den Kopf gesetzt hast. Du musst schon viel Arbeit reinstecken. Sehr viel sogar. Aber indem du deine Vision erkennst und ihr einen Namen gibst, machst du einen großen Schritt in Richtung Verwirklichung deines Ziels.

Wenn du dir auch nur ein kleines bisschen unsicher bist, was du willst, nimm dir die Zeit, ein Vision Board zu erstellen. Die Kraft von Vision Boards ist greifbar und sehr hilfreich.

Artikelbild für den Artikel "HUSTLE HARDER HUSTLE SMARTER" aus der Ausgabe 29/2021 von founders magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: founders magazin, Ausgabe 29/2021

Artikelbild für den Artikel "HUSTLE HARDER HUSTLE SMARTER" aus der Ausgabe 29/2021 von founders magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: founders magazin, Ausgabe 29/2021

unten: Curtis Jackson mit Marshall Bruce Mathers (Eminem) bei der Enthüllung seines Sterns auf dem »Walk of Fame« Anfang 2020

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 29/2021 von Aufgeben gibt’s nicht!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Aufgeben gibt’s nicht!
Titelbild der Ausgabe 29/2021 von DENNIS ROLOFF: VOM SPITZENSPORT ZUM IMMOBILIEN-IMPERIUM. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
DENNIS ROLOFF: VOM SPITZENSPORT ZUM IMMOBILIEN-IMPERIUM
Titelbild der Ausgabe 29/2021 von FRAUEN UND MACHT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FRAUEN UND MACHT
Titelbild der Ausgabe 29/2021 von PERFEKTION – GLÜCK ODER MAKEL?. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
PERFEKTION – GLÜCK ODER MAKEL?
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
TOLLER LIFESTYLE, NIEDRIGE KAUFPREISE, HOHE MIETEN
Vorheriger Artikel
TOLLER LIFESTYLE, NIEDRIGE KAUFPREISE, HOHE MIETEN
JEFF BEZOS PROTESTIERT GEGEN STARLINK- SATELLITEN
Nächster Artikel
JEFF BEZOS PROTESTIERT GEGEN STARLINK- SATELLITEN
Mehr Lesetipps