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Hymenolepis crithmoides – eine bienenfreundliche Kübelpflanze


GB Gärtnerbörse - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 20.04.2019

Der Name ist auch für Botaniker etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Pflanze entschädigt mit ihrem mediterranen Aussehen, dem Duft und den gelben Blüten. Am Versuchszentrum Straelen liefen in den vergangenen Jahren Versuche zur Kultur des „Mini-Mammutbaums“.


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Bildquelle: GB Gärtnerbörse, Ausgabe 5/2019

Hymenolepis crithmoides-Stämmchen im Container: (von links) 3 Liter (gehemmt) – 5 Liter (gehemmt) – 7,5 Liter (nicht gehemmt)


Hymenolepis am Verwendungsstandort


Hymenolepis crithmoides ist eine von zehn bekanntenHymenolepis -Arten. Sie stammt aus der ...

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Hymenolepis crithmoides ist eine von zehn bekanntenHymenolepis -Arten. Sie stammt aus der Kapregion Südafrikas und gehört zur Familie derAsteraceae (Compositae ). Carl von Linné hat sie bereits beschrieben, eingeordnet in die Systematik wurde sie 1838 von A. Pyramus de Candolle.

Hymenolepis , für die kein deutscher Name bekannt ist, wächst im ende -mischen Gebiet als immergrüner, bis zu 2,50 Meter hoher Strauch. Ihr Laub und der Habitus erinnern an einen Mammutbaum, sodass wir sie „Mini-Mammutbaum“ nennen. Die Blätter sind nadelartig und fiederspaltig, wechselständig und grau-grün gefärbt. Die leicht frosttolerante Pflanze überdauert kurzfristig Temperaturen bis minus 5 °C.

Im Sommer blüht sie mit großen, goldgelben Blütenköpfen in flachen Doldentrauben. Die Blüten riechen angenehm nach Honig, außerhalb der Blütezeit riecht die Pflanze „mediterran“. Sehr auffällig ist der intensive Insektenzuflug auf die duftenden Blüten.Hymenolepis ist sehr lichtbedürftig und kann in der vollen Sonne stehen. Die Triebe sind sehr windfest.

Kulturerfahrungen

Die Pflanzen werden über Kopf- oder Teilstecklinge vermehrt. Eine Vermehrung in vitro ist ebenfalls problemlos möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Das Substrat sollte gut dränierend sein und einen pH-Wert von 5,5 bis 5,8 haben. Kopf- oder Teilstecklinge bewurzeln unter gespannter Luft innerhalb von drei bis vier Wochen.

Nach dem Abhärten können sie getopft werden. Der Nährstoffbedarf ist noch nicht exakt untersucht. Bislang zeigen die Pflanzen jedoch bei aus -geglichener Nährlösung mit 1,5 bis 2,0 mS/cm gute Wuchsleistungen. Nach dem Stutzen treiben die Pflanzen gut unterhalb der Stutzstelle aus und verzweigen sich zuverlässig. Ein frühzeitiger Einsatz von Hemmstoffen ist empfehlenswert, da sie ansonsten sehr wüchsig sind und zu lange Einzeltriebe bilden, die unter dem hohen Gewicht im späteren Verlauf künstlerische Formen bilden. Als wirksam hat sich bislang Bonzi (Paclobutrazol) mit ein bis zwei Liter pro Hektar in 2000 Liter Wasser gezeigt.

Blüte im zweiten Jahr

Details zur Knospenbildung sind ebenfalls noch nicht sicher bekannt. Die Pflanzen, deren Triebe zum Herbst ausreifen und kühl überwintern, blühen im darauffolgenden Frühsommer. Wenn die Witterung während der Blüte sehr warm und hell ist, kann sogar eine zweite Blüte ab August folgen. Mit Krankheiten und Schädlingen gab es bislang wenig Probleme. Mitunter treten Blattlausarten auf.

Die Verwendung dieser schönen, duftenden Pflanze ist im Kübel als Busch oder Hochstamm gut möglich. Das Interesse des Handels, aber auch der Praxis ist groß. Derzeit läuft ein erster Probeanbau in Praxisbetrieben.

Peter Tiede-Arlt, Landwirtschaftskammer NRW, Versuchszentrum Gartenbau Straelen

Vegetative Vermehrung der Pflanzen: Kopfsteckling von Hymenolepis crithmoides


Kopf- und Teilstecklinge bewurzeln unter gespannter Luft in drei bis vier Wochen


Fotos: Peter Tiede-Arlt