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I AM me!


I Am - Laura Malina Seiler - epaper ⋅ Ausgabe 5/2020 vom 21.10.2020

Ein starkes Selbstbewusstsein ist wichtig, wenn wir ein glückliches und erfülltes Leben führen wollen. Was wir über uns selbst denken, beeinflusst jeden Aspekt unseres Alltags, von unserem Berufs- und Liebesleben bis zu den Entscheidungen, die wir treffen. Doch wie kannst du mehr Selbstvertrauen gewinnen, um ein authentisches Leben zu führen? Und wie kannst du dir Kraft


STÄRKE DEIN SELBSTBEWUSSTSEIN UND ENTFALTE DEINE KRAFT

vertraust du deiner eigenen Kraft? Wie viel oder wenig Selbstvertrauen wir haben, hat enormen Einfluss auf unser Leben: „In meiner Praxis habe ich gesehen, dass ein verwundetes ...

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Bildquelle: I Am - Laura Malina Seiler, Ausgabe 5/2020

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... Selbstwertgefühl die Wurzel vieler emotionaler Probleme sein kann“, sagt etwa der amerikanische Psychologieprofessor und Verhaltenstherapeut Matthew McKay. „Doch das Gegenteil ist ebenfalls wahr: Erfolgsgeschichten fangen immer mit Selbstvertrauen an, mit dem Glauben an sich selbst“, so der Experte.

Falls du an dir zweifelst und dich mit Unsicherheiten herumschlägst, mach dir keine Sorgen. Es ist nie zu spät, dein Selbstvertrauen zu stärken und in deine Kraft zu kommen, denn unser Selbstwertgefühl hängt von vielen Faktoren ab. Es ist zu einem gewissen Teil genetisch geprägt, lässt sich aber glücklicherweise auch später noch beeinflussen. Und es gibt eine ganz wundervolle Übung, die dir dabei helfen kann: Richte deinen Blick zum einen in die Vergangenheit. Hier kannst du dein inneres Kind trösten und deinen inneren Kritiker besänftigen. Und dann wende dich der Zukunft zu, um mutig nach vorn zu gehen und dadurch den Glauben an dich selbst zu stärken. Nutze dafür auch die Spiegelkarten in dieser Ausgabe, um dich mit deinem zukünftigen Ich zu unterhalten (eine detaillierte Anleitung dazu findest du auf Seite 19).

Doch wodurch werden wir eigentlich stark? Es gibt einige Erfahrungen, die dazu führen können, dass wir einen unerschrockenen Glau ben an uns selbst entwickeln. Die beiden Journalistinnen Katty Kay und Claire Shipman nahmen für ihr Buch „Das neue Selbstbewusstsein“ neueste Forschungsergebnisse unter die Lupe. Das Fazit ist überraschend: „Unsere Recherchen haben uns deutlich vor Augen geführt, dass das Wegstecken einiger harter Erfahrungen und Nackenschläge, vorzugsweise früh im Leben, am schnellsten und wirksamsten zu einer Stärkung unseres Selbstvertrauens führt.“ Die magische Zutat für unsere innere Stärke, der sogenannte Confidence Code, sehe deshalb so aus: „Selbstvertrauen, wenigstens der Anteil, den wir nicht in unseren Genen haben, erfordert harte Arbeit, erhebliche Risikobereitschaft, entschlossene Beharrlichkeit und manchmal bittere Fehlschläge. Wenn Sie Selbstvertrauen aufbauen wollen, ist es notwendig, sich all diesen Dingen regelmäßig auszusetzen“, so die Expertinnen. Das klingt eher ungemütlich. Eigentlich würden wir viel lieber auf der Couch sitzen und darauf warten, dass uns unser Selbstvertrauen wie eine Kuscheldecke oder wie ein Zaubertrank wärmt und stärkt. Es soll am besten einfach zu uns kommen. Doch Selbstbewusstsein ist etwas, das entsteht, wenn wir aktiv sind. Es wächst, wenn wir uns auf den Weg machen und lernen, uns in der Welt zu behaupten. Wenn wir lernen, nach Rückschlägen wieder aufzustehen, Herausforderungen zu meistern und an unsere Kraft zu glauben. „Beim Selbstvertrauen geht es um Aktion“, schreiben Katty Kay und Claire Shipman. Unser Selbstvertrauen kann nur wachsen, wenn wir Lösungen finden, uns weiterentwickeln und erkennen, dass wir etwas schaffen können. Es ist deshalb wichtig, dass wir uns nicht durch unseren eigenen Perfektionismus blockieren, sondern etwas wagen. Sobald wir unseren Handlungsspielraum nutzen, anstatt uns scheu in die Ecke zurückzuziehen, spüren wir unsere Selbstwirksamkeit. Wir erkennen, dass wir mit unserem Handeln etwas bewirken, dass wir Dinge ändern können und dass wir unser Leben gestalten. Und selbst wenn es mal nicht so läuft wie geplant oder wir sogar scheitern: Wir lernen dadurch, an uns selbst zu glauben. Und das ist unendlich wertvoll. Und außerdem ein Garant für zukünftigen Erfolg. Du kannst dir deshalb die Frage stellen: Glaube ich wirklich daran, dass ich jeden Tag wachse? Wenn wir uns unser eigenes Wachstum erlauben, steht uns nichts mehr im Weg. Löse dich am besten von der Angst, dass was schiefgehen könnte. Das Leben ist nicht dazu da, um perfekt zu sein, sondern um gelebt zu werden. Trau dich, dein Leben wirklich zu leben.


Du bist wertvoll!


Auch Dr. Ivan Joseph, Sporttrainer an der Ryerson- Universität in Kanada, hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie wir den Glauben an uns selbst stärken können. Einer der wichtigsten Aspekte ist für ihn die Übung. Oder auch: Wiederholung und Durchhaltevermögen. Denn je mehr wir üben, desto besser werden wir in einer Sache. Und desto mehr gewinnen wir auch an Selbstvertrauen. Bewege dich also in die Zukunft und gib dir die Chance, irgendwann richtig gut und selbstbewusst zu sein, indem du heute mit genau jener Sache beginnst, in der du irgendwann gut sein möchtest. Viel zu häufig erwarten wir schnelle Erfolge und sind dann enttäuscht, wenn nicht sofort alles klappt. Aber wir wachsen jeden Tag. Und wir lernen jeden Tag dazu.


Werde aktiv und stärke deine innere Kraft


Vielleicht kennst du das auch: Wenn du mit etwas Neuem beginnst, egal, ob du zum ersten Mal auf ein Pferd steigst oder auf eine Bühne, fühlst du dich nicht besonders sicher. Das ist normal. Neue Dinge und Erfahrungen dürfen uns verunsichern, denn sie sind eben neu. Unser Gehirn kann noch nichts damit anfangen. Es kann nicht auf bewährte Strategien und Erfahrungen zurückgreifen. Doch wir müssen den Mut finden, trotzdem Neues zu wagen. Irgendwann haben wir uns so lange damit beschäftigt, so viele Stunden damit verbracht, dass wir das Vertrauen gewinnen, dass das schon irgendwie klappt. Oder noch besser: dass wir sogar richtig gut darin sind. Wenn wir uns bewusst machen, dass wir mit der Zeit ganz automatisch mehr Erfahrung und Sicherheit gewinnen und dass wir nicht so ungeduldig mit den Prozessen des Lebens sein sollten, können wir viel mutiger an neue Wege herangehen. Wir können dadurch auch erkennen: Nur wer mutig nach vorn geht, Neues wagt und Herausforderungen begegnet, wächst so über sich hinaus, dass er voller Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten sein kann. Genau das schenkt uns letztendlich Selbstbewusstsein. Wir haben dann das Gefühl: „Cool, ich habe das geschafft!“ Genau jene Situationen, die uns am Anfang verunsichern, tragen das Potenzial in sich, ein riesiger Selbstbewusstseins-Boost zu werden. Denn wir sind den Weg von der Unsicherheit ins Vertrauen gegangen. Das ist eigentlich logisch, und trotzdem entscheiden wir uns viel zu selten dafür, unsere Komfortzone zu verlassen. Wir orientieren uns lieber an den Dingen, die wir schon tausendmal gemacht haben. Warum nicht mal was Neues wagen? Katty Kay und Claire Shipman sagen es so: „Ob Sie berufstätig sind oder nicht, ob Sie eine Führungsposition oder einen Teilzeitjob anstreben: Wäre es nicht großartig, Ihre Bedenken und Ängste vor dem, was Sie gern ausprobieren möchten, sich aber nicht zutrauen, einfach über Bord zu werfen?“ Die Expertinnen ermutigen uns: „Im Grunde genommen müssen wir uns nur dazu aufraffen, aktiv zu werden, etwas zu riskieren und vielleicht zu scheitern, und wir müssen aufhören, zu grummeln, uns zu entschuldigen und Ausflüchte zu suchen.“

Vergangenheit

Zukunft

Dr. Ivan Joseph rät außerdem, dass wir uns bewusst machen, welche Geschichten wir uns selbst erzählen. Wir sollten uns häufiger fragen: Wie rede ich mit mir? Wenn wir uns selbst erzählen, dass wir nicht gut genug sind, glauben wir es irgendwann auch. „Ein grundlegendes Konzept zum Verständnis des Selbstbewusstseins ist der pathologische innere Kritiker“, meint auch der erfahrene Psychotherapeut Matthew McKay. Damit ist jene Stimme gemeint, die wir alle ab und zu in unserem Kopf hören: Sie hält kritische Monologe und führt uns unsere Schwächen und Fehler vor Augen. Manchmal spricht sie zu uns mit Worten, manchmal mit Bildern. „In jedem Fall ist es dieser innere Kritiker, der das Selbstvertrauen zerstört“, so McKay. Kritisches Denken kann in manchen Bereichen unseres Lebens hilfreich sein, zum Beispiel wenn wir eine neue Wohnung suchen und alle Optionen genau und kritisch unter die Lupe nehmen wollen. Doch Menschen mit niedrigem Selbstbewusstsein wenden diese Art des Denkens viel zu häufig auf sich selbst an. Diese außer Kontrolle geratene kritische Stimme in unserem Kopf nennt McKay jenen pathologischen inneren Kritiker. Dieser sagt zum Beispiel: „Ich bin fett, ich bin hässlich, ich bin inkompetent.“ Er macht uns für alles verantwortlich, was schiefgeht, und erwähnt dabei immer wieder unsere Fehler und Schwächen, aber niemals unsere Stärken und Erfolge. Ein großes Problem am inneren Kritiker ist, dass wir uns schon so sehr an seine Stimme gewöhnt haben, dass wir ihn gar nicht richtig bemerken und einfach alles glauben, was er sagt. „Um Ihr Selbstbewusstsein zu steigern, müssen Sie damit anfangen, Ihren inneren Kritiker zu bemerken und zu hinterfragen“, erklärt Matthew McKay. Wir können uns zum Beispiel fragen, welches negative Statement uns als Erstes einfällt. Was ist dein schwacher Punkt? Wofür kritisierst du dich selbst? Es kann so etwas sein wie „Ich bin zu dick“ oder „Ich habe die Schule abgebrochen“. Welchen negativen Gedanken über dich denkst du am häufigsten? Und dann versuche einfach mal, einen Tag lang darauf zu achten, wie oft dieser Gedanke in deinen Kopf kommt. Wenn wir beginnen, die kritische Stimme in unserem Kopf zu bemerken und zu hinterfragen, kann sie uns nicht mehr einfach kleinmachen, ohne dass wir etwas dagegensetzen. Werde zur Detektivin: Überwache deinen inneren Kritiker, um ihn auf frischer Tat zu ertappen. Wenn du magst, kannst du deine Beobachtungen auch in ein Notizbuch schreiben und anschließend Affirmationen nutzen, um dich mit positiven Gedanken zu stärken.


Wäre es nicht toll, deine Ängste vor dem, was du dich nicht traust, über Bord zu werfen?


Eine weitere hilfreiche Übung ist es, dich deinem inneren Kind zuzuwenden, das vielleicht noch alte Wunden der Zurückweisung in sich trägt. Dein inneres Kind ist immer noch mit deiner Vergangenheit verbunden und weiß gar nicht, welche Erfahrungen und Skills du mittlerweile gesammelt hast. Wenn du es besuchst, kannst du es trösten, beruhigen und heilen (eine Anleitung findest du im Workbook auf Seite 20). Gib ihm die Liebe und Unterstützung, die es braucht, um dich heute zu einer starken, selbstbewussten Person zu machen. Reise in deine Vergangenheit, um dein Selbstvertrauen zu stärken, und dann gehe unerschrocken in die Zukunft, um deinen Glauben an dich selbst durch neue Erfahrungen zu festigen. Statt dich mit Zweifeln zu quälen, ob du gut genug bist und den Erwartungen anderer gerecht werden kannst, richte deine Aufmerksamkeit auf das, was du bereits erreicht hast. Auf deine Erfolge. Und erkenne an, dass es wirklich Erfolge sind. All die kleinen und großen Dinge, die du in deinem Leben bereits geschafft hast. Übersieh sie nicht. Denn das passiert leider häufig. Wie Katty Kay und Claire Shipman berichten, haben erfolgreiche Frauen oftmals das Gefühl, nur durch Glück in ihre Position gekommen zu sein. Viel zu selten machen sie sich bewusst, dass sie es ihren guten Leistungen zu verdanken haben, so weit gekommen zu sein: „Diese Anfälle von Selbstzweifeln, mit denen wir uns herumschlagen, sind eine derartige Verschwendung von Zeit und Energie. Warum machen wir das?“ Hören wir also einfach auf damit. Entscheide dich bewusst, deine Kraft zu leben: Erkenne deine Erfolge, sei du selbst, gehe Risiken ein und erlaube dir, zu der Größe heranzuwachsen, die eigentlich schon immer die deine war …

Q&A MIT LAURA

Laura, warst du schon immer selbstbewusst?

Ich war als kleines Mädchen sehr selbstbewusst, habe dieses Selbstbewusstsein dann aber später verloren, als ich begonnen habe zu glauben, was andere über mich sagten. Und ich hatte auch nicht wirklich ein Vorbild einer selbstbewussten, erfüllten Frau in meinem Umfeld. Zum Glück habe ich später durch meine eigene persönliche und spirituelle Weiterentwicklung mein Selbstbewusstsein wiederaufgebaut. Heute habe ich eine viel tiefere Verbindung zu mir selbst, als ich es mir je hätte vorstellen können.

Was hat dein Selbstbewusstsein positiv beeinflusst?

Auf der einen Seite: mutig zu sein, Dinge zu wagen und nicht darauf zu warten, mich erst bereit zu fühlen, bevor ich losgehen kann. Gleichzeitig hat Selbstbewusstsein auch viel damit zu tun, sich über sich selbst bewusst zu sein. Durch die Arbeit an mir selbst habe ich mich immer besser kennengelernt und verstanden, warum ich manche Dinge so fühle, denke und tue, wie ich sie tue. Wenn wir uns selbst wirklich kennen und annehmen, dann entwickeln wir eine Freundschaft zu uns selbst, die uns durch das ganze Leben trägt. Es lässt einen besser damit umgehen, nicht allen Erwartungen im Außen entsprechen zu müssen und sich selbst zu vertrauen.

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FOTOS: FARINA DEUTSCHMANN. ILLUSTRATION: AM.CREATIONS